Dresden hat nicht mehrheitlich AfD gewählt und ich verstehe meine Landsleute nicht mehr

Als die Wahlergebnisse vom letzten Sonntag herauskamen, war nicht nur ich erschrocken, sondern auch alle, mit denen ich nachher darüber sprach: Ganz Sachsen war blau eingefärbt, überall hatte die AfD die meisten Stimmen erhalten. Ganz Sachsen bis auf die Großstädte Leipzig und Chemnitz. Immerhin war auch in Dresden ein roter Fleck zu sehen. Leider nur im kleineren Wahlkreis 1. Dort lag die SPD bei den Zweitstimmen vorn. Doch der größere Dresdner Wahlkreis 2 zeigte sich ebenfalls blau, dort wählten die meisten AfD. Da ich in Dresden lebe, ist es mir aber wichtig, zu erklären: Nein, in Dresden hat die AfD…

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Verständlich schreiben mit der Uni Leipzig

Dieser Screenshot sorgt gerade für viel Spaß auf Twitter. Wobei man besser Twittx sagen sollte. Er stammt aus dem neuen „Genderleitfaden“ der Uni Leipzig. Wir Bloggxs sollten hier unterstützend beitragen, solche wichtigen Texte bekannt zu machen, denn Sprache entwickelt sich weiter. Auch wenn man solche Entwicklungen in der normalen Bevölkerung, also draußen im realen Leben, seltsamerweise nirgends bemerkt. Der Text ist im Gegensatz zu sonstigen akademischen Texten sogar sehr unterhaltsam geschrieben. Mehrere Kommentatoren erklärten, sich beim Lesen eines verhaltenen Schmunzelns nicht erwehren zu können. Einige vermuteten gar ein Satire-Projekt dahinter. Doch mitnichten! Die meinen das ernst. Beschrieben werden zunächst die…

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Wie beleidige ich die Intelligenz meiner Leser am effektivsten? Mit Gendersternchen

Unter allen Verkehrsteilnehmer*innen sind Fußgänger*innen die schwächsten – an ihnen sollte sich die Rücksicht der anderen orientieren, auch die der Radfahrer*innen natürlich. „Unter allen Verkehrsteilnehmern … ähm, bei der Gelegenheit, lieber Leser: möglicherweise ist Dir gar nicht bekannt, dass unter Verkehrsteilnehmern auch Frauen sind. Deshalb erkläre ich es Dir hier einmal ganz genau: Unter Verkehrsteilnehmern sind auch Frauen.“ „ … sind Fußgänger die … ach , übrigens: Lieber Leser, das mit den Verkehrsteilnehmerinnen habe ich zwar bereits erklärt, aber ich vermute, dass Dir nicht klar ist, dass dies auch bei Fußgängern der Fall ist. Auch darunter befinden sich Frauen ……

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Dresden: Neue Teststrecke für intelligente autonome Fahrzeuge in Betrieb genommen

Das gilt nun für 150 Meter. Bereits nach dem nächsten Haus sollte wieder Gas gegeben werden, denn ab hier gilt wieder Tempo 50. Jede KI hat im Gegensatz zu uns die vollständigen Straßenverkehrsregeln und auch die damit verbundenen Gerichtsentscheide abgespeichert. Sie weiß also: Man sollte den Straßenverkehr nicht durch zu langsames Fahren behindern, so etwas kann auch abgestraft werden. Das wird hier getestet. Mit Tempo 50 geht es deshalb weiter bis zur etwa 50 Meter entfernten Straßeneinfahrt (Ratsstraße). Unsere KI muss nun wieder zeigen, dass sie die Uhrzeit beherrscht. Möglicherweise kommen ihre Prozessoren zwischen 6 – 20 Uhr etwas ins…

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Blogparade: Warum bloggt ihr eigentlich?

Warum ich blogge, wurde ja gerade erst von einem aufmerksamen Mitleser aufgedeckt: Weil ich ein bezahlter Troll der zionistischen Propaganda-Trommel bin. Insofern ist Nicole Czerwinkas Aufruf in meinem Fall schnell abgearbeitet. Sie findet, dass wir Blogger einmal beschreiben sollten, warum wir das eigentlich machen: Warum bloggt ihr eigentlich? Denn das ist doch die Frage, die uns alle beschäftigt: Warum hocken wir nach Feierabend noch mit dem Laptop auf der Couch, suchen Fotos, tippen Gedanken in die Tasten, verlinken Videos? Was treibt uns an, unsere wertvolle Freizeit mit Blogposts zu vertrödeln und während der oder die Liebste lümmelnd vor dem Fernseher…

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Liebe außerirdische Erforscher des Planeten Erde …

Löwenzahn stechen

… falls Ihr mich zufällig gerade beobachtet habt und Euch nun fragt, ob die Menschheit völlig bescheuert ist: Nein (*). Mir ist natürlich klar, dass meine Tätigkeit der letzten Stunde komplett überflüssig war und auch gar keinen Sinn ergibt. Ich weiß, dass diese Pflanzen in drei Tagen auf der gesamten Fläche nachgewachsen sein werden. Zumal die Wiese sowieso aus nichts Anderem zu bestehen scheint, wenn man vom Moos einmal absieht. (* Wobei …) Das, was Ihr gesehen habt, war mitnichten eine geistlose Tätigkeit, sondern eine Kunstaktion. Sie nannte sich „Performance für den permanenten Neuanfang“. Diese Aktion sollte mich und meine…

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Dank aktueller Klage zur Waldschlösschenbrücke: Neu entdeckte Naturschutzgebietsarten (auch auf Finnisch und Kroatisch dokumentiert)

Stimmt, da war ja noch irgendein Gerichtsverfahren offen! Die Grüne Liga Sachsen hat wegen der Waldschlößchenbrücke immer noch eine Klage beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig laufen. Daran erinnerten heute Artikel unserer Lokalpresse. Was eine solche Klage gegenwärtig noch für einen Sinn haben könnte, weiß niemand. Selbst bekennende ehemalige Brückengegner schreiben in Internetkommentaren inzwischen, man solle diesen Unsinn und diese Geldverschwendung doch bitte endlich beenden. Die Brücke steht, sie wird benutzt und kein Mensch sieht noch ein Problem darin. Was auch eine Menge über unser ehemaliges Streitthema Nummer 1 aussagt. Heute gab es eine Entscheidung zum noch laufenden Verfahren. Sogar vom Europäischen Gerichtshof. Was…

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Bürgerversammlung „Wie geht es weiter in Dresden?“

Bürgerversammlung in der Dresdner Kreuzkirche

Sicherheitshalber ging ich ohne jegliche Erwartung zu der Bürgerversammlung „Wie geht es weiter in Dresden?“, die am 16.12.2015 in der Kreuzkirche stattfand. Doch wie sich zeigte, war sie auf jeden Fall sinnvoll. Der aus meiner Sicht klügste Gedanke kam vom letzten Redner aus dem Publikum, der sich mit dem Namen Schmidt (*) vorstellte: Wenn man anfangen will mit den Problemlösungen, wäre das Wichtigste erst einmal ein Waffenstillstand. Da hat er Recht. Wie soll eine Diskussion in Gang kommen, wenn kein verbaler Waffenstillstand zwischen den Pro und Kontra-Pegida-Lagern zustande kommt? Derselbe Herr Schmidt sagte aber auch völlig berechtigt: „Wer keinen Dialog…

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Sächsische Verhältnisse (oder auch nicht): Ein Wachmann tritt einen Asylbewerber (oder auch nicht)

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In einer Dresdner Flüchtlingsunterkunft wurde ein Bewohner vom Wachpersonal geschlagen und getreten. Wenn man so etwas liest, ahnt man als Dresdner automatisch Reaktionen wie: Das konnte ja wieder nur in Sachsen passieren, das sind eben die „typisch sächsischen Verhältnisse“, kein Wunder, dass so etwas im Osten passiert, denn die sind doch sowieso alle rechts … Man überlegt sich als Dresdner aber andererseits auch, ob es gut sei, den Vorfall öffentlich zu hinterfragen oder zu überlegen, ob das vielleicht eine Vorgeschichte hatte. Denn so verharmlost man ja am Ende noch Gewalt gegen Ausländer, man verharmlost also rechte Gewalt, man redet damit Pegida und anderen Rechten nach dem Mund … Nun ist es…

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