Liebes Tagebuch,

ein Problem, welches wir seit langem vor uns herschieben, ist die Frage nach dem angemessenen Dienstwagen für jeden SAEK- Angestellten. Oder nach dem artgerechten. Gar nicht so einfach: Mercedes beispielsweise ist ja was für Leute ohne Fantasie. Denn jeder, der Geld hat und das zeigen will, macht das normalerweise mit einem Mercedes. Wer wirklich Stil hat, kauft sich doch eher einen Trabant, denn das ist im Unterhalt bestimmt viel teurer. Trabant fällt für uns aber auch aus, schließlich ist es unter unserem Niveau, durch Äußerlichkeiten auffallen zu wollen. Lambortschieni wäre noch interessant gewesen, aber da wussten wir nicht, wie man’s…

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Liebes Tagebuch,

„Oh Gott…“, stöhnte Jørgen, als er auf den PC- Bildschirm starrte. „Was? Hat ER sich etwa gezeigt?“, fragte ich voller Ergriffenheit, „… ist das pixelig!“, beendete Jørgen seinen Satz. Schade. Es hätte meine Theorie bestätigt, daß der Herr sich in jedem Zeitalter auf angemessene Weise zu erkennen gibt. Und warum nicht auch etwas pixelig, wenn es der Sache dient. In den alten Schriften ist ja nirgends was über dpi- Zahlen vermerkt. Meiner Überlegung zufolge müsste dem Wesen Gottes auch eine unendliche Auflösung entsprechen, was freilich gewisse Speicherprobleme ergibt, die sich aber in einem unendlichen Weltall bewältigen lassen sollten. Mal sehen,…

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Liebes Tagebuch,

als es heute früh klingelte, waren wir ziemlich verblüfft: Der Frühling stand vor der Tür! Unser erster Gedanke lautete: Peinlich – da kommt schon mal jemand zu Besuch und dann haben wir nicht mal Bier im Haus! Beim genaueren Hingucken erkannten wir aber, dass es doch nicht der Frühling war. Es war der Mann vom UPS. Jedenfalls erinnerte es uns daran, dass unsere aktuelle Versuchsstaffel „Wieviel Ungemach erträgt die gesunde Büropflanze?“ jedes Jahr im März zu Ende geht. Wie unsere Ergebnisse zeigten, ist unser Grünzeug erstaunlich resistent gegen Staubschichten, Lichtmangel, unregelbare Heizungen und gegen Wassermangel ja sowieso. Heute gab es…

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Liebes Tagebuch,

in einigen Nebenarmen des Internets scheint es sich noch gar nicht herumgesprochen zu haben, dass der SAEK inzwischen auch eine eigene Fußballmannschaft hat. Um den wilden Gerüchten ein Ende zu bereiten: Es ist in der Tat so, bzw. in der Sporthalle. Inzwischen spielt die halbe PROfeel- Besatzung mit, alle Praktikanten, Jørgen, Uwe und unser guter alter Wolle. Seitdem er mit Wim Wenders ausgemacht hat, dass der sich mal seine Animation durchdenkt (ist wirklich so!), liest er ständig Bücher von und über Wenders. Aber zurück zum Thema. Ich meine, es ist nichts ungewöhnliches, dass ein expandierendes Unternehmen wie wir auch den…

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Liebes Tagebuch,

Uwe ist zur Zeit nicht bei uns, er hat nämlich ein Kind bekommen. Nee. Ich glaube, es war seine Freundin, die es bekam, aber er hatte auch irgendwas damit zu tun. Nun gibt es ja in Deutschland glücklicherweise noch sowas wie Datenschutz, welcher u.a. verhindert, dass solche privaten Dinge im Internet breitgetratscht werden. Schon deshalb werde ich hier nichts weiter dazu sagen. Geht ja auch niemanden was an. Nur noch soviel: Es ist kein Junge. Sie hat insgesamt drei Namen, was für die spätere Erziehung viel Variationsmöglichkeiten bietet. Harald kann seine Tochter immer nur mit einem Namen anschnautzen, mir geht…

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Liebes Tagebuch,

Als Uwe heute das Büro betrat, musste er sich einiges anhören. „Versager!“ war noch das netteste. Er hatte sich bei der „Videus“- Planung mächtig vertan. Wie in der Zeitung zu lesen war, ist die Unterkunft in Großhennersdorf gestern Nacht abgebrannt. Das hätte er schon berücksichtigen sollen. Soviel Weitsicht muss man in unserem Metier einfach haben. Ok., ich habe mich auch vertan. In meinem temp- Beitrag über die Anima hätte ich ruhig vorausschauend erzählen können, dass die ganze Jugendkunstschule geschlossen werden soll. In exakt 4 Monaten. Stand heute ebenfalls in der Zeitung. Klingt nach einer sehr spontanen Entscheidung im Jugendamt. Der…

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Liebes Tagebuch,

wie man sieht, lässt sich der technische Fortschritt nicht aufhalten. Harald brachte noch eine Mikrowelle mit (angesichts ihrer Grösse eher eine Makrowelle). Sie läuft mit Linux und ist daher extrem absturzsicher. Wenn wir nun noch einen Geschirrspüler auftreiben, brauchen wir keine Praktikanten mehr. Ja, was gibt’s sonst noch? Wir haben zufälligerweise eine neue Praktikantin (Claudia), Jørgen hatte 40sten Geburtstag – das war aber schon letzte Woche. Eigentlich war heute absolut nichts los. Uwe sieht das bestimmt anders, er konzipiert den ganzen Tag „Videus“. Dabei geschehen aber keine farbenprächtigen Ereignisse, die sich in schwelgenden Tönen schildern liessen. Ja, tut mir leid.…

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Liebes Tagebuch,

heute waren wir unterwegs in Richtung Zittau. Wir besuchten Großhennersdorf, wo eine der Stationen von unserem Mediencamp stattfinden soll. Wie ich feststellte, war ich schon mal dort, zufälligerweise auch in einem Mediencamp (wir sagten damals noch „Ferienlager“ dazu). Zufälligerweise auch exakt in derselben Jahreszeit, denn wir haben gerade Winterferien. Es ist interessant, wie sich auch solche Bezeichnungen ändern. In Großhennersdorf fand gerade wieder ein Camp statt (ebenfalls mit Tschechen, Deutschen und Polen, ebenfalls mit Video). Ich hörte dort die Bezeichnung „workcamp“. In vielen Ländern ist das angeblich eine normale Bezeichnung, allerdings nicht in Deutschland: Wenn man es übersetzt, wird es…

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Liebes Tagebuch,

Wehmut breitet sich aus im SAEK. Wolle wird bald seltener hier sein, denn Harald hat ihm in seiner brutalen Art ein Ultimatum gestellt, bis wann seine Holland- Produktion endlich fertig sein müsse. Gut – über so ein Ultimatum kann man ja immer noch mal reden, aber Wolle wirkt seitdem leicht gehetzt. Ertwähnte ich schon, dass wir nun einen wahnsinnig breitbandigen Internetzugang haben? Ich habe in meiner netten Art einen Rechner für alle eingerichtet, auf dem nun alle SAEK- Nutzer der Trendsportart extrem- internet- rumhänging nachgehen können. Aus Sicherheitsgründen habe ich natürlich alle websites gesperrt, die außer Text noch andere Inhalte…

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Liebes Tagebuch,

da Jørgen den ganzen Monat in Afrika ist, teilten Harald & ich uns in die Betreuung von PRO feel. Ich mit der Erkenntnis, dass es da anscheinend kaum noch was zu betreuen gibt, weil es ziemlich gut von allein läuft. Lediglich die Technik- Planung machen wir noch zusammen. So erfuhr ich auch, dass es wieder mal einen neuen Chefredakteur gibt, bzw. diesmal gleich 2: Thomas & Thomas (Mende & Siegel). Oder Thomas2. Schade ist natürlich, dass der Vorgänger der eifrigste Leser meines Tagebuchs war. Jeden Autor schmerzt es, solche Leute zu verlieren. Auf diesem Wege also noch: Stefan, das tut…

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