PEGIDA macht Werbung für www.pi-news.net

Man kann es nicht anders sagen: Die Veranstaltung PEGIDA wird immer dümmer und peinlicher. Seit letzter Woche, also seit dem 23.03.2015 macht man dort ganz offen Werbung für „Politically Incorrect“. Und zwar nicht nur auf irgendeinem mitgetragenen Plakat, sondern auf der Bühne: Das muss ich jetzt nicht weiter erklären, oder? Aber für PEGIDA-Besucher ist PI offenbar nur ein völlig harmloser „größter politischer Blog“, weshalb man sich also keine Gedanken bei solcher Werbung machen muss. Man macht sich dort ja ohnehin keine Gedanken, mit wem man sich abgibt. Insofern passt das schon.

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PEGIDA-Besucher sollten sich allmählich doch fragen, wem sie da eigentlich folgen

RuptlyTV, der Ableger von Russia Today ist bei PEGIDA immer gern gesehen. Denn im Unterschied zu den deutschen Medien, die immer nur lügen und alles verdrehen, haben russische Medien bekanntlich immer nur die Wahrheit gesendet und noch nie etwas einseitig dargestellt. So einfach scheint die Welt zumindest für PEGIDA-Besucher zu sein. Gestern Abend, also am 09.02.2015, wurde von RuptlyTV wieder per Livestream die PEGIDA-Demonstration übertragen, die erste nach mehreren Wochen Pause. Erstaunlich war, wer da nach etwa 20 Minuten vor der Bühne auftauchte: Lutz Bachmann. War der nicht zurück getreten? Aber laut seiner Armbinde war er hier offensichtlich nur „Ordner“.…

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Sächsische Landeszentrale für politische Bildung: Kritik erwünscht!

Diskussion bei einer Veranstaltungen der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung zu Pegida e.V.

Als Vermittler hat man keine leichte Aufgabe. Wer zwischen streitenden Parteien vermitteln will, läuft automatisch Gefahr, dass er den Zorn beider Seiten auf sich lenkt und anschließend erst recht richtig viele Feinde hat. Bequemer ist es da schon, sich nur einer der gegenüberstehenden Positionen anzuschließen. So ist man wenigstens unter seinesgleichen und hat wenigstens deren Beifall sicher. Und noch bequemer ist es, gar nichts zu tun. Frank Richter von der Sächsischen Landeszentrale für Politische Bildung (SLpB) erhielt nach dem vergangenen Montag erstaunlich viel Kritik dafür, dass er PEGIDA die Möglichkeit gab, eine Pressekonferenz in den Räumen der SLpB durchzuführen. Erstaunlich…

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Kein leichter Job: Pegida-Versteher

Ich bin grundsätzlich ein Gegner der Nazikeule und denke, dass man mit vermeintlichen Gegnern erst einmal reden sollte. Insofern bin ich also anscheinend ein Pegida-Versteher. Aber seit der gestrigen Sendung „Günther Jauch“ und vor allem seit der heutigen Pegida-Pressekonferenz muss ich schon sagen: Diese Bereitschaft fällt mir zunehmend schwer. Ich sehe da immer weniger, was es zu verstehen gibt. Zumindest was die Organisatoren betrifft. Mein Eindruck ist, dass diese Gruppe um Lutz Bachmann und Kathrin Oertel völlig überrascht und überfordert ist von dem unerwartet hohen Zulauf und dass sie nun keine Idee hat, was sie eigentlich damit anstellen soll. Denn…

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PEGIDA: Nebenbei war da auch mal etwas mit Islamisten

Sind das jetzt die neuen Montagsdemos? Diese Frage kam bei vielen auf, als vor mehreren Wochen die ersten „Abendspaziergänge“ der „Patriotischen Europäer“ durchgeführt wurden, die sich gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ richteten. Droht uns Islamisierung? Das hätte ich bis vor wenigen Jahren noch als Unsinn eingestuft. Aber vor allem seitdem immer mehr radikalisierte junge Muslime aus Deutschland sich dem IS anschließen – inzwischen geht man von mehr als 500 aus – sehe ich das etwas anders. Ja, gegen eine solche Islamisierung oder besser gesagt gegen eine Radikalisierung des Islam in Deutschland bin ich auch. Insofern müsste ich PEGIDA eigentlich gut…

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Verhinderungstaktik für Fortgeschrittene: DIE LINKE setzt neue Maßstäbe im Dresdner Stadtrat

Hat das Thema „Hafencity und Marina Garden“ bereits ein ähnliches Streitpotential wie vor einigen Jahren die Waldschlösschenbrücke? Zumindest scheint es bei manchen Bewohnern Dresdens bereits wieder dieselben Reflexe auszulösen: Da die Reizwörter „CDU“ und „bauen“ darin vorkommen, diesmal sogar noch unterstützt von dem schlimmen Wort „Investor“, hat man als guter Dresdner erst einmal dagegen zu sein. Über Gründe kann man später immer noch nachdenken und nach Tageslaune neu erfinden, das lief damals bei der Brücke so auch ganz gut. Nun kann man zu den Projekten auf dem Gelände des ehemaligen Leipziger Bahnhofs in Dresden durchaus geteilter Meinung sein und wenn…

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Kommunalwahl Dresden: Wollten einige Kandidaten gar nicht gewählt werden?

Dieser Gedanke drängte sich mir in den letzten Wochen auf. In einem meiner letzten Artikel erwähnte ich zum Thema Kommunalwahl in Dresden, dass es bei den Kandidaten jeder Partei eigentlich keine Spitzenkandidaten gibt. Der Listenplatz jedes Kandidaten hat keine Wertung. Jeder Kandidat einer Partei ist wahltechnisch gegenüber seinen Mitbewerbern gleichberechtigt und kann an ihnen „vorbei ziehen“, wenn er mehr Stimmen erhält. Ich schrieb auch, dass es aus Wählersicht wichtig wäre, nicht nur nach Partei zu wählen, sondern sich anzusehen, wer die konkreten Kandidaten sind. Es gibt bei ihnen immerhin Unterschiede, warum sich jemand zur Wahl stellt, warum er überhaupt zur…

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Dresdner Whistleblower enthüllt die Existenz von Chemtrails

Die Dresdner „Mahnwache für Frieden“ ist glücklicherweise absolut frei von Spinnern, Verschwörungstheoretikern und Nazi-Verharmlosern … … ach nein, ich habe heute keine Lust auf Ironie und Sarkasmus. Dummheit muss man auch einfach klar als Dummheit bezeichnen dürfen und wenn eine zu geballte Ladung Schwachsinn ausgerechnet aus meiner Heimatstadt in die Welt gesetzt wird, kommt in mir der Lokalpatriotismus durch. Auf der letzten „Montagsdemo“ trat jemand auf, der sich damit wichtig machte, dass er die Existenz von Chemtrails enthüllte. Wer diese – eigentlich lustige – Verschwörungstheorie nicht kennt, hier die Kurzversion: Kondensstreifen von Flugzeugen sind gar keine Kondensstreifen, sondern diese Streifen…

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Montagsdemo in Dresden: Friede, Freude, Bio-Eierkuchen

Das Fazit der gestrigen Veranstaltung lief tatsächlich nur darauf hinaus: Wir sollten mehr regionale Produkte kaufen, unseren Stromanbieter überdenken und vielleicht auch einmal containern gehen – dann kommt der Weltfrieden von ganz allein. Und dieser Prozess muss auch Spaß machen. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Phase jugendlicher Naivität nun doch allmählich hinter mir habe, jedenfalls fällt es mir schwer, so etwas ernst nehmen zu können. Wenn 1917 die Revolutionäre in Russland ebenfalls mit der entspannten Haltung angetreten wären „Veränderungen beginnen im Kleinen bei uns selbst, z.B. mit der Zucht von Biotomaten, und diese Veränderungen müssen auch Spaß machen“,…

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Piratenpartei Sachsen steht kritiklos hinter Anne Helm

Der sächsische Landesverband der Piratenpartei hat eine äußerst bemerkenswerte Stellungnahme veröffentlicht. Beim flüchtigen Lesen könnte man den Eindruck erhalten, dass sie nur völlig überflüssige Floskeln enthält. Aber wenn man genauer hinschaut und vor allem auch das bewertet, was alles nicht darin steht, dann verschlägt es einem an manchen Stellen regelrecht die Sprache. Der Text nennt sich „Stellungnahme des Landesverbands Sachsen zu den Ereignissen am 13. Februar 2014“. Eine Stellungnahme schreibt man, wenn etwas vorgefallen ist, wofür man kritisiert werden kann. Allerdings findet sich in der gesamten Stellungnahme  kein Wort, wozu man eigentlich Stellung bezieht. Es ist zwar klar, dass es…

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