Arbeit und Soziales

Am letzten Sonntag konnte ich mich endlich einmal diesem dringenden PC-Problem widmen. Immer wieder hatten mich Nutzer darauf angesprochen: „Du, Frank, der Computer ist schon wieder abgestürzt!“ Ich fragte in solchen Fällen stets spitzfindig: „Wie jetzt – abgestürzt? Hängt ein Programm? Bewegt sich die Maus nicht mehr? War ein blauer Bildschirm mit vielen Zeichen zu sehen? Hat er sich ganz ausgeschaltet?“ Ja, das ist fies von mir, immer mein Fachwissen so vor mir her zu tragen und darauf zu verweisen, Absturz sei nicht gleich Absturz. Aber die Leute sagten dann stets, nein, er sei eben richtig, komplett abgestürzt. Hardwaremäßig. Jedesmal,…

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„Achtung, Gefahrenstelle“,

sagte das Navi mit der Frauenstimme. Ich denke, dass Navigationsgeräte vorrangig deshalb mit Frauenstimmen bestückt werden, weil Männer bekanntlich Frauen nicht zuhören. Insofern fällt es Autofahrern dann leichter, dieses dauernde nervtötende Hereingerede auszublenden. Aber das mit der Gefahrenstelle hörte ich dann doch. Welche Gefahrenstelle? Ach so – ein Blitzgerät! Meine Güte, was diese modernen Geräte alles kennen. Einen Blitzer als Gefahrenstelle zu bezeichnen, ist auch eine schöne Umschreibung, dachte ich noch, aber es ist schon was dran, wenn dort alle so panisch die Bremse durchtreten. Doch dann – 300 Meter weiter – stockte mir echt der Atem. Was war denn…

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In eigener Sache

„Bist du das, Frank?“, fragte Katja. Na sicher – wer soll ich denn sonst sein? Frechheit, sowas … Auch dieser Nachbar vorhin (als ich mich mit dem Fahrrad auf den Weg zur Arbeit machte) tat so, als würde er mich nicht kennen. Die tun ja, als hätte ich mich sonstwie verändert. Man kann doch wenigstens normal grüßen! Das ist einfach eine Frage der Höflichkeit. Immerhin gibt es auch positive Ausnahmen. Harald hat mir vorhin, als ich die Dornblüthstraße entlang radelte, sofort zu gewunken. Ich wollte mich eigentlich nur entschuldigen, weil ich hier schon seit Wochen nichts mehr veröffentlicht habe. Das…

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Das muss ordentlich gebloggt werden …

… rief Alex vor wenigen Minuten begeistert. Na gut, von mir aus. Ich kann ihn verstehen, denn die soeben vollzogene Veränderung bedeutet für ihn natürlich eine gewaltige Verbesserung. Und das kam so … Wie bitte? Nicht „muss ordentlich gebloggt werden“, sondern das müsse „ordentlich begossen werden“? Ach so. Blöde Kopfhörer! Ja, dann tut es mir leid für die Leser, aber dann gehört das auch nicht hierher.

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Peinlich, peinlich …

Dass die Welt nicht erkennbar ist, haben wir bereits in der Schule gelernt. Allerdings darf man sich nicht dauernd mit diesem Spruch herausreden, wenn neue ungeklärte Phänomene auftreten. Im Gegenteil sollte man froh sein, wenn man auch weiterhin mit kniffligen Problemen konfrontiert wird, weil man dadurch geistig aktiv bleibt. Heute Morgen betrat einer unserer Studionutzer mein Zimmer und sah etwas erzürnt aus. Wegen der gleich folgenden Dinge gebe ich seinen Namen nicht an – nennen wir ihn mal D. – das muss reichen. D. ist einer unserer älteren Nutzer, eigentlich gehört er noch zur Erstausstattung (er sollte längst eine Inventarnummer…

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Elektronikschrott …

… lässt sich am besten entsorgen, indem man ihn im Eingangsbereich hinstellt. Wichtig ist, dass es bereit steht, wenn nachmittags die Jugendredaktion kommt. Ein Schild „Bitte stehen lassen!“ beschleunigt den Entsorgungs-Prozess dabei enorm. Wegen der Finanzkrise müssen immer mehr Jugendliche auf illegalen Müllkippen nach Dingen suchen, die sich vielleicht noch bei Ebay verticken lassen.

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Technik, die begeistert

Einige haben sich wahrscheinlich bereits gefragt, warum im Fernsehstudio nun so plötzlich und dringend dieser neue Flachbildschirm angeschafft wurde? War der vorhandene Beamer nicht mehr gut genug? Es ist einfach so, dass viele Studionutzer immer wieder bemängelt hatten, man würfe vor dem Beamer mit dem eigenen Körper einen Schatten auf wichtige Bildpartien und könne sehr häufig den Ball nicht sehen. Solchen unzumutbaren Bedingungen konnten wir einfach nicht länger tatenlos zusehen! Den Balken über Mirko Bergners Gesicht musste ich nachträglich noch einfügen, weil ihm wichtig ist, anonym zu bleiben. Das ist wegen seiner Nachbarn, denn die haben sich bei ihm in…

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Auftragsblog

„Hähähä, das musste mal in deinem Blog schreiben“, meinte Harald, als wir heute diverse Ereignisse beim Nachmittags-Sekt feierten. Ich kann solche im Suff geforderten Auftragsarbeiten aber eigentlich nicht leiden und wollte schon sagen, nee, ich blogg’s ni’!, aber dann fiel mir gleich wieder ein, dass wir schon als Kinder oft sagten: „Ich blogg’s ni’!“, und dass wir insofern schon damals unserer Zeit gewaltig voraus waren, denn damals gab es noch gar keine Blogs. Und insofern wiederum war die Bemerkung damals auch völlig korrekt, etwas nicht zu tun, was ohnehin nicht noch nicht möglich war. Und noch wiederumer war uns damals…

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DDR-Technik

Es war schon ein ungewöhnlicher Auftrag, mit dem man heute an uns herantrat: Im Sächsischen Landtag drei Abhöreinrichtungen zu installieren. Eigentlich nicht unsere Aufgabe, aber nach der Beratung beschlossen wir, dass wir für Geld bekanntlich alles machen – ja gut, außer sauber – und so übernahmen wir es. Dann stellte sich heraus, dass gar kein Geld fließen würde, aber es war ja wenigstens für einen guten Zweck. Wichtig sei, so wurde uns erklärt, dass man die Abhöranlagen sofort gut als solche erkennen könne. Nicht dass die Leute noch daran vorbei laufen. Schließlich sollen sie sich die bei uns im Rahmen…

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Rätselhafte Studioelektronik

Eine schöne Beobachtung, die man beim morgendlichen Rundgang in unserem Studio regelmäßig machen kann: Da hat wieder ein Experte ausgetüftelte Equalizer-Einstellungen an den Mikrofonkanälen hinterlassen. An den linken 3 Kanälen kann man es sehr schön sehen. Höhen, Mitten und Bässe sind angehoben, bei den nächsten 2 Kanälen sind seltsamerweise noch die Standardeinstellungen. Da hat offensichtlich wieder jemand genau gewusst, was er tut. Nun ist es nur dummerweise so, dass man am Equalizer zwar Frequenzkanäle abgleichen kann, allerdings ergibt das nur einen Sinn, wenn man sie gegeneinander ausgleicht. Wenn man alle gemeinsam anhebt (und dann auch noch wie hier um etwa…

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