13. Februar und web 2.0

Ich gebe es zu: Ich war weder bei der Menschenkette noch bei Blockaden in der Neustadt. Ich habe es  nachmittags nur online verfolgt und dabei zum ersten Mal einen Sinn in Twitter entdeckt. Ich las alles auf twiddern.de, dazu hörte ich den Live-stream von Coloradio. Der riss zwar ziemlich oft ab, wegen Überlastung der Server, aber dann fanden sich Unterstützer, die zusätzliche Kapazitäten bereitstellten. Den Livestream von der Menschenkette gab es von Dresden Fernsehen, von den ersten Videos auf YouTube erfuhr man über Twitter, von der Löschung derselben von YouTube auch … alles in Echtzeit sozusagen. Nun hatte ich zwar…

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Die Kandidaten der Nationalen Front stellen sich vor

So wollte ich die Überschrift erst nennen, weil ich das irgendwie witzig fand. Die Nationale Front – Ältere werden sich erinnern – war ja diese Einheitssoße aller Parteien in der DDR. Und heute Abend stellten sich alle aktuelle Kandidaten zur Landtagswahl im Elbhangtreff vor. Okay – „Nationale Front“ zu sagen, wäre in der aktuellen Situation nicht mehr korrekt angesichts unserer neuen Nationalen Front, also der NPD. Die war auch als einzige Partei nicht mit eingeladen. Ebenfalls nicht anwesend war der Vertreter der FDP, allerdings war er eingeladen und verhindert. Fazit der Aktion: Völlige Ratlosigkeit bei mir. Denn es scheint mittlerweile…

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Anpacken für Dresden

Zum Glück habe ich dank der Briefwahl auch schon die Stadtratswahl absolviert. „Zum Glück“ deshalb, weil ich wegen der dekorativen Wahlplakate, die erst nachher aufgehängt wurden, möglicherweise doch noch etwas anderes gewählt hätte. Wenn ich zur Arbeit* fahre, (* was diese ominöse Sache sein soll, von der auch Oma und Opa gelegentlich erzählen, beschreibe ich später einmal) komme ich nun an vielen Plakaten des CDU-Kandidaten Steffen Kaden vorbei: „Anpacken für Dresden“, lese ich. Und genauso stelle ich mir einen Politiker vor. Herr Kaden geht so durch die Stadt, sieht einen Missstand, einen unreparierten Zaun oder auch unser berühmtes „Wiener Loch“…

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Wem gehört der 13. Februar?

Glücklicherweise hat Dresden endlich wieder ein ordentliches Streitthema. Das letzte scheint ja praktisch abgehakt zu sein. Diesmal geht es um: Wie verhalte ich mich korrekt antifaschistisch? Denn es sorgt momentan bei uns etwas für Verwirrung, dass sich die CDU nicht an der Anti-Rechts-Demo „Geh Denken!“ beteiligen will, und stattdessen zu einer eigenen aufruft. Es gab mal eine Zeit, da gingen manche Dresdner abends am 13. Februar an die Ruine der Frauenkirche und stellten sich schweigend oder zumindest leise mit ein paar Kerzen dort hin, um der Bombardierung Dresdens zu gedenken. Das war freiwillig – niemand rief dazu auf, man konnte…

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