Energiewende: Dresden wird unabhängig von fossilen Brennstoffen. Ganz bestimmt.

„Grüne planen Windräder in der Heide“ – darüber konnten Leser der Sächsischen Zeitung vor zwei Wochen staunen. „Die Partei legt eine lokale Studie für die Energiewende vor. Vor unpopulären Projekten schreckt sie nicht zurück.“ (1) Die parlamentarischen Spielregeln schreiben bekanntlich reflexartige Proteste bei Äußerungen der Opposition vor, deshalb protestierte die CDU erwartungsgemäß, das ginge ja gar nicht, hier quasi die Heide kaputtmachen zu wollen. Da ich es aber grundsätzlich immer gut finde, wenn man die eigene Positionen auch einmal überdenkt und sogar den Mut zu unpopulären Maßnahmen hat, beschäftigte ich mich etwas genauer mit dieser Sache. Die Grünen haben also…

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Windstrom: Alle Räder stehen still …

Unsere  Windräder stehen möglicherweise öfter still, als ich bisher annahm. Und zwar nicht, weil Windstrom bei vorhandenem Wind immer häufiger zur Vermeidung von Netzüberlastungen gar nicht erst ins Netz eingespeist („abgeregelt“) wird, sondern weil der Wind in den sonstigen Zeiten viel zu selten weht. Windkraft wird als unsere wichtigste Quelle erneuerbarer Energie angegeben. Das ist sie auch, wenn man nur die Menge der durch sie ins Stromnetz eingespeisten Leistung betrachtet. Aber wie oft passiert das überhaupt? Wind ist bekanntlich nicht ständig vorhanden und weht auch nicht unbedingt dann, wenn wir ihn brauchen. Wie stetig ist Windstrom? Wirklich brauchbare Zahlen darüber…

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Energiewende: Angenommen, der Netzausbau wäre abgeschlossen …

Das ist in der Tat eine lustige Überlegung. Momentan wird ja ständig beklagt, unsere Energiewende käme nicht voran, weil der Netzausbau zu langsam abläuft. Daran schuld sind ganz klar die Netzbetreiber, welche sich in den vergangenen Jahrzehnten eine geradezu unglaubliche Sache geleistet haben: Die haben allen Ernstes nur so viele Leitungen gezogen, wie tatsächlich gebraucht werden. Also nur so viel, wie für den jeweiligen Strombedarf vor Ort absehbar war. Dafür gibt es sogar ein obskures Fachwort, mit dem das beschönigt werden soll: „Bedarfsorientiert“ hätte man gearbeitet!  Wo wäre denn aber das Problem gewesen, einfach – sagen wir mal – doppelt…

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Alternative Klimakonferenz: Eine vielleicht nicht ganz so wichtige Veranstaltung der FDP

Wenn die FDP eine Veranstaltung ankündigt mit dem Titel „Sind wir noch zu retten?“, dann denkt man ganz automatisch über die beste Formulierung naheliegender Witze nach. Ob die FDP noch zu retten ist, weiß ich nicht. Aber Gegenstand der angekündigten Veranstaltung ist gar nicht die veranstaltende Partei selbst, sondern das Weltklima. In Dresden findet am 30. Juni 2012 die „Alternative Klimakonferenz“ im Congress Center Dresden statt. Initiator ist die sächsische FDP. Eine Klimakonferenz in Dresden? Und sogar alternativ? Also mit Meinungen, fernab vom Mainstream? Finde ich prinzipiell eigentlich gut. Denn anzweifeln und hinterfragen darf man nicht nur alles, sondern man…

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Können Sonne und Wind Kohle- und Atomkraftwerke ersetzen?

Wenn man die Diskussionen zur Energiewende verfolgt, fällt auf, dass erstaunlich viele Leute ernsthaft daran glauben, man könne durch die Installation von Solaranlagen  und Windrädern Atomkraftwerke ersetzen oder den Bau weiterer Kohlekraftwerke vermeiden. Es gibt aber verschiedene technische Fakten, die dem entgegen stehen. In diesem Artikel werden einige davon aufgeführt. Zum ihrem besseren Verständnis werden auch einige allgemeine technische Grundlagen erklärt, die bei der Energieversorgung eine Rolle spielen. Es geht mir in meiner Kritik bei der Nutzung von Wind und Sonne nicht um Beschönigung herkömmlicher Energieerzeugung – ich bin sehr für einen vernünftigen und schonenden Umgang mit diesem Planeten und…

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Wie Dresden beinahe zur Atomstromfreien Zone wurde

Na gut – nicht ganz Dresden, aber zumindest hätte es die Kunden der DREWAG – Stadtwerke Dresden GmbH betroffen, wenn man dem Tagesordnungspunkt 46 der heutigen Stadtratssitzung zugestimmt hätte: „Unserer Verantwortung gerecht werden – sofortiger Verzicht der Stadtwerke DREWAG auf Atomstrom“. In dem Beschlussvorschlag steht, dass man den „weiteren Zukauf von Atomstrom, mithin Strom aus Hochrisiko-Erzeugung, durch die mehrheitlich im Besitz der Landeshauptstadt Dresden befindliche DREWAG Stadtwerke GmbH für nicht verantwortbar“ hält. Deshalb wird gefordert, dass die DREWAG „sich für einen kompletten Verzicht auf Atomstrom im Energiemix der DREWAG Stadtwerke GmbH einsetzen und sofort auf den Zukauf von Atomstrom“ verzichten…

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