Mauereidechsen in Dresden

Eigentlich dürften Mauereidechsen (Podarcis muralis) in Sachsen überhaupt nicht vorkommen. Man findet diese wärmeliebenden Echsen hauptsächlich am Mittelmeer. In nördlicher Richtung breiteten sie sich etwa bis nach Ungarn und in die Slowakei aus, westlich der Alpen gelangten sie bis nach Südwestdeutschland. Ob irgendwann einem Dresdner Terrarianer einige Tiere entwischten oder ob bei einem Warentransport aus Italien ein paar Eidechsen mit in einer Kiste saßen, wird sich wohl kaum noch klären lassen, aber Mauereidechsen leben in Dresden schon lange im Bereich der Grundstraße. Untersuchungen ergaben, dass die Tiere ursprünglich aus Italien stammten und der Unterart Podarcis muralis nigriventris angehören. Erstmalig von…

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Geht das jetzt wieder los?

Kommen nun in diesem Blog wieder jeden Tag Bilder von irgendwelchem Viehzeug? Na, jeden Tag vielleicht nicht gleich, aber es wird sich gelegentlich nicht ganz vermeiden lassen. Heute ist wunderbares Wetter (Regen), also musste ich früh sofort hinaus. Heute steckte ich im Gegensatz zu gestern sogar die Speicherkarte in die Kamera, was beim Fotografieren nicht ganz nebensächlich ist … Zur Zeit sind meine Lieblingstiere wieder unterwegs:  

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Herpetologie: Echsen Zyperns

Im Oktober 2010 war ich erstmalig auf Zypern. Da ich immer auch an der Herpetofauna interessiert bin, hatte ich diesmal vorsorglich Literatur für die Bestimmung der Tierarten mitgenommen: „Lurche und Kriechtiere Europas“ – ein Buch, welches 1985 in der DDR erschien. DDR-Bürgern ein Buch zur Bestimmung von Tierarten aus ganz Europa zu verkaufen, obwohl sie in dieses gesamte Europa nie reisen können würden … im Nachhinein irgendwie lustig! Ich fragte mich auch, wie die Autoren eigentlich die Herkunftsorte herausbekommen hatten, wenn sie doch selbst nie diese Regionen bereisen konnten? Zufälligerweise traf in einen der Autoren später im Jugend-Öko-Haus und fragte…

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Herpetologie: Exkursion Lausitz

Gestern fuhr ich mit zur Jahresexkursion der DGHT-Stadtgruppe Dresden. Das Ziel war die Lausitz. Das klingt vielleicht nicht besonders exotisch, aber Naturfreunde wissen, dass die Lausitz eine sehr artenreiche Gegend und immer einen Besuch wert ist. Auf dem Programm standen mehrere Teichgebiete. Ganz nebenbei widmeten wir uns auch diesmal wieder einigen kulturellen Erscheinungen am Wegesrand, beispielsweise der Wallfahrtskirche in Rosenthal. Hier gibt es eine Quelle, deren Wasser heilsame Wirkungen für die Augen nachgesagt wird. Da ich bekennender Ungläubiger bin, lehnte ich es ab, mir trotzdem „nur mal so aus Spaß“ die Augen zu benetzen – von wegen „man weiß ja…

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Herpetologie: Wechselkröte

Wie sieht’s im Biotop aus? Teilweise ganz gut, teilweise auch nicht. In den zuletzt neu entdeckten Pfützen sind die zahlreichen Larven sehr gewachsen: (anklicken zum Vergrößern) Im altbekannten Gewässer war dagegen nichts mehr zu sehen. Nur zwei einzelne Larven konnte ich nach intensiver Suche noch finden. Woran kann das liegen? Die Metamorphose können sie nicht schon abgeschlossen haben – so schnell geht das nun auch wieder nicht. Außerdem hätte ich dann an Land unter herumliegenden Brettern, Steinen u.ä. irgendwo Jungtiere finden müssen. Haben sich Fressfeinde über die Tiere hergemacht? Fische waren keine im Wasser, dafür aber eine kleine Rückenschwimmerart. Allerdings…

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Herpetologie: Teichmolch

Angesichts des für diese Jahreszeit unerwarteten Wetters (Sonne? Und das Anfang Juni ?) ein kleiner Tipp für Dresdner, die noch nie einen Molch in freier Natur gesehen haben: Im Botanischen Garten kann man zurzeit Teichmolche beobachten. Gleich hinter dem Eingang links im ersten Teich. In den nächsten Wochen wird man die Weibchen beim Eierlegen beobachten können und in 2-3 Monaten – wenn man genau hinschaut – größere Larven. Es ist eigentlich umstritten, konkrete Fundorte geschützter Tierarten zu veröffentlichen. Der Hintergedanke dabei ist: Dann werden die wenigen Tiere möglicherweise noch weggefangen. Aber ich denke, bei diesem Fall kann man einmal eine Ausnahme machen, da es…

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Herpetologie: Wechselkröte

Wie ist der Stand im kürzlich besuchten Biotop? Sehr gut. Das Wetter war ja aus unserer Sicht in den letzten Wochen schlecht (Regen, wenig Sonne) – deshalb war es gut für die Tiere, denn es steht noch genügend Wasser im Laichgewässer. Den Larven geht es bestens, allerdings sind sie wegen der Kälte auch kaum gewachsen. Schön ist, dass ich heute sogar noch weitere Laichgewässer in der Umgebung fand. Da es sich dabei wieder um zwei wirklich sehr flache Pfützen handelte, bekam ich den Verdacht, dass es vielleicht sogar Kreuzkröten statt Wechselkröten gewesen sein könnten, die hier Eier gelegt hatten. Denn…

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Herpetologie: Blindschleichen

Als ich heute bei meinem Hobby vorsichtig einen Steinhaufen auseinandernahm, um an die ganz tiefen Giersch-Triebe heranzukommen, fand ich auch zwei  Blindschleichen. Und das zeigt wieder, dass es durchaus Sinn hat, kleinere Steinhaufen oder ähnliches anzulegen, weil so Versteckplätze für diese Tiere entstehen. Wie man auf dem unteren Bild sieht, haben beide Tiere ihre Schwänze bereits eingebüßt. Wahrscheinlich waren das wieder die Nachbarskatzen, diese niedlichen, herzallerliebsten … Mistviecher!

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Herpetologie: Wechselkröte

Deutlich seltener als Erdkröten findet man die Wechselkröte im Elbtal. Hier, im Umfeld einer Kiesgrube, laichten die Tiere in den letzten Jahren immer nur in dieser flachen Pfütze: Leider trocknete diese in den letzten  beiden Jahren aus, bevor die Larven sich umwandeln konnten. Und vor drei Jahren schwammen plötzlich junge Hechte mit im Wasser herum. Da ich nicht jeden Tag Zeit für Exkursionen hatte, kam ich erst nach einigen Tagen wieder dahin. Mein Plan war eigentlich, die verbliebenen Kaulquappen vor den Fischen zu retten, aber es war bereits zu spät: Nachdem die Hechte alle Larven gefressen hatten begannen sie, sich gegenseitig…

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