Ich prangere an! Heute: Politisches Desinteresse

Was ich etwas schade finde ist, dass wir auf Arbeit so ein unpolitisches Team sind. Da können die weltpolitisch bedeutendsten Dinge geschehen – bei uns verliert kaum einer ein Wort dazu. Erst vor wenigen Wochen gab es beispielsweise diesen schlimmen Vorfall in Österreich, wo ein berühmter Politiker seinen tödlichen Unfall hatte. Rechts von der Fahrbahn abgekommen. Ausgerechnet Jörg Haider. Und nur, weil ihn ein Schild abgelenkt hatte, mit so einer komischen Zahl drin. Ist doch klar, dass das ablenkt. Unser Bundestiefseeminister wollte ja im Sommerloch gegen überflüssige Verkehrsschilder vorgehen – dort in Österreich hätte er mal damit beginnen sollen! Dabei…

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Technik, die begeistert

Einige haben sich wahrscheinlich bereits gefragt, warum im Fernsehstudio nun so plötzlich und dringend dieser neue Flachbildschirm angeschafft wurde? War der vorhandene Beamer nicht mehr gut genug? Es ist einfach so, dass viele Studionutzer immer wieder bemängelt hatten, man würfe vor dem Beamer mit dem eigenen Körper einen Schatten auf wichtige Bildpartien und könne sehr häufig den Ball nicht sehen. Solchen unzumutbaren Bedingungen konnten wir einfach nicht länger tatenlos zusehen! Den Balken über Mirko Bergners Gesicht musste ich nachträglich noch einfügen, weil ihm wichtig ist, anonym zu bleiben. Das ist wegen seiner Nachbarn, denn die haben sich bei ihm in…

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Aus dem Kulturtagebuch: Stockhausen

Wo ich definitiv nicht hingehen werde, sind die Stockhausen-Aufführungen, jetzt am 10. und 11. Oktober. In Hellerau spielt man „Michaels Reise“ – das ist der Teil „Donnerstag“ aus Stockhausens Zyklus „Licht“. Ich habe bereits „Freitag“ erlebt und das war für mich damals mehr als ernüchternd. Es muss 1996 herum gewesen sein – ich arbeitete gerade in der Medienwerkstatt – als wir einen Auftrag erhielten, in Leipzig Stockhausens Aufführung zu filmen. Das war für mich eine tolle Sache. Stockhausen live erleben zu dürfen! Denn der Meister würde persönlich anwesend sein. Der große Avantgardist der 12-Ton- und der seriellen Musik, von dem…

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Auftragsblog

„Hähähä, das musste mal in deinem Blog schreiben“, meinte Harald, als wir heute diverse Ereignisse beim Nachmittags-Sekt feierten. Ich kann solche im Suff geforderten Auftragsarbeiten aber eigentlich nicht leiden und wollte schon sagen, nee, ich blogg’s ni’!, aber dann fiel mir gleich wieder ein, dass wir schon als Kinder oft sagten: „Ich blogg’s ni’!“, und dass wir insofern schon damals unserer Zeit gewaltig voraus waren, denn damals gab es noch gar keine Blogs. Und insofern wiederum war die Bemerkung damals auch völlig korrekt, etwas nicht zu tun, was ohnehin nicht noch nicht möglich war. Und noch wiederumer war uns damals…

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Herr Lehmann und die Büchervernichtung

Als Sven Regeners Buch „Der kleine Bruder“ vor wenigen Tagen herauskam, musste ich das natürlich sofort haben, um die Herr-Lehmann-Trilogie abschließen zu können. Leider war es kein gutes Buch, denn ich hatte es nach einem Tag bereits ausgelesen. Das ist vom Argument des Zeit-Totschlagen-Wollens kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, muss ich sagen. Aber inhaltlich ist es durchaus wieder … tja, wie soll ich sagen? Auf jeden Fall nicht schlecht, eigentlich besteht es zwar nur aus endlos sinnlosem Gequatsche von Leuten, die immer auf dem Sprung zur nächsten Party sind und dann auch noch alles immer wieder mehrfach wiederholen, aber genau das vermittelt…

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Rotten Neighbour

Von dieser Internetseite hatte ich schon so viel gehört. Was der Name bedeutet, war mir nicht ganz klar, denn das ist ja englisch und in der Schule hatte ich immer nur Russisch. Aber wozu habe ich web 2.0? Laut online-Übersetzer kann das bedeuten: Faul, faulig, kariös, mies, morsch, scheußlich, hundsgemein oder niederträchtig. Wie bitte? „Morscher“ Nachbar? Was soll das denn? „Verfault, vergammelt, verrottet“ – na, diese Nachbarn wohnen inzwischen nicht mehr hier. „Kariös“ ergibt eher einen Sinn. Der Typ bei uns im Dachgeschoß – also das sieht echt schlimm aus, wenn der den Mund aufmacht! Ist ja auch egal. Leider…

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Wo wollen wir noch sitzen?

Da ich häufig im Elbtal unterwegs bin, ärgere ich mich jedesmal aufs Neue: Alles kaputt, alles zerstört. Hier zwei Beispiele: Wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke verliert das gesamte Elbtal seine besondere Qualität. Ich könnte mich aufregen! Doch ich habe dafür keine Zeit, denn ich muss ja bloggen. Ja, gut: Man könnte fragen, was ich nur hätte? Es sei doch alles noch da, wie man auf den Bildern sieht. Aber darum geht es nicht, denn wie jeder moderne Mensch beziehe ich meine Haltung schließlich aus den Medien. Und aus diesen weiß ich, dass der Landschaftsraum durch den Bau der Brücke nun…

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Eintrag mit latenter aber nicht so gemeinter Seniorenfeindlichkeit

Heute muss ich mich einmal selbst loben. Ich bin einfach stolz darauf, dass ich das Problem mit Mirko und seinen Rentnern gelöst habe. Ich meine natürlich: Mit seinen Senioren (da ist mir dieser Fehler schon wieder passiert!). Wieso darf man eigentlich nicht mehr „Rentner“ sagen? Um die Gesellschaft nicht dauernd darauf zu stoßen, dass da das Reizwort „Rente“ drin steckt? Man kennt ja dieses leidige Thema, wo doch bekanntlich Gelder fließen, die von uns erst einmal erarbeitet… und die wir später wahrscheinlich selbst nie … und wovon dann nur ständig in Urlaub geflogen und neue Computer gekauft werden. Doch vielleicht…

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Days of enhanced Stress

Auf Arbeit sind wir zurzeit voll mit dem Umzug beschäftigt. Wenn man von 3 auf 2 Etagen umziehen muss, entsteht leider etwas Betriebsamkeit. Tagelang trugen gefühlte 100 Praktikanten Schränke und Tische durch die Gegend. Selbst ich musste meinen Platz räumen, bekam dafür aber einen eigenen Raum zugeteilt. Naja fast eigen, denn manchmal sitzt Micha mit drin, der aber immer, wenn das Internet nicht perfekt läuft (und das kann ich als Admin leicht steuern) sofort sagt: „Ach, da mache ich das zu Hause weiter!“ Und weg ist er. Und dann mache ich sofort wieder Musik an, zu Beispiel heute vom Esbjörn…

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The Whisky-Trail, Part 4 und FAQ

Inzwischen sind wir nun schon wieder auf dem Rückweg nach Glasgow. Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir zwar gelegentlich mit Bussen deutlich abgekürzt haben, aber auch wirklich viel gewandert sind. An einigen Tagen war es sogar fast schon anstrengend. Heute mussten wir als letztes Etappenziel Aviemore erreichen, von wo aus man mit dem Zug oder dem Bus nach Glasgow zurück kommt. Die Strecke hätten wir von unserer letzen Station in Nethie Bridge durchaus auch komplett laufen können (20 km), aber da wir wegen der Weiterfahrt nicht zu spät ankommen durften, wäre das möglicherweise in Hektik ausgeartet. Und das wollen wir…

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