Straßenmusiker dürfen in Dresden nur zwei Mal pro Woche auftreten

„Seit Anfang August brauchen Straßenmusiker eine behördliche Genehmigung, wenn sie auf Straßen und Plätzen spielen wollen. (…) Für eine Genehmigung müssen die Künstler 5 Euro pro Tag berappen, maximal zwei Mal pro Woche dürfen sie auftreten.“ So stand es kürzlich in der DNN und ich hatte den Verdacht, dass hier jemand vielleicht zu oberflächlich recherchiert hätte, denn in der städtischen Bestimmung heißt es nur: „jede Musikerin/jeder Musiker, jede Künstlerin/jeder Künstler, jede Musikgruppe/Künstlergruppe kann nur zweimal wöchentlich berücksichtigt werden“ Das ist vielleicht nur etwas unglücklich formuliert, aber „kann berücksichtigt werden“ ist etwas anderes als „darf auftreten“. Es kann auch bedeuten, dass man pro …

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Warum Dresdens Straßenmusiker zahlen sollen

Welche Gründe treiben eine Stadtverwaltung dazu, für Straßenmusik plötzlich Gebühren zu erheben? Immerhin steht wohl kein Beamter früh auf und beschließt spontan: Heute verbiete ich mal etwas … vielleicht etwas kulturelles? Manche Beschlüsse wirken zwar durchaus, als wären sie so entstanden, aber wie kam es in Dresden zu der aktuellen Entscheidung? Seit zwei Tagen hagelt es Kritik an der Entscheidung der Dresdner Stadtverwaltung, dass Straßenmusik und Straßenkunst in der Innenstadt künftig genehmigungspflichtig sein soll. 25€ pro Woche soll die Auftrittsgenehmigung künftig kosten, mit ihr verbunden sind verschiedene Auflagen und Verbote. Niemand findet das gut und in der morgigen Stadtratssitzung wollen …

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Wachwitzgrund für Durchfahrt nach Pappritz gesperrt

Heute erblickte ich erstmalig diesen höchst erfreulichen Anblick: Man hat die Brücke erneuert und zwar so, dass sie nun schmaler ist. Auch wenn sie nicht besonders toll aussieht, ist das trotzdem sehr gut. Denn bisher war sie breit genug, so dass auch Autos darüber fahren konnten. Und das nutzten bisher immer erstaunlich viele Vollid sympathische Mitmenschen, um so einige Meter zu sparen, wenn sie von der Pillnitzer Landstraße aus nach Pappritz hoch wollten. Diese Verbindung war zwar schon immer nur ein (teilweise sehr holperiger) Waldweg, aber egal – man musste ja trotzdem da entlang! Nun gibt es endgültig keine Verbindung …

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Wie geht es weiter mit dem Dresdner Elberadweg?

Im Kulturrathaus fand am 11.10.2012 eine Bürgerversammlung statt, in der man sich über den Ausbau des Elberadwegs informieren konnte. Es ging um den Stand, die Probleme und um die Zustände der vorhandenen Baustellen. Anwesend waren Bürgermeister Jörn Marx (CDU), der Amtsleiter des Straßen- und Tiefbauamtes Reinhard Koettnitz, Dresdens Fahrradbeauftragte Nora Ludwig und Stefan Szuggat, der Leiter des Stadtplanungsamtes. Um das Wichtigste gleich vorweg zu nehmen: Wann geht’s denn nun endlich los mit dem Ausbau der Problemstellen? Gibt es halbwegs verbindliche Termine? Nun ja … so einigermaßen konkrete Termine … das ist sehr kompliziert. Mit anderen Worten: Es kann alles noch …

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Drastisch steigende Folgekosten für die Waldschlösschenbrücke

Die Grünen beklagen in einer Pressemitteilung*, dass die Kosten für die Waldschlösschenbrücke „aus dem Ruder laufen“. Wenn man so etwas liest, denkt man ganz automatisch, dass ausgerechnet die Grünen bei Kritik dieser Art besser sehr still sein sollten. Denn dass sich die Kosten für unsere berühmte Brücke deutlich erhöht haben, liegt u.a. auch an diversen Verzögerungsmaßnahmen, die ihren Ursprung im grünen Milieu haben. Zugegebenermaßen zwar weniger bei der Partei „Bündnis 90/ Die Grünen“, sondern mehr bei dem Umweltschutz-Verein „GRÜNE LIGA e.V.“, aber beide Organisationen werden wohl schlecht behaupten können, dass sie gar nichts miteinander zu tun haben. (*Die man leider …

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Energiewende: Dresden wird unabhängig von fossilen Brennstoffen. Ganz bestimmt.

„Grüne planen Windräder in der Heide“ – darüber konnten Leser der Sächsischen Zeitung vor zwei Wochen staunen. „Die Partei legt eine lokale Studie für die Energiewende vor. Vor unpopulären Projekten schreckt sie nicht zurück.“ (1) Die parlamentarischen Spielregeln schreiben bekanntlich reflexartige Proteste bei Äußerungen der Opposition vor, deshalb protestierte die CDU erwartungsgemäß, das ginge ja gar nicht, hier quasi die Heide kaputtmachen zu wollen. Da ich es aber grundsätzlich immer gut finde, wenn man die eigene Positionen auch einmal überdenkt und sogar den Mut zu unpopulären Maßnahmen hat, beschäftigte ich mich etwas genauer mit dieser Sache. Die Grünen haben also …

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Kein freies WLAN in Dresden. Und warum auch?

Also, nicht dass ich etwas gegen ein frei nutzbares WLAN im gesamten Stadtgebiet hätte! Das wäre gelegentlich durchaus praktisch. Aber ich komme damit zurecht, dass gestern in der Stadtratssitzung abgelehnt wurde, ein freies und kostenloses WLAN im gesamten Stadtgebiet einzurichten. Dass ich diese Ablehnung akzeptiere, hat nichts damit zu tun, dass dieser Antrag von einer Fraktion kam, die ich vielleicht nicht leiden kann. Meine Einwände würde ich auch äußern, wenn derselbe Vorschlag von einem x-beliebigen Bekannten gekommen wäre. Der Antrag kam übrigens von DIE LINKE. Die Begründung für den Antrag (siehe Nachtrag) klingt zunächst sehr engagiert und nachvollziehbar. Aber man …

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Die Konsequenz der Rostocker Rede Gauck’s auf die Blockaden am 13. Februar in Dresden

Seit Jahren verfällt man in Dresden pünktlich vor jedem 13. Februar in dieselbe Diskussion: Darf man eine angemeldete Demonstration von Rechtsextremen blockieren? Vom Gefühl her schon, von der Rechtslage her nein. Durch die Rede, die Bundespräsident Gauck bei der Gedenkveranstaltung zum 20. Jahrestag der ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Rostock-Lichtenhagen hielt, könnten Blockierer sich ab sofort auf ihn beziehen, denn er sagte: „Allen Rechtsextremisten und Nationalisten, all jenen, die unsere Demokratie verachten und bekämpfen, sagen wir: Wir fürchten euch nicht – wo ihr auftretet, werden wir euch im Wege stehen: In jedem Ort, in jedem Land, im ganzen Staat.“ Diese Aufforderung, sich …

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Dresden: Hotel sperrt Brautpaar aus

In Wachwitz am Dresdner Elbhang ist ausnahmsweise einmal etwas passiert! Normalerweise passiert hier fast nie etwas, aber diesmal kam es gleich ganz knallhart: Unter der Überschrift „Hotel sperrt Brautpaar in Hochzeitsnacht aus“ steht heute in der Sächsischen Zeitung ein ausführlicherer Artikel dazu (leider nur in der Printausgabe und online hinter der Bezahlschranke). Die Kurzfassung: Ein Brautpaar hatte im Gare de la Lune Hochzeit gefeiert und dafür nebenan im Hotel Elbterasse Wachwitz ein Zimmer gebucht. Den Schlüssel für ihr Zimmer hinterließen sie an der Rezeption, damit er nicht verloren gehen konnte. Als die Feier früh um 4 Uhr zu Ende war, …

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Wikileaks im Kleinen: Die Dresdner Unterwasseroper „AquAria_PALAOA“

Ursprünglich wollte ich zu dem Thema meine Klappe halten, denn man muss ja nicht über jede Kleinigkeit immer sofort etwas schreiben (und ich habe jetzt zu einigen Themen nichts geschrieben – bei mir war sozusagen Sommerpause). Da die Dresdner Unterwasseroper, die im Rahmen von ORNÖ aufgeführt wurde, aber ohnehin schlechte Kritiken erhielt, kann ich nun noch eine Kleinigkeit draufsetzen und eine Episode aus der Vorgeschichte schildern. Hier übrigens drei Beispiele für Kritiken, aufsteigend in Richtung Komplett-Verriss: DNN – „Nach Unterwasseroper in Dresden: Intendant der ORNÖ-Reihe zeigt sich selbstkritisch“,  Musik in Dresden – „Stummfilm mit Blub“, BR Klassik „Unterwasseroper in Dresden“) Wenige …

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