Ein Dokumentarfilm erklärt unverstandene Kunst

Ich habe heute etwas getan, was ich noch nie gemacht habe: Ich kaufte die Zeitung „Dresdner Morgenpost“! Der Auslöser war ein Artikel im Blog „Dresdner Rand“ (*), worin die völlig überzogene Forderung eines Dresdner Politikers kritisiert wurde, Franka Hörnschemeyer solle ihren soeben erst erhaltenen Preis (50.000€) für den „Trichter“ an Dresden abgeben: „50.000-€-Preis für Klo-Kino – Erster Politiker fordert von Künstlerin: ‘Rücken Sie die Kohle raus!’“. (* Update Jan. 2017: Nicht mehr online. Der Blog wurde eingestellt und gelöscht) So stand es auf der MoPo. Ich wollte natürlich wissen, was nun genau gesagt worden war und warum – deshalb dieser…

… mehr

10 Jahre Morphonic Lab

Im Palais des Großen Garten in Dresden konnte man gestern das zehnte „Morphonic Lab“ erleben. Was das ist? Archaisches Soundgranulat mit visuellem Background, würde ich spontan sagen. Ja, das klingt gut! Sagt natürlich nicht viel aus, aber wie soll man unterschiedlichste, teils recht laute und brachiale Klangexperimente auch beschreiben, ohne hier mehrere virtuelle A4-Seiten zu füllen? Einfach mal hingehen: Detlef Schweiger und einige andere Dresdner Künstler veranstalten ihr „laboratives Kontrastprogramm“ seit 2001 jedes Jahr „in der anziehenden morbiden Atmosphäre des unsanierten Festsaals im Barockpalais Großer Garten“. Wie sie es selbst weiter beschreiben, kann man auf ihrer website lesen. Ich will…

… mehr

Parallelwelten

Als ich mein Fahrrad vor der „Scheune“ anschloss, fiel mir ein, dass der dafür von mir benutzte „Fahrradzaun“ auch ein Werk des holländischen Künstlers Wouter Mijland ist – unserem aktuellen Dresdner Skandalkünstler. Dessen vor zwei Tagen veröffentlichte unsägliche Entgleisung ist wirklich der Gipfel der Geschmacklosigkeit. So stand es immerhin in der Zeitung. Erstaunlicherweise wirkten die Neustädter und ihre Besucher aber trotz dieses Aufregers erstaunlich relaxed, ihre Bierflaschen pendelten normal an den Handgelenken, während sie die Alaunstraße entlang schlenderten und sich über für die Neustadt völlig normale Dinge unterhielten, Fußball zum Beispiel. Aber es ist eigentlich logisch, dass die nichts von dem…

… mehr

Ein Film über die NATO-Aggression gegen Libyen in der Schauburg

Da ich mich nun bereits 2x mit dem Thema Libyen befasst habe und vorhin durch ein Plakat darauf hingewiesen wurde, hier ein kleiner Kulturtipp. Am  11.09.2011 im Filmtheater Schauburg Dresden, 17 Uhr: Film & Diskussion: VERDAMMTER FRÜHLING! Italien/2011/Fulvio Grimaldi Die unterdrückte Wahrheit über die NATO-Aggression gegen Libyen  Ein Film von Fulvio Grimaldi mit anschließender Diskussion. Der italienische Journalist und Dokumentarfilmer Fulvio Grimaldi hat Libyen unter den Bomben der Nato im Frühjahr 2011 bereits zwei Mal bereist. Sein Dokumentarfilm „Maledetta primavera“ („Verfluchter Frühling“) berichtet über Revolution, Konterrevolution und die Nato-Aggression gegen Libyen (…) Ob der Film gut oder möglicherweise etwas einseitig ist, kann…

… mehr

Blödes Orchester: Das ganze Konzert in drei Minuten

Das „Blöde Orchester“ bzw. „stupid orchestra“ kann man momentan in den Technischen Sammlungen Dresden bewundern. Schön wäre, wenn die Technischen Sammlungen auch selbst etwas mehr darauf hin weisen würden, denn auf ihrer Internetseite findet man weder auf der Startseite noch über die Suchfunktion einen Hinweis. Erst wenn man sich beharrlich durchklickt, wird man fündig und erfährt so, zu welchen Uhrzeiten dieses Orchester aus rund 200 historischen Staubsaugern, Mixern, Waschmaschinen, Rasierapparaten, Fönen, Wäscheschleudern und anderen Haushaltsgeräten täglich mehrfach spielt. Das Konzert geht eine halbe Stunde. Der Konstrukteur des „Blöden Orchesters“ Michael Petermann entdeckte irgendwann, dass manche Haushaltsgeräte Töne erzeugen, die halbwegs auf der…

… mehr

Elbhangfest 2011

Beinahe wäre ich gar nicht hingegangen sondern stattdessen sogar extra weg gefahren. Auf irgendeine Radtour. Denn ich hatte mir vorher das Programm angesehen und war nach dem ersten Durchsehen wieder genauso enttäuscht wie in den letzen paar Jahren: Nichts, was mich interessiert hätte! Obwohl … Barbara Dennerlein würde auftreten. Wenn sie außerhalb des Elbhangfestes bei einem normalen Konzert hier auftreten würde, dann wäre man sicher nicht nur mit 9 € dabei! Und beim weiteren Lesen des Programmes fand ich dann noch einige weitere Bands, die man durchaus besuchen könnte. Sehr schön war dann der Zufallstreffer „Soulshine“. Diese Band trat zuerst…

… mehr

Neues aus der Welt der Kunst

Bei meinem gestrigen Besuch lange nicht mehr angesehener Internetseiten gelangte ich auch wieder einmal in die Gefilde der bildenden Kunst. Wie ich mit fachmännischem Blick schnell erfasste, gibt es zwar bedeutende neue Werke, allerdings – und das finde ich schier unfassbar – berichtet niemand darüber. Im gesamten Internet (ich habe wirklich alle Seiten verglichen) findet sich keine einzige Erwähnung, dass Frau Erika Lust ihren Orosz-Zyklus weiter fortgesetzt hat: Die Einweihung der Brücke Beim Betrachten des Werkes stockt einem förmlich der Atem: Unsere Mächtigen dargestellt als Ratten! Oder sollten es Mäuse sein? Unsere Stadtoberen als weiße Mäuse? Doch dem gebildeten Kunstliebhaber…

… mehr

AC/DC kommt nach Dresden

Habe ich heute erfahren. Beim letzten Mal waren die Karten leider sofort weg, so dass ich damals die  70 € sparen konnte. Bei konzertkasse-dresden.de stand vorhin noch nichts von „ausverkauft“, weshalb ich pauschal schnell 2 Karten bestellte. Mal sehen, ob es klappt. Die Preisangabe überging ich mit einem snobistischem „Was interessieren mich solche Nebensächlichkeiten?“. Manchmal muss man so etwas können. Zuletzt habe ich das beim Zahnarzt getan, als ich eine Rechnung mit eigentlich erschreckendem Betrag, ohne mit der Wimper zu zucken, lässig unterschrieb. Warum sollte ich das nicht auch bei AC/DC schaffen? Falls die Bestellung klappt, stelle ich damit einen neuen persönlichen…

… mehr

Wein und Käse

Ja, nach diesem enthüllenden Text über die geheimen Verflechtungen von Wirtschaft und Politik habe ich nun Angst, dass ein Sturm der Entrüstung losbricht, der zum allgemeinen Wirtschaftsboykott aufruft. Doch das muss nicht sein! Es gibt auch positives zu berichten, beispielsweise von lokalen Kleinunternehmern.  Einer davon, der Winzer Müller, bietet regelmäßig thematische Abende an, in denen es um gepflegte Alkoholika geht. Hauptsächlich um Wein. Gestern Abend ging es (Leser, die die Überschrift aufmerksam durchgelesen haben, werden vielleicht bereits eine gewisse Vermutung hegen) … richtig: Es ging um Wein und Käse.   Herrn Müller findet man im Kavaliershaus bei Schloss Albrechtsberg, was…

… mehr