Terroristenführer Krasewski tot!

Rein theoretisch hätte alles ja auch so ablaufen können: Heute, um 3:20 Uhr MEZ wurde das Quartier des bekannten Terroristenführers Darius Krasewski von einer Spezialeinheit der peruanischen Streitkräfte in dem kleinen luxemburgischen Städtchen Kopstal gestürmt. Die Soldaten eröffneten sofort das Feuer, wobei Krasewskis Frau, seine drei Kinder, die beiden Au-pair-Mädchen sowie Krasewski selbst starben. Der in Polen geborene Darius Krasewski wird von Peru für den Terroranschlag vom 11.9.2001 auf den Flughafen in Lima verantwortlich gemacht. Da Krasewski von peruanischen Behörden damals in Belgien vermutet wurde, begann die Peruanische Luftwaffe umgehend mit der Bombardierung Belgiens, was bekanntlich international nicht unumstritten blieb.…

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18!

Nun hat der alte FDP-Slogan ja doch noch funktioniert, wenn auch anders als ursprünglich gedacht. 18 Monate nach seiner Ernennung zum Außenminister tritt Westerwelle zurück (wenn auch noch nicht vom Posten des Außenministers). Aber immerhin hat nun die langerstrebte 18 doch noch irgendwie  Einzug in die FDP-Realität gefunden. Sehr niveauvoll ist auf jeden Fall das Verhalten seiner Parteifreunde: Erst wählten sie ihn mit standing ovations zum Parteivorsitzenden, nun lassen sie ihn fallen wie eine heiße Kartoffel. Obwohl die letzten Wahlverluste kaum etwas mit ihm zu tun haben dürften. Das Wort „Parteifreund“ ist ein Widerspruch in sich. In einer Partei hat…

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Warum ich kein Problem mit unserem amtierenden OB habe

Dresden muss bekanntlich seit mehr als einem Monat schon wieder ohne seinen gewählten Oberbürgermeister zurechtkommen. Als ich zuerst von Frau Orosz‘ Pause erfuhr, dachte ich spontan: Kein Problem – wir sind ja aus der Rossberg-Epoche daran gewöhnt, dass eine Stadt auch ohne OB prima weiter funktioniert. Da der Anlass diesmal allerdings eine Krankheit ist, verbieten sich hier blöde Bemerkungen und Vergleiche. Angenehm überrascht war ich jedenfalls, als mir klar wurde, wer die Vertretung ist: Dirk Hilbert von der FDP! Vor der letzten Wahl hätte ich nicht gedacht, dass ich mal so gegenüber einem FDP-Mitglied reagiere, zumal alles ganz anders anfing: Damals…

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Wie man sich mit Petitionen eine Menge Arbeit ersparen kann

Indem man sie manchmal besser gar nicht erst verfasst. Aktuell geht wieder eine Petition in Dresden herum: „Neonazi-Aufmärsche in Dresden: Gegendemonstrationen anerkennen statt kriminalisieren!“ Wir fordern von der Dresdner Stadtführung, endlich das bürgerschaftliche Engagement ihrer Bürger gegen Neonazi-Aufmärsche in seiner Vielfalt zu würdigen. Außerdem fordern wir, legale Möglichkeiten des direkten Protestes gegen mögliche künftige Neonazi-Demonstrationen zu diskutieren und nach sorgfältiger Prüfung auch zu ermöglichen. Bei den nun geplanten Gesprächen über einen angemessenen öffentlichen Protest dürfen die Dresdnerinnen und Dresdner nicht ausgeschlossen werden. Die Bürger dieser Stadt wollen sich in aller Deutlichkeit für ein weltoffenes Dresden einsetzen und den Missbrauch seiner…

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Ausnahmezustand

19. Februar in Dresden und ein erneuter Aufmarsch von Neonazis. Sollte man zur Gegendemo hingehen oder nicht? Sich hinstellen neben eigenartigste linke Splittergrüppchen, die wieder Deutschlandweit zusammengekarrt wurden? Den Nazis durch diese Aufmerksamkeit nach dem Prinzip „Viel Feind, viel Ehr‘“ indirekt noch Erfolgsgefühle vermitteln? Aber andererseits kann es auch nicht sein, dass man gemütlich zu Hause sitzen bleibt, während solche Leute hier marschieren und ihre geschichtsverdrehenden Losungen verbreiten …  Also gut, beschloss ich gestern nach tagelangem Nachdenken: Du gehst mit hin! Aber wohin genau? Nach den Änderungen der letzten Tage, wer wann wo was machen darf oder auch nicht, war…

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13. Februar: Drohnen über Dresden (Teil2)

Eine Antwort auf meine heutige Anfrage bei der Dresdner Polizei ist so schnell noch nicht gekommen, aber wenn man bei Google „drohne polizei sachsen“ eingibt, findet man ziemlich viel über die Drohne – unter anderem auch etwas zur Rechtslage ihres Einsatzes bei der Gegendemonstration am 13.2. 2011 am Dresdner Hauptbahnhof. Da jeder diese einfache Suchabfrage selbst wiederholen kann, gebe ich hier nicht sämtliche gefundene Quellen wieder, sondern fasse nur das Wesentliche zusammen: Technik: Drohne bzw. „Quadrokopter“, „SensoCopter“, „Unmanned Aerial Vehicle“ (UAV) oder auch „Autonomous Unmanned Micro Aerial Vehicle“ (AUMAV), Typ MD4-1000, Hersteller: Firma Microdrones (1), Mit-Entwickler: Rüstungskonzern Diehl BGT Defence Tests bei Sächsischer Polizei…

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13. Februar: Drohnen über Dresden (Teil1)

„Tausende Tweets zum 13. Februar lassen Kurznachrichtendienst Twitter glühen“ – so schrieb die DNN noch an diesem Tag. Und wer sich die Mühe macht, alles mit dem hashtag #13Februar noch einmal durchzulesen – der sollte tatsächlich etwas Zeit einplanen. Angesichts der vielen dort enthaltenen Details der Abläufe stellt sich übrigens die Frage, ob künftige Historiker vielleicht einmal alte Twitter-timlelines zur Rekonstruktion vergangener Ereignisse studieren werden? Ein interessantes Detail war jedenfalls der Einsatz von Drohnen. Oder besser gesagt: Einer Drohne. Nach der ersten Meldung zunächst skeptisch als Unsinn abgetan, wurden bald Fotos nachgeliefert. Das führte in vielen Tweets zu empörten Erklärungen, so etwas…

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Vorbildliche Demokraten

Nur mal so ganz nebenbei: Das …     … sind einige der sympathischen Mitmenschen, wegen denen wir Dresdner uns in den letzten Wochen wieder herum gestritten haben, ob demokratische Grundrechte ohne Einschränkung für alle gelten sollten? Beziehungsweise, wie weit ziviler Ungehorsam gehen darf? Oder … naja – was man eben alljährlich so diskutiert als Dresdner. Aber ich bin mir sicher, dass diese ebenfalls Steuern zahlenden Bürger, die lediglich ihr demokratisches Recht der Versammlungs- und Meinungsfreiheit wahrnehmen, es umgedreht genauso handhaben würden: Sollte in einer NPD-dominierten sächsischen Kleinstadt eine linke Demo oder – sagen wir mal – ein lokaler Christopher-Street-Day…

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Lese-Empfehlung: Anleitung zum Geld-Drucken

Wer es schafft, solche Dinge wie „Ethik“ und „Skrupel“ hinter sich zu lassen, der kann in Deutschland wirklich verblüffend einfach reich werden – dank staatlicher Maßnahmen. Auszug aus dem Spiegel-Artikel „Die Hartz-Fabrik“: „Im vergangenen April verurteilte das Amtsgericht Freiburg vier Mitglieder einer Betrügerbande zu Freiheits- und Geldstrafen. Die mehrfach vorbestraften Männer hatten vom Staat mehr als 20 000 Euro Provision für die angeblich erfolgreiche Arbeitsvermittlung von Hartz-IV-Empfängern kassiert, obwohl sie in Wahrheit keinem einzigen Langzeitarbeitslosen zu einer Stelle verholfen hatten. Der Trick bestand darin, dass die Bande neben ihrer Vermittlungsfirma auch eine angebliche Leiharbeitsfirma betrieb. Das erste Scheinunternehmen vermittelte an…

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