Der Unterschied zwischen Energieerzeugern und Energieversorgern

2013-04-04-kraftwerkVor wenigen Tagen deuteten unsere vier großen Energieversorger und einige Stadtwerke an, einen Teil ihrer Kraftwerke stilllegen zu wollen, da diese nicht mehr rentabel arbeiten. “Sollen Sie doch machen”, war die Reaktion der Verfechter “erneuerbarer” Energie (EE): “Es gibt ja noch genügend andere konventionelle Kraftwerke – die decken das schon noch mit ab. Da drohen noch lange keine Stromengpässe. Und außerdem”, so der überzeugendste Einwand, “dürfen die das gar nicht – das müsste die Bundesnetzagentur erst genehmigen. Die kann den Weiterbetrieb notfalls anordnen”.

Ein gesetzlich angeordnetes Verbot der Geschäftsaufgabe wäre für andere Wirtschaftsbereiche vielleicht auch eine interessante Option, wenn die Gewinne ausbleiben – aber das nur nebenbei. Sehr gut hat mir das Argument des Energie-“Experten” der ARD, Jürgen Döschner, gefallen: Der Weiterbetrieb solcher unrentabler Anlagen ließe sich notfalls auch in öffentlicher Hand weiterführen … das klingt logisch, denn dann sind finanzielle Verluste ja nicht mehr vorhanden. Wohin verschwinden sie dann nur …?

Aber zum Thema: Ein Argument, welches man in dem Zusammenhang immer wieder hört: Die großen Energiekonzerne hätten die Energiewende schlicht verschlafen und seien nun selbst am aktuellen Zustand schuld. Solche Tendenzen wird man zwar bei diesen Konzernen ausmachen können, aber ganz fundamental, rein technisch und ökonomisch betrachtet: Stimmt das? Fehlt Energieversorgern nicht einfach nur ein Grund, auf EE umsteigen? Welchen Nutzen hätten solche Energiequellen für sie?

Dazu ist es sinnvoll, einmal den Unterschied zwischen Energieerzeugung und Energieversorgung zu betrachten, denn nicht jeder Stromerzeuger ist auch ein Stromversorger. Um Versorgung handelt es sich, wenn ein Produzent bzw. ein Anbieter seinen Kunden rund um die Uhr und zu jeder Jahreszeit stets ausreichend viel Elektroenergie zur Verfügung stellt, ohne dass Unterbrechungen zu befürchten sind. So, dass der Kunde sich zu jeder Zeit auf die Verfügbarkeit der vereinbarten Leistung verlassen kann. Genau diesen Geschäftsansatz hatten die klassischen Energieproduzenten. Mit Wind und Sonne geht das aber nicht – da wird (bei Wind) irgendwann Strom erzeugt, völlig unabhängig vom Bedarf oder (mit Sonne) bestenfalls zu bestimmten Jahres- und Tageszeiten, ohne Gewähr, dass die benötigte Menge in den möglichen Zeiten auch erreicht wird. Mit gesicherter Stromversorgung der Kunden hat das nichts zu tun. Das ist reine Stromerzeugung, unabhängig vom Bedarf. Strom erzeugen könnte prinzipiell jeder. Übertrieben dargestellt, könnte jemand sein lautes Notstromaggregat laufen lassen, lediglich um die Nachbarn zu ärgern. Dann wäre derjenige zwar auch kurzzeitig Stromerzeuger (Netzeinspeisung vorausgesetzt), versorgen würde er aber niemanden. Zur Versorgung gehört noch etwas mehr.

Warum also sollte jemand, der letzteres vorhat, in EE investieren? Der Vorwurf gegenüber den etablierten Stromerzeugern lautet, sie würden lieber ihre alten Anlagen weiter betreiben, statt neue Investitionen zu tätigen. Dieser Verdacht erscheint berechtigt. Aber was würde ein bei Null anfangender neuer Unternehmer tun, der sich als Stromversorger sieht? Würde er EE nutzen? Wasserkraft wäre für ihn eine Möglichkeit, allerdings sind die Möglichkeiten ihres Ausbaues im deutschen Binnenbereich praktisch ausgeschöpft. Biogasanlagen sind eine weitere Möglichkeit, allerdings ist diese klimaschädliche und unökonomische Technologie ein eigenes Thema.

Hauptsächlich geht es bei EE um Wind und Sonne. Mit diesen Quellen (A) hätte ein Stromversorger aber das gegenwärtige* Problem, dass er für Zeiten mit unzureichender Einspeisung zwingend ein paralleles, ausgleichendes Kraftwerkssystem (B) betreiben müsste. Wenn er aber ohnehin nicht um die Investition in Kraftwerk B herumkommt, welches ständig aktiv sein muss – warum sollte er dann eigentlich überhaupt noch in System A investieren? Dann könnte er sich ja auch gleich auf Kraftwerk B beschränken. Technisch gesehen würden zwei Systeme den Ablauf nur verkomplizieren. Das wäre zwar lösbar, hätte aber keinen Nutzen. Ökonomisch ergäbe die Paarung nur Sinn, wenn während der Aktivität von Kraftwerk A (also während Vorhandensein von Wind oder Sonnenschein) in Kraftwerk B irgendetwas einspart würde. Das müsste dann wiederum eine so hohe Einsparung sein, dass sie die Mehrkosten (Anschaffung und Unterhalt) von System A übersteigt. Zusätzlich müsste diese Einsparung auch den Effekt ausgleichen, dass Kraftwerk B während seiner Drosselung nicht mehr im optimalen Arbeitsbereich läuft, dass also Eigenverluste und Energieträgerverbrauch nicht proportional zur abgegebenen Strommenge sinken. In diesem Zustand steigen die Kosten pro erzeugter Energieeinheit gegenüber dem Betrieb mit Nennleistung – in Kohlekraftwerken ist das z.B. der Fall.

(* Speichermöglichkeit als andere Methode des Ausgleichs entfällt. Es gibt zu wenige Pumpspeicherwerke und andere Speichertechnologien sind noch nicht verfügbar)

Was sollte man in einem konventionellen Kraftwerk in derartig hoher Menge einsparen können, solange kein Strom produziert wird? Das könnte nur der verwendete Energieträger sein. Hier müsste man bei allen* zum Einsatz kommenden Energieträgern untersuchen, ob entsprechende Einsparungen möglich wären. Und solange diese ökonomischen Aspekte nicht eindeutig ausreichend hohe Kosteneinsparungen in Kohle-, Gas- und Atomkraftwerken versprechen, wird kein Energieversorger sich zusätzliche Windparks oder Solarfelder aufbauen. Offenbar lohnt es sich nicht, sonst hätte man diese Möglichkeit der Kostensenkung längst genutzt. Unternehmen sind üblicherweise genau an solchen Kostensenkungen interessiert und nicht an der krampfhaften Blockierung von neuen Ideen.

(*Bei Wasserkraftwerken wäre es damit schon einmal komplett unsinnig, noch zusätzlich in Wind- und Photovoltaik-Anlagen zu betreiben, denn wozu sollte man Wasser sparen wollen? Das fließt ständig nach.) 

Der einzige Nutzen für Energieversorger, sich an ein paar Windparks oder Solarfeldern zu beteiligen, wäre, sich ein „grünes Mäntelchen umhängen“ zu können, weil die Kunden den Ökostromanteil aus irgendwelchen Gründen so toll finden.

4 Kommentare:

  1. Es ist mit Sicherheit richtig, dass die Unternehmen das nicht von heute auf morgen stemmen können und das im Bereich der Energieversorgung viel zu lange viel zu grundlegendes falsch gemacht wurde. Unter anderem, das man geglaubt hat die 4 Konzerne werden es schon richten. Das war ein Denkfehler. Die 4 Konzerne haben nämlich über Jahre hinweg versucht das System der Energieversorgung und das der Erzeugung soweit ab zu schotten, dass niemand eine Chance hatte Alternativen zu schaffen. Das führte natürlich viele Jahre dazu, dass für alle anderen Unternehmen der „Markt“ Energieversorgung völlig unrentabel war und sie dort auch nicht investiert haben. (so wie jetzt für die 4 großen vieles unrentabel wird)

    So schlecht wie ich die ganzen einseitigen Energiesubventionen für die Erzeugung eigentlich finde, so haben sie doch zumindest geschafft, dass es mittlerweile eine beachtliche Anzahl kleinerer Unternehmen gibt die sich mit all diesen Fragen beschäftigen. Ja sie haben bis runter in einzelne Haushalte ein Bewußtsein für Energie geschaffen und unser Strom kommt plötzlich nicht mehr einfach aus der Steckdose und der Rest ist uns egal. Kleinere Energieversorger die aus Kommunen und aus Genossenschaften und aus, nennen wir es mal fixen Ideen, man könne alles mit Wind oder Solar regeln entstanden sind haben sich längst weiter entwickelt.
    Das Bewußtsein dafür, dass man die Kohlekraftwerke und selbst die Atomkraftwerke eben nicht von heute auf morgen abstellen kann ist auch dort längst da.

    Was die Wirtschaftlichkeit angeht ist es aber immer eine Frage der Betrachtung. Bin ich ein Energieriese wie einer der 4 Großkonzerne, dann fangen Dinge erst viel zu spät an sich zu rechnen. Will sagen, vieles wird dort nicht gemacht, weil es niemals so viel Kleinvieh geben kann um genug Mist zu erzeugen. Das ist übrigens ein Wirtschaftsproblem gerade auch in allen oligopolartigen Strukturen, gar kein vorrangiges Energieproblem.

    Will sagen, wenn Vatenfall irgendwas macht, also ein Netz ausbauen, oder ein Kraftwerk in die Lausitz pflanzen, dann muss das vergleichsweise riesige Summen einspielen, weil es ja vergleichsweise auch viel kostet. Das kann so ein Riese gar nicht mit Windrädern oder ein paar Solarzellen auf dem Dach oder irgendwas anderem ausgleichen, dort sind die Margen einfach für solche Konzerne zu gering. Viel zu ineffizient.
    Aber die 4 Konzerne hätten vor vielen Jahren ihre Strukturen schon so umbauen können, dass eben nicht immer neue Riesenkraftwerke ans Netz gehen müssen sondern man auf dezentrale kleine Energieversorgung setzt. Wir haben jetzt ein riesen Netz, das nur funktioniert wenn keine Knoten ausfallen. Aber kleinere Netze können sehr wohl umweltfreundlich mit erneuerbaren Alternativen , dauerhaft und sicher betrieben werden. Ganze Stadtviertel und Dörfer kapseln sich da nämlich gerade ab, haben Solar und Wind für sich und für die Ausfallzeiten kleinere Blockkraftwerke Gaskraftwerke oder anderes, da kenn ich persönlich mich zu wenig aus, aber ich weiß dass die Strukturen einfach zu kleineren Komplettlösungen kommen.
    Die 4 Großen haben meiner Meinung nach verbennt ihre Strukturen so flexible zu erhalten dass sie auch klein können. Und jetzt sind sie doppelt davon betroffen, dass einerseits ihre Strukturen sie zu träge machen und andererseits viele kleine ihnen von allen Seiten das Wasser abgraben und sie nachher nur noch auf den großen Haufen Mist sitzen bleiben.
    Siehe auch hier wieder in die Natur. Erreichen Bäume eine gewisse größe und ein gewisses Alter sind sie eben zu starr zu träge um sich im Wind zu wiegen. Also brechen sie ab und das ist die Chance für die vielen kleinen Samen und Pflänzchen die unten im dunkeln unter den großen Bäumen lagen. Die beginnen dann zu wachsen und neue Strukturen zu bilden. (So lange bis sie eines Tages vielleicht auch viel zu groß sein werden)

    Das heißt, ich kann dem rumrechnen und drohen der großen Energiekonzerne einfach nichts abgewinnen. Sie hatten viele Jahre ein „perfektes“ System in dem sie gut abschöpfen konnten, aber sie haben es versäumt ihre Augen offen zu halten und neue Strukturen zu schaffen. Es müssten ja nicht die Stadtwerke SoundSo sein die ganze Stadtvirtel jetzt in Eigenregie versorgen, es hätte auch einer der großen 4 die kleinen Anlagen bauen können.

    Zum Beispiel wäre ein riesiger Versicherer absolut nicht interessiert daran dir eine einzige Police zu verkaufen. Viel zu viel Aufwand für viel zu wenig Ertrag. Aber durch sein Netz, kleiner selbstständig arbeitender Vertreter hat er die Möglichkeit, dass der Vertreter dir die eine Police verkauft und es sich am Ende für alle rechnet. Den Großkonzern, weil er an einem Tag tausende Policen rein bekommt, den Vertreter weil er Provisionen bekommt und dich, weil du versichert bist für irgendwas. Was ich damit sagen will ist, dass es sehr wohl Beispiele gibt wie Riesenkonzerne auch kleine Strukturen bedienen können. Sowas hätten die 4 großen einfach machen müssen, statt die kleinen lokalen Stadtwerke mit Klagen und Verboten und sonstwas zu übersäen sobald die sich an irgendwas eigenes gewagt haben. Das war aber leider deren Taktik viele Jahre.

    Das heißt die Konzerne lernen jetzt mit Schmerzen, was sie über Jahre versäumt haben, aber so weit mir bekannt ist durchaus in anderen Ländern auch hin bekommen haben, was ich aber notfalls nochmal recherchieren müsste. Sie lernen nicht mal nur auf ihre eigenen Schmerzen, nein sie lernen zu unser aller Schmerzen. Und trotzdem sage ich, dass man sie dabei unterstützen muss auch ihren Wandel hin zu bekommen. Das geht aber nicht solange die nur an ihren alten großen Strukturen festhalten, die es einfach faktisch irgendwann nicht mehr geben wird.

    So, wieder viel zu viel Text für Samstagfrüh, aber was solls, vielleicht ließt ja ein Energiekonzern mit und kommt endlich auf die Idee sich die Kommunen und kleinen Stromerzeuger selbst unter den Nagel zu reißen und ihnen den Eenergievertreter auf den Hals zu hetzen, der ihnen komplette Angebote zur dezentralen kleinteiligen Energieversorgung macht. Denn ich glaube nach wie vor an kleine autake Netze, die durchaus an bestimmten stellen zusammen geknüpft werden und so ein ganzes Netz ergeben. Ich halte aber nix von einem riesen Netz bei dem viel zu viel durch die weiten Maschen fällt, was nicht kostendeckend oder effizient genug wäre für so ein großes Netz.

  2. Deine ganzen Thesen basieren auf 2 Grundthesen:
    1. Speicherung funktioniert nicht richtig
    2. Ökostrom ist extrem unzuverlässig

    Zu beiden Thesen möchte ich etwas schreiben:
    1. Speicherung funktioniert tatsächlich noch nicht richtig, aber da gibt es durchaus interessante Ansätze, Pumpspeicherkraftwerke sind da nur eines, Smart Grids sind eine andere Möglichkeit. Dabei wird dazu angeregt, den Strom dann zu verbrauchen, wenn er benötigt wird. Z.B. kann ein Kühlhaus durchaus nachts 2° stärker runterkühlen und dann, während der Mittagsspitze, den Stromverbrauch erheblich reduzieren. Anderes Beispiel: Ein Elektroauto muss nicht abends um 18:00 Uhr laden, es kann auch nachts um 4 Uhr laden.
    Und genau da kommt dann auch der Übergang zu 2.:
    2. Verlässlichkeit: Die Strommenge ist tatsächlich NICHT konstant, aber sehr verlässlich und sehr gut auf Stunden und zumindest grob auf Wochen vorherberechenbar. d.h. ein Kraftwerk kann durchaus planen und Personal zu den entsprechenden Zeiten einteilen, wo es mehr Kapazität braucht. Dies kombiniert mit Biogasanlagen, die flexibel ohne großen Personalaufwand rauf- bzw. runterregelbar sind + Speicher + SmartGrids + … können zu einer sehr sehr zuverlässigen Energieversorgung führen. Es ist natürlich klar, dass dies nicht morgen alles da sein wird, aber die Ansätze kommen, z.B. für Smart Grids hat wemio mal angeboten, dass der Strompreis direkt vom Preis an der Strombörse abhängt: Wenn viel Ökostrom da ist und der Preis sinkt, dann kann man Sachen, die nicht zeitkritisch sind, einschalten.

  3. Zu der Argumentation auf Hausfrauenniveau von Jan muß man einfach was schreiben:
    1. Natürlich kann ich mein Handy nachts um 4 laden, will aber trotzdem nicht erst nachts um 4 den Fernseher einschalten und Tee kochen. Und ich kann noch ein Geheimnis lüften: (Noch?) gibt es in Deutschland große Firmen, die kontinuierlich produzieren (müssen) und den Großteil unseres Wohlstandes erwirtschaften.
    2. Die Planbarkeit von Wind und Sonneneinstrahlung ist außer Nachts sehr gering. Und viel Spaß mit der Biogasanlage auf dem Nachbargrundstück.

  4. @ Jan: Wenn Du das „Thesen“ nennen willst, was ich geschrieben habe: Es sind keine, denn es sind ja logisch nachvollziehbare Dinge, aber sei’s drum – jedenfalls basieren sie nicht „auf 2 Grundthesen“. Denn zumindest dass Speicherung nicht verfügbar ist, ist keine These, sondern Realität.

    Zu Deinem Punkt 1: Ja, es gibt Ansätze, aber eben auch nur das. Alle Ideen zur Stromspeicherung sind bestenfalls im Laborstadium. Für einen Stromversorger sind aber nur die Dinge relevant, die heute schon verfügbar sind und nicht die, welche vielleicht in 20 Jahren anwendbar werden. Weitere Pumpspeicher wird es in Deutschland übrigens kaum geben, erstens aus Platzmangel und zweitens weil es jeweils eine lokale Anti-Bürgerinitiative geben wird. Und Smartgrids sind zwar eine nette Idee, aber in der Praxis fast schon realitätsfremd. Gehe einfach in Gedanken deine Wohnung durch und überlege, welchen Verbraucher Du tatsächlich nur oder erst dann einschalten würdest, wenn der Strom billig ist oder Wind weht. Außer Akkuladegeräten wirst Du nichts finden. Den Herd schaltet man mittags und abends an, wenn man Essen machen will, den Fernseher schaltet man ein, wenn gerade etwas im Programm kommt, den PC, wenn man gerade etwas daran machen will, Staubsauger, Waschmaschine und Trockner, wie es am besten in die Tages- und Wochenplanung passt. Und Klaus hat es ja schon erwähnt: In der Industrie, die viel mehr verbraucht, ist das auch nur bedingt oder gar nicht anwendbar.

    Und E-Autos sind ein ganz schlechtes Beispiel, denn das wären – gegenüber dem heutigen Zustand – neue zusätzliche Verbraucher. Das passt nicht dazu, dass wir eigentlich Strom sparen wollen. Und selbst wenn das E-Auto besser nachts laden sollte (was ja richtig ist), dann muss auch dann planbar Strom vorhanden sein. Sonne scheidet dafür ganz aus, Wind ist unsicher, also wäre das dummerweise eher ein Argument für Atom- und Kohle-Kraftwerke.

    Dein Punkt 2: Wind und Sonne sind tatsächlich für 1-3 Tage (aber nicht für Wochen) relativ gut prognostizierbar. Das ändert aber gar nichts an dem im Artikel beschriebenen ökonomischen Problem, dass sie für Stromversorger trotzdem keinen Sinn ergeben.

    Biogasanlagen werden übrigens nicht geregelt. Das könnten sie zwar, aber es ergibt ja eben auch für deren Besitzer keinerlei Sinn, seine Anlage zu drosseln, diese also unrentabel zu betreiben, während irgendwer anderes gerade Geld durch Wind- oder Solarstrom einnimmt.

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