Liebe außerirdische Erforscher des Planeten Erde …

… falls Ihr mich zufällig gerade beobachtet habt und Euch nun fragt, ob die Menschheit völlig bescheuert ist: Nein (*). Mir ist natürlich klar, dass meine Tätigkeit der letzten Stunde komplett überflüssig war und auch gar keinen Sinn ergibt. Ich weiß, dass diese Pflanzen in drei Tagen auf der gesamten Fläche nachgewachsen sein werden. Zumal die Wiese sowieso aus nichts Anderem zu bestehen scheint, wenn man vom Moos einmal absieht.

(* Wobei …)

Löwenzahn stechen

Das, was Ihr gesehen habt, war mitnichten eine geistlose Tätigkeit, sondern eine Kunstaktion. Sie nannte sich „Performance für den permanenten Neuanfang“. Diese Aktion sollte mich und meine Nachbarn zum Nachdenken anregen über den Sinn menschlicher Tätigkeit, über den Kampf des Menschen gegen die Natur, ob die Krone der Schöpfung ihre Zeit angemessen verbringt und ob ein Sofa nicht doch der bessere Aufenthaltsort ist.


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In seinem Buch „Moos  – ein liebliches Kleinod auf unseren Rasenflächen“ beschreibt F. Nagel, dass man ein Problem auch dadurch in den Griff bekommen kann, wenn man seine Einstellung dazu ändert. Durch eine völlig neue Sichtweise auf eine allgegenwärtige Gartenpflanze konnte der Autor Resignation, Burnout und Selbstmordgedanken besiegen.

2 Kommentare:

  1. Och, der war ganz gut.
    Obwohl ich nicht so richtig verstehe in welche Richtung Du hier zielst -muss und will ich auch nicht- finde ich diesen kleinen Beitrag durchaus gelungen und amüsant. Ja Du hast auch Humor.

  2. Obwohl ich nicht so richtig verstehe in welche Richtung Du hier zielst

    Ich glaube, er zielt in diese Richtung.

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