Mahnwache für Frieden enthüllt: Monsanto steht im Dienst der NWO!

Ich bin ein absoluter Fan der Dresdner Montagsdemos geworden. Ich gehe da zwar nicht mehr hin, aber ich sehe mir gern die Videos an. Sie haben oft einen hohen Unterhaltungswert und man erfährt brisante Dinge, die von den Medien, besser gesagt den Mainstream-Medien, arglistig verheimlicht werden. Am letzten Montag sprach als erster ein junger Mann – Johannes, der den absoluten Durchblick hatte, denn er enttarnte im weiteren Verlauf sogar noch einen anwesenden BND-Agenten. Doch dazu später mehr. Zunächst einmal erklärte er erst einmal, wozu das Freihandelsabkommen TTIP eigentlich dient:

Die amerikanische Firma Monsanto produziert bekanntlich „Gensamen“. In den ersten drei, vier Jahren ist solches Saatgut laut Johannes für die Bauern auch toll, die Ernten sind super und sie benötigen keine Pestizide. Aber, so erklärt Johannes weiter: Diese Gensamen sind so konzipiert, dass nach dem vierten Jahr aus den Gensamen eine andere Pflanze herauswächst.

(An der Stelle sollte man besser nicht großartig darüber nachdenken, wie das gehen soll, dass beispielsweise aus Mais-Samen etwas ganz anderes wachsen kann. Oder wieso das erst nach einigen Jahren passieren soll, obwohl doch in jedem Jahr bei der Ernte die Pflanzen inclusive Samen vom Feld entfernt werden und nächstes Jahr neugekaufter Samen ausgebracht wird. Johannes kennt sich aus, bitte einfach weiter zuhören!)

Diese neu aus dem Gensamen wachsende Pflanze ist laut Johannes ein Unkraut namens „Fuchs pallen schwanz“ oder „Cux pallen stanz“ …

(das ist im Video sehr schwer verständlich, auf jeden Fall aber falsch ausgesprochen, er meint sicher das glyphosatresistent gewordene „Superunkraut“ Palmer Amaranth (Amaranthus palmeri), den man auch Palmer oder Palmers Fuchsschwanz nennt)

… es lässt allen anderen Pflanzen, allem Getreide gar keine Chance mehr zum Wachsen. Die Bauern gehen dadurch erst einmal Pleite oder nehmen eine Hypothek auf.

(Was ein Saatguthersteller wie Monsanto davon haben sollte, Bauern in den Ruin und zum Landverkauf treiben zu wollen, erscheint zwar zunächst rätselhaft, aber es steckt sicher ein unglaublich diabolischer Plan dahinter. Dazu passt auch, dass Saatguthersteller ablenkend behaupten, solche Resistenzbildungen würden ihnen angeblich sogar Probleme bereiten … alles gelogen!)

Denn Johannes deckt weiter auf: Die Bauern können dann aber die nächsten paar Jahre immer noch keine Ernten einfahren, denn das Unkraut überwuchert immer noch alles. Also kassieren die Banken dann das Land ein. Und genau das ist die Vorgehensweise der New World Order (NWO), das ganze Land der Bauern und der Menschen einzukassieren. Das ist der Zweck von TTIP.

Nun wissen wir Bescheid!

Johannes erzählte dann noch wissenswertes über das böse Zinssystem sowie über den Islam, der überhaupt nicht gefährlich ist, denn die Angst vor dem Islam wird uns nur eingeimpft, weil er die einzige Religion ist, die das Zinsverbot aufrecht erhält. Nach ihm spricht Lothar Lange  im Video, da drücken wir mal gnädig die gedachte Skip-Taste, dann kommt Johannes wieder und erklärt, dass der Protestantismus in Europa absichtlich etabliert wurde, weil man in den protestantischen Texten absichtlich das katholische Zinsverbot „vergessen“ hatte. Wie schon gesagt: Man kann auf den Montagsdemos immer noch eine Menge lernen!

Ganz großes Kino gibt es im Video dann aber ab ca. 44:50 min! Für die Stelle sollte man dringend Bier und Popcorn holen und Freunde einladen. Unser Johannes enttarnt hier einen BND-Mann! Ein weiterer Redner hatte soeben lang und breit (und vor allem ziemlich wirr) über seine Gesundheitsprobleme geredet … dass die Schulmedizin und das Gesundheitssystem Mist seien, weil da ja auch das ungeliebte Geld eine Rolle spielt. Zwischendurch geht leider das Mikro oder der Verstärker kaputt, was vielleicht aber auch besser so ist … lauter wird es wieder als er gerade Unfallversicherungen als falsch darstellt. Er endet nach vielen mäandernden Neben-, nun ja, nennen wir es mal „Gedanken“, mit der Bemerkung, dass auch Krebsheilung mit Chemotherapie und Bestrahlung falsch wären. Das soll uns aber egal sein. Doch was danach passiert, sollte man selbst sehen. Johannes schaltet sich wieder ein. Er hat in mehreren Facebookgruppen gelesen, dass da auch sogenannte „BND-Trolle“ unterwegs seien, die vom BND dafür bezahlt werden, hier Verunsicherung zu stiften, von Themen abzulenken, vom Ursprungsgedanken abzulenken, weshalb man hier überhaupt zusammengekommen sei, „denn wir stehen hier ja für den Frieden ein“ (ach so!).

Und genau dieses vom-Thema-sonstwohin-ablenken hatte der letzte Redner ja gerade erst getan. Ein klarer Fall von BND-Troll! Deshalb sagt Johannes dem verdutzten wirkenden Mann (alles gespielt!) mit vollem Recht, er solle doch bitte gleich wieder zurück zur BND-Zentrale zurück gehen: „Sie können gleich schon mal gehen. Ich habe das schon mit zwei anderen Leuten vom BND gemacht“.

Danach wird es ziemlich turbulent.

Wenn ich mir das Fernsehprogramm von heute ansehe, war dieses Video keine schlechte Alternative.

22 Kommentare:

  1. Ganz großes Kino. 🙂

  2. Pingback:»Quelle: Zeitgeschehen« – @henscheck denkt laut nach

  3. Ich hab mir jetzt ne ganze weile die Bautzner Mahnwache angeschaut (bekennende Nazis, Verschwörungstheorien viele deutsche Wirtschaftsnachrichten Posts) und dachte vielleicht ist Dresden da anders. Scheint nicht so zu sein 😉

  4. Ich bin ja für die Regel: Wer in einer Internetdiskussion als erstes auf die Deutschen Wirtschaftsnachrichten verlinkt, hat automatisch verloren 😉 Aber es stimmt: So etwas taucht bei den Dresdnern zumindest auf Facebook auch ständig auf. Ich habe bei einigen drastischen Fällen – kürzlich kam da erst wieder jemand mit dem Esoterik-Blödsinn der Wasserverwirbelung – auf solche Fehler hingewiesen. Mir kann also niemand vorwerfen, mich nur darüber lustig gemacht zu haben, ich habe sozusagen inhaltliche Qualitätssicherung angeregt. Immerhin beteiligten sich dann immer auch einige Leute, die es ebenfalls als falsch betrachteten, solchen Dingen auf den Demos Raum zu geben. Aber die haben irgendwie wenig Chancen – es tauchen immer wieder Spinner auf. Mal sehen, wie viele Monate diese Demos noch stattfinden – irgendwann werden die sich auflösen, weil den intelligenteren Anwesenden einmal die Ergebnislosigkeit auffallen dürfte.

  5. Der Regel stimme ich uneingeschränkt zu.

    Ich persönlich glaube noch nicht ganz an die Auflösung. Ich denke es wird eher eine Verdichtung und Vernetzung der Spinner geben. Die Intelligenten werden gehen (und grade in Bautzen denke ich die sind schon weg). Wahrscheinlich wird das ganze nicht unter dem Label Friedensdemo laufen, aber die hier geschaffenen Vernetzungen bleiben. Und die können gefährlich werden. Ein Herr Quint postet z. B. auch in Bautzen und der Hauptredner von Bautzen postet auch schonmal in Dresden.

    Mein Tipp für das Ende der Bewegung ist frühestens der 19.7.2014 (bundesweite Mahnwache). Realistisch betrachtet würde ich sagen: irgendwann wenns kalt und regnerisch wird.

  6. Franks gesammeltes Halbwissen. Eigentlich ziemlich treffend, da könnte mensch glatt denken, dass Du recht reflektiert und selbstkritisch bist. Aber ich verfolge schon seit einiger Zeit Deinen Kommentare auf diversen Seiten und habe den ein oder andern Artikel von Dir gelesen und irgendwie machst Du mir einen recht überheblichen Eindruck. Oft habe ich den Eindruck, dass Du eine Art absoluten Wahrheitsanspruch für Dich reservierst, aber irgendwie immer nur in Deiner Antihaltung und auf ganz subtile Art begründest. Ich habe nichts gegen kritische Menschen, einfach weil ich weiß, dass ich nichts weiß. Aber irgendwie sind mir Menschen, die scheinbar immer alles besser wissen sehr suspekt. Nur einige Beispiel: Sicherlich ist es fragwürdig was Johannes über „Gensamen“ erzählt hat, aber generell hat er Recht, TTIP ist keine gute Sache für uns normale Menschen. Oder bin ich jetzt in Deinen Augen auch schon eine Lachnummer, wenn ich das schreibe? Was wären denn Deine konkreten Gegenargumente für TTIP? Willst Du irgendwann Deine Familie mit Gen Food ernähren müssen? Und das ist nur ein winziger Teil von TTIP. Oder lass mal Deine Argumente für ein verzinstes Schuldgeldsystem blicken. Geld ist an sich ein gutes Werkzeug, aber warum bedarf es Zinsen und Zinseszinsen? Was sagst Du zur Alternative fließendes Geld mit Umlaufimpuls? Und bitte erkläre mir mal, was Du unter einem Verschwörungstheoretiker verstehst? Ist das vielleicht etwas Schlimmes? Erzählst Du Deinen Kinder etwa nicht, dass es einen Weihnachtsmann gibt? Das ist doch auch eine Verschwörungstheorie, oder etwa nicht? Du meinst also nicht, dass jeder Einzelne über sein Konsumverhalten etwas zum Frieden und zur Gerechtigkeit in der Welt beitragen kann? Warum denn nicht? Vielleicht kann ich noch was von Dir lernen, oder eine Art sachliche Diskussion führen. Und das meine ich im Gegensatz zu Dir, ganz ohne Ironie und unterschwelliges lächerlich machen von einfachen Menschen. Du scheinst mir an sich ein ziemlich intelligenter Mann zu sein, wieso verwendest Du nicht Deine Energie für sinnstiftende Dinge? Im Grunde finde ich es sehr gut, dass Du einen Bolg betreibst, aber ich habe immer so einen komischen Beigeschmack, wenn ich Deine Artikel lese. Und zum Schluss noch eine letzte Frage: Wieso habe ich Dich noch nie auf irgendeiner Aktion hier in Dresden gesehen? Den Veränderung fängt mit Handeln an. Worte sind nur Wind.

  7. @Nathanael: TTIP ist aus mehreren Gründen abzulehnen, wieso sollte ich also Argumente für dieses Freihandelsabkommen bringen? Allerdings muss man deshalb nicht gleich jedes noch so unsinnige Anti-TTIP-Argument gut finden.

    Willst Du irgendwann Deine Familie mit Gen Food ernähren müssen?

    Kommt auf das konkrete Produkt an, aber prinzipiell: Klar, warum nicht? Wenn man sich damit beschäftigt, was bei Gentechnik eigentlich passiert, erweisen sich viele Ängste als völlig unbegründet. Nur mal als Beispiel: Die Lenape-Kartoffel. Den schlimmen Monsanto-„Genmais“ würde ich z.B. auch bedenkenlos essen. Zumindest hat Gentechnik in der Landwirtschaft durch die Einsparung von Herbi- oder Pestiziden einen positiven Effekt für den Naturschutz.

    lass mal Deine Argumente für ein verzinstes Schuldgeldsystem blicken

    Jetzt kommen wir aber ganz gewaltig vom Thema weg, deshalb fasse ich mich jeweils kurz:

    warum bedarf es Zinsen und Zinseszinsen?

    weil diese ein simples und gut funktionierendes Mittel sind, nicht benötigtes Geld der Verwendung, also dem Geldkreislauf zuzuführen.

    Was sagst Du zur Alternative fließendes Geld mit Umlaufimpuls?

    Heute nicht mehr anwendbar, da einschmelzbare Goldmünzen nicht mehr unser Zahlungsmittel sind. Das führt mir mir auch wirklich zu sehr von Thema weg. Letztlich hat es etwas mit der Idee des Negativzinses zu tun, der bei Regionalgeld angewendet wird, was wiederum außer in Chiemgau nirgends richtig funktioniert und auch der Chiemgauer „funktioniert“ auch nur auf ziemlicher Sparflamme.

    erkläre mir mal, was Du unter einem Verschwörungstheoretiker verstehst? Ist das vielleicht etwas Schlimmes?

    Steht hier irgendwo mit drin. Nein, das ist nicht grundsätzlich etwas schlimmes, aber es kann schnell zu etwas peinlichem werden, wenn man überall Verschwörungen sieht.

    Du meinst also nicht, dass jeder Einzelne über sein Konsumverhalten etwas zum Frieden und zur Gerechtigkeit in der Welt beitragen kann? Warum denn nicht?

    Weil es beispielsweise die unfriedlichen Vollidioten von der Hamas, von den Taliban oder von Boko Haram oder auch die Separatisten in der Ost-Ukraine sowie alle anderen Kriegstreiber weltweit kein bisschen beeindrucken wird, ob ich meine Brötchen ab morgen im Biomarkt kaufe.

    wieso verwendest Du nicht Deine Energie für sinnstiftende Dinge?

    Vielleicht mache ich das ja und erwähne es hier nur nicht? Ich kann für mich die Tätigkeit der gesamten letzte Woche als sinnstiftend abrechnen, bin aber nicht der Meinung, über alles immer gleich etwas schreiben zu müssen.

    Wieso habe ich Dich noch nie auf irgendeiner Aktion hier in Dresden gesehen? Den Veränderung fängt mit Handeln an. Worte sind nur Wind.

    Worte sind nur Wind? Aha. Dann erkläre das das mal auf der nächsten Montagsdemo, denn dort fallen immer nur viele Worte. Spürbare Ergebnisse werden von dort nicht kommen (ja, ich weiß, Ihr wollt Euch an die Stadtpolitiker wenden, dass diese sich „für Frieden“ einsetzen sollen. Immerhin etwas, wenn auch bei den Ansprechpartnern am falschen Ende der Hierarchie). Übrigens war ich schon mal auf einer Montagsdemo und war regelrecht entsetzt von der dort herrschenden Naivität.

  8. @lora: Oh je … das sind ja schockierende Offenbarungen über die Machenschaften der NWO. Hoffentlich werde ich die nächsten Nächte einigermaßen gut schlafen können 😉

  9. @Frank:
    „.. Hoffentlich werde ich die nächsten Nächte einigermaßen gut schlafen können…“

    DU WIRST ES FRANK, DU WIRST ES, DENN DU BIST FERN JEDEN SELBSTZWEIFELS!
    Kleiner Hinweis von mir (und ich wünschte mir, für Dich, dass Du darüber nicht abfällig lächelst): Von der Selbstsicherheit hin zur Arroganz ist es nur ein kleiner Schritt. Intelligente Menschen, zu denen Du ohne Zweifel gehörst, besitzen eine gewisse Affinität dafür. Ein wenig mehr kritische Selbstreflexion könnte Dich weiterbringen.

  10. @ped43z: Was soll ich denn konkret kritisch selbst reflektieren? Ob ein Saatguthersteller wie Monsanto doch etwas davon haben könnte, seine eigenen Kunden in den Ruin zu treiben? Das wäre ein weltweit einzigartiges Geschäftsmodell, wenn ein Unternehmen ausgerechnet seine eigenen Kunden vernichten wollte. Klingt sehr durchdacht und wirtschaftlich total erfolgversprechend, ein solches Konzept …

  11. Angesichts des VW-Abgasskandals und dem von Merkel so befördertem eAuto macht sich Roland Tichy ein paar Gedanken. Zum Schluß merkt er an :

    Roland Tichy:
    Verbissen bekämpft wird von deutschen Verbraucherschützern das Transatlantische Freihandelsabkommen TTIP, weil es angeblich Verbrauchern schadet. Schließlich sind die Amerikaner doch so lax mit Umweltstandards. Jetzt zeigt sich: Die sind knüppelhart, wo sich deutsche Behörden als unfähig, blind, korrupt oder als Mischung von allem darstellen. Es stimmt nichts, …

  12. @ Michael_DD: Ich bin mir beim Thema TTIP mit meiner Position dazu immer noch unsicher. Die Umweltstandards in den USA sind teilweise tatsächlich viel strenger als bei uns (teilweise aber auch nicht). Auf der einen Seite wird beim Thema TTIP völlig unsachlich übertrieben und die Kritiker beschäftigen sich kaum damit, die gefürchteten Schiedsgerichte sind z.B. durchaus sinnvolle Einrichtungen und sollen ja auch in der bisher geplanten Form gar nicht mehr eingesetzt werden.

    Andererseits habe ich vor einer Weile im Netz eine Diskussion von Wirtschaftjuristen gelesen*, in der manche schrieben, TTIP wäre völlig problemlos für uns, während andere schrieben, es sei durchaus problematisch. Wenn selbst die Fachleute da nicht durchblicken, so dachte ich mir, dann sollte das doch ein Alarmsignal sein! Man sollte nie einen Vertrag unterschreiben, den man nicht komplett verstanden hat bzw. der problematisches „Kleingedrucktes“ enthält. Was alle Eltern ihren Kindern mit auf den Weg geben, sollte auch bei internationalen Verträgen gelten.

    (*Ich habe leider den Link nicht gespeichert)

    Noch kurz zum Artikel von Tichy: Es ist tatsächlich absurd, dass man ein technisch tatsächlich besseres Konzept** auch noch subventionieren will. Wenn eine technische Lösung besser ist, sollte sie sich auch so durchsetzen.

    (** vom erwähnten Batterieproblem mal abgesehen, sind E-Autos rein technisch betrachtet, eindeutig die bessere Lösung)

  13. Nochmal TTIP oder
    Eigenlob im Coswiger Stadtrat und die ominöse Spreewälder Gurke
    Heute war in der DNN zu lesen:

    DNN
    So einen Satz gibt es im Coswiger Stadtrat selten zu hören: „Hut ab für alle, die sagen, dass sie dagegen sind; Hut ab für alle, die dafür sind“, meinte Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) auf der jüngsten Sitzung der Stadträte. Diese sollten dort auf Antrag der Fraktion Linke/SPD/Grüne über das Transatlantische Handelsabkommen TTIP befinden – und taten sich sichtlich schwer damit. Besonders Neupold sah sich in der Bredouille, sollte er doch – so der Wunsch der Antragssteller – beim Städte- und Gemeindetag und allen anderen geeigneten kommunalpolitischen Treffen für die Ablehnung des Abkommens werben, das derzeit von der Europäischen Union und den USA ausgehandelt wird.
    Stadtrat Innocent Töpper (Linke/SPD/Grüne), der den Antrag einbrachte, begründete das insbesondere mit den Nachteilen, die für „unsere breite Palette der Daseinsfürsorge“ zu erwarten seien. So sei durch Änderung des Vergaberechts zu befürchten, dass „die Privatisierung der Wasserversorgung durch die Hintertür erzwungen“ würde, wie Töpper sagte. Doch nicht nur für die Stadttochter Wasser Abwasser Betriebsgesellschaft Coswig (WAB), auch für das städtische Wohnungsunternehmen WBV seien negative Auswirkungen zu erwarten.
    „Ich habe Probleme zu behaupten, dass es Nachteile für WBV und WAB geben wird“, hielt OB Neupold dagegen. „Die Nachteile, die es in den letzten Jahren gegeben hat, hatten alle ihren Ursprung im Finanzministerium.“ Neupold rührt damit an einem wunden Punkt: Über den Stand der Verhandlungen ist wenig bekannt und wird viel spekuliert.

    Mit anderen Worten : Man weiß nicht worüber man redet, lobt sich aber dafür.
    Und das kann rauskommen, wenn man als Schuster nicht bei seinem Leisten bleibt :

    Bevor OB Neupold warnen konnte, dass der Stadtrat nicht der richtige Ort dafür sei, „einen Glaubenskrieg zu führen“, war man mit diesen Worten auch schon mittendrin. Kroemer (Fraktions-Chef von CBL/DSU/FDP – Anmkg d.Verf.).brachte das auf die Spitze: Ob nun die Thüringer Bratwurst auch irgendwo in den USA hergestellt werde, sei ihm egal, das gelte auch für „diese ominöse Spreewälder Gurke“, meinte er und erntete dafür Lacher.

    @Frank
    Wie wäre es mit einer ständigen Rubrik Das Dümmste der Woche o.s.ä..
    Dann müsste man derartige Gurken nicht OT unterbringen.

  14. Ja, eine solche ständige Rubrik Das Dümmste der Woche wäre schon eine Idee. Aber ich muss ja nicht ständig die Reden Tatjana Festerlings verbreiten 😉 Doch im Ernst: Klar wäre das eine Idee, aber solche Blog-Ideen haben den Nachteil, dass man dann auch immer am Ball bleiben und jede Woche etwas liefern muss. Ich bin da immer etwas vorsichtig.

  15. Sie müssen doch nicht allein liefern und auch nicht jede Woche. Es kann ja auch Wochen geben wo man nur Kluges liest.
    Ansonst – ich würde beitragen.

  16. „Das dümmste der Woche“ wäre eine gute Idee. Es muss nicht immer eine Rede von Tatjana Festerling sein, manchmal reicht.
    O-Ton Festerling gestern (09.10.2015) bei Pegida:

    Bomber Harris hilf uns doch, Hohenstein gibt es immer noch

    https://www.youtube.com/watch?v=gXVXQoNnqg0

  17. Wenn´s so stimmt wie es Festerling darstellt gehört das eher in eine Rubrik
    Das Schlimmste der Woche !!

  18. @ NocheinDresdner: Ja, das war die einzige Stelle in Festerlings Rede, die ich erwähnenswert gefunden hätte. Ob die Papierflieger in Hohenstein-Ernstthal mit dieser Aufschrift wirklich von Kindern kamen und wenn ja, wer sie dazu angestiftet hat, würde mich auch interessieren. Scheinbar haben sie existiert, ich hatte bereits vorher ein Foto gesehen. Was zwar auch jemand selbst arrangiert haben kann, aber antideutsche Idioten gibt es durchaus. „Erwähnenswert gefunden hätte“ schreibe ich deshalb, weil ich beim Anschauen des Videos da ausgestiegen bin, wo sie von ihrem Rundgang durch den Buchladen redet. Mir wurde es an der Stelle wieder zu geistlos, außerdem geht mir diese eindringliche und einschleimende Sprechweise immer auf den Keks. Aber wie ich in der aktuellen PEGIDA-Hauptinformationsquelle, der absolut seriösen „Epoch Times“ lese, war ihre Rede „gewohnt provokativ und scharfsinnig“. Ach so. Letzteres hätte ich gar nicht bemerkt. Und wie ich sehe, hat sie nach ihrem Rundgang durch den Buchladen auch noch etwas ganz wichtiges verkündet … Mal sehen, wie sie das in den nächsten Wochen noch steigern will. Als Unterhaltungskünstler muss man sein Publikum ja bei Laune halten und darf keine Langeweile aufkommen lassen.

    Jetzt sind wir hier aber ziemlich vom Thema des Artikels weg, fällt mir gerade auf.

  19. @ Michael_DD: Ich kann gerne auch mal einen Gastbeitrag veröffentlichen. In solchen Fällen wäre es gut, wenn ich das Thema vorher kenne, nicht dass es mir nach Fertigstellung des Textes nicht gefällt und die Schreibarbeit umsonst war. Aber Sie können doch auch einen eigenen Blog starten. Das ist jetzt nicht abwehrend gemeint. Ich kann notfalls Tipps dazu geben. Es gibt auch Kurse in der Richtung. An der VHS hat der letzte WordPress-Kurs leider gerade schon stattgefunden. Ich selber mache einen im März (allerdings nicht an der VHS).

  20. Was ist eine „PEGIDA-Hauptinformationsquelle“?

    Die Quelle, aus der sich Pegida informiert?
    Oder die Quelle, aus der man Hauptsächlich Informationen über Pegida bezieht?

  21. @ Fragender: Da ich gelegentlich die Facebook-Seite von Pegida ansehe, fiel mir in letzter Zeit auf, dass dort immer öfter Artikel von „Epoch Times“ verlinkt werden, wenn es um angeblich Pegida bestärkende Themen geht. Links zu „RT Deutsch“ und „PI“ sind in letzter Zeit seltener geworden. Daher meine Formulierung „PEGIDA-Hauptinformationsquelle“.

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