Hardcorebiker-Tipp: Elberadweg

Unter Insidern bekannt ist, dass sich die anspruchsvollste Strecke des Elberadwegs rechtselbisch oberhalb des Blauen Wunders zwischen Loschwitz und Wachwitz befindet. Uneingeweihte könnten hier an manchen Tagen vermuten, der Radweg sei gerade frisch gepflügt worden. Die Löcher und Schluchten im Weg haben ihre Ursache in einem bislang ungeklärten Naturphänomen. Dass sich diese Strecke ausgerechnet in der Nähe des Pferdehofes Schmidt befindet, ist reiner Zufall. Ein Zusammenhang mit den landwirtschaftlichen Maschinen vom Pferdehof, die auch diese Wegstrecke benutzen, kann definitiv ausgeschlossen werden.

Leider wird von einigen Zeitgenossen trotzdem immer wieder genau diese unverschämte Behauptung in Umlauf gebracht, das wäre „der Schmidt mit seinen Traktoren“. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, dies hiermit anzuprangern! Wenn irgendwelche Weicheier Angst vor Schlammspritzern auf ihren Hosen haben, oder wenn weltfremde Mütter sich ein nicht ausreichend geländegängiges Kinderwagenmodell gekauft haben, sollen sie doch besser zu Hause bleiben! Ich dagegen fahre gern mit dem Rad da entlang. Denn die Schlammschicht auf meinen Hosen und im Gesicht lässt meine Mitmenschen später stets denken: Mensch, der Frank! Ein absoluter Hardcorebiker!

Zumindest hoffe ich, dass das wenigstens ab und zu mal jemand denkt.

Falls sich nun jemand sagt: „Alles klar, der Autor will hier nur mit dem Stilmittel der ironischen Übertreibung einen unschönen Zustand anprangern“, dem sage ich: „Falsch!“. Denn es ist doch ganz klar: Wenn Schlaglöcher in Wegen angeprangert werden, steht auf dem Foto immer ein Rentner daneben und zeigt auch anklagend darauf! Und? Sind auf diesen Bildern solche Rentner zu sehen? Na also!

2 Kommentare:

  1. Du könntest Dich auf der Stelle als Leserreporter bei der »SZ« bewerben 😉

    Ich werde mir die Situation vor Ort anschauen und gegebenenfalls schonungslos eigene Dokumentaraufnahmen veröffentlichen.

    Aber als Hardcore-Biker solltest Du doch die Pillnitzer Landstraße kennen? Die ist etwas besser ausgebaut 😉

  2. Na klar, auf der Pillnitzer ist man auch schneller. Aber wegen gelegentlicher Anwandlungen von Romantik und Hektik-Vermeidung nehme ich auch gerne mal die Strecke da unten. Manchmal mache ich sogar Umwege und fahre Fähre (Laubegast) statt Brücke. Dauert länger, kostet Geld, aber irgendwie hat’s was. Ohne dass ich es logisch erklären könnte.

Schreibe einen Kommentar

Name und E-Mail-Adresse erforderlich (E-Mail-Adr. wird nicht veröffentlicht).
Siehe auch Kommentar-Regeln, Spamschutz und Hinweise zu Textformatierung