Sperrung des Wanderweges durch den Keppgrund

Einfach mal so angesichts guten Wetters zu einer Radtour über den Elbhang aufbrechen kann jeder. Als Blogger hat man allerdings gleichzeitig immer das Gefühl, dies im Dienste der Öffentlichkeit zu tun und einen brisanten Text daraus basteln zu müssen. Nichts leichter als das*!

(* Zitat Frederick)

Mein Bloggerkollege vom Dresdner Rand entdeckte kürzlich, dass die Stadt den Wanderweg zur Keppmühle gesperrt hatte, weil angeblich „durch den desolaten baulichen Zustand der Treppenanlage und der Stützmauer in Höhe der Keppmühle keine Verkehrssicherheit mehr gegeben ist“. Dies ließ mir natürlich keine Ruhe und ich legte die Radtour so, dass sie an der Keppmühle vorbeiführen würde. Dort angekommen, machte ich etwas unter Radfahren höchst Umstrittenes: Ich stieg ab! Und schaute mir die Situation an.

Gesperrt! Absolut kein Durchkommen! Immerhin ist da ein Verbotsschild.

Erstaunlicherweise waren trotzdem viele Wanderer unterwegs, die wahrscheinlich alle von der Pressenotiz angelockt waren und diese höchst gefährliche Treppe nicht nur sehen sondern sogar selbst erleben wollten:

Liegt es am verbogenen Geländer?

Ich schöpfte Mut und stieg ebenfalls im Selbsttest die Treppe herab. Und nachher sogar wieder hinauf. Es ging! Genauso, wie schon in all den Jahren zuvor. Gut – die Stufen sind etwas ausgetreten, aber der Keppgrund an sich ist stellenweise noch viel unebener. Mancherorts liegen auf dem Weg sogar Steine! Doch wer sich freiwillig in solch gefährliches Terrain wie diese Natur begibt, hat sich vielleicht innerlich darauf eingestellt. Immerhin erreichten ja auch alle Wanderer unverletzt das Treppenende. Was war also das Problem? Ganz klar:

24er-Flachschlanzmuffen entsprechen seit 2009 nicht mehr verbindlichen EU-Richtlinien.

Völlig verständlich also, dass der Weg gesperrt wurde.

Fazit: Keine Ahnung, warum der Weg gesperrt wurde. Man kommt problemlos dort entlang. (Nachtrag Feb. 2011: Die Sperrung ist anscheinend doch nicht ganz unberechtigt!)

Hier noch ein paar Bilder vom Rest der Fahrt:

St. Barbara-Kirche in Eschdorf
Irgendwo im Hochland

Im Gönnsdorfer Park

Hier fällt mir keine Bildunterschrift ein.

7 Kommentare:

  1. Vielen Dank für die Exploration und dass Du Dich solchen Gefahren ausgesetzt hast, im Dienste der Allgemeinheit. Die Flachschlanzmuffen sind schuld, ganz eindeutig!

    Großartige Bilder! Jetzt bin ich fast ein bissel neidisch, weil ich am Wochenende nur in Berlin war… 🙂

  2. In Berlin kann man immerhin auch einen sehr schönen Fernsehturm fotografieren!

  3. Lustig geschrieben und schön anzusehen.

  4. Das Du angesichts der massiven Gefahren überhaupt noch lebst!;)

  5. Ich gebe zu: Ich hatte mich für alle Fälle angeseilt. Ich wollte es nur erst nicht erwähnen, damit der Text etwas lässiger wirkt.

  6. 24er Flachschlanzmuffen……..soein Wortungetüm…..

    aberdies,und der Grünbelag wird die Ursache sein—> prima,Danke….

    grussi………

  7. Pingback:Keppgrundmühle 1916 - Dresden-Postkarte KW 43/10 | Dapema ONLINe

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