Frau Orosz hat Angst vor Transparenz!

Das war zumindest der Tenor der ersten Facebook-Kommentare: Die CDU oder allgemein die-da-oben© hätten wohl was zu verbergen, Angst vor zu viel Transparenz, so ist eben die sächsische Demokratie … nun ja, was man eben so daher kommentiert, sobald man nur die Überschrift gelesen und Reizwörter wie „CDU“ oder „Orosz“ darin entdeckt hat. Was ist passiert? Unsere Oberbürgermeisterin hat Coloradio die Liveübertragungen aus dem Stadtrat verboten. Wenn Dresden Fernsehen solche Übertragungen durchführen darf und wenn dagegen das eher linke ColoRadio so behindert wird – da liegen Verschwörungstheorien natürlich nahe. Aber so einfach ist es trotzdem nicht. Dummerweise steckt ausgerechnet die…

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Alternative Klimakonferenz: Eine vielleicht nicht ganz so wichtige Veranstaltung der FDP

Wenn die FDP eine Veranstaltung ankündigt mit dem Titel „Sind wir noch zu retten?“, dann denkt man ganz automatisch über die beste Formulierung naheliegender Witze nach. Ob die FDP noch zu retten ist, weiß ich nicht. Aber Gegenstand der angekündigten Veranstaltung ist gar nicht die veranstaltende Partei selbst, sondern das Weltklima. In Dresden findet am 30. Juni 2012 die „Alternative Klimakonferenz“ im Congress Center Dresden statt. Initiator ist die sächsische FDP. Eine Klimakonferenz in Dresden? Und sogar alternativ? Also mit Meinungen, fernab vom Mainstream? Finde ich prinzipiell eigentlich gut. Denn anzweifeln und hinterfragen darf man nicht nur alles, sondern man…

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Kein Aprilscherz: Bob Dylan kommt nach Dresden

Freitagabend war es, als ich beinahe etwas ganz Verrücktes getan hätte: Raus aus dem Internet, Notebook zu und ab ins Bett! Aber selbstverständlich schaute ich doch noch einmal fix bei Facebook nach, ob es neue wichtige Katzenfotos oder dergleichen gäbe und dabei entdeckte ich eine Meldung der DNN: Bob Dylan kommt wieder einmal nach Deutschland. Und diesmal sogar nach Dresden. Hierher, zu uns! Man muss also nicht erst nach Leipzig, Berlin oder sonst wohin fahren … nein – in der „Junge Garde“ tritt er auf. Oops, dachte ich, ist das nicht ein wenig zu klein für Dylan? Da werden sich…

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Wanderwegmarkierungen für Nazis am Dresdner Elbhang

Ich habe schon oft gehört, dass es in Pappritz ziemlich viele Nazis gäbe. Ob dort wirklich mehr sind als in anderen Ortsteilen von Dresden, weiß ich nicht. Aber wenn man bei einer Wanderung am Elbhang da entlang kommt, könnte man schon stutzig werden: „300.000 Tote Dresden ’45“ – das kann man dort schon lange lesen. Mindestens seit einem Jahr. Und es scheint keinen der Anwohner zu stören, denn sehr oft übermalt wurde diese Schrift anscheinend noch nicht, wenn man mal von der jüngsten, auch nicht viel intelligenteren „Korrektur“ absieht. Selbstverständlich gab es 1945 Tote in Dresden, deren Zahl man heute…

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Kälte und so …

Nachdem ich gestern auf ein sehr professionelles Video mit rasanten Schnitten und krassen Effekten verwies, gibt es heute als Gegensatz ein harmloses Amateurvideo: Mit laaangen Einstellungen (Wim Wenders-Schule!), mit sehr einfachen Effekten und gefilmt mit einem billigen Fotoapparat der Marke LUMIX, den ich zufälligerweise in der Tasche hatte. Und irgendwie fehlt auch die politische Aussage ein wenig, denn man sieht lediglich Eisschollen, die auf der Elbe treiben und viele arktische Tiere (Enten, Schwäne und Gänse). Die Robben und Pinguine habe ich nicht extra gefilmt, denn die sieht man ja oft genug im Fernsehen. (1:20 min)

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Wie man mit geistlosen Videoeffekten maximal vom Inhalt ablenkt …

… kann man gegenwärtig auf www.dialog.sachsen.de sehen. Die Seite kannte ich zwar schon, aber wahrscheinlich hatte ich mir das dort enthaltene Video bisher nur mangels Erwartung sinnvoller Aussagen nicht angesehen. Durch den Hinweis auf Blechblog habe ich es nun doch getan und war bereits nach der ersten halben Minute ausreichend peinlich berührt. Keine Ahnung, was unser sächsischer Innenminister Markus Ulbig eigentlich gesagt hat – ich war von diesen selten dämlichen Videoeffekten ausreichend abgelenkt. Irgendwas mit „Antifaschismus ist nicht die Lösung“ (ach so), aber ich erwartete ständig, dass sich Ulbig CSI-Miami-mäßig noch dramatisch die Sonnenbrille aufsetzt. Wollte man mit diesen „hippen“ Kameraeinstellungen, den sinnlosen Perspektivwechseln und den…

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Die Angstmacher haben gewonnen

Kurz vor 18 Uhr konnte man sehen, dass die Wahlbeteiligung bei unserem Bürgerentscheid doch über 37% erreicht hatte. Da zu erwarten war, dass die Mehrheit mit „Ja“ abstimmen würde, ahnte ich, dass das wohl für genügend „Ja“-Stimmen gereicht haben dürfte. Die Auszählung bestätigte das anschließend: Die mindestens notwendigen 107.920 gültigen Stimmen wurden von dieser Position erreicht, womit der Bürgerentscheid gültig ist. Für mindestens drei Jahre wird es weiterhin zwei getrennt geführte und verwaltete eigenstädtische Krankenhäuser in Dresden geben, die wahrscheinlich auch weiterhin rote Zahlen schreiben. Sollte ich mir im Computer für Februar 2015 einen Termin vormerken: „Artikel schreiben über die…

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Gastbeitrag zum Bürgerentscheid Dresdner Krankenhäuser

Ich machen mal etwas Neues und veröffentliche einen Gastbeitrag. Mir hat gestern jemand einen längeren ausführlichen Kommentar zu „Dresdner Krankenhäuser und ein schwieriger Bürgerentscheid“ hinterlassen. Da Google aber (meines Wissens nach) Kommentare bei Suchanfragen gar nicht oder nur sehr weit unten im Ranking einstuft, finde ich es schade um den Text und veröffentliche ihn hier als eigenen Artikel. Der Name des Verfassers ist mir nicht bekannt, allerdings halte ich das für nebensächlich: ——————————————————  Ich bin kein Dresdner, so dass ich mir ein neutrales Urteil beim bevorstehenden Bürgerentscheid erlauben kann. Zudem habe ich mit dem Management von Krankenhäusern zu tun und verfüge deshalb…

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Nachtrag zum Bürgerentscheid Dresdner Krankenhäuser

In meinen letzten Artikel zu diesem Thema schrieb ich am Ende, dass niemand so richtig plausibel erklärt, wieso zusätzlich zur (wahrscheinlich notwendigen) Zusammenlegung und Verwaltungsoptimierung auch noch die Änderung der Rechtsform nötig sein soll? Warum muss also unbedingt eine (g)GmbH gegründet werden, warum sollten Verbesserungen nicht durchaus auch mit der bisherigen Rechtsform als städtischer Eigenbetrieb möglich sein? Das wird in einem Interview erklärt, welches mit Michael Schmehlich (GRÜNE) und Tilo Kießling (LINKE) geführt wurde und im Rahmen einer Interviewreihe auf Coloradio kam. Schmehlich ab 7:30 min: „Das sog. Medizinische Versorgungszentrum muss in Form einer GmbH gebildet werden – das verlangen…

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Elberadweg: Bitte hier entlang schieben!

Obwohl ich oft hier entlang komme, fiel mir die folgende Schilderkombination erst heute auf. Sie steht möglicherweise schon länger dort. Der Radwanderer erfährt hier, dass er geradeaus fahren soll: Ach nein: Schieben soll er! Und zwar einen kompletten Kilometer (danach wird er an die parallel verlaufende Straße geleitet, die er auch von hier schon besser nehmen sollte). Dabei wäre der Hinweis „Benutzen Sie besser ein Kanu!“ wesentlich praxisbezogener beim Durchqueren der Loschwitzer Seenplatte: (Kann ich das mit unter „Humor„ ablegen oder gehört es schon in die Rubrik „ich prangere an“?)

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