„18 Stiche“, Dresden, Schillerplatz

Darf man an einem Verein Kritik üben, der sich immerhin vorgenommen hat, „der Ausbreitung des Rechtsextremismus und rechtsextremer Gedanken entgegenzuwirken“? Oder ist man dann bereits selbst ein Nazi? Solche Gedanken gehen einem automatisch durch den Kopf, wenn man die gestern am Schillerplatz aufgestellte Stele sieht. Dabei will ich gar nicht die Aktion an sich kritisieren. Dass es Alltagsrassismus gibt, kann schlecht wegdiskutiert werden. Und es ist auch richtig, immer einmal wieder darauf hin zu weisen. Aber die Umsetzung ist kritikwürdig. Eine fast mannshohe Betonskulptur steht nun in dem Bereich, wo die meisten Fußgänger entlang kommen. Sie ist nicht im Boden befestigt. Stabilisiert wird…

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Poetische Kostbarkeiten

Wie sich vor wenigen Tagen gezeigt hat, akzeptiert die UNESCO gelegentlich doch Brücken in Flusstälern (1). Im Oberen Mittelrheintal darf eine solche gebaut werden, ohne dass das Gebiet damit seinen Status als Welterbe verliert, wie es in Dresden geschah. Nun kann man diese beiden Welterbestätten mit ihren Brückenbauten eigentlich nicht so direkt vergleichen. Am Rhein geht es um einen Abschnitt von fast 100 km, auf dem der Fluss nirgends eine Brücke hat, in Dresden ging es um eine Brücke in der Stadt. Am Rhein hat man sich mit der UNESCO abgesprochen und dabei eine andere Stelle als die ursprünglich vorgesehene…

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Angesagte Partylocation

In unserer  durchorganisierten Welt mit ihren allgegenwärtigen Vorschriften und Regeln ist es wichtig, dass Menschen auch noch Freiräume finden, wo sie diese vielen gesellschaftlichen Konventionen einmal ablegen können. Anderes ausgedrückt: Wo sie einmal richtig die Sau herauslassen können. Nein, es geht hier nicht um Fußball, sondern um einen kleinen Ort am Dresdner Elbhang – die Agneshöhe. Beim kürzlichen Besuch und dem da sichtbaren Anblick ärgerte mich sofort, dass ich nie zu solchen abgefahrenen Partys eingeladen werde, die dort offensichtlich immer stattfinden. Da müssen schon echt krasse Pyroeffekte eingesetzt worden sein, wie man an dem durchgekohlten Loch im Tisch erkennen kann. In…

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Neumarkt-Debatte

Ich finde, dass die – mangels Gewandhausbau – freibleibende Fläche auf dem Neumarkt in Dresden nur für eine Sache genutzt werden sollte: Da an dieser Stelle sicher alle Dresden-Touristen einmal vorbeikommen werden, müssen genau dort große Infowände hin, auf denen Dresden-Gegner die Stadt wirkungsvoll kritisieren dürfen! Momentan geschieht das ja schon, leider übersehen es die meisten Passanten. Wer etwas aufmerksamer über den Platz geht, kann einen kleinen Aufbau erkennen, der die Aufschrift trägt: „UNESCO-Welterbe ‚Dresdner Elbtal‘“. Man fragt sich automatisch, ob die Stadt da vergessen hat, ein Schild wegzuräumen. Denn die Sache hat sich bekanntlich längst erledigt. Vor allem durch…

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Dresdner Debatte

Wo bleibt denn Michas Eintrag? Ich hatte mir vorhin mit meinem Kollegen ausgemacht, dass wir uns auf der seit heute zugänglichen Seite www.dresdner-debatte.de mal richtig schön streiten: Er schreibt was und ich gehe auf Kontra. Aha – hier ist er ja! Das Thema hatten wir zwar abgesprochen, aber ich könnte mich schon wieder aufregen … Ich habe das Gefühl, dass diese Seite für den Neumarkt wenig bringen wird. Momentan schreibt dort jeder, was er sich gern gewünscht hätte und was nun sowieso schon abgehakt ist. Leider ist die Struktur der Seite  auch total unübersichtlich. Ein Forum mit wenigen (vorgegebenen?) Themen hätte…

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Herpetologie: Teichmolch

Angesichts des für diese Jahreszeit unerwarteten Wetters (Sonne? Und das Anfang Juni ?) ein kleiner Tipp für Dresdner, die noch nie einen Molch in freier Natur gesehen haben: Im Botanischen Garten kann man zurzeit Teichmolche beobachten. Gleich hinter dem Eingang links im ersten Teich. In den nächsten Wochen wird man die Weibchen beim Eierlegen beobachten können und in 2-3 Monaten – wenn man genau hinschaut – größere Larven. Es ist eigentlich umstritten, konkrete Fundorte geschützter Tierarten zu veröffentlichen. Der Hintergedanke dabei ist: Dann werden die wenigen Tiere möglicherweise noch weggefangen. Aber ich denke, bei diesem Fall kann man einmal eine Ausnahme machen, da es…

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Stadtteilfotografie, Teil 2

Heute mal wieder ein Versuch, mein geplantes Vorhaben abzuarbeiten: Ein Abschnitt der Glasewaldstraße (Dresden, Striesen) zwischen Wittenberger und Schandauer Str. 1993 und 2010. Es ist mir sehr peinlich, beim heutigen Fotografieren nicht bei jedem Motiv die identische Position der alten Aufnahme wiedergefunden zu haben. Allerdings scheitert das an diesen überall geparkten PKW (1993 waren die Straßen noch freier), außerdem sind in Striesen momentan irgendwelche größeren Straßenbauarbeiten (DSL-Verlegung ?) , weshalb man gelegentlich um Bauzäune und Dixi-Klohäuschen herum fotografieren muss. Im Gegensatz zum letzten Versuch hatte ich heute immerhin gutes Licht (es war angenehm bewölkt). Dafür bemerkte ich ein neues Problem beim Häuser-Fotografieren: Alle Straßenbäume sind…

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Tierleben an der Waldschlösschenbrücke

Für die Verhinderung der Dresdner Dresdner Waldschlösschenbrücke (WSB) wurden auch immer wieder Naturschutz-Argumente angeführt. Wenn man Brückengegnern glaubt, werden durch den Bau sehr viele Tierarten bedroht. Sobald man sich aber mit Details auseinandersetzt, zeichnet sich eher ab, dass diese Tiere im Waldschlösschen-Areal kaum bis gar nicht gefährdet sind. Manche Arten kommen dort noch nicht einmal vor. Hier eine Übersicht der Tierarten, die laut Brückengegnern durch den Bau der Brücke bedroht sind, versehen mit ein paar Anmerkungen, warum ihr Bedrohungsgrad möglicherweise doch nicht ganz so dramatisch ist Inhalt Übersicht aller bedrohter Arten und: Was sagen Fundangaben eigentlich aus? Vögel: Wachtelkönig Vögel:…

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