Netzstabilität – ein paar völlig nebensächliche Zahlen und hübsche Balkengrafiken

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Wurde das Zivilschutzkonzept der Bundesregierung deshalb überarbeitet, weil die Gefahr von Stromausfällen gestiegen ist? Diesen Verdacht lehnte ich als völlig abwegig ab, als er hier im Blog in einem Kommentar geäußert wurde. Aber ich horchte dann doch kurz auf, als Thomas de Maizière bei der Vorstellung des Zivilschutzkonzepts mögliche Bedrohungen so beschrieb (im Video bei 5:25 min): Für mich persönlich ist am wahrscheinlichsten ein regional oder überregional langanhaltender dauerhafter Ausfall der Stromversorgung Auf „Tichys Einblick“ erschien wenige Tage darauf ein Artikel, in dem dieser mögliche Zusammenhang auch aufgeworfen wurde. Unser Stromnetz, so schrieb Holger Douglas in „Energiewende: »Kaskade« lässt Städte…

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Energiewende: Reicht die weltweite Jahresproduktion von Akkus für eine Woche Stromspeicherung in Deutschland?

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In Diskussionen zum Thema Energiewende kommt man fast immer auch auf das Problem der Stromspeicherung und der dafür fehlenden Speichertechnologien. Anhänger der Energiewende bringen inzwischen immer öfter das Argument, man könne doch ganz normale Akkus einsetzen. Es sei längst kein Problem mehr, sich im Eigenheim einen solchen größeren Akku einbauen zu lassen, um Strom aus der eigenen Solaranlage auch nachts nutzen zu können. Stimmt – das funktioniert. Aber kann man das auch auf ein komplettes Land übertragen? Wie viele Akkus würde man benötigen, um in Deutschland Stromausfälle zu überbrücken, die nach einer Umstellung auf 100% „Erneuerbare“ Energie entstehen würden? Wind und Sonne als wichtigste Quellen sind…

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Perpetuum mobile, Version 418: Ein Motorrad fährt 500 km mit nur einem Liter Wasser

Aller paar Monate taucht sie wieder auf, die Meldung: Jemand hat ein Motorrad oder ein Auto erfunden, welches mit simplem Wasser als Energiequelle betrieben wird. Manchmal ist es auch ein Auto, welches mit seinem eigenen Fahrtwind seinen Akku auflädt. Heute war die Nachricht wieder einmal fällig und wird nun wie jedes Mal im Netz wieder fachkundig diskutiert: Das werden die großen Konzerne sowieso verhindern. Die werden wieder alles verheimlichen, weil sie uns ja lieber weiter ihr überteuertes Benzin und ihre anderen überteuerten Dinosaurier-Lösungen verkaufen wollen. Es ist aber auch beeindruckend: Ricardo Azevedo hat in seiner Garage in São Paulo sein…

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EEG-Umlage: Was ist eigentlich eine Subvention?

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SPIEGEL ONLINE meldete gestern, dass die Bundesregierung „zwei weitere Industriebranchen von der sogenannten Ökostromumlage befreien“ will, was die Kosten der Energiewende weiter in Richtung der kleinen Verbraucher verschieben könnte. Das wird sicher kaum einem uns „kleinen Verbrauchern“ gefallen, und die Grünen kritisierten es auch umgehend: „Die Subventionspolitik von Gabriel verliert jedes Maß“, sagt Fraktionsvize Oliver Krischer.“ (SPIEGEL ONLINE) Leider ist das wieder so eine typische Verdrehung der Tatsachen, denn liegt hier tatsächlich eine Subvention vor? Man könnte einwenden: Was soll’s? Ein Oppositionspolitiker hat, wie so oft, reflexartig an der Regierung herum genörgelt … normale Verhaltensweise, steht wohl so in seiner…

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Jahresrückblick 2014: Feindbildentwicklung in der Netzkultur

Falls demnächst jemand unüberlegt sagen möchte, die Medien würden einseitig berichten, hier meine Warnung: Vorsicht, damit ist man praktisch schon ein Nazi! Oder falls jemand der Meinung ist, man solle zur Vermeidung internationaler Konflikte auf Verständigung statt Konfrontation zu setzen – auch falsch! Mit einer solchen Einstellung macht man gemeinsame Sache mit Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern und ist somit eigentlich auch schon ein Rechter. Und falls jemand denkt, jetzt übertreibt er aber, der Frank – nein, gar nicht. Die Entwicklung der politisch korrekten Argumentation ging in den letzten Monaten in exakt solche Richtungen. Das vergangene Jahr hat verblüffende neue Entwicklungen hervorgebracht,…

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Expertenabend an der DIU: „Fracking – Mythen und Fakten“

Würden wir spontan eine Petition gegen „Hydraulische Stimulation“ unterschreiben? Wahrscheinlich nicht – dafür klingt es viel zu harmlos. Tatsächlich aber ist das nur ein anderer Begriff für „Fracking“. Zu diesem Thema fand am 27.11.2014 im Hörsaal der DIU* eine Veranstaltung statt, bei der Experten die Methoden dieser Fördermethode erklärten und Argumente gegen bestehende Vorurteile und Ängste vorbrachten. Eingeladen waren Professor Dr. Peter Grathwohl von der Universität Tübingen und Professor Holger Weiss vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. (* Dresden International University) Ich hatte zu dem Thema bisher keine richtige Meinung. Einerseits ist eine deutliche Tendenz zu übertriebener Panikmache in der…

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Wie viele Pumpspeicherwerke würden wir für die Energiewende benötigen?

In der Nähe meiner Heimatstadt liegt das Pumpspeicherwerk Niederwartha. Es ist eigentlich nur einer der kleineren Stromspeicher dieser Art in Deutschland, veranschaulicht aber mit seiner eingenommenen Fläche sehr gut, wie viel Fläche wir für den Bau weiterer Anlagen benötigen würden. Wenn die Energieerzeugung irgendwann vollständig auf erneuerbare Energien umgestellt werden soll, braucht man Stromspeicher. Wind und Sonne als Hauptquelle von Ökostrom liefern die Energie bekanntlich nicht unbedingt dann, wenn sie bei den Verbrauchern benötigt wird. Momentan gleicht man das nach Möglichkeit durch schnell regelbare Gaskraftwerke aus, die aber im Konzept „100% Ökostrom“ keinen Platz mehr haben können, denn sie verbrauchen…

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Hurra: Schon 75% Ökostrom-Anteil in Deutschland!

Okay, es funktionierte nur für ein paar Stunden. Und auch nur an einem Sonntag, wo der Stromverbrauch ohnehin gering bleibt, weil da kaum jemand auf Arbeit ist. Außerdem, weil die anderen Kraftwerke gerade ihre Leistung reduzierten. Aber es ist doch ein schöner Erfolg: Gestern, also Sonntag nachmittags, am 17.08.2014, hatten wir 75% Ökostrom im deutschen Strommix. Das ist ein neuer Rekord! Schön ist auch, dass das Ganze so einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen hatte. Wenn man sich in diesen Stunden die Preise an der Strombörse ansieht, kann man da beachtliche Preise lesen. Okay, die haben alle ein Minus vor den Zahlen,…

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Tutorial: Google Maps einbetten mit der neuen Webversion

Als Google seinen Kartendienst im vergangenen Jahr auf eine modernisierte Ansicht umstellte, blieb die Kritik nicht aus: Wohin ist die Funktion verschwunden, eine Karte als Link zu versenden, wo finde ich die Druckfunktion, fragten sich bald viele Nutzer. (Der Link ist die im Browser angezeigte URL, Drucken kann man über die Druckfunktion des Browsers oder nach einer Routenplanung). Eine der ebenfalls scheinbar verschwundenen Funktionen ist das Einbetten eines Kartenausschnittes auf einer anderen Internetseite, also eine solche interaktive Ansicht: Leider gibt Google in seiner eigenen Anleitung für diese Funktion immer noch den veralteten Weg an, der sich auf die klassische Kartenansicht bezieht. Wie funktioniert es aber…

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Merkt bei Google niemand, dass die eigenen Dienste im eigenen Browser nicht funktionieren?

Als Google die Kommentarfunktion bei YouTube mit Google+ zusammenlegte, fiel es mir erstmalig auf. Seitdem konnte ich keine YouTube-Videos mehr kommentieren. Zumindest nicht, wenn ich den Google-eigenen Browser Chrome benutzte, der schon lange mein Standard-Browser ist. Bereits vorher konnte ich mit ihm den +1-Button auf Internetseiten nicht mehr benutzen, um Artikel zu „plussen“. Das hatte ich damals lediglich nicht weiter beachtet, da ich diese Funktion ohnehin selten nutzte. Und was in Chrome auch nicht funktioniert, ist das Anzeigen von eingebetteten Google+ -Beiträgen. Erstaunlicherweise funktioniert das alles aber mit anderen Browsern, zumindest mit Internet Explorer, Opera und Firefox. Liegt das an mir?…

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