Hatespeech für Waschbären

Screenshot Facebook

Falls man für #NoHateSpeech Beispiele von übelstem Hass im Internet sucht, empfehlen sich die Kommentare des hier gezeigten Facebook-Postings. Beleidigungen wie „Was für ne Nutte! Dummi Sau, gestörte Schlampe“ sind noch das harmloseste. Man findet schnell auch mehrere Morddrohungen: „Ich wünschte mir man würde ihr auf den Schädel schlagen und sie dann Häuten“, „Die sollte man auch zum Abschuss freigeben drecks Bitch“, „Dir würde ich auch gerne die haut vom Leibe ziehen“, „dir sollte man die haut abziehen und an tiere verfüttern“. Teilweise geschrieben unter Klarnamen, Anwälte hätten hier leichtes Spiel. Woran erinnert dieser Tonfall? Ich hatte in den ersten Monaten bei Pegida auf Facebook mitgelesen, wo …

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Mein Aufruf an Homöopathen: Verkauft mehr Globuli! Aber bitte in China.

Ich habe nichts gegen Chinesen, aber dass sie für ihre Traditionelle Chinesische Medizin die halbe Tierwelt ausrotten, ist ein unglaubliches Verbrechen an der Natur. Ja, ich weiß, dass diese Satzformulierung „ich habe nichts gegen, aber“ ein gewisses Reizpotential enthält. Aber das wird man ja noch sagen dürfen. Im Ernst: Seit Jahren wird beklagt, dass wegen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) immer mehr Tiere gejagt und ganze Populationen ausgerottet werden. Dieser steigende Bedarf nach TCM-Mitteln ist entstanden, weil die chinesische Mittelschicht gewachsen ist und mehr solcher Mittel kauft. Im Juni wurden beispielsweise auf den Philippinen mehr als 4.300 Palawan-Waldschildkröten von den …

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Siebenschläfer

Siebenschläfer (Glis glis)

Gestern habe ich erstmalig einen Siebenschläfer in der freien Natur gesehen. Es passierte irgendwo in der Sächsischen Schweiz (den genauen Ort habe ich mir nicht gemerkt), als wir neben dem Weg eine vermeintliche Maus sahen, die sich unter einem Pilz versteckte. Sie blieb dort eine ganze Weile sitzen und nach dem ersten Moment erschien mir die Maus etwas Mäuse-untypisch. Als sie dann auf den Weg lief, war klar: So hoppelt keine Maus und Mäuse haben auch keinen buschigen Schwanz. Klarer Fall: Ein Siebenschläfer! Anscheinend muss es ein Jungtier gewesen sein, denn später las ich in dem Buch „Exkursionsfauna (Stresemann)“, dass …

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Neues vom Elbebiber

Wer in diesen Tagen am Tolkewitzer Elbufer entlang geht, müsste schon sehr in Gedanken versunken sein, um die vielen Fraßspuren der Biber übersehen zu können. Direkt am Radweg sieht man an vielen Bäumen die typischen abgenagten Kegel. Beziehungsweise: Man sieht es an dem, was von manchen Bäumen noch übrig ist. Es ist schon verblüffend, wie sich diese Tiere im Stadtgebiet verbreitet haben. Aber leben sie auch hier oder kommen sie nur zum Fressen her? Bekannt ist, dass die Tiere stromaufwärts in Pratzschwitz und Zschieren leben. Allerdings ist es schwer vorstellbar, dass die Tiere die großen, hier abgenagten Äste stromauf bis …

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Fledermausexkursion durch den Großen Garten

Ich hatte maximal 20 Leute erwartet. Ein paar Fledermaus-Interessierte, die sich gelegentlich treffen, um nach den Beständen im Großen Garten in Dresden zu sehen. Und ein paar Besucher wie mich. „Kommen Sie doch einmal mit zu einer unserer Fledermauswanderungen“, hatte mir Thomas Frank geschrieben. Er ist Vorsitzender der Fachgruppe Fledermausschutz Dresden. Ihm hatte ich Anfang April ein Foto einer erfrorenen Fledermaus gesandt. Ich tippte auf einen Kleinen oder Großen Abendsegler, war mir aber nicht sicher, denn ich kenne mich mit Fledermäusen nicht aus. Auf der Seite der Fachgruppe steht ausdrücklich, es würde „darum gebeten, Informationen über (…) Funde lebender und …

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Renaturierung in Zschieren

“Wird denn da auch der Naturschutz beachtet?”, lautete sinngemäß eine Anfrage der Dresdner Grünen in der letzten Stadtratssitzung. “Ja”, antwortete Baubürgermeister Jörn Marx*, “da wird auch der Naturschutz beachtet”. Aha – na, dann ist es ja gut. (* Ich bilde mir zumindest ein, dass er es war) Es ging um die aktuell laufende teilweise Verfüllung der Zschierener Kiesseen. Wenn man sich die Situation vor Ort ansieht, könnte man gewisse Zweifel bekommen, was die Aussage von Marx betrifft. Man hat dort einen kompletten Weg asphaltiert, der von der Elbe mehrere hundert Meter bis zu den Kiesseen führt. Da fährt nun ständig …

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Krötenperspektive: Elberadweg

Kürzlich erwähnte ich die Tierfangzäune, die man wegen der Radwegplanung zwischen Loschwitz und Pillnitz entlang der Elbe aufgestellt hat. Den Artikel schloss ich sinngemäß mit der – selbstverständlich nur ironisch gemeinten – Bemerkung, ich würde nun jeden Morgen da entlanggehen um heimlich alle Tiere herauszunehmen, die den Bau gefährden könnten. Inzwischen ging ich tatsächlich mehrfach früh los, um die Eimer zu kontrollieren. Mich interessierte aber lediglich, was da so lebt. Ich habe seit Jahren die Dresdner Erdkröten im Verdacht, dass diese im Frühjahr auch zur Elbe wandern, um darin zu laichen. Insofern kamen mir diese Zäune gerade recht, um das …

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Eine Biberburg in Niederpoyritz?

In der Sächsischen Zeitung stand heute, dass in Dresden am Helfenberger Bach (an seiner Mündung in die Elbe) eine Biberburg entdeckt wurde. Da musste ich natürlich hin. Die Ortsbeschreibung war recht eindeutig. Dort angekommen, fragte ich mich aber bald: Das soll eine Biberburg sein? Sieht eher wie ein angespülter Haufen Dreck aus (siehe Nachtrag 10.1.: So falsch lag ich damit nicht). Ich gebe offen zu, kein Experte für Biber zu sein, aber ich bin schon der Meinung, dass Biberburgen anders aussehen und normalerweise auch an anderen Stellen errichtet werden. Ein Biberbau ist schon einmal höher, denn die Wohnhöhle im Inneren …

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Aus der Tierwelt: Drosselschmiede

Wenn man viele kaputte Schneckenhäuser an einer Stelle neben einem scharfkantigen Stein findet, dann hat man möglicherweise eine „Drosselschmiede“ bzw. „Schneckenschmiede“ entdeckt. Hier ist eine (alle Bilder: Klick vergrößert): Solche Stellen nutzen Singdrosseln aber auch Amseln, um Schneckenhäuser aufzubrechen. Etwas ausführlicher findet man das z.B. hier oder auch hier beschrieben.

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Aus der Tierwelt: Ente vs. Frosch

Die folgende Beobachtung war für mich neu: Enten jagen Frösche! Dass Enten gern auch Froschlaich, Kaulquappen, Molche oder junge Frösche fressen, ist bekannt. Aber ich konnte am Wochenende eine weibliche Mandarinente beobachten, die ausgewachsene Grasfrösche in einem Laichgewässer jagte. Ihr Partner zeigte kein Interesse daran und zog nur ein paar ruhige Runden durch das Gewässer: Seine Partnerin dagegen durchstöberte emsig den Uferbereich und sobald sich dort etwas bewegte, stürzte sie sich darauf und dann gab es jedesmal ein wildes Gezappel. Ich habe leider beim Fotografieren nicht daran gedacht, dass der Bildstabilisator meines Teleobjektives an die Kamera übermittelt, dass auch längere …

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