Fragmente

Manchmal passiert es mir, dass ich einen Text für diesen Blog schreibe und dann bemerke, dass mich das Thema doch nicht so sehr interessiert. Dann wird er halt wieder gelöscht. Der heutige ist auch so ein Kandidat. Denn ehrlich gesagt, interessieren mich weder Personen wie Dirk Niebel, noch Anne Will. Außerdem habe ich gerade die Live-DVD von Blackfield laufen, was eine wesentlich interessantere Beschäftigung ist. Das bedeutet: Ich habe keine Lust mehr, den heute begonnenen Text fertig auszuformulieren. Doch statt ihn zu löschen, gibt’s heute zur Abwechslung einmal die bisher getippten Fragmente. Es sollte heißen: Dirk Niebel erklärt den Afghanistan-Einsatz Ja,…

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Verquere Gedanken zu Marc Lindemann

Der ehemalige Nachrichtenoffizier Marc Lindemann beschreibt in seinem Bestseller „Unter Beschuss“, warum Deutschland aus seiner Sicht in Afghanistan scheitert. Ich habe lange nicht mehr ein so schlechtes Buch gelesen. Allerdings habe ich bis zum Ende durchgehalten, denn einige Dinge waren doch interessant. Lindemann schreibt hauptsächlich darüber: Dass man ihn selbst von Anfang an einmal hätte fragen sollen. Denn er weiß grundsätzlich alles besser. Die anderen  haben alle keine Ahnung – diese anderen sind je nach Bedarf die Bundesregierung, andere Offiziere, Hilfsorganisationen, diese Sesselpupser von der UNO oder auch die Russen. Beispiel gefällig? Lindemann beschreibt, wie er auf Patrouillenfahrt alte russische…

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Alltag in Talibanistan

Die Leute, die sich immer noch einbilden, unsere Soldaten könnten in Afghanistan irgendetwas bewirken, sollten sich folgende Sendung ansehen:  (in ARD-Mediathek nicht mehr vorhanden – siehe Nachtrag) Teil 1 (bei YouTube)  Teil 2 (bei YouTube) Man sieht, wie sich ein schwerbewaffneter Militärzug der internationalen Schutztruppe durch gefährliches Taliban-Land bewegt. 900 Soldaten sind im Einsatz, Hubschrauber geben Geleitschutz, die Kosten dieses Einsatzes betragen mehr als 1 Mill $. Sein Zweck: Lediglich Wasserflaschen für einen Vorposten liefern. Man sieht, wie offener Kinderhandel betrieben wird. Ein Vater verkauft seinen 11-jährigen Sohn, weil er zu arm ist. Man hofft beim Ansehen, dass die Käuferin tatsächlich eine reiche…

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Afghanistan, Nachtrag

Da sich heute zufälligerweise an anderer Stelle auch eine Diskussion zum Thema Afghanistan ergab, hier noch eine Zusammenfassung einiger weiterer Gedanken zu dem Thema: Uns wird erzählt, der Einsatz in Afghanistan sei notwendig, um den internationalen Terrorismus zu bekämpfen. „Welchen Terrorismus?“, könnte man sich aber durchaus einmal fragen. Welche konkreten Terrorfälle haben sich in den letzen 20 Jahren in Deutschland ereignet? Ja, das war vor Jahren etwas mit einem geplanten Anschlag auf eine US-Kaserne. Das ergab ein großes Spektakel in den Medien. Dann stellte sich heraus, dass es auf einer falschen Anschuldigung basierte und  nie ein Anschlag geplant war. Das…

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Das Problem ist nicht Herr Guttenberg

Angenehm verlogen finde ich die aktuelle Diskussion um unseren Verteidigungsminister und die Bundeswehr in Afghanistan. Man kann sich gern darüber streiten, ob die Situation in Afghanistan bereits als „Krieg“ oder nur als „kriegsähnliche Handlungen“ eingestuft werden sollte (ich denke, ein richtiger Krieg läuft noch etwas anders ab). Ich kann auch nicht beurteilen, ob das Vorgehen bei den Tanklastzügen militärisch korrekt war oder nicht (ich war schließlich nicht dabei). Aber ganz unabhängig davon: Nun fordern plötzlich viele – anscheinend sehr engagierte – Leute „lückenlose Aufklärung“ und kritisieren, da gäbe es widersprüchliches Verhalten von verschiedenen Verantwortlichen. Klar gibt es das, aber ist…

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