Islay, Tag 5-7

Am Mittwoch stand die Besichtigung von Kilchoman auf dem Programm. Kilchoman (Aussprache Kilhomen – das „c“ wird nicht mit gesprochen) ist die kleinste Destillerie Islays. Letztlich ist es nur eine Farm, in deren Mitte ein etwas größerer Bau steht, der fast alles enthält, was für die Whisky-Produktion notwendig ist. Ringsherum sind Pferdekoppeln und Ställe – man würde hier also nicht unbedingt eine Destillerie vermuten. Deshalb wird hier logischerweise auch weniger produziert als in den anderen Destillerien Islays. Und deshalb ist Kilchoman auch der einzige Whiskyproduzent, der sämtliche verarbeitete Gerste von hier bezieht. Es gibt nur zwei Brennblasen, für jeden der beiden…

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Islay, Tag 4, Laphroaig

Der heutige distillery-day fand in Laphroaig statt (Aussprache etwa: Lafroig). Laphroaig ist die Destillerie, welche von unserer Unterkunft aus am nächsten liegt. Eigentlich kann man diese kurze Strecke laufen. Wenn man die bequeme Strecke an der Straße entlang nimmt, sind es (geschätzt) 3 – 4 km. Wer sich stattdessen unbedingt entlang irgendwelcher kaum sichtbaren Trampelpfade an der Küste entlang bewegen will – also sozusagen offroad – der braucht natürlich viel länger. Aber warum sollte man einen solchen Unsinn auch machen? So blöd wird ja keiner sein. Meine Fotos von der Strecke zeige ich weiter unten. Wie schon erwähnt, hatte ich…

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Islay, Tag 3 – Lagavulin, Ardbeg, Japaner und Kultur

9:30 Uhr waren wir in Lagavulin angemeldet (gesprochen übrigens Lagawuhlin, Betonung auf dem Kursiven). Sich anzumelden, scheint tatsächlich unnötig zu sein, denn wir waren die einzigen Besucher. Immerhin stießen nach wenigen Minuten noch zwei Amerikaner zu uns. Was in einer Destillerie passiert, habe ich ja gestern schon beschrieben, deshalb hier nur die Fotos mit wenigen Anmerkungen: Man beachte übrigens das Wetter! Ich hatte zu wenig kurzärmlige T-Shirts eingepackt, weil ich der Wettervorhersage vertraut hatte: In den ersten beiden Tagen maximal 20°, dann Tendenz fallend. Und nun das! Schönes Wetter in Schottland? Das glaubt mir wahrscheinlich wieder kein Mensch … (ja,…

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Islay, Tag 2

Der Tag begann mit einer nicht sehr logischen Verhaltensweise unsererseits: Gestern waren wir sehr glücklich, dass wir die Fähre noch erwischt hatten (denn anderenfalls hätten wir heute den ganzen Vormittag mit der Überfahrt vertrödelt und erst ab dem Mittag etwas unternehmen können). Ja, was soll ich sagen … wir vertrödelten den Vormittag trotzdem mit einem sehr langen Frühstück und unternahmen erst gegen Mittag etwas. Aber egal – es war ja auch nichts konkretes für die Zeit geplant. Das Islay Festival findet jeden Tag in einer anderen Destillerie statt. Wie sich in den letzten Wochen andeutete, waren bereits einige Programmpunkte –…

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Islay Festival (Feis Ile) 2012 – Tag 1

Was sich dahinter verbirgt, muss man Freunden schottischer Whiskys nicht erklären. Für alle anderen hier die Kurzfassung: Islay (gesprochen: Eilah*) ist eine Insel zwischen Schottland und Irland, auf der einige der interessantesten Whiskys hergestellt werden. Deshalb (und weil es hier überhaupt eine sehr hohe Destillerie-Dichte gibt) verfängt sich bei jedem Whisky-Fan irgendwann der Gedanke, dass man durchaus einmal dort hinfahren sollte. Unser Versuch im letzten Jahr scheiterte an einem isländischen Vulkan, dessen Aschewolken den europäischen Flugverkehr etwas dezimierten, aber das kann man hier nachlesen. * Laut Information eines Einheimischen bedeutet das lediglich „Insel“ Ende letzten Jahres planten wir den zweiten Versuch.…

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Schottland, Teil 1: Ein Reise ohne Probleme

Drei Jahre sind seit unserer letzten Reise vergangen, die nach Schottland führte. Dorthin, wo diese berühmten feinen Getränke herkommen: Whisky. Damals stand die Speyside  auf dem Programm und nun sollte es dahin gehen, wo einige noch feinere Sorten entstehen: Auf die Insel Islay. Von dort kommen immerhin angenehm rauchige Sorten wie Bowmore und Ardbeg und der unter Kennern beliebte Lagavulin (der ehrlich gesagt nicht ganz so mein Fall ist). Also wurde eine Zeit ausgesucht, in der noch keiner etwas vor hatte und in der es schon halbwegs warm ist, aber die gefürchteten Bestien Schottlands noch nicht aktiv sind (nein, nicht…

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The Whisky-Trail, Part 4 und FAQ

Inzwischen sind wir nun schon wieder auf dem Rückweg nach Glasgow. Zusammenfassend kann ich sagen, dass wir zwar gelegentlich mit Bussen deutlich abgekürzt haben, aber auch wirklich viel gewandert sind. An einigen Tagen war es sogar fast schon anstrengend. Heute mussten wir als letztes Etappenziel Aviemore erreichen, von wo aus man mit dem Zug oder dem Bus nach Glasgow zurück kommt. Die Strecke hätten wir von unserer letzen Station in Nethie Bridge durchaus auch komplett laufen können (20 km), aber da wir wegen der Weiterfahrt nicht zu spät ankommen durften, wäre das möglicherweise in Hektik ausgeartet. Und das wollen wir…

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The Whisky-Trail, Part 3

Leider ist mir hier ein ziemlicher Fehler unterlaufen. Ich habe festgestellt, dass wir gar nicht auf dem Whisky Trail sind, sondern auf dem Speyside Way. Insofern sind alle dazu gehörigen bisherigen Einträge leider ungültig. Der Whiskytrail ist eine Rundwanderung entlang verschiedenster Destillerien in der Nähe des Flusses Spey, allerdings kommt man auf diesem oft einige Meilen weit weg vom Fluß. Der Speyside Way dagegen führt hauptsächlich am Fluß entlang. Letztlich ist das alles für unsere Reiseplanung aber völlig egal, denn die konkrete Tour wird täglich neu improvisiert. Was niemanden von uns stört. Momentan sind wir nun schon den zweiten Tag…

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The Whisky-Trail, Part 2

Gleich geht’s los! Ich bin schon fast ein wenig aufgeregt. Aber nur fast. Denn bei uns läuft auch weiterhin alles ohne Hektik. Jens, unser Fahrer, kommt schon einmal erst 2o Minuten später als geplant. Er müsste mit dem Wagen erst noch fix in die Waschanlage, erfuhr ich in einem völlig entspannten Telefonat. Er meinte, in dem vorherigen Zustand könne er uns sein Auto nicht zumuten. Das ist schon ok so. Ich sage ja auch immer: Das Auge fährt mit!

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The Whisky-Trail, Part 1

In den letzten vierzehn Tagen setzte doch allmählich etwas Betriebsamkeit ein. Und das wurde auch Zeit, denn morgen soll es ja losgehen. Andererseits muss man nicht immer gleich so eine Hektik verbreiten. Wir hatten die Idee immerhin schon vor mehreren Jahren. Sie reifte langsam (wie eben auch ein guter Whisky) … aber ich sehe schon, dass ich kurz die Vorgeschichte erklären muss. Vor einigen Jahren äußerte jemand auf einer Whiskyverkostung, man sollte eigentlich auch selbst einmal dahin fahren, wo das ganze gute Zeug herkommt. Nach Schottland eben. Alle Anwesenden fanden diese Idee richtig gut. Und das war’s zunächst. Jahre vergingen.…

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