www.verwaltung.de/unauffindbar

Morgen steht im Stadtrat wieder einmal das Thema „Parkplatz unter dem Blauen Wunder“ auf der Tagesordnung. Mir ist es in dem Zusammenhang heute endlich einmal gelungen, herauszufinden, inwiefern das bewusste Gelände das Landschaftsschutzgebiet (LSG) überhaupt tangiert. Bisher hatte ich nur die Fläche des Beinahe-Naturschutzgebietes* ermitteln können. Ich nahm an, dass das LSG wahrscheinlich dieselben Grenzen haben dürfte. Denen zufolge würde der Parkplatz in Blasewitz vor dem Schillergarten gar nicht im LSG liegen. Er liegt aber darin. (* Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie-Gebiet, kurz FFH-Gebiet) Wie findet man den tatsächlichen Verlauf des LSG heraus? Egal, mit welchen Begriffen ich Suchmaschinen fütterte – es war absolut…

… mehr

Tierzählung

„Das ist aber ein sehr dilettantisch aufgestellter Krötenzaun!“, werden sicher einige Fußgänger denken, die gegenwärtig in Loschwitz und Wachwitz auf den Elbwiesen solche Amphibienzäune sehen. Denn eigentlich stellt man diese Zäune so auf, dass die Tiere bereits vor der Straße abgefangen werden. Hier steht der Zaun aber hinter der Straße, kurz vor dem Wasser. Was ist hier schief gegangen? Gar nichts, es ist alles korrekt. Hier geht es nicht um Krötenwanderungen, sondern um den geplanten Elberadweg. Für diesen werden aktuell die artenschutzrechtlichen Untersuchungen abgeschlossen, es wird also ermittelt, welche Tierarten hier auf den Wiesen leben. Im Bereich Wachwitz – Hosterwitz konnte ich letztes Jahr…

… mehr

Ringsteine am Elbe-Treidelpfad

Auf dem ehemaligen Treidelweg an der Elbe in Dresden befinden sich an mehreren Stellen alte Eisenringe, die in den Stein eingelassen sind. Das sind sogenannte Ringsteine – ein schönes Fotomotiv. Wofür dienten diese Ringe? Ich konnte es leider nicht mit einer einfachen Internetrecherche herausfinden. Konnten hier die Bomätscher – also die Männer, welche die Schiffe an Seilen stromauf zogen – Schiffe vertäuen, um Pausen einzulegen? Oder nutzte man an diesen Ringen mechanische Hilfsmittel? Es ist jedenfalls erstaunlich, welche interessanten Details man gelegentlich am Wegesrand findet. Interessant ist auch, dass man diese kulturhistorischen Dinge nicht mehr sehen würde, wenn sich nicht ein…

… mehr

Was kostet ein Livestream aus dem Dresdner Stadtrat?

Morgen wird in Dresden der Ausschuss für Allgemeine Verwaltung, Ordnung und Sicherheit auch über das Thema „Livestreaming von Stadtratssitzungen“ beraten (siehe ratsinfo). Liveübertragungen von dort wurden letztes Jahr zum Thema, als dem coloradio- und Dresdner Piratenpartei-Mitglied G. Schäfer sein Livestream aus dem Stadtrat verboten wurde (das ging auf die NPD zurück, die so auch endlich einmal einen Erfolg … nun ja … Minimalerfolg verbuchen konnte). Von der Piratenpartei erschien dazu heute ein Artikel, aus meiner Sicht klingt er etwas künstlich aufgeregt, aber das soll nicht mein Thema sein. Mir geht es um die von der Stadt geschätzten Kosten für diesen…

… mehr

Was jedem Immobilenmakler Tränen in die Augen treiben würde:

(aus einem transkribierten Zeitzeugen-Bericht über die Geschichte von Schloss Albrechtsberg in Dresden. Ich finde das jedesmal köstlich, wenn ich es lese. Der stellenweise fehlerhaft erscheinende Satzbau entspricht den Originalaussagen – so sprechen wir Menschen nun einmal) “ … Ich hab ja damals noch erlebt, wie der Pionierpalast, also das Schloss Albrechtsberg, wurde 45/46 von der sowjetischen Besatzungsmacht beschlagnahmt. Und 47 dann, also erst haben sie es so als repräsentatives Kommandanturgebäude für Feierlichkeiten der hohen Offiziere genutzt und 47 wurde es an den sowjetischen Konzern Intourist (…) da wurde das das Intourist-Hotel Dresden. Und das ist glaube ich 53 gewesen, da…

… mehr

Elbeparkplatz Loschwitz: Ein klein wenig größer als bisher erwähnt

„Direkt am Blauen Wunder in Dresden soll ein riesiger Parkplatz entstehen“, schrieb die Sächsische Zeitung Anfang dieses Jahres. Ich selbst behauptete dazu auf Facebook, „riesig“ sei ja nun doch ein wenig übertrieben, denn es ginge um gerade einmal 20 Stellplätze. Aber stimmt das? Kann es wirklich nur um so wenige gehen? Wenn man sich die vorgesehene Fläche ansieht und mit der daneben bereits existierenden Parkplatz-Fläche an der Fidelio-F.-Finke-Str. unterhalb der „Feuerwache“ vergleicht, wird das schon ein wenig fragwürdig. Die beiden Flächen im Vergleich – blau ist der vorhandene Parkplatz, rot die Fläche für die Erweiterung: Auf dem PP Fidelio-F.-Finke-Str gibt…

… mehr

Parkplätze am Blauen Wunder in Loschwitz und Blasewitz: Die konkreten Grenzverläufe von Landschafts-, Vogelschutz- und FFH-Gebiet

Am 16.01.2013 wurde im Ortsbeirat Loschwitz das umstrittene Projekt „Bebauungsplan Nr. 396, Dresden-Loschwitz Nr. 21, Elbeparkplatz“ besprochen. Laut Mitteilung der GRÜNEN wurde er abgelehnt, genauer gesagt wurde die Aufstellung eines Bebauungsplanes abgelehnt. Was das nun für Konsequenzen hat angesichts der Tatsache, dass es andererseits auch einen Parkplatz-befürwortenden Stadtratsbeschluss gibt, sei einmal dahingestellt. Interessant daran ist, dass sich in den Unterlagen auch endlich einmal eine Karte mit dem konkreten Flächenverlauf des Landschaftsschutzgebietes (LSG). Ein Kritikpunkt an dem Parkplatz ist ja, dass er im LSG liegen würde, weshalb die Fläche aus diesem ausgegliedert werden müsste, was bis heute nicht erfolgt ist. Bisher kannte ich nur…

… mehr

Kurze Liebeserklärung an die Dresdner Elbfähren

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie viele unterschiedliche Fahrstile die Dresdner Fährleute haben. Zumindest kann man das so auf der Elb-Fähre zwischen Niederpoyritz und Laubegast beobachten. Manchmal lässt bereits das unterhalb der Erbgerichtsklause geparkte Auto des Fährmannes erahnen: Der wird die Elbe sportlich überqueren! Und so ist es dann oft auch und man ist ganz fix drüben. Manche der Kollegen fahren dagegen sehr, sehr, sehr … naja, langsam eben. Stört mich aber nicht. Denn ich fahre gern Fähre. Und das darf ruhig einen … ach was! Mehrere Momente darf das dauern. Hektik kann ich anschließend wieder auf den Straßen haben. Es gibt…

… mehr

Eine Biberburg in Niederpoyritz?

In der Sächsischen Zeitung stand heute, dass in Dresden am Helfenberger Bach (an seiner Mündung in die Elbe) eine Biberburg entdeckt wurde. Da musste ich natürlich hin. Die Ortsbeschreibung war recht eindeutig. Dort angekommen, fragte ich mich aber bald: Das soll eine Biberburg sein? Sieht eher wie ein angespülter Haufen Dreck aus (siehe Nachtrag 10.1.: So falsch lag ich damit nicht). Ich gebe offen zu, kein Experte für Biber zu sein, aber ich bin schon der Meinung, dass Biberburgen anders aussehen und normalerweise auch an anderen Stellen errichtet werden. Ein Biberbau ist schon einmal höher, denn die Wohnhöhle im Inneren…

… mehr