Islay, Tag 3 – Lagavulin, Ardbeg, Japaner und Kultur

9:30 Uhr waren wir in Lagavulin angemeldet (gesprochen übrigens Lagawuhlin, Betonung auf dem Kursiven). Sich anzumelden, scheint tatsächlich unnötig zu sein, denn wir waren die einzigen Besucher. Immerhin stießen nach wenigen Minuten noch zwei Amerikaner zu uns. Was in einer Destillerie passiert, habe ich ja gestern schon beschrieben, deshalb hier nur die Fotos mit wenigen Anmerkungen: Man beachte übrigens das Wetter! Ich hatte zu wenig kurzärmlige T-Shirts eingepackt, weil ich der Wettervorhersage vertraut hatte: In den ersten beiden Tagen maximal 20°, dann Tendenz fallend. Und nun das! Schönes Wetter in Schottland? Das glaubt mir wahrscheinlich wieder kein Mensch … (ja,…

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Islay, Tag 2

Der Tag begann mit einer nicht sehr logischen Verhaltensweise unsererseits: Gestern waren wir sehr glücklich, dass wir die Fähre noch erwischt hatten (denn anderenfalls hätten wir heute den ganzen Vormittag mit der Überfahrt vertrödelt und erst ab dem Mittag etwas unternehmen können). Ja, was soll ich sagen … wir vertrödelten den Vormittag trotzdem mit einem sehr langen Frühstück und unternahmen erst gegen Mittag etwas. Aber egal – es war ja auch nichts konkretes für die Zeit geplant. Das Islay Festival findet jeden Tag in einer anderen Destillerie statt. Wie sich in den letzten Wochen andeutete, waren bereits einige Programmpunkte –…

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Islay Festival (Feis Ile) 2012 – Tag 1

Was sich dahinter verbirgt, muss man Freunden schottischer Whiskys nicht erklären. Für alle anderen hier die Kurzfassung: Islay (gesprochen: Eilah*) ist eine Insel zwischen Schottland und Irland, auf der einige der interessantesten Whiskys hergestellt werden. Deshalb (und weil es hier überhaupt eine sehr hohe Destillerie-Dichte gibt) verfängt sich bei jedem Whisky-Fan irgendwann der Gedanke, dass man durchaus einmal dort hinfahren sollte. Unser Versuch im letzten Jahr scheiterte an einem isländischen Vulkan, dessen Aschewolken den europäischen Flugverkehr etwas dezimierten, aber das kann man hier nachlesen. * Laut Information eines Einheimischen bedeutet das lediglich „Insel“ Ende letzten Jahres planten wir den zweiten Versuch.…

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Downhill kann ja jeder!

Beim Radfahren neue Herausforderungen zu finden, geht schneller als man denkt. Da reicht es schon, den Arbeitsweg ein wenig zu variieren – schon steht man vor einer solchen: Mit nur knielangen Hosen hier durch fahren? Da war eine kurze Bedenkzeit angesagt. Aber ich habe es geschafft! Ohne anschließendes Aua. Man kann schon sagen, dass die Elbwiesen nur etwas für die Härtesten unter uns Radlern sind. Jetzt brauche ich nur noch einen cool klingenden Begriff für die absichtliche Durchquerung solcher Brennesselfelder und dann habe ich eine neue Extremsportart erfunden!

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Geocaching einmal anders

Ich hatte hier einmal geschildert, dass ich beim Versuch, einen Geocache zu finden, ganz schmählich versagt hatte. Damals zog ich perfekt ausgerüstet los – also mit GPS-Gerät, Positions-Daten der Caches und ausreichend Motivation, sogar einen kleinen Microcache zu entdecken. Allerdings fand ich an diesem Tag nichts. Gestern dagegen hatte ich keinerlei Daten (und noch nicht einmal ein GPS-Gerät) bei mir. Ich wollte ohnehin auch etwas ganz anderes machen, denn ich wollte wieder einmal Tiere suchen. In einem kleinen unscheinbaren Elbhang-Tal. Jedenfalls stand dann plötzlich diese Plastebüchse mitten im Wald. Na gut: Sie stand sogar fast mitten auf dem Weg und…

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Herpetologie: Schlingnatter beim Fressen einer Mauereidechse

Die folgende Fotoserie entstand in der vergangenen Woche im Moseltal bei der Wanderung über einen Weinberg. Dort fanden wir eine Schlingnatter (Coronella austriaca), die soeben eine frisch erbeutete Mauereidechse (Podarcis muralis) fraß. Mauereidechsen dürften dort das bevorzugte Futter dieser Schlangenart sein, die bei uns in Sachsen meist „Glattnatter“ genannt wird. Die Eidechsen haben dort ideale Lebensräume und verstecken sich in den Mauern der Weinberge. Dort spüren die Schlangen sie mit ihrem Geruchssinn auf, allerdings können offensichtlich auch die Eidechsen ihre Verfolger am Geruch erkennen. Immer funktioniert letzteres offensichtlich nicht. Übrigens gehören Mauereidechsen im Moseltal zur normalen Fauna, während sie bei uns…

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Schottland, Teil 2 (und Ende)

Sagen wir mal so: Muss man unbedingt nach Schottland? Die Lausitz ist auch eine schöne Gegend. Dort kann man ebenfalls einige nette Tage verbringen, zumal wir unsere philosophischen Gespräche eigentlich genausogut auch in der nächsten Kneipe hätten führen können. (Ich bin mir übrigens unsicher: Hatten wir das Thema Atomtechnik nun geklärt, oder waren da noch Details offen?) Wie schon im letzten Text erwähnt, fiel unser Flugzeug wegen Vulkanasche aus. Kurzentschlossen packten wir ein Zelt, die Fahrräder und  den üblichen Campingkram ein und fuhren auf den erstbesten, spontan ausgewählten Zeltplatz (am Senftenberger See in Niemtsch). Den kann ich sogar empfehlen –…

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Schottland, Teil 1: Ein Reise ohne Probleme

Drei Jahre sind seit unserer letzten Reise vergangen, die nach Schottland führte. Dorthin, wo diese berühmten feinen Getränke herkommen: Whisky. Damals stand die Speyside  auf dem Programm und nun sollte es dahin gehen, wo einige noch feinere Sorten entstehen: Auf die Insel Islay. Von dort kommen immerhin angenehm rauchige Sorten wie Bowmore und Ardbeg und der unter Kennern beliebte Lagavulin (der ehrlich gesagt nicht ganz so mein Fall ist). Also wurde eine Zeit ausgesucht, in der noch keiner etwas vor hatte und in der es schon halbwegs warm ist, aber die gefürchteten Bestien Schottlands noch nicht aktiv sind (nein, nicht…

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Nordic Walking – (k)ein Sport für echte Männer!

Sportgerätehersteller wie Leki und Exel müssen irgendeine Art der Zusammenarbeit mit Baumärkten oder Brauereien gefunden haben. Anders kann ich mir nicht erklären, was ich heute Vormittag auf dem Elberadweg erleben musste: Jede Menge Männer, die allen Ernstes Nordic Walking machten! Wenn es wenigstens sehr dicke Männer gewesen wären, denen bei anstrengenderen Bewegungsarten sofort der Herzstillstand gedroht hätte … aber nein: Ich sah Männer um die 40 bis 50, teilweise sogar jünger, von denen die meisten eher schlank und sogar halbwegs sportlich, auf jeden Fall aber gesund wirkten. Ich hoffe, dass das ein einmaliges Erlebnis bleibt. Ich hatte immer das Gefühl,…

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