5 Jahre Google+

So lange bin ich nun schon bei diesem sozialen Netzwerk. Allerdings fiel mir das nur auf, weil der Deutschlandfunk gestern dort verkündete, es nicht mehr nutzen zu wollen und ich dazu in einem Kommentar erwähnten wollte, ich sei „Google+-Nutzer der ersten Stunde“. Während ich das schrieb, sah ich bei mir im Blog nach, wann ich eigentlich dort einstieg. Gut, wenn man sich immer alles aufschreibt 🙂 . Fünf Jahre sind das nun schon … mein Fazit ist nach anfänglicher Begeisterung leider sehr zwiespältig. Ich überlegte in den letzten Monaten oft, mich selbst auch von Google+ zu verabschieden. Bei Diaspora bin ich schon …

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Jahresrückblick 2014: Feindbildentwicklung in der Netzkultur

Falls demnächst jemand unüberlegt sagen möchte, die Medien würden einseitig berichten, hier meine Warnung: Vorsicht, damit ist man praktisch schon ein Nazi! Oder falls jemand der Meinung ist, man solle zur Vermeidung internationaler Konflikte auf Verständigung statt Konfrontation zu setzen – auch falsch! Mit einer solchen Einstellung macht man gemeinsame Sache mit Reichsbürgern und Verschwörungstheoretikern und ist somit eigentlich auch schon ein Rechter. Und falls jemand denkt, jetzt übertreibt er aber, der Frank – nein, gar nicht. Die Entwicklung der politisch korrekten Argumentation ging in den letzten Monaten in exakt solche Richtungen. Das vergangene Jahr hat verblüffende neue Entwicklungen hervorgebracht, …

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Tutorial: Google Maps einbetten mit der neuen Webversion

Als Google seinen Kartendienst im vergangenen Jahr auf eine modernisierte Ansicht umstellte, blieb die Kritik nicht aus: Wohin ist die Funktion verschwunden, eine Karte als Link zu versenden, wo finde ich die Druckfunktion, fragten sich bald viele Nutzer. (Der Link ist die im Browser angezeigte URL, Drucken kann man über die Druckfunktion des Browsers oder nach einer Routenplanung). Eine der ebenfalls scheinbar verschwundenen Funktionen ist das Einbetten eines Kartenausschnittes auf einer anderen Internetseite, also eine solche interaktive Ansicht: Leider gibt Google in seiner eigenen Anleitung für diese Funktion immer noch den veralteten Weg an, der sich auf die klassische Kartenansicht bezieht. Wie funktioniert es aber …

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Merkt bei Google niemand, dass die eigenen Dienste im eigenen Browser nicht funktionieren?

Als Google die Kommentarfunktion bei YouTube mit Google+ zusammenlegte, fiel es mir erstmalig auf. Seitdem konnte ich keine YouTube-Videos mehr kommentieren. Zumindest nicht, wenn ich den Google-eigenen Browser Chrome benutzte, der schon lange mein Standard-Browser ist. Bereits vorher konnte ich mit ihm den +1-Button auf Internetseiten nicht mehr benutzen, um Artikel zu „plussen“. Das hatte ich damals lediglich nicht weiter beachtet, da ich diese Funktion ohnehin selten nutzte. Und was in Chrome auch nicht funktioniert, ist das Anzeigen von eingebetteten Google+ -Beiträgen. Erstaunlicherweise funktioniert das alles aber mit anderen Browsern, zumindest mit Internet Explorer, Opera und Firefox. Liegt das an mir? …

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Drohende Abmahnung wegen Bild-URLs? Keine Panik wegen der heutigen Panikmeldung!

Wie jeden Tag werden wir auch heute wieder alle sterben, konkret sind alle Webseiten von Abmahnungen bedroht, wenn sie Bilder verwenden. Zumindest wurde das gestern zuerst unter dem Titel „Hammer! Urteil des LG Köln – Abmahnfalle, alle Webseiten sind betroffen!“ im Internet erwähnt. Jemand wurde verklagt, weil er ein Bild auf seiner Seite eingefügt hat, bei dem man durch Rechtsklick auf das Bild und “Datei anzeigen” den direkten Link, also die URL zum Bild aufrufen kann. Das klingt ziemlich bescheuert, denn diese Funktion wird ja von allen Browsern zur Verfügung gestellt. Insofern sagt man sich beim Lesen, dass das Gericht …

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Hoax: Kein radioaktiv mutierter Riesenkalmar in Kalifornien

Update Jan. 2015: Die hier beschriebene Funktion in Google Chrome existiert seltsamerweise nicht mehr. Schade. Aktuell ist es viel umständlicher oder man muss ein Plugin benutzen. Dass im Internet auch eine Menge Unsinn verbreitet wird, ist nichts Neues. Aber neu ist, dass eine Google-Funktion dabei helfen kann, Falschmeldungen als solche zu erkennen. Vor ein paar Tagen ging eine Meldung durch Facebook, dass an der Küste Kaliforniens nun schon zum zweiten Mal ein gigantischer Riesenkalmar angespült worden sei und dass als Ursache für seinen Riesenwuchs radioaktive Verseuchung durch Fukushima vermutet wird. Nun will ich nicht behaupten, dass der japanische Atomunfall folgenlos …

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Katzenbilder auf Tontafeln sichern!

In der heutigen F.A.Z. wurde in dem Artikel “Die Botschaft der Festplatte”* das Projekt MOM (memory of mankind) beschrieben. Von diesem hatte ich bisher noch nie gehört, allerdings hatte ich die zugrunde liegende Idee selbst schon: “Um Datenverlusten vorzubeugen, will ich die Wikipedia sicherheitshalber auf Tontafeln kopieren. Denn ob in 50 Jahren noch jemand etwas mit Festplatten anfangen kann, ist immerhin fraglich. Aber Tontafeln haben Jahrtausende überlebt.” Das schrieb ich bereits Anfang 2009. Was bei mir als Witz gemeint war, wird nun aber im österreichischen Salzbergwerk Hallstatt ganz ernsthaft umgesetzt: Dort werden unsere aktuellen digitalen Erinnerungen tatsächlich auf Tontafeln übertragen. …

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PRISM: Was können NSA & Co konkret von uns lesen?

Können die wirklich auf alles zugreifen? Ich habe ja hier oft die Tendenz, dass ich behaupte, aktuelle Aufreger seien nur halb so schlimm. Das will ich bei dem aktuellen Thema PRISM nicht tun, denn Geheim- bzw. Nachrichtendiensten traue ich eine Menge zu (auch wenn der Dilettantismus des Verfassungsschutzes rund um das Thema NSU anderes vermuten lässt). Und auch wenn unsere Kommunikation eigentlich schon seit Jahren durch das Echelon-System abgehört wird und PRISM insofern nichts Neues ist, kann man daraus nicht die Konsequenz ziehen, dann sei es ja nicht weiter erwähnenswert. Aber was mich seit Bekanntwerden der Geschichte beschäftigt, ist die technische …

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Für Panik fehlt mir die Zeit

Aller paar Tage erscheint eine neue Schreckensmeldung auf Facebook, auf Twitter und im restlichen Netz. Gestern erst hieß es: „EU will Anbau von Obst und Gemüse in Gärten regulieren“. Man will – laut der im Netz verbreiteten Panik – angeblich den Kleingärtnern vorschreiben, was sie noch anbauen dürfen. Die falsche Gurke im Beet würde bald zu Strafen führen. Sofort gab es wieder den üblichen Aufschrei über “die da oben“©, Brüssel und so … man kennt das ja. Ich habe dann jedes Mal das Gefühl, dass man sich doch erst einmal die Originalquellen durchlesen sollte, bevor man sich aufregt. Was ist …

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Lieber Bundesgerichtshof, ich erkläre es Euch gern …

… weshalb Ihr aktuell wieder einmal keinerlei Kenntnisse vom Internet habt. „BGH zweifelt an Legalität von eingebetteten Videos“ meldete die Tagesschau gestern: „Wer Online-Videos in seine Website einbindet, könnte nach Einschätzung des Bundesgerichtshofs Urheberrechte verletzen …“ Mit anderen Worten: Wer ein bei YouTube veröffentlichtes Video in seinem Blog, auf Facebook oder anderswo einbettet, der begeht nach Ansicht des BGH möglicherweise eine Urheberrechtsverletzung, also eine Straftat. Der BGH begründet das mit einem aktuellen Fall, bei dem ein YouTube-Video angeblich gegen den Willen des Urhebers auf anderen Seiten eingebettet wurden. Wohlgemerkt: Es geht um ein Video, welches der Urheber selbst auf Youtube …

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