PRISM: Was können NSA & Co konkret von uns lesen?

Können die wirklich auf alles zugreifen? Ich habe ja hier oft die Tendenz, dass ich behaupte, aktuelle Aufreger seien nur halb so schlimm. Das will ich bei dem aktuellen Thema PRISM nicht tun, denn Geheim- bzw. Nachrichtendiensten traue ich eine Menge zu (auch wenn der Dilettantismus des Verfassungsschutzes rund um das Thema NSU anderes vermuten lässt). Und auch wenn unsere Kommunikation eigentlich schon seit Jahren durch das Echelon-System abgehört wird und PRISM insofern nichts Neues ist, kann man daraus nicht die Konsequenz ziehen, dann sei es ja nicht weiter erwähnenswert. Aber was mich seit Bekanntwerden der Geschichte beschäftigt, ist die technische…

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Meldegesetz: Bitte noch mehr Paranoia!

Wenn der Bundesrat heute tatsächlich die jüngste  Änderung des Meldegesetzes empfiehlt, wäre das eine absolute Katastrophe! Denn dann müssten wir Internetnutzer plötzlich bisher völlig unbekannte Dinge tun: Wir müssten überall erst sogenannte „Nutzungsbedingungen“ lesen, bevor wir wie gewohnt unsere Adressdaten überall in Online-Formulare eingeben. Und wir müssten sogar über mögliche Haken nachdenken, die solche Eingaben zur Folge haben könnten. Wie soll man als normaler Internetnutzer da noch zurechtkommen? Bisher sieht die allgemeine Herangehensweise bekanntlich so aus, dass man von allen Leuten hört: „Im Internet sollte man immer überall seine Daten angeben. Zumindest, wenn da etwas von ‚Schnäppchen‘, ‚billig‘ oder ‚Gewinnspiel‘…

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Der Umgang mit Meldedaten in der Sächsischen Praxis

Die Panik im Internet zum Thema „Die Bundesregierung will unsere Adressdaten verkaufen!“ ist anscheinend endgültig verebbt. Da man ungern schöne Gewohnheiten aufgibt, regt man sich natürlich nahtlos anhand anderer Themen über „Die da oben“ auf, aber so geht es halt zu im web 2.0. Ich habe immer öfter das Gefühl, dass man bei jedem neuen Thema vielleicht erst einmal eine Woche verstreichen lassen sollte, bevor man sich gleich reflexartig dazu äußert. In der Zeit könnte man sich noch einmal genauer mit dem Thema befassen … aber dann interessiert es freilich auch niemanden mehr. Ich möchte mich trotzdem noch einmal diesem…

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Gar nicht so neu: Handel von Meldeämtern mit Bürgerdaten

Gestern herrschte wieder große Aufregung im Netz: Das „Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens“ (MeldFortG) der Bundesregierung soll es Meldeämtern erlauben, Daten der Bürger zu verkaufen. Logischerweise lehnen das nahezu alle ab. Wenn man die vielen Kommentare auf Google+ und Facebook zum neuen Melderecht überfliegt, zeigt sich leider: All diese Leute haben lediglich bis heute nie bemerkt, dass es das schon lange gibt. Die Kommunen verkaufen schon seit Jahren Daten wie Namen, Titel und Anschrift an Firmen, z.B. an Direktmarketingunternehmen. Das weiß nur kaum jemand, denn diese Information wird alles andere als mit großem Aufwand an uns Bürger übermittelt. Wenn man allerdings…

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Aktion „Gläsernes Schulkind“

Ein seltsamer Fall von nicht vorhandenem Datenschutz liegt der heutigen „Sächsischen Zeitung“ bei: In der Beilage wurden anlässlich des Schulanfanges von allen Dresdner Grundschulen die Fotos (als Gruppenbild) mit allen neuen Schulkindern veröffentlicht. Und das auch noch mit deren kompletten Namen. Nun weiß ich, dass der Nachbarsjunge einen anderen Nachnamen hat, als bisher gedacht. Ich neige nicht zu Paranoja, aber: Dürfen die das? Immerhin wird bei jeder Kleinigkeit nach Datenschutz gerufen, aber hier sieht man sogar, wer alles in die „Schule zur Lernförderung“ gekommen ist. Immerhin wird beim Anschauen des Bildes der „Schule für Hörgeschädigte“ nun manchen Lesern klar werden, warum deren Nachbarskind auf Rufe wie…

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