Schöne Gartenpflanzen: Giersch

Die Überschrift zeigt Insidern, dass der Text in die Kategorie „Ironie und Sarkasmus“ gehört. Giersch ist eine Pflanze, die sich ohne jeglichen Pflegeaufwand wunderbar ausbreitet, obwohl man das gar nicht will. Laut Wikipedia könnte man sie auch essen, aber als Bekämpfungsmaßnahme halte ich das nicht für sehr brauchbar. Essen kann man ja nur die Blätter. Diese verdammten unterirdischen Triebe bleiben so trotzdem im Boden. Was  wirklich helfen würde, wäre „Beton drüber“, was allerdings nicht jedermanns Geschmack ist. Man kommt also nicht darum herum, gelegentlich sämtlichen Giersch mitsamt seiner Wurzeln per Hand aus dem Boden zu wühlen. Das ist immer ein schönes Sinnbild für „Der Mensch im Kampf mit der Natur“. Und da man genau weiß, dass das Zeug in zwei Monaten wieder da ist, ist es auch eins für „Die Sinnlosigkeit allen menschlichen Tuns“.

Und genau deshalb mache ich das sogar (gelegentlich) gern, denn so kann man mit einfachen Mitteln immer wieder auf den Boden der Tatsachen herunter geholt werden – vor allem, wenn man gerade wieder große Weltverbesserungsgedanken im Kopf hat. Vielleicht sollte man insofern auch jungen Revolutionären gelegentliches Unkrautjäten verordnen?

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