Elberadweg

So. Den hätten wir nun also auch abgearbeitet. Zumindest die Strecke Hamburg – Dresden. Das verringert die Anzahl der noch abzuradelnden deutschen Flüsse wieder spürbar. Blöd wäre, wenn man eines Tages endlich alles abgefahren hat und es danach zu einer Gebietsreform kommt, einer Kreiszusammenlegung, einer Osterweiterung oder was es da nicht schon alles gegeben hat. Denn danach könnten plötzlich weitere Flüsse auf deutschem Territorium liegen. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, hier auch einmal jegliches eventuelle Großmachtstreben anzuprangern. Ich möchte nicht – nur weil wieder einmal einige Idioten die Landesgrenzen bis zum Ural ausdehnen wollten – nachher die Wolga abradeln…

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2. Geburtstag

So, bald haben wir es geschafft. Am 24.01. wird in einem Diskussionsforum ein thread zwei Jahre alt. Das muss man erst einmal schaffen! Ein Thema solange am Leben zu erhalten. Sicher – es gibt auch andere Foren mit threads, die nach Jahren immer einmal wieder mit einem neuen Beitrag gefüllt werden. Z.B. wird bei Themen wie „wo finde ich den Download der Software X“ bei jedem jährlichen Update natürlich wieder einmal jemand einen aktualisierten Eintrag verfassen. Aber wo gibt es ein Forum, bei dem praktisch jeden Tag meist mehrere neue Einträge kamen? Und das zwei Jahre lang? Ein Ende ist…

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Wo wollen wir noch sitzen?

Da ich häufig im Elbtal unterwegs bin, ärgere ich mich jedesmal aufs Neue: Alles kaputt, alles zerstört. Hier zwei Beispiele: Wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke verliert das gesamte Elbtal seine besondere Qualität. Ich könnte mich aufregen! Doch ich habe dafür keine Zeit, denn ich muss ja bloggen. Ja, gut: Man könnte fragen, was ich nur hätte? Es sei doch alles noch da, wie man auf den Bildern sieht. Aber darum geht es nicht, denn wie jeder moderne Mensch beziehe ich meine Haltung schließlich aus den Medien. Und aus diesen weiß ich, dass der Landschaftsraum durch den Bau der Brücke nun…

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Verwirrungen, Teil1

Der Schock kam am Morgen. Ich fuhr den Weg an der Elbe entlang. Wie üblich, hatten die Betreiber vom „Pferdehof Schmidt“ mit ihren landwirtschaftlichen Geräten den Radweg frisch gepflügt. So hat man immer eine kleine Herausforderung, wenn man vor den Pferdekoppeln Schlammlöcher umfahren muss. Und als ich diese bewältigt hatte, tauchte hinter den Bäumen ein gewaltiges Stahlmonstrum auf. Ich dachte: Nein! Haben die Typen jetzt in einer Nacht-und-Nebel-Aktion diese landschaftszerschneidende, blickbeziehungsbeeinträchtigende Monsterbrücke doch schon hingeklotzt? Doch dann bemerkte ich meinen Irrtum. Man ist ja schon völlig durcheinander als Dresdner. Übrigens entdeckte ich vor einigen Tagen beim Staubsaugen ein kleines Wurmloch…

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Ein absehbar abgelehntes Bürgerbegehren

Momentan läuft eine Stadtrat-Sondersitzung, bei der darüber beraten wird, ob das Bürgerbegehren zur Frage „Tunnel am Waldschlösschen statt Brücke?“ zulässig ist. Meiner Meinung nach ist es absehbar, dass es abgelehnt werden wird. Einen Bürgerentscheid darüber, ob wir in Dresden lieber einen Tunnel unter der Elbe statt der Waldschlösschenbrücke haben möchten, wird es also wahrscheinlich nicht geben. Nachher werden sich Brückengegner sicher große Verschwörungen seitens CDU und FDP da hinein deuten, aber es ist selbst verschuldet. Man sollte vorher einfach genau überlegen, was man in die Texte hineinschreibt, auf deren Basis anschließend Unterschriften gegeben werden. Wenn ein solcher Text zu auslegbar…

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Sieben Brücken

„Über Sieben Brücken musst Du gehen.“ – hätte man diese bekannte Zeile mehr beachtet, dann wäre der Dresdner Streit um die Waldschlösschenbrücke möglicherweise viel früher entschieden gewesen. Für eine Kulturstadt wäre wäre eine solche Herangehensweise auch gar nicht so abwegig gewesen. Die entsprechenden Stadtratssitzungen stelle ich mir so vor: A: „ … Deshalb möchten wir die Überlegung einbringen, eine weitere Elbbrücke am Waldschlößchen zu bauen.“ B: „Ja, aber – es heißt doch, `Über sieben Brücken sollst du gehn`. Und wir haben schon sieben“ A: „Ach so… stimmt. Na dann geht’s freilich nicht“ C: „Aber Moment mal! Haben wir nicht bereits acht…

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Es wird nicht langweilig in Dresden

„Gibt’s was Neues?“, fragte Nicole, als Mario gerade Zeitung las. „Hm. Dynamo ist insolvent …“, „Interessiert mich kaum“, „ … die Brücke wieder …“, „Ach naja, die Brücke! Da ist ja immer was.“ Sie als Zugezogene hat anscheinend noch nicht so den Bezug dazu gefunden. Es kann aber nicht sein, dass ihr das egal ist. Man muss doch Stellung beziehen! Wir werden das in der nächsten Dienstberatung auf Punkt 2 setzen. Was ist passiert? Es sind vier Dresdner zum UNESCO-Welterbezentrum nach Paris gefahren um mit dessen Direktor, Herrn Bandarin, über unseren gefährdeten Weltkulturerbe-Titel zu sprechen. Rein zufällig waren das vier…

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Argumente gegen die Waldschlösschenbrücke im Wandel der Zeit

Die Gründe, aus denen man sich in Dresden gegen die Waldschlösschenbrücke (WSB) engagierte, haben seit Beginn des Streites eine erstaunliche Evolution durchgemacht. Wenn Brückengegner heute für den Erhalt der „Angelika-Buche“ kämpfen, stellt sich die Frage, warum man in den 90er Jahren gegen die Brücke war (als diese Buche noch gar keine Rolle spielte). Warum kann man nicht auch heute noch aus den alten Gründen gegen die Brücke protestieren? Was ist eigentlich aus diesen früheren Argumenten geworden? Taugen sie heute nichts mehr? Oder haben die alten Gründe sich irgendwie erledigt? Wenn das so wäre – warum sind  Brückengegner dann trotzdem auch…

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Die Waldschlösschenbrücke hält geistig wach

Als Dresdner muss man aufpassen, dass man nicht die Übersicht verliert. Ständig stehen Themen an, zu denen man Stellung beziehen muss; bei denen man ganz klar dafür oder dagegen sein muss. Was hatten wir da nicht alles schon! Man kann sich das fast nicht mehr alles merken – momentan ist es auf jeden Fall das Gewandhaus , der Straßenbahnpalast am Postplatz, natürlich seit 17 Jahren unsere berühmte Waldschlößchenbrücke und heute habe ich etwas ganz Neues entdeckt: Der Wilsdruffer Kubus. Ein sehr anmutiges Bauwerk, welches gegenüber dem Dresdner Zwinger entstehen soll. Dazu liest man: „Die Arbeit überzeugt durch die Stringenz der…

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