Medien entschuldigen sich für verursachte Terror-Panik

Kleiner Pressetipp von mir: Telepolis – „Terror und die deutschen Medien“ Eigentlich hat es sich ja bereits in den letzten Tagen angedeutet, dass die aktuelle Panikmache (wie üblich) gar keine akzeptable Basis hat. In dem Telepolis-Artikel wird noch einmal schön zusammengefasst, in welchen Phasen da von wem welche Bedrohungs-Details hinzugefügt wurden. Eigentlich fällig wäre insofern eine korrigierende Meldung der Zeitungen und Sender: „Wir entschuldigen uns für die falschen Terror-Meldungen!“ Den letzten Satz muss man wohl nicht weiter kommentieren … Nachtrag, ein weiterer Artikel zum Thema (wurde soeben erst veröffentlicht): Spiegelfechter – „Die Hysterie-Symbiose“ (Nachtrag 2014: Nicht mehr online)

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Warum ich nach zwei Seiten Sarrazin bereits ausgestiegen bin

Durch Zufall habe ich das Buch „Deutschland schafft sich ab“ nun doch in die Hände bekommen. Eigentlich wollte ich es nicht lesen, da ich mir keinen wirklichen Erkenntnisgewinn davon versprach und noch genügend andere Bücher auf meiner Liste stehen. Sarrazin spricht in seinem Buch wahrscheinlich einige Dinge an, die tatsächlich so sind und die man nicht länger ignorieren sollte. Das eigentlich Kritikwürdige an der Sache war für mich die nahezu gleichgeschaltete Verriss-Reaktion in den Medien und die vorhersehbaren „Alles gar nicht wahr“-Sprüche gewisser bekannter Gesichter. Aber nur weil man es gut findet, dass Sarrazin ins mediale Wespennest gestochen hat und…

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Broder bei Illner

Ich sehe mir gerade seit langem einmal wieder „Maybrit Illner“ an – und das nur, weil meine Reiz-Figur Henryk M. Broder dabei ist. In der Sendung geht’s – wie könnte es anders sein – um Sarrazin. Es ist keine Maybrit Illner-Sendung, sondern eine Broder-Show. Er ist der Mittelpunkt und alle anderen wirken sehr farblos. Dass er der Mittelpunkt ist, meine ich nicht negativ. Ich habe das Gefühl, dass ich meine Meinung über Broder wieder einmal neu überdenken sollte. Anfang der 90er fand ich ihn ganz interessant, später nervte es mich, dass er sich herausnahm, jeden nach Belieben heruntermachen zu können,…

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Jüdische Gene

Ist es richtig, Thilo Sarrazin so viel Aufmerksamkeit schenken? Wenn ein Mensch, der 10.000€ Monatsgehalt bezieht, sich immer wieder in zynischer Überheblichkeit über Sozialhilfeempfänger äußerte (Beispiele siehe unten), dann sollte er eigentlich längst als indiskutabel abgeschrieben sein. Selbst wenn er andererseits einige Dinge angesprochen hat, die mehr oder weniger richtig sind – der Ton macht die Musik. Und wer Bücher über Probleme mit Migranten sucht, könnte u.a. besser Kirsten Heisig lesen. Aber darum soll es hier gar nicht gehen. Heute erschienen viele Artikel, weil Sarrazin irgendwas mit „Judengenen“ oder „jüdischen Genen“ oder so etwas in der Art gesagt hatte, was…

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Aktion „Gläsernes Schulkind“

Ein seltsamer Fall von nicht vorhandenem Datenschutz liegt der heutigen „Sächsischen Zeitung“ bei: In der Beilage wurden anlässlich des Schulanfanges von allen Dresdner Grundschulen die Fotos (als Gruppenbild) mit allen neuen Schulkindern veröffentlicht. Und das auch noch mit deren kompletten Namen. Nun weiß ich, dass der Nachbarsjunge einen anderen Nachnamen hat, als bisher gedacht. Ich neige nicht zu Paranoja, aber: Dürfen die das? Immerhin wird bei jeder Kleinigkeit nach Datenschutz gerufen, aber hier sieht man sogar, wer alles in die „Schule zur Lernförderung“ gekommen ist. Immerhin wird beim Anschauen des Bildes der „Schule für Hörgeschädigte“ nun manchen Lesern klar werden, warum deren Nachbarskind auf Rufe wie…

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Anti-Qualitäts-Journalismus

Eine sehr verblüffende Form von Journalismus ist mir heute bei der Presseschau in „6 vor 9“ (BILD-Blog) begegnet, wo man auf einen Beitrag von PANORAMA verwies. Ich habe selten eine derart dreiste Verdrehung von Interviewmaterial gesehen wie dort. Das Magazin PANORAMA (ARD) schaue ich mir kaum noch an, seitdem mir dort immer wieder deutliche Unsachlichkeiten auffielen. In der Sendung vom 15. April 2010 haben die Produzenten aber noch eins drauf gesetzt. Im Rahmen von „60 Jahre ARD“ dachten sie, dass sie sich auch einmal selbst loben könnten und wollten deshalb in einem Beitrag zeigen, dass PANORAMA schon immer eine sehr…

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Fragmente

Manchmal passiert es mir, dass ich einen Text für diesen Blog schreibe und dann bemerke, dass mich das Thema doch nicht so sehr interessiert. Dann wird er halt wieder gelöscht. Der heutige ist auch so ein Kandidat. Denn ehrlich gesagt, interessieren mich weder Personen wie Dirk Niebel, noch Anne Will. Außerdem habe ich gerade die Live-DVD von Blackfield laufen, was eine wesentlich interessantere Beschäftigung ist. Das bedeutet: Ich habe keine Lust mehr, den heute begonnenen Text fertig auszuformulieren. Doch statt ihn zu löschen, gibt’s heute zur Abwechslung einmal die bisher getippten Fragmente. Es sollte heißen: Dirk Niebel erklärt den Afghanistan-Einsatz Ja,…

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Ich will Herrn Mixa nicht entschuldigen …

 … (den schon gar nicht), aber bei den aktuellen Vorwürfen, es hätte früher durchaus die eine oder andere Ohrfeige in Schulen, Internaten und Kinderheimen gegeben, sollte man eines bedenken: In der damaligen Zeit galt es eben als normal und richtig, in der Erziehung gelegentlich auch mit Gewalt durchgreifen zu müssen. Für manche frühere Lehrer war es z.B. selbstverständlich, dass der Rohrstock ein übliches Unterrichtsmittel war. Heute sind wir schlauer (vor allem auch unsere heutigen Pädagogen), aber keiner weiß heute, was spätere Generationen an uns einmal kritisieren werden. Möglicherweise gibt es in 30 Jahren auch Leute, die sich dann in den Medien als Opfer outen. Wegen…

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Sparvorschlag für die ARD

Auf diesem Sender kam soeben eine Sondersendung wegen des ausgebrochenen isländischen Vulkans und der damit verbundenen Einschränkungen im Flugverkehr. Was mir gut gefallen hat: Aller paar Minuten wurde zum nächsten mehr-oder-weniger-Experten geschaltet und ihm immer wieder dieselbe Frage gestellt: „Wie lange muss man denn noch mit diesen Aschewolken rechnen?“ Und das wurde in leichten Variationen (logischerweise) immer gleich beantwortet: „Das weiß momentan niemand.“ Da hätten sie aber eigentlich auch nicht erst beispielsweise zu dieser Frau schalten müssen, die auf Island vor malerischer Kulisse am Meer stand. Sondern sie hätten auch mich oder sonst wen anrufen können. Also, falls noch einmal…

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