Texte zum Kirchentag: Warum ich nicht mehr zwischen Atheist und Agnostiker unterscheide

Ich glaube nicht an Gott. In meiner Kindheit dachte ich deshalb, mich folglich als Atheisten bezeichnen zu müssen. Später fiel mir irgendwann auf, dass darin ein Problem liegt: Die Idee, dass Gott existiert, ist nur eine Theorie mit zwei unbewiesenen Möglichkeiten: a) Gott existiert, oder b)  Gott existiert nicht. Beide Varianten sind bis zum ausstehenden Beweis einer der beiden zunächst gleichwertig. Wer davon ausgeht, dass eine der beiden Möglichkeiten trotzdem zutreffender und die andere falsch ist, geht nicht mit Logik an die Sache heran: Er ist also gläubig*. Dummerweise ist man insofern als Atheist aber genauso gläubig – man hält…

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