Liebes Tagebuch,

Als Uwe heute das Büro betrat, musste er sich einiges anhören. „Versager!“ war noch das netteste. Er hatte sich bei der „Videus“- Planung mächtig vertan. Wie in der Zeitung zu lesen war, ist die Unterkunft in Großhennersdorf gestern Nacht abgebrannt. Das hätte er schon berücksichtigen sollen. Soviel Weitsicht muss man in unserem Metier einfach haben. Ok., ich habe mich auch vertan. In meinem temp- Beitrag über die Anima hätte ich ruhig vorausschauend erzählen können, dass die ganze Jugendkunstschule geschlossen werden soll. In exakt 4 Monaten. Stand heute ebenfalls in der Zeitung. Klingt nach einer sehr spontanen Entscheidung im Jugendamt. Der …

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Liebes Tagebuch,

wie man sieht, lässt sich der technische Fortschritt nicht aufhalten. Harald brachte noch eine Mikrowelle mit (angesichts ihrer Grösse eher eine Makrowelle). Sie läuft mit Linux und ist daher extrem absturzsicher. Wenn wir nun noch einen Geschirrspüler auftreiben, brauchen wir keine Praktikanten mehr. Ja, was gibt’s sonst noch? Wir haben zufälligerweise eine neue Praktikantin (Claudia), Jørgen hatte 40sten Geburtstag – das war aber schon letzte Woche. Eigentlich war heute absolut nichts los. Uwe sieht das bestimmt anders, er konzipiert den ganzen Tag „Videus“. Dabei geschehen aber keine farbenprächtigen Ereignisse, die sich in schwelgenden Tönen schildern liessen. Ja, tut mir leid. …

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Liebes Tagebuch,

heute waren wir unterwegs in Richtung Zittau. Wir besuchten Großhennersdorf, wo eine der Stationen von unserem Mediencamp stattfinden soll. Wie ich feststellte, war ich schon mal dort, zufälligerweise auch in einem Mediencamp (wir sagten damals noch „Ferienlager“ dazu). Zufälligerweise auch exakt in derselben Jahreszeit, denn wir haben gerade Winterferien. Es ist interessant, wie sich auch solche Bezeichnungen ändern. In Großhennersdorf fand gerade wieder ein Camp statt (ebenfalls mit Tschechen, Deutschen und Polen, ebenfalls mit Video). Ich hörte dort die Bezeichnung „workcamp“. In vielen Ländern ist das angeblich eine normale Bezeichnung, allerdings nicht in Deutschland: Wenn man es übersetzt, wird es …

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Liebes Tagebuch,

Wehmut breitet sich aus im SAEK. Wolle wird bald seltener hier sein, denn Harald hat ihm in seiner brutalen Art ein Ultimatum gestellt, bis wann seine Holland- Produktion endlich fertig sein müsse. Gut – über so ein Ultimatum kann man ja immer noch mal reden, aber Wolle wirkt seitdem leicht gehetzt. Ertwähnte ich schon, dass wir nun einen wahnsinnig breitbandigen Internetzugang haben? Ich habe in meiner netten Art einen Rechner für alle eingerichtet, auf dem nun alle SAEK- Nutzer der Trendsportart extrem- internet- rumhänging nachgehen können. Aus Sicherheitsgründen habe ich natürlich alle websites gesperrt, die außer Text noch andere Inhalte …

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Liebes Tagebuch,

da Jørgen den ganzen Monat in Afrika ist, teilten Harald & ich uns in die Betreuung von PRO feel. Ich mit der Erkenntnis, dass es da anscheinend kaum noch was zu betreuen gibt, weil es ziemlich gut von allein läuft. Lediglich die Technik- Planung machen wir noch zusammen. So erfuhr ich auch, dass es wieder mal einen neuen Chefredakteur gibt, bzw. diesmal gleich 2: Thomas & Thomas (Mende & Siegel). Oder Thomas2. Schade ist natürlich, dass der Vorgänger der eifrigste Leser meines Tagebuchs war. Jeden Autor schmerzt es, solche Leute zu verlieren. Auf diesem Wege also noch: Stefan, das tut …

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Liebes Tagebuch,

eine Sache ist eingetreten, die viele moderne Menschen größtenteils über Yahoo! oder msn erfuhren: Das neue Jahr hat begonnen. Na ja, gut, letztlich nichts besonderes. Wir wollten die erste Woche nutzen, um einige inventurmäßige Dinge zu klären – die Strichcode- Tattoos der Mitarbeiter erneuern, Bildschirmschoner waschen und so… und wir wollten in der Zeit keine Nutzer ins Studio lassen. Damit wir wirklich Ruhe hätten. Hm. Zumindest versucht haben wir’s. Es war letztlich so voll wie immer. Aber es waren wirklich alles nur Ausnahmen. Hier sieht man uns bei der ersten Vollversammlung des Jahres. Wir entwurfen gerade die Neujahrsansprache. Leider kamen …

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Liebes Tagebuch,

da das Jahr fast ‚rum ist, hatten wir wieder Kontakt mit dem zyklischen Naturschauspiel der Weihnachtswanderung. Die Weihnachtswanderung als solche streunt das ganze Jahr über durch die unendlichen Weiten der Galaxis, um dann – nur für wenige Tage – in unmittelbarer Erdnähe aufzutauchen. Dann müssen alle mit. Weihnachtswanderungen unterliegen – zumindest im Kollegenkreis – auch bestimmten Evolutionsgesetzen. Im ersten Jahr, wo sich neue Mitarbeiter kennenlernen („das Jahr, wo wir Kontakt aufnahmen“), da unternimmt man noch weite Wanderungen. Das Jahr darauf ist man schon realistischer und später geht man gleich in die Kneipe um die Ecke oder in die Döner- Bude. …

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Liebes Tagebuch,

hinter uns liegen verschiedene Tage, die so mehr oder weniger ereignisreich waren. Heike, die uns alle ziemlich in den Wahnsinn getrieben hatte, ist nun fertig mit ihrem, ja, äh … womit eigentlich? Auf jeden Fall hat sie alle verfügbaren Computer belegt und auf allen tolle Probleme entdeckt und uns alle mit diversen Fragen geistig wach gehalten. Das die Probleme mit dem Fakt zu tun hatten, dass sie auch von grundlegendsten Grundlagen absolut keine Ahnung hatte, ist nur eine unverschämte Unterstellung meinerseits. Immerhin revanchierte sie sich mit einer 1,5- Liter- Flasche Sekt und so ganz spontan fanden wir auch (nach ihrem …

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Liebes Tagebuch,

heute hatten wir schwere Probleme mit Viren. Plötzlich ratterte unser mail- Programm los und verschickte anklickbare Anhänge an alle jemals kontaktierten Leute. Der Vorteil einer solchen Angelegenheit ist natürlich, dass man gezwungen ist, wieder mal mit all diesen Menschen zu kommunizieren. Denn selbstverständlich erhielten wir von vielen Angeschriebenen Meldungen wie „… ihr habt einen Virus…“.Und von den anderen erhielten wir Antworten „… ich konnte euren Anhang einfach nicht öffnen, das war gar kein Text…“. Denen konnte ich sofort Re- Warnungen senden: „… nicht anklicken … Wurm Gone.A …. hier findet man ein Gegenmittel …“ und 10 min später nochmal „… …

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Liebes Tagebuch,

die Zusammenarbeit mit anderen SAEK’s nehmen wir ziemlich ernst. Wir reden ungern nur von gemeinsamen Aktionen, sondern wir tun auch was. Beispielsweise machte ich meine letzte 2001- Bestellung gemeinsam mit dem technischem Leiter des SAEK St. Benno. Als die Sendung bei mir eintraf, überlegte ich für einen Moment, ob das für ihn bestimmte Album „Björk – Selma Songs“ einfach für mich mit kopieren sollte? Ich schaute also im End User Licence Agreement (EULA) der CD nach, ob sich ein Passus wie „Der Hauptbenutzer der Software ist berechtigt, sich eine Kopie auf einem wechselbaren Datenträger oder in einem Netzwerk zu erstellen. …

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