Bürgerversammlung „Wie geht es weiter in Dresden?“

Bürgerversammlung in der Dresdner Kreuzkirche

Sicherheitshalber ging ich ohne jegliche Erwartung zu der Bürgerversammlung „Wie geht es weiter in Dresden?“, die am 16.12.2015 in der Kreuzkirche stattfand. Doch wie sich zeigte, war sie auf jeden Fall sinnvoll. Der aus meiner Sicht klügste Gedanke kam vom letzten Redner aus dem Publikum, der sich mit dem Namen Schmidt (*) vorstellte: Wenn man anfangen will mit den Problemlösungen, wäre das Wichtigste erst einmal ein Waffenstillstand. Da hat er Recht. Wie soll eine Diskussion in Gang kommen, wenn kein verbaler Waffenstillstand zwischen den Pro und Kontra-Pegida-Lagern zustande kommt? Derselbe Herr Schmidt sagte aber auch völlig berechtigt: „Wer keinen Dialog…

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Nein, keine 44 Prozent der Deutschen teilen den „Lügenpresse“-Vorwurf von Pegida

Gestern schrieb der „Stern“, eine Forsa-Umfrage würde bestätigen, dass 44 Prozent der Deutschen den „Lügenpresse“-Vorwurf von Pegida teilen. Beim Lesen der Überschrift dachte ich spontan: Wundert mich nicht. Ich sehe selbst auch gelegentlich Gründe zur Medienkritik und habe solche Fälle schon hier im Blog beschrieben. Aber ich bin auch für korrekte Darstellungen und gegen Übertreibungen. Was der „Stern“ gestern verbreitete, scheint nicht zu stimmen. Man muss dazu auch nicht lange recherchieren, bereits der Artikel des „Stern“ stellt die 44%-Aussage selbst ganz anders dar. Gefragt wurde diesem Artikel zufolge „Stimmen Sie diesen Positionen der „Pegida“-Demonstranten zu?“. Zur Position „Die von oben gesteuerten…

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Ein Jahr PEGIDA – und noch immer ist nicht erkennbar, was die eigentlich wollen

Wenn man das Verhältnis von PEGIDA zum Staat auf die Situation in einer Familie herunterbrechen würde, dann würde sich das etwa so abspielen: Er: Ich hab‘s satt. Ich will das hier nicht mehr. Sie: Worum geht es konkret? Was hast Du satt? Er: Nichts konkretes. Ich verspüre einfach allgemein ein diffuses Unbehagen. Sie: Ähm … Er: Ich bin einfach gegen alles hier. Sie: Aber was soll denn anders werden? Wie wäre es Dir lieber? Er: Das ist jetzt Deine Aufgabe, das zu klären. Betrachte meine schlechte Laune einfach als Brücke für Dich, konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten. Sie: (…) Ja ……

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Umgestürzte Hängebuche im Helfenberger Park

umgestürzte Hängebuche im Helfenberger Park am Dresdner Elbhang

Ich entdeckte es erst vor zwei Tagen: Die größere und imposantere der beiden Hängebuchen im Helfenberger Park ist umgefallen. Wann das genau passiert ist, weiß ich noch nicht, wahrscheinlich ist es aber bereits einige Monate her, wie man am Bewuchs des Erdhaufens am Wurzelbereich sieht. Das ist sehr schade, aber es ist auch der natürliche Lauf der Dinge. Möglicherweise fiel der Baum während der Stürme Ende März 2015 (siehe Nachtrag). Damit ist das Naturdenkmal ND78 am Dresdner Elbhang nur noch halb so groß wie bisher und meine Versuche, den Baum perfekt zu fotografieren, sind beendet. Obwohl ich einräumen muss: So auf der Seite…

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Eine „gelungene“ Imagekampagne für Sachsen aus Heidenau

Manchmal weiß man nicht mehr, was man zu aktuellen Vorgängen noch sagen soll. Vor zwei Tagen erschien in der „ZEIT“ der Artikel „Dann geht doch!“, in dem der Autor angesichts von PEGIDA und Fremdenfeindlichkeit in Sachsen polemisch forderte: „Wird es nicht Zeit für einen Säxit – den Austritt der Sachsen aus der Bundesrepublik?“ Das gab viel Kritik, unter anderem versuchte die Sächsische Zeitung in „Und ewig kreist die Sachsenkeule“, diese vereinfachende Darstellung zu relativieren, da „Rassismus, Fremdenhass und Gewalt gegen Ausländer überall traurige Realität sind“. Es gab auch viele andere ablehnende Reaktionen zum #Säxit, den Stefan Schirmer in der ZEIT…

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Dresden Fernsehen stellt die OB-Kandidaten vor

Dresden Fernsehen hat bisher drei halbstündige Interviews veröffentlicht, in denen jeweils ein Kandidat der Dresdner Oberbürgermeister-Wahl 2015 vorgestellt wird. Die Zugriffszahlen auf YouTube fallen bisher ziemlich gering aus: Ulbig 65, Hilbert 101, Stange 142 Aufrufe. Als Pessimist könnte man darin sehen, dass wir Wähler offenbar kein Interesse an ausführlichen Auskünften haben und dass Wahlplakate mit nur drei Worten leider doch das wichtigere Instrument im Wahlkampf sind. Ich entscheide mich aber für die Position des Optimisten und vermute: Bisher haben die Videos einfach nur zu wenige Leute bemerkt. Und vielleicht haben die Interessierten schon alles auf den Internetseiten der Kandidaten gelesen.…

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Regine Töberich und der Stadtrat: Wenn alle kräftig über das Ziel hinaus schießen

Sieht jemand bei dem Thema „Marina Garden“ durch? Ich habe da auch Defizite. Dieser Artikel ist das vorläufige Fazit meines Versuchs, ein wenig schlauer aus der Sache zu werden. Deutlich ist, dass beide Seiten gravierende Fehler machen – sowohl Frau Töberich als auch der Stadtrat. Einer meiner Irrtümer bei diesem Themenkomplex war lange Zeit, „Marina Garden“ und die „Hafencity“ wären dasselbe. Der Name suggeriert das zwar, zumal auch gelegentlich die Bezeichnung „Marina City“ auftauchte, aber es ist falsch. Das Bauprojekt „Marina Garden“ ist nur ein kleiner Teil im gesamten Gebiet „Leipziger Vorstadt – Neustädter Hafen“. In dieser Gesamtfläche befanden sich…

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OB-Wahl Dresden: Kreativität auf Wahlplakaten

Wahlplakat Hilbert Ärmel hochkrempeln

Dirk Hilbert kann wirklich froh sein, dass ich mich bei Wahlentscheidungen nicht von Wahlplakaten beeinflussen lasse (zumindest versuche ich das). Ansonsten hätte er jetzt schlechte Karten bei mir. Wer kommt nur immer wieder auf dieses geniale Motiv, bei dem sich ein Politiker gerade die Hemdsärmel hoch krempelt? So etwas tüfteln sicher hochbezahlte Werbefachleute nach langen brainstormings aus und deshalb sind solche Motive „Anpacken für Dresden“ seit Jahren ein beliebter Klassiker für unsere Wahlplakate. Auch hinter der dramatische Ausleuchtung mit dem Blick in die lichte Zukunft steckt sicher ein sehr subtiles Konzept. Nur halb so visionär wirkend wäre Hilbert auch ausreichend gewesen: Ansonsten hat auch bei den anderen Plakaten die Kreativität der Fotografen wieder…

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Liebe Außerirdische, schaltet mal bitte eine Parallelwelt für Tatjana Festerling frei!

Das fände ich ziemlich praktisch, denn dort könnten wir Tatjana Festerling spaßeshalber wirklich zur Oberbürgermeisterin wählen, ohne dass hier Schaden entsteht. Anschließend könnten sich die erstaunten PEGIDA-Fans in dieser Parallelwelt mit ansehen, dass ein OB gar nicht so sehr viel ändern kann, vor allem wenn es um Landes- oder Bundesthemen wie Asyl geht, sie könnten miterleben, dass Frau Festerling auch andere übergeordnete Rahmenbedingungen einhalten muss, sie würden erleben, dass wir auch weiterhin die gefürchteten „Asylantenströme“ und „Asylbetrüger” in Dresden hätten … und sie würden irgendwann bemerken, dass sie damals im Juni 2015 bei der OB-Wahl einfach nur einer drittklassigen Trittbrettfahrerin…

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PEGIDA macht Werbung für www.pi-news.net

Man kann es nicht anders sagen: Die Veranstaltung PEGIDA wird immer dümmer und peinlicher. Seit letzter Woche, also seit dem 23.03.2015 macht man dort ganz offen Werbung für „Politically Incorrect“. Und zwar nicht nur auf irgendeinem mitgetragenen Plakat, sondern auf der Bühne: Das muss ich jetzt nicht weiter erklären, oder? Aber für PEGIDA-Besucher ist PI offenbar nur ein völlig harmloser „größter politischer Blog“, weshalb man sich also keine Gedanken bei solcher Werbung machen muss. Man macht sich dort ja ohnehin keine Gedanken, mit wem man sich abgibt. Insofern passt das schon.

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