Vögel und Insekten sterben – grüne Panikmache oder reales Problem?

Uns droht ein stummer Frühling, denn die Vögel sterben aus. Das liegt daran, dass die Insekten aussterben. Sagen die Grünen. Während ich auf meinem Balkon an diesem Text sitze, singt und zwitschert die Vogelwelt um mich herum, genauso lautstark wie in jedem Frühjahr. Insekten wärmen sich an der Hauswand, die erste Hornisse ist auf der Jagd. Betreiben die Grünen wieder einmal Panikmache oder lebe ich nur auf der letzten ökologisch funktionierenden Insel? Das ist wieder so ein Thema, bei dem ich zwischen den berühmten Stühlen sitze. Einerseits finde ich Naturschutz wichtig, andererseits nervt mich übertriebene Panikmache. Noch „andererseitser“ ist mir …

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Hatespeech für Waschbären

Screenshot Facebook

Falls man für #NoHateSpeech Beispiele von übelstem Hass im Internet sucht, empfehlen sich die Kommentare des hier gezeigten Facebook-Postings. Beleidigungen wie „Was für ne Nutte! Dummi Sau, gestörte Schlampe“ sind noch das harmloseste. Man findet schnell auch mehrere Morddrohungen: „Ich wünschte mir man würde ihr auf den Schädel schlagen und sie dann Häuten“, „Die sollte man auch zum Abschuss freigeben drecks Bitch“, „Dir würde ich auch gerne die haut vom Leibe ziehen“, „dir sollte man die haut abziehen und an tiere verfüttern“. Teilweise geschrieben unter Klarnamen, Anwälte hätten hier leichtes Spiel. Woran erinnert dieser Tonfall? Ich hatte in den ersten Monaten bei Pegida auf Facebook mitgelesen, wo …

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Mein Aufruf an Homöopathen: Verkauft mehr Globuli! Aber bitte in China.

Ich habe nichts gegen Chinesen, aber dass sie für ihre Traditionelle Chinesische Medizin die halbe Tierwelt ausrotten, ist ein unglaubliches Verbrechen an der Natur. Ja, ich weiß, dass diese Satzformulierung „ich habe nichts gegen, aber“ ein gewisses Reizpotential enthält. Aber das wird man ja noch sagen dürfen. Im Ernst: Seit Jahren wird beklagt, dass wegen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) immer mehr Tiere gejagt und ganze Populationen ausgerottet werden. Dieser steigende Bedarf nach TCM-Mitteln ist entstanden, weil die chinesische Mittelschicht gewachsen ist und mehr solcher Mittel kauft. Im Juni wurden beispielsweise auf den Philippinen mehr als 4.300 Palawan-Waldschildkröten von den …

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Warum ist es hier so ruhig? Ich führe einen Zweitblog

Internetseite DGHT Dresden

In letzter Zeit ist hier im Blog nicht viel passiert, mein letzter Eintrag ist schon mehr als einen Monat alt. Das liegt daran, dass ich mich in den letzten Wochen mehr mit einem Parallel-Projekt beschäftigt und für einen Verein eine Internetseite erstellt habe. Hier ist sie: Der Verein ist die Dresdner Stadtgruppe von Terrarianern, die ich seit meiner Jugend, also seit Anfang der 80er Jahre schon immer besuchte. Aus irgendeinem Grund bin ich nie eingetreten sondern verblieb immer im Gast-Status. Später war ich mehrere Jahre nur gelegentlich dort, denn ich hatte in der Zeit nur noch ein einziges Terrarium und fühlte mich damit etwas fehl am Platz unter …

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Siebenschläfer

Siebenschläfer (Glis glis)

Gestern habe ich erstmalig einen Siebenschläfer in der freien Natur gesehen. Es passierte irgendwo in der Sächsischen Schweiz (den genauen Ort habe ich mir nicht gemerkt), als wir neben dem Weg eine vermeintliche Maus sahen, die sich unter einem Pilz versteckte. Sie blieb dort eine ganze Weile sitzen und nach dem ersten Moment erschien mir die Maus etwas Mäuse-untypisch. Als sie dann auf den Weg lief, war klar: So hoppelt keine Maus und Mäuse haben auch keinen buschigen Schwanz. Klarer Fall: Ein Siebenschläfer! Anscheinend muss es ein Jungtier gewesen sein, denn später las ich in dem Buch „Exkursionsfauna (Stresemann)“, dass …

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Feuersalamanderlarven im Biotop, ein Jahr nach dem Hochwasser

Larve Feuersalamander im Biotop

Am letzten Wochenende kontrollierte ich in einem Biotop, der von Feuersalamandern besiedelt wird, ob Larven dieser Tiere zu finden wären. Genau wie Frösche mit ihren Kaulquappen haben Feuersalamander auch ein Larvenstadium. Allerdings sehen diese Larven nicht wie Kaulquappen, sondern wie kleine Molche aus. Wenn man weiß, wo man suchen muss, kann man diese – am Anfang gut getarnten – Larven typischerweise in Bächen von Laubwäldern finden. Der Bach, den ich absuchte, sah vor etwas mehr als einem Jahr, am 1.6.2013, leider so aus: Damals hatte es mehrere Tage lang stark geregnet. Die normalerweise langsam dahinplätschernden Bäche in der Umgebung hatten …

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Auf Reptiliensuche im tschechischen Eger-Tal

Glattnatter

Am letzten Wochenende war ich mit der Dresdner DGHT-Gruppe bei der Jahresexkursion. Wir wollten entlang der Eger an einigen Stellen nach Smaragdeidechsen und nach Schlangen suchen. Unter den Schlangenarten befindet sich dort auch eine Besonderheit: Die Äskulapnatter. Von dieser haben wir leider nur ein totes Exemplar gefunden, was aber immerhin auch ein Nachweis ist. Hier einige Fotos, die an den beiden Tagen entstanden. Startpunkt war die kleine Stadt Kadaň: (alle anklickbaren Fotos: Klick vergrößert): Graureiher: Der Fluss Eger: Am Ufer fanden wir die erste Schlange, eine Glattnatter (bzw. „Schlingnatter“, Coronella austriaca): Leider folgen hier mehrere Fotos, wo „überall nur Hände drauf sind“, wie einer …

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Wie die Waldschlösschenbrücke doch noch einen Biotop zerstörte

Fassungslos stand ich vor dieser kompletten Zerstörung. Wo bis zum letzten Jahr noch eine niedrig bewachsene Strauchlandschaft war, durchsetzt von mehreren flachen Tümpeln, war nun alles weg. So sah es bisher aus: Das war unter anderem ein Laichbiotop für Wechselkröten, eine unserer deutlich selteneren einheimischen Krötenarten. Jetzt sieht es so aus (Standort nicht identisch mit obigem): Genau auf diesen Bereich hat man jede Menge Erdaushub abgeschüttet, nachdem man die Fläche zunächst ordentlich planierte. Da hat man wirklich die absolut perfekt geeigneteStelle  getroffen! Auch der Anblick einer ca. 50 m links von hier gelegenen Fläche war nur mit Sarkasmus zu ertragen: Bisher war dort …

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Eidechsen-Update

„Ach, die haben wir hier massig“, sagte eine Anwohnerin, als ich gestern in Loschwitz wieder auf Mauereidechsen-Suche war. „Aber bestimmt noch nicht lange?“, fragte ich. „Na, so seit anderthalb Jahren“, meinte sie. Im vergangenen Jahr hatte ich Vertreter der in Dresden häufigsten, aber eigentlich nicht heimischen Eidechsenart erstmalig südöstlich der Grundstaße gefunden. Inzwischen sind sie südlich bis zum Veilchenweg vorgedrungen. An den dortigen Mauern kann man sie nun auch beobachten. Alles weitere zu diesem allochthonen Vorkommen der Mauereidechse in Sachsen gibt es hier im Hauptartikel zu diesem Thema.

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Heute keine Medienkritik

Zauneidechse, Männchen

Ein arbeitsfreier Vormittag bedeutet für einen ordentlichen Blogger, dass man selbstverständlich etwas schreibt. Vielleicht etwas medienkritisches über diesen schlechten ARD-Beitrag vom letzten Abend? Schreibe ich etwas dazu? Ach, nö … keine Lust. Schade um die Zeit. Ich schnappe mir lieber das Fotozeug und das Fahrrad und fahre hinaus in die Natur – dorthin, wo die Pflanzenwelt bereits wieder eifrig Pollen versprüht. Da muss man naturinteressierter Allergiker Kompromisse eingehen oder eben ein tapferer Allergiker sein. Ich fuhr in eine Gegend, in der ich seit Jahren nicht mehr war, um Zauneidechsen zu suchen. Interessanterweise fand ich die meisten dieser Tiere neben einer …

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