Will Ranga Yogeshwar einen Maulkorb „Made in China“?

Die aktuelle Sau, die seit einigen Stunden durch unser digitales Dorf getrieben, ist diese: Der WDR-Moderator Ranga Yogeshwar hat angeblich in einem Interview mit „Die Welt“ gefordert, das chinesische Modell der Internetzensur auch in Europa anzuwenden. Zitiert werden dabei diese beiden Sätze von ihm: „China behält eine gewisse Kontrolle darüber, welche Nachrichten ihr Land penetrieren. Das brauchen auch wir. Europa muss bei den Massenmedien eine gewisse Souveränität behalten“.

Ja, das hat er gesagt. Aber ist es vorstellbar, dass Yogeshwar tatsächlich Zensur wie in China fordert? Hat er vielleicht noch mehr gesagt, was die obige Aussage relativiert oder erläutert? Mal abgesehen davon, dass die Reihenfolge der beiden zitierten Sätze vertauscht und einer davon unvollständig ist: Vorher und nachher sagte Yogeshwar noch einige weitere Dinge, die ebenfalls mit erwähnt werden sollten. Ich teile Yogeshwars Auffassung zwar nicht, dass Deutschland „eine gewisse Kontrolle darüber“ braucht, „welche Nachrichten das Land penetrieren, um sicherzustellen, dass nicht das Betriebssystem unseres Landes gestört wird“, denn es sollte schon jedem selbst überlassen bleiben, wo er sich informiert. Dafür sollten alle (meinetwegen sogar eindeutig falsche) Informationen verfügbar bleiben. Aber der gesamte Interviewabschnitt enthält als Fazit nur die harmlose und sogar vernünftige Aussage, dass es für jeden Verbreiter von Nachrichten in sozialen Netzwerken auch so etwas wie einen juristisch Verantwortlichen geben sollte, zumindest ab einer gewissen Leserzahl. In Deutschland ist das eine völlig normale Sache. Jedes Medium muss einen verantwortlichen Redakteur im Sinne des Presserechts vorweisen können, jede Internetseite und auch jede Facebookseite benötigt ein Impressum.

Der Artikel „So will Ranga Yogeshwar die Demokratie retten“ in „Die Welt“ ist online nur hinter der Bezahlschranke lesbar. Ich habe den Verdacht, dass alle, die sich momentan darüber aufregen, den Artikel gar nicht gelesen haben. Hier der betreffende Abschnitt aus dem (in kompletter Länge durchaus lesenswerten) Artikel:

Die WELT: Das Verbreiten falscher Informationen in sozialen Netzwerken kann man doch nicht verhindern.

R. Y.: Noch nicht. Doch das ist machbar. Nehmen wir mal dieses Interview. Wenn da später in der Zeitung etwas gedruckt wäre, was ich überhaupt nicht gesagt habe, kann ich dagegen medienrechtlich vorgehen. Wenn das Gleiche bei Facebook passieren würde, hätte ich diese Möglichkeit nicht. Ich plädiere also dafür, dass wir bei den sozialen Medien ebenfalls gesetzliche Rahmenbedingungen ff schaffen, sodass man gegen Falschmeldungen rechtlich vorgehen kann.

Die WELT: Wie soll man dies mit deutschen Gesetzen erreichen, wenn es doch um Firmen mit Sitz in den USA geht?

R. Y.: Ich denke, dass es möglich ist. Presserecht ist immer regional geprägt. (…) Presserecht ist also national beziehungsweise europäisch verankert. Und Medien müssen nach den Regeln arbeiten, die der jeweiligen Kultur entsprechen. Das sollte auch für ausländische Medien gelten. In anderen Wirtschaftsbereichen funktioniert das doch bereits heute problemlos. Wenn eine ausländische Firma ein Auto in Deutschland verkaufen will, dann muss es die hier geltenden Vorschriften erfüllen und die TÜV-Prüfung bestehen. Warum sollte man also europäisches Recht nicht bei den digitalen Medien durchsetzen können? Europa muss bei den Massenmedien eine gewisse Souveränität behalten. Es gibt Staaten, die da schon weiter sind. Auch wenn das manchen verblüffen dürfte, will ich hier ausdrücklich China nennen. Dort gibt es mit WeChat ein eigenes Pendant zu Whats-App. China behält eine gewisse Kontrolle darüber, welche Nachrichten das Land penetrieren. Das brauchen auch wir, um sicherzustellen, dass nicht das Betriebssystem unseres Landes gestört wird. Und Medien sind ein zentraler Teil des Betriebssystems von Staaten. Wenn wir von immer mehr Fake News überschwemmt werden und keinerlei Möglichkeit haben, Dinge zu sanktionieren und zu unterbinden, wird das für unsere Demokratie gefährlich. Behauptungen aller Art stehen dann einfach im Raum und der gemeinsame gesellschaftliche Prozess erlahmt. Das kann zu Entgleisungen des Systems führen, die wir uns gar nicht ausmalen wollen.

Die WELT: Ihr Vorschlag läuft darauf hinaus, dass jeder Absender von Informationen in sozialen Netzen Verantwortlicher im Sinne des Pressegesetzes werden soll – das berühmte V. i. S. d. P.?

R. Y.: Genau, aber selbstverständlich erst ab einer gewissen Größenordnung. Nicht jeder Nutzer von Twitter oder Facebook betreibt ein Massenmedium. Erst wenn eine kritische Zahl von Empfängern erreicht wird, sollte Medienrecht zur Anwendung kommen.

Die WELT: Ab welcher Größenordnung?

R. Y.: Ob die Schwelle bereits bei 20.000 oder vielleicht erst bei 100.000 liegt, da will ich mich jetzt nicht festlegen. Wenn man diesen Vorschlag politisch umsetzt, wird es das Geringste sein, sich hier auf eine Zahl zu einigen (…)

25 Kommentare:

  1. „Ja, das hat er gesagt. Aber ist es vorstellbar, dass Yogeshwar tatsächlich Zensur wie in China fordert?“

    Ja, ist es.
    Die Wahrscheinlichkeit ist 100%, um es genau zu sagen.

    Wenn man sich vor Augen führt, was dieser Typ in den letzten Monaten noch so alles abgelassen hat, bleibt nichts anders übrig.
    Zum Beispiel war seinen Recherchen das KZ Buchenwald eine Einrichtung, in die die Insassen auf eigenen Entschluss gegangen sind, in der sie sehr gut verpflegt und medizinisch versorgt wurden. Außerdem haben sie von der Lagerleitung ein Taschengeld erhalten, was größer ist als das, was in den meisten Ländern für ehrliche Arbeit bezahlt wird.
    Allerdings, das gehört zur Vollständigkeit, wollte er nicht falsch verstanden werden.
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/tv-kritik-hart-aber-fair-wir-koennen-das-schaffen-13779138.html

    Bescheuerter geht es kaum. So was kann nur einer rauslassen, der davon ausgeht vor Widerrede geschützt zu sein. Und er erwartet natürlich dass, seine Auftraggeber ihn vor Kritik schützen.
    Zum Beispiel durch flächendeckende Zensur.

  2. In dem erwähnten FAZ-Artikel steht nirgends etwas über solche Behauptungen Yogeshwars zu Buchenwald. „Konzentrationslager“ wird nur in einem anderen Zusammenhang erwähnt. Die im Artikel kritisierte Plasberg-Sendung mag nicht gerade zu den intellektuellen Meisterleistungen Yogeshwars gehören (ich wünsche mir auch manchmal, er würde sich auf Wissenschaftsthemen beschränken), aber aus dieser mehr als ein Jahr alten Sendung zu folgern, er wolle Zensur, das halte ich schon für sehr gewagt.

  3. Das Konzentrationslager ist ja nur eine Schote von ihm. Seine Mörderversteherei ist genauso unappetitlich. Und genauso leicht angreifbar, weshalb er anderen die Möglichkeit zur Widerrede abdrehen will.
    Einen anderen nachvollziehbaren Grund hat er jedenfalls nicht angegeben. Der Verweis auf die sagenhaften Fake-News ist eine Phrase ohne Beleg, ein vorgeschobener Grund.

  4. Welche „Mörderversteherei“?

  5. Welche „Mörderversteherei“?

    Die er betreibt, selbstverständlich.

    Die Talkshows habe ich bewusst das letzte Mal im letzten Jahrtausend angesteuert. Heutzutage bleibe ich dort allenfalls beim Zappen hängen und schalte nach dem ersten Bullshit weiter (meistens nach einer halben Minute). Trotz meines geringen Talk-Show-Konsums habe ich mitgekriegt, wie viel Verständnis Yogeshwar für die schutzsuchenden Mörder entwickelt. Im Gedächtnis ist mir geblieben dass die morden müssen, weil die vom Bürgerkrieg in Syrien traumatisiert sind (wahrscheinlich die Algerier, Marokkaner und Tunesier) und haben in Afghanistan ihre Eltern verloren haben (vermutlich die Libanesen, Somalier und Pakistaner).

    Diesmal kann nicht mit Links diesen. Man kann sich nicht alles archivieren.
    Davon ab, würde sich Deine Meinung über Yogeshwar ändern, wenn ich meine Behauptung belegen könnte?

    Immerhin gibt es von Yogeshwar eine Stellungnahme, die die Verbrechen und die Täter angibt. Unser couragierter Obergenosse Tillich hat zur Menge der muslimischen Morde bisher nicht mehr rausgebracht als „Wir haben ein Problem mit dem Rechtsextremismus“. Das ist noch bekloppter.

  6. Wer eine Behauptung bringt, ist auch in der Beweispflicht. Gib Quellen an und dann können wir darüber reden. Was Du Dir einbildest, einmal in einer Talkshow gesehen zu haben, hat Null Beweiswert. Auf YouTube, wo jeder Kleinkram, auch aus Talkshows, dokumentiert wird, ist nichts in der Richtung zu finden. Bis hierher sind das nur böswillige Unterstellungen von Dir – eigentlich ein Fall für Punkt 2. Wo ist denn wenigstens die angeblich vorhandene Stellungnahme? Und, von Anis Amri mal abgesehen, welche Morde überhaupt? Meinst Du Morde, die durch Asylbewerber oder -berechtigte begangen wurden? Das ist eine relativ geringe Zahl. Wenn man von 2015-16 selbst die Tötungsversuche mit hinzu nimmt, erhält man – selbst bei der Verwendung asylkritischer Quellen – eine Zahl im unteren zweistelligen Bereich. Und bei den meisten dieser Fälle waren ohnehin andere Asylbewerber oder -berechtigte die Opfer. Du bist nicht die Zielgruppe.

    Abgesehen davon bleibt auch der Bezug von dem Thema zu einer Internetzensur völlig frei erfunden.

  7. Meinst Du Morde, die durch Asylbewerber oder -berechtigte begangen wurden? Das ist eine relativ geringe Zahl.“

    Die Zahl ist immerhin so groß, dass die Machthaber es für nötig erachten sie geheimzuhalten.
    In der von Dir verlinkten Refugee and Migrant Crime Map wird von einer privaten Initiative das zusammenstellt, was andere zuarbeiten. Das ist schon von Natur aus unvollständig. Mithin ist diese Veröffentlichung zu betrachten als ein von der privaten Gruppe ermittelter Minimalwert. Wie groß die tatsächliche Zahl ist wissen wir nicht, weil die geheimgehalten wird.
    Die werden Gründe für die Geheimhaltung haben. Gute sind es sicher nicht.

    „Meinst Du Morde, die durch Asylbewerber oder -berechtigte begangen wurden? Das ist eine relativ geringe Zahl.“

    Aber die ausländerfeindlichen Übergriffe der übergriffigen Ausländerfeinde, die vielen ausgerotteten Ausländer – das ist eine ganz große Zahl. Sie muss riesig sein, anders ist es nicht zu erklären, warum die Morde der Muslime medial gerade mal eine trockene Meldung wert sind, die sagenhafte rechte Gewalt ein Daueraufreger ist.

    “Du bist nicht die Zielgruppe.“

    Das ist so schön, dass ich das einfach mal unkommentiert stehen lasse.

    „Was Du Dir einbildest, einmal in einer Talkshow gesehen zu haben, hat Null Beweiswert.“

    Stimmt. Meine Aussage hat keinen Beweiswert.
    Wenn Tillich ohne ein Fitzelchen Beweis von der Kanzel aus krakeelt, die schröcklichen Rechtsradikalen haben das Wohnheim in Bautzen angezündet, das ist die totale Beweiskraft.
    Tillich hat das nämlich mit eigenen Augen gesehen. Er muss es selbst gesehen haben, polizeiliche Ermittlungsergebnisse gibt nämlich nicht. Übrigens wie in allen Fällen, wo die Verbrechen von sog. „unbekannten Tätern“ begangen werden.

    Abgesehen davon bleibt auch der Bezug von dem Thema zu einer Internetzensur völlig frei erfunden.

    Natürlich.
    Die Machthaber zensieren nicht, um die eigenen Schwachpunkte aus der öffentlichen Diskussion rauszuhalten. Die zensieren auch nicht, um missliebige Wahrheiten zu unterdrücken.
    Die zensieren weil … ja, warum eigentlich?

    Obwohl, Yogeshwar will gar nicht zensieren. Er will nur, dass die Abweichler kenntlich gemacht werden, damit die sog. „unbekannten Täter“ wissen wo die Personen wohnen, denen sie das Auto anzünden, die Fenster einschmeißen und die Knochen brechen sollen.
    Zensur ist das nicht. Der richtige Ausdruck ist Faschismus.

  8. Die Zahl ist immerhin so groß, dass die Machthaber es für nötig erachten sie geheimzuhalten.

    Meine Fresse, das ist ja die reinste Paranoia, die man aus Deinen Kommentaren herauslesen kann. Die Daten für diese Karte stammen aus öffentlich zugänglichen Polizeiberichten und Pressemitteilungen. Alles ganz schön geheim. Wenn Deine Denkweise typisch ist für Pegida (ich habe den Verdacht, dass das zutrifft), dann … wie umschreibt man es am nettesten, dass jemand mal ganz dringend auf die Couch gehört?

    Ich denke, ich war ziemlich geduldig, ich bemühe mich auch meist um Höflichkeit, aber noch so einen Kommentar und ich lösche das unkommentiert. Deinen Hass auf Tillich bin ich ja gewohnt, aber diese Beleidigung im letzten Absatz, Yogeshwar wolle, dass Menschen überfallen werden, ist das absolut dümmste, was ich jemals von Dir gelesen habe. Ich lasse das mal so stehen, um zu dokumentieren, wie Pegida-Anhänger so ticken.

  9. Das ist schön, wenn man es mit Auskennern zu tun hat.
    Dann kannst Du bestimmt sagen wo ich nachlesen kann, wie viele Tötungs- und Körpvererletzungsdelikte die Asylbewerber im Jahr 2015 begangen haben.
    Ich freu mich drauf.

    Wenn Du Zeit hast kannst Du gleich mit dazuschreiben, in wie viel Prozent aller Fälle der von Asylbewerbern begangenen Straftaten diese von der Polizei in den Medienmitteilungen aufgeführt werden.
    Kannst Du doch. Oder?

  10. Wenn Du mit übertriebenen oder unhaltbaren Behauptungen kommst, ist es nicht meine Aufgabe, dafür die Recherche zu erledigen.

  11. Die gefährlichsten Meldungen sind halbwahre.

    Zweitens: WER will bewerten, was wahr und falsch ist? Dazu benötigt man Profis.
    Ein Herr Wisnewski?

    ———————————————————————-
    Machen wir eines meiner Lieblingsbeispiele:
    Vor 4 Wochen meldeten die öffentlich-rechtlichen, dass „Die Arbeitslosigkeit einen historischen Tiefststand hätte“.
    Wenn man die Zahl anguckt sicher richtig, also „wahr“.

    Wenn man sich aber mal die Mühe macht, ein Exceldiagramm zu erstellen und Bundestagswahlen korreliert mit den AL-Zahlen, dann fällt jedem auf, dass seit ~2004 immer im Jahr vor der BT-Wahl die AL-Zahlen einen Tiefstand hatten.
    Das bedeutet, dass die Zahl manipuliert ist. Bei 5 BT-Wahlen mit 97%iger Wahrscheinlichkeit aus rein statistischer Betrachtung.

    Und wenn wir noch ein wenig in die Gesetze schauen, stellen wir fest, dass Arbeitslose über 58 Jahren nicht mehr als Arbeitslose geführt werden, sondern als „Unterbeschäftigte“.
    Da hat man aus einer statistischen Gesamtheit Leute herausgenommen und das in ein Gesetz geschrieben, sodass man es nicht „Betrug“ nennen darf, sondern „nur“ Statistikbetrug. Denke ich doch.
    Wenn man jetzt noch ein bisschen Prozentrechnung macht, dann ist auch klar, dass man bei einer kleineren Gesamtheit viel weniger herausnehmen muss, um „die Prozentzahl“ zu reduzieren als bei der größeren Gesamtheit.
    Das bedeutet, es ist systematischer Statistikbetrug.

    Würde mich interessieren, wie Yogeshwar zu diesem konkreten Fall steht.

    Zum selben Zeitpunkt zu dieser Meldung (die Herr Klebert brachte), lief eine Talkrunde über „Fake-News“. Das fand ich schon zynisch.

    Jeder, der sich mal mit Philosophie beschäftigt hat ein kleines Bisschen weiß, dass es zwar die Suche nach der Wahrheit ist, aber man sich dabei ziemlich die Zähne ausbeißt.

    Juristisch war die Aussage wahr, mathematisch falsch. Was gilt?

    Oder Herr Gabriel, der es als Erfolg ansah, dass man TTIP 2 Stunden lang lesen dürfe.
    Geschätzte 6 Sekunden/Seite. (CETA hatte glaube ich 1000 Seiten.).
    Wenn solche Leute mit so einem Realitätssinn beispielsweise Außenminister würden und die, die obiges Gesetz gemacht haben, Verteidigungsminister, dann kann man sich schon mal auf den nächsten WK vorbereiten.

    Oder sind sie das vielleicht schon?

  12. Was hat das jetzt alles mit meinem Artikel zu tun? Mal unabhängig von der Frage, ob es diesen Statistikbetrug gibt (warum haben ihn dann die jeweiligen Oppositionsparteien nicht stets zum Wahlkampfthema gemacht?) – warum sollte es mich interessieren, wie Yogeshwar zu diesem konkreten Fall steht? Seine Meinung zu beliebigen tagespolitischen Themen ist hier völlig irrelevant, hier geht es nur um seine angebliche Forderung nach chinesischen Verhältnissen.

  13. Entschuldigung- dann habe ich das missverstanden. Es bezog sich auf den Passus:

    „Die WELT: Das Verbreiten falscher Informationen in sozialen Netzwerken kann man doch nicht verhindern.
    R. Y.: Noch nicht. Doch das ist machbar. …“.

    Und dazu habe ich mich geäußert, dass es nicht machbar ist, da eine Information bezüglich ihres Wahrheitsgehaltes gar nicht bewertet werden kann.

    Darum ging es mir. Und dass schon aus diesem Grunde die Diskussion darüber völlig obsolet ist.

    Ich lese das auch so, dass er Chin. Sitten fordert.
    Sicherlich hat er es so „nicht gemeint“.
    ABER dieses System wird unkontrollierbar, wenn man mit so etwas anfängt.
    Mit seinem IQ sollte er das aber eigentlich wissen.
    ———–
    Und Du (Darf doch?) schreibst: „Jedes Medium muss einen verantwortlichen Redakteur im Sinne des Presserechts vorweisen können, jede Internetseite und auch jede Facebookseite benötigt ein Impressum.“

    Mit dem Begriff „Verantwortung“ habe ich bei der Presse erhebliche Bauchschmerzen- wohl wissend, dass diese ganzen Leute in der Atlantik-Brücke und Co sitzen.

    Wo ist die „Verantwortung“, wenn Herr Klebert seine in doppelter Hinsicht manipulierten Zahlen präsentiert?
    Oder wenn ein Friedrich Schmidt (FAZ) über Russland berichtet?

    Und die Profis von Tagesschau &Co – sie haben eine Maulkorb.
    Sonst geht es denen nämlich so wie dem Pressesprecher vom Berliner FH März 2016.

  14. Ob ein verantwortlicher Redakteur z.B. Mitglied der Atlantikrücke ist oder nicht, spielt aber erst einmal keine Rolle. Er ist trotzdem der Ansprechpartner und derjenige, der Fehler juristisch vertreten muss, falls sich jemand beschwert. Das Vorhandensein eines vRiSdP bedeutet nicht, dass die Zeitung/ der Sender dadurch objektiver, sachlicher und neutraler wird. Z.B. das Neue Deutschland, die TAZ oder die ZEIT bleiben trotzdem links, also also tendenziell. Das muss man beim Lesen genauso mit berücksichtigen wie bei der pro-amerikanischen WELT, wenn es um Putin geht oder umgekehrt bei dem prorussischen RT Deutsch. Natürlich können alle diese Medien auch mit vorhandenem vRiSdP trotzdem falsche Dinge berichten, aber das werden sie im eigenen Interesse versuchen, zu vermeiden. Wenn Plattformen aber völlig anonym betrieben werden, dann ist die Gefahr, dass von da aus falsche Sachen oder sogar Hetze verbreitet werden, viel höher, weil sich ja keiner zuständig fühlt.

    Übrigens bezweifle ich das mit Klebers einfach oder doppelt manipulierten Zahlen. Wenn beim ZDF etwas nicht ganz sachlich berichtet wird, dann machen die das anders. Zahlen wären ja überprüfbar.

  15. Das habe ich doch sogar anhand von Zahlen belegt (Siehe 1. Post) dass die Zahlen doppelt
    manipuliert sind. Bzw. ganz präzise: 97% Wahrscheinlichkeit.
    Hast ja meine E-Mail: guckst auf meiner FB-Seite. Da liegt das Digramm.

    Mit Verlaub- Du scheinst etwas blauäugig zu sein. Gerichte wollen vor Allem eines:
    Möglichst wenig Arbeit.
    —————-
    Du schreibst ja auch über Radwege. Wo ich vorher wohnte haben sie Tausende
    (nicht übertrieben) von Werbeplakaten auf Radwegen aufgestellt. Engstelle von circa 60 cm wurden auf 10 Zentimeter verschmälert. Dann habe ich dies als Präzedenzfall
    (Das war da normal, aber ich habe gewartet, bis es richtig krass wird)
    versucht zu nehmen, habe es ausführlich dokumentiert
    und bin dann zur Polizei gegangen und habe Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung
    gestellt. Was ist als erstes passiert? Die Polizei hat mich herausgeworfen.
    Dann bin ich dann nochmal dahin- die andere Schicht Polizei hat die Anzeige aufgenommen
    inklusive Dokumentation. Dann ging’s zu Gericht und die haben dann gesagt,
    dass es keine Gefährdung sei. Dann habe ich nachgelegt und ihnen ein halbes Dutzend Gefährdungsverordnungen von Städten zugeschickt, in denen „wildes Plakatieren“ als
    Gefährdung genannt wird.
    Auch hier blieben sie auf dem Standpunkt: eine Gefährdung sei nicht gegeben.

    Jetzt frage ich: weshalb steht „Wildes Plakatieren“ in Gefährdungsverordnung
    ganz Deutschlands, wenn man Plakate mitten auf Radwege stellen darf
    und das genau an Engstellen? Übrigens stehen in dieser Stadt auch Ampeln
    mittig auf Radwegen. Bilder verfügbar. Die „wachsen“ da offensichtlich.

    (Dazu möchte ich noch einmal bei der Dame des Ordnungsamtes entschuldigen;
    sie hatte auf Anruf die Schilder wegräumen lassen an den gefährlichen/kritischen Stellen und ich habe
    nachher noch einmal angerufen und sie angepflaumt, warum denn die Plakate noch stehen.
    Was ich nicht wissen konnte: Sie hatten sie einfach wieder aufgestellt,
    nachdem sie weggeräumt worden waren an den Stellen. )

    So viel zum Thema Polizei, so viel zum Thema Gerichte.

    Zum Thema Gerichte: Gerichte entscheiden heutzutage über technische Dinge.
    Frage: Wer wird Richter: jemand der naturwissenschaftlichen Schwerpunkt hat oder jemand der
    Rede-Schwerpunkt hat („Soft-skills“)?
    Weiterhin: Gutachten fallen heutzutage genauso aus, wie der Auftraggeber es wünscht. Hier wird gefälscht, dass sich die Balken biegen.
    Ich kenne einige Gutachten, die mir die Hände fielen und die ich als Profi zerlegt habe.
    Ich verweise auf das das Gerichtsurteil (Kassel war’s glaube ich)
    über das G36, in dem Heckler und Koch die Einsicht in das Gutachten gegen sie verwehrt wurde(!).
    Hier wurden Richter durch die Presse manipuliert. Das hat was. Nur weils die FAZ, Die Zeit, Die SZ und das V-Ministeruium unter der technisch so hochversierten Führung so behauptet hatte.

    Jetzt musste ich nachschauen, was „vRiSdP“ heisst: Ein Jahr lang wurde D mit G36-Meldungen regelrecht zugemüllt – Und zuletzt gab’s dann eine Meldung, dass das Jahr lang falsch unterrichtet wurde. Was da ablief wurde NIE sorgfältig evaluiert. Das würde ich als „vRiSdP“ sehen.
    Warum- interessiert niemanden, oder? Worum es wahrscheinlich (Das kann ich nicht beweisen –
    darauf deuten die Verstrickungen mit McKinsey und RWTH Aachen hin) ging?
    Einfach: Manipulation des Aktienkurses, damit T-K H&K schlucken kann.
    Und da hat die Presse leidlich mitgemischt. Wenn sie mal geschluckt sind kann keiner sagen:
    „Jetzt machen wir das rückgängig- wir haben ja nur Unsinn berichtet“.

    Bei den Zeitungen sitzen auch Journalisten. Diese haben auch keinen naturwiss./technischen Schwerpunkt. Aber je weniger sie wissen, desto mehr schreiben sie
    (Angeblich Wittgenstein – ich hab’s aber nicht gefunden).

    Das Gewehr hatte die Spezifikationen erfüllt und das kann jeder nachvollziehen.
    500 Schuss durch ein Gewehr durchzuhauen, das auf 10000 Schuss ausgelegt ist –
    20-maliger Gebrauch. Geschätzte 100000 Euro Jahresgehalt der Richter.
    Das Produkt aus Jahresgehalt mutltipliziert mit kognitiven Fähigkeiten
    scheint in Deutschland eine Konstante zu sein.
    Meine Putzfrau hätte den Widerspruch gemerkt – da bin ich mir zu 99% sicher.

    Sicher ist die RT Pro-Russland. Meines Erachtens sind aber im Moment deren
    Meldungen (Zumindest die Fakten) zuverlässig, denn bei einer Fehlermeldung
    würde die Presse sabbernd über sie herfallen. Ich kann mir den Geifer,
    der aus deren Mundwinkel läuft, lebhaft vorstellen.
    Sie können sich keine Fehlmeldungen erlauben.

    Das ist bei der Die Zeit und in anderen völlig anders; sie dürfen melden,
    dass Leute für Ministerien besonders geeignet sind, da sie homosexuell sind.
    Über die Gabriel-Meldung mit dem 2 Stunden TTIP-Lesen wird unkommentiert berichtet.
    Dafür Meldungen über die Leute, die die Dokumente widerrechtlich veröffentlicht haben.

    Oder wo liege ich falsch? Ich sehe keine Verantwortung.
    Ich habe mal in einer Firma neu angefangen. Da eselte (er sah völlig zerrupft und ungepflegt aus,
    es war mein Chef, der externer Berater war), auf mich zu, damit ich eine Rechnung als „sachlich richtig“ zeichne. 120000 Euro.
    Die Tätigkeit war gemacht worden, als ich noch gar nicht in der Firma war- und das wusste er.
    Verantwortung nicht übernehmen- das ist wichtig.
    ———–
    Ich kann alles belegen. Schönen Sonntag!

  16. Irgendwie kommst Du hier vom Hundersten ins Tausendste. Wie ich ein Facebook-Profil nur mit Hilfe einer E-Mail-Adresse finden soll, ist mir unklar. So etwas geht nur mit Mail-Adressen aus meinen vorhandenen Kontakten. Mit „vRiSdP“ meinte ich, korrekt abgekürzt v.R.i.S.d.P. bzw. V.i.S.d.P., also verantwortlicher Redakteur im Sine des Presserechts. Ich hatte das nicht noch einmal erwähnt, weil es im Artikel schon auftauchte und dort verlinkt war.

  17. Stimmt, das tue ich machmal. Vom Hunderdsten in Tausendste kommen (=VHDT).
    Erst mal: Ich gebe doch in meinen Beitrag meine Mailadresse an, die dann nicht angezeigt wird. Da Du Blogbetreiber bist, wirst Du diese Mailadresse damit haben. Sonst wäre sie unnütz. Sie liegt damit bei Dir auf dem Server. Und Du hast Zugriff.
    Und da meine Mailadresse Vor- und Nachnamen enthält und diese es genau 1x gibt sollte es nicht schwer sein, eine FB-Adresse zu ermitteln.
    Das ist meine Logik. Ist da etwas falsch gedacht?
    ———————–
    Was bedeutet „im Sinne des Presserechts“? Das war keine Kritik an Deinem Beitrag, eher Kritik an der Interpret. des Begriffes.
    Wenn ich sage: ich weiss nicht, dass man 10000 durch 500 teilen muss, um festzustellen, dass bei der ganzen Sache etwas nicht koscher ist? 1995 eingeführt und Produktzykluszeit von 20 Jahren – Vielleicht waren die 10000/500 zu kompliziert, aber die Addition sollte irgendwie möglich sein.
    Die Restriktion „Im Sinne des Presserechts“ kann doch nicht bedeuten, dass man Grundschulmathematik nicht beherrschen muss, um eine Rechtfertigung zu haben, „Fake-News“ über ein ganzes Jahr lang zu verbreiten.

    Genau darin liegt das Problem: „Ich habe das nicht gewusst“. Überall dasselbe:
    Hätte der VW-Vorstand Kompetenz, hätte er gewusst, dass der Motor zu diesem Preis nie die Amerik. Umweltschutzrichtlinien erfüllen kann. Der Vorstand gibt den Preis vor. Und der Entwicklungschef hat eine Aufgabe, die er für ein Jahresgehalt von – hmm- 400000 Euro hat: „Ja“ zu sagen. Und Probleme nicht durchzustellen.
    Genauso agiert der Aufsichtsrat (SPD- das sind die mit Umfragehoch) : Auf Nachfrage hat er keine Ahnung, was das mit dem NOx auf sich hat. Der AUFSICHTSrat hat keine Ahnung. Und damit ist er aus der Verantwortung raus.

    (Zum Mitschreiben: Irgendwie hat D laut Pressemitteilung letztes Jahr 20 MrD Überschuss erwirtschaftet. Und die SPD (Könnte auch CDU, FDP -alles egal) hat keine Ahnung über den Auslöser eines Skandals, der bis zu 20 MrD in der „Vorzeigefirma Deutschlands“ kostet. Das fördert Vertrauen. Besonders, da man ja ENDLICH einen Grund hat, sich von 30000 Leuten in D zu entledigen. )

  18. Jetzt mach’s doch mal nicht so kompliziert. Du hast also angeblich eine Verschwörung entdeckt, bei der alle Parteien zusammen mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk immer vor Wahlen die Arbeitslosenzahlen herunterrechnen. Und Du hast es aufgedeckt und bei Dir auf Facebook veröffentlicht. Dann gib mir doch einfach den Link zu diesem Posting! Wenn ich Deine Mailadresse als Vor- und Nachname interpretiere (was nicht eindeutig so lesbar ist), dann finde ich zwar ein FB-Profil, dort ist aber nur ein einziges Posting öffentlich lesbar. Und das hat nichts mit dem Thema zu tun. Ich stelle jetzt nicht extra eine Freundschaftsanfrage, um mich anschließend bei Dir durch das Profil scrollen zu dürfen.

    Du beschreibst hier eine völlig absurde Situation: Da entdeckt also jemand eine ganz unglaubliche Verschwörung und statt sie zu veröffentlichen, bringt er sie nur auf FB (wo es keine Suchfunktion gibt) und versteckt sie dort auch noch als nicht-öffentliches Posting. Was ist das denn für ein Unsinn?

    Nochmal zum Thema „Vom Hunderdsten in Tausendste kommen“. Ich habe es mir schon lange abgewöhnt, hier auf thematische Seitenlinien einzugehen, die nichts mit dem Thema des Artikels zu tun haben. Das stiehlt sinnlos Zeit. VW ist hier nicht das Thema.

  19. Echt nicht lesbar? OH- Entschuldigung.

    Das ist doch bekannt, dass die AB-Maßnahmen kurz vor
    BT-Wahlen massiv erhöht werden. Das hat doch mit V-Theorie nichts zu tun.

    Da ist die Statistik- offiziell:
    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1224/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-seit-1995/
    Und die BT-Wahlen waren 1998, 2002, 2005, 2009, 2013.
    Logischerweise meldeten vor ca. 5 Wochen die „Öffentlich Rechtlichen“ ein (Zitat) „Historisches Minimum“.
    Mit Ausnahme von 1998 hatte die AL vor der BT-Wahl ein lokales Minimum.

    Und damit’s schöner Aussieht wurde von Frau vdL 2004 oder 2005 das (A-)Sozialgesetz §53 Abs 2 verabschiedet.
    Auch das kann jeder Nachlesen. Das ist es ouch offiziell:
    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-groangelegte-statistik-luege-der-ba-90016209.php
    Das darf auf dieser Seite nicht „Betrug“ genannt werden, da eben obiges Gesetz existiert, das Statistischen Betrug (Ich denke, ich darf das sagen) zum geltenden Recht macht. Und da Mathematik nicht hip ist, interessiert’s keinen.
    Frau Dr. Merkel hat Physik studiert. Dabei ist Statistik unabdingbares Handwerkszeug.

    Das bedeutet: Die Diskussion über Fake-News ist absolut obsolet, da Statistikbetrug zum geltenden Recht gemacht wurde. Die „Absegnung“ des Gesetzes ist offiziell von Rot, Grün und Schwarz getragen. Teamwork: Die Schröder-Regierung schuf die Grundlagen, die CDU hat darauf aufgebaut.

  20. Yogeshwar will per Facebook massenhaft verbreiteten Fake News, welche unsere Demokratie gefährden könnten, mit Hilfe des Pressegesetzes beikommen. Allerdings erst ab einer noch festzulegenden Mindestmenge. Ich meine, hier hat er sich verrannt. Der Fake News-Vertreiber brauchte diese Schwelle nur um einen Adressaten unterschreiten und käme davon. Oder er legt sich einen zweiten Account zu und verteilt seine Anhänger.

    Gestern ging es durch die elektronischen Medien und heute brachte es die DNN : Ein Syrer verklagt Facebook mit Hilfe eines Anwalts wegen der Verbreitung eines gefakten Selfies mit der Kanzlerin. Er verlangt Löschung der Beiträge und Schmerzensgeld. Das Gericht gab den Parteien mehr als einen Monat Zeit, sich gütlich zu einigen. Der Fachanwalt für IT-Recht ist bereits einmal mit einer Klage gegen Facebook gescheitert, eine Klage gegen Zuckerberg ist noch anhängig. Zuckerbergs Standpunkt lt. DNN :

    Facebook ist ein Technologieunternehmen und kein Medienunternehmen. Wir stellen Tools zur Verfügung. Wir erstellen keinen Content.

    Der IT-Anwalt fordert, daß Facebook für geteilte Inhalte genauso haften soll wie Zeitungsverleger für Leserbriefe. Der DNN –Autor meint, Facebook trage für seine Inhalte Mitverantwortung.

    DNN : Der Konzern steuert auf der Basis selbst erhobener Daten die Gewichtung von Storys über redaktionelle Standards und Algorithmen aktiv mit. Das sind mächtige publizistische Entscheidungen, die weit über einen Speicherservice hinausgehen.

    Ob und wie sich Letzteres auswirkt kann ich nicht beurteilen. Aber um Facebook zur Löschung von Fake News zu zwingen bedarf es wohl eines Gesetzes.

    Bisher mußte ein Nutzer den Melde-Knopf drücken, wenn er sein Persönlichkeitsrecht verletzt sah. Wie soll Facebook erkennen, daß Person A über Person B Falsches verbreitet? Das nächste wäre, wie soll Facebook mit solchen Meldungen umgehen?!

    Ich bin gespannt auf den Ausgang der eingangs erwähnten Sache.

  21. Ich denke auch, dass Yogeshwars Idee mit der Mindestmenge nicht haltbar ist, u.a. schon aus dem von Ihnen genannten Grund. Wie der aktuelle Fall des Syrers ausgeht, darauf bin ich auch gespannt. Die Firma Facebook zieht sich hier aber auch sehr aus der Affaire, wenn sie immer nur beanstandete Bilder auf konkret gemeldeten einzelnen Seiten (eventuell) löscht, nicht aber dieselben Bilder auf anderen FB-Seiten anderer Leute. Technisch ginge das auf jeden Fall, ein Bild oder auch ein Video überall im gesamten sozialen Netzwerk zu löschen. Bei Bildern ließe sich das sogar mit veränderten Versionen des Originalbildes machen. Google nutzt eine solche Funktion seit Jahren für das Finden identischer oder auch nur ähnlicher Bilder im gesamten Internet. Das Löschen als nächstem Schritt wäre dann das Einfachste an der Sache.

    Falschmeldungen als solche zu erkennen, dürfte wohl auch weiterhin die Aufgabe von uns Menschen bleiben. Die Sache mit der Hitlerverehrung des Libanesen ist wirklich so ein Fall, an dem eine Softwarelösung scheitern müsste: Fällt das nicht – egal wie dumm oder gefährlich man es findet – sogar noch unter freie Meinungsäußerung? Mir wäre auch nicht ganz wohl bei dem Gedanken, dass eine Software Nachrichten und Meinungen für mich als „wahr“ oder „falsch“ beurteilt. Selbst über so einen Fall wie mit diesem libanesischen Lehrer würde ich mir schon noch gern selbst meine Meinung bilden.

  22. Freie Meinungsäußerung im Nahen Osten

    Gerade wurde Pirincci wegen seiner unsäglichen Rede 2015 auf dem Theaterplatz vom Amtsgericht Dresden zu einer Geldstrafe von 11.700€ verdonnert, weil

    DNN : … Pirincci den öffentlichen Frieden gestört habe, indem er Teile der Bevölkerung zu Hass aufstachelt und die Menschenwürde anderer Gruppen angegriffen habe.

    Was die libanesischen Lehrer und die Palästinensische Hamas machen ist nichts anderes, nur findet sich dafür kein Amtsgericht. Das wäre eher ein Fall für die Hate Speech-Kahane-Truppe unseres Heiko Maas. Aber ich habe davon noch nichts mitbekommen, die sind offensichtlich mit dem Kampf gegen Rechts ausgelastet.

    Ich habe das Beispiel der Hitlerverehrung der Libanesen & Palästinenser auch nur gebracht um zu zeigen wie problematisch bis unsinnig eine Meinungs-und/oder Software gesteuerte Zensur von Facebook ist.

    Insofern sind wir ja in etwa einer Meinung.

  23. Asylsuchender oder Zuwanderer – das ist hier die Frage

    Frank : Meinst Du Morde, die durch Asylbewerber oder -berechtigte begangen wurden? Das ist eine relativ geringe Zahl. Wenn man von 2015-16 selbst die Tötungsversuche mit hinzu nimmt, erhält man – selbst bei der Verwendung asylkritischer Quelleneine Zahl im unteren zweistelligen Bereich. Und bei den meisten dieser Fälle waren ohnehin andere Asylbewerber oder -berechtigte die Opfer.

    Hervorhebung von mir.
    Also bei mir spuckt diese Sammlung dafür die Zahl 323 aus, wobei die Karte für große Teile Brandenburgs und Sachsens unschuldig gelb ist. Der Fall „Remember Khalid“ fehlt. Die Sammlung ist also nur sehr bedingt zu gebrauchen.
    Aber darauf will ich nicht hinaus.

    Frank : Abgesehen davon bleibt auch der Bezug von dem Thema zu einer Internetzensur völlig frei erfunden.

    Es gibt zwar keine Zensur dafür, aber ich habe den Eindruck, daß Teile der Politik und der Medien bzgl. Kriminalität von Asylanten bewußt im Unklaren lassen wollen bzw. diese schönreden. Man überfliege nur mal dieses Suchergebnis. Ein schönes Beispiel lieferte auch deutsche Justizminister, als er nach den Pariser Attentaten jede mögliche Beteiligung von Flüchtlingen abstritt. Nun, die Terroristen-Ausbilder wären doch mit dem Klammersack gepudert, würden sie die offenen Grenzen und den unkontrollierten Flüchtlingsstrom (Frau Merkel, wir danken Dir, das schaffen wir schon!) nicht nutzen.
    Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2015 (PKS 2015) verzeichnet 114.238 Zuwanderer als Tatverdächtige ohne ausländerrechtliche Verstöße. Das bedeutet , rund jeder zehnte Flüchtling wurde bei der Polizei aktenkundig !
    Michael Klonovsky betrachtet in der Acta diurna die Kriminalitätsbelastung der Zuwanderer für diverse Delikte separat :

    Acta diurna : Beginnen wir mit einigen Fakten. Ohne Straftaten gegen das Ausländerrecht – die immer herausgerechnet werden, als sei ein illegaler Grenzübertritt eine Bagatelle – registierte die PKS für 2015 114.238 Taten durch Flüchtlinge (in der PKS-Terminologie „Zuwanderer“ geheißen).
    „Laut Bundesinnenministerium kamen im gleichen Zeitraum 890 000 Asylanten ins Land, woraus sich eine Kriminalitätsbelastung (ohne Berücksichtigung von Verstößen gegen Asyl- u. Freizügigkeitsgesetze) von 13% ergibt. Bei denen, ‚die schon länger hier leben‘ (72 Mio. Autochthone u. Eingebürgerte), belief sich die Kriminalitätsbelastung auf 2% (1.456.078 TV)“, notiert Leser ***. „Betrachtet man einzelne Deliktbereiche, wird das Mißverhälnis teilweise noch bizarrer. Obwohl der Anteil der Zuwandererkohorte an der Gesamtbevölkerung kaum mehr als 1 Prozent betrug, stellten sie bei den Straftaten
    • gegen das Leben 8,2%
    • schwere Körperverletzung 8,2%
    • gegen die sexuelle Selbstbestimmung 4,8%
    • Rohheitsdelikte 5,3%
    • Raubdelikte 11,1%
    • Wohnungseinbruch 10,2%
    • Ladendiebstahl 14,2%
    • Taschendiebstahl 33,5% 

    aller Tatverdächtigen (Quelle: PKS 2015, Seite 70).

    Diese Zahlen sprechen eine klare Sprache.
    Am 05.12.2016 stellte der Sächsische Innenminister den Lagebericht Asyl und Kriminalitätsentwicklung Zuwanderer vor:

    medienservice.sachsen.de: Bei der Kriminalitätsentwicklung durch Zuwanderer ist 2016 bisher ein leicht rückläufiger Trend zu verzeichnen. Seit Jahresbeginn sind die durch Zuwanderer begangenen Straftaten von 4.698 im 1. Quartal auf 4.564 im 3. Quartal 2016 gesunken. Von Januar bis September 2016 sind in der Polizeilichen Kriminalstatistik Sachsen 7.579 Zuwanderer als Tatverdächtige erfasst, durch diese wurden 14.043 Straftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße) verübt.

    Das waren dann im 2.Quartal 4781 Straftaten und damit i.m.A. ein auf und ab auf hohem Niveau.
    Die Zahl der Asylsuchenden als Tatverdächtige (ohne ausländerrechtliche Verstöße) entwickelte sich wie folgt:
    2014 : 3.186
    2015 : 5.260. davon 4.816 allgemeine Kriminalität
    2016 bis 3.Quartal : 7979 (Zuwanderer)
    Quelle und Wortwahl :Ulbig und PKS 2015 Sachsen
    Wie man angesichts dieser Zahlen von „leicht rückläufigem Trend“ reden kann weiß Ulbig allein.
    (Bei der Einordnung der Zahl für 2014 bin ich mir nicht so sicher, weil in den Quellen die Wortwahl wechselt, mal Asylsuchender mal Zuwanderer. Ein Zuwanderer muß nicht unbedingt Asyl suchen.)
    Weiter:

    medienservice.sachsen.de: Die Flüchtlingszahlen sind 2016 in Sachsen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Kamen zwischen Januar und November 2015 noch knapp 62.000 Flüchtlinge in den Freistaat, waren es im gleichen Zeitraum dieses Jahres insgesamt rund 14.000. 2014 wurden in Sachsen insgesamt 11.786 Flüchtlinge registriert.

    Zur Anzahl der Flüchtlinge in Sachsen vermeldet Asylinformation Sachsen :

    asylinfo.sachsen.de: Die Anzahl der Zugänge in den sächsischen Erstaufnahme-Einrichtungen (EAE) hat sich im Jahr 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark erhöht. Während im Jahr 2014 insgesamt 11.786 asylsuchende Personen nach Sachsen kamen, wurden im Zeitraum Januar bis Dezember 2015 rund 69.900 Personen in den EAE in Sachsen registriert. Im Jahr 2016 reisten rund 14.860 Asylbegehrende nach Sachsen ein.

    Addiere ich die Flüchtlingszahlen 2014 bis 2016 und schlage 25% auf die 7.579 Zuwanderer (als evtl. dazukommende Tatverdächtige auf für das 4.Quartal) komme ich wieder auf das Ergebnis : Rund jeder zehnte Flüchtling ist Tatverdächtig.
    Zum Schluß noch ein Hinweis, wie es in den EAE so zugeht. Der Honigmann veröffentlichte das Ergebnis einer Anfrage der AfD im Sächsischem Landtag zu Straftaten und nicht natürliche Todesfälle in Asylunterkünften.
    Ich habe mal gezählt :
    Totschlag Versuch : 12 Vollendet : 4
    Mordversuch : 1
    Körperverletzung : 795 davon gefährliche : 360
    Sexuelle Vergehen : 11
    Macht in summa 823 Straftaten gegen die körperliche Unversehrtheit anderer, d.h. rund jeder 80ste Asylbewerber wurde 2015 in den EAE Sachsens angegriffen.
    Von dem Mordversuch in Grimma nahm nicht mal die lokale Presse Notiz.

  24. @ Michael_DD: Mich haben Sie vor einigen Jahren einmal dafür kritisiert, dass ich eine unseriöse Quelle (ich glaube „Hinter der Fichte“ oder so) verwendet hatte und nun kommen Sie selbst ausgerechnet mit dem „Honigmann“ … aber was soll’s, die eigenliche Quelle ist ja der Sächsische Landtag. Doch Ihrem Thema: Ich gebe ja zu, dass ich keine Ahnung habe, wie viele Morde und -versuche es nun wirklich waren. Und natürlich ist mir bekannt, dass einige Medien und Politiker die Herkunft von Tätern erst in der letzten Zeile erwähnen oder sogar ganz verschweigen. Aber das ist doch angesichts meines Artikel-Themas hier wirklich nebensächlich. Die Thematik kam ja nur auf – und ich hätte auf solche Details wie Zahlen gar nicht erst eingehen sollen – weil „Demonstrant“ behauptete, Yogeshwar betriebe Mörderversteherei. Für solche Vorwürfe hätte ich einfach gern eine Quelle. Und die gibt es nicht.

  25. @Frank : Zu Yogeshwars Ansichten, sprich Artikelthema, hatte ich mich geäußert. Diese bleiben sicher Theorie. Durch Ihren Diskurs mit Demonstrant und Ihren Link kam ich auf etwas, was leider Realität ist, Beispiel Ulbigs Schönfärberei. Ich habe lange überlegt, wie ich die Kurve kriege, um das im Thema darzustellen. Offensichtlich ist es nicht ganz gelungen.
    Was den Honigmann betrifft – ich habe ihn verlinkt , weil das Kopieren des Textes einfach war. Das Original der Anfrage + Antwort ist zum Kopieren + Zählen ungeeignet. Linke + Grüne und die Presse haben die Sache offensichtlich ignoriert und eine AfD-Seite wollte ich nicht verlinken.
    Ansonst ist der Honigmann nicht mein Ding wegen seiner teils kruden Ansichten. Er hat aber einen gewissen Unterhaltungswert, was Dialekt, Aussprache von Fremdwörtern und Versprecher betrifft.

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