ZDF: Putin ist schuldig am Erfolg des IS in Syrien

Deutschen Medien, und dabei vor allem dem öffentlich rechtlichen Fernsehen wird gern unterstellt, sie wären einseitig, würden als „Staatsfunk“ Propaganda veröffentlichen oder hätten eine linksgrüne Ausrichtung. Nun wäre mir eine linksgrüne Einseitigkeit zwar lieber als eine rechtsbraune, aber akzeptabel ist Einseitigkeit für öffentlich rechtliches Fernsehen so oder so nicht.

Vor allem das ZDF hat sich in der Hinsicht mit seinen Nachrichtensendungen erstaunlich negativ entwickelt. In den letzten Monaten dachte ich gelegentlich, sie hätten dank der massiven Zuschauerkritik im Internet bemerkt, dass es so nicht geht. Aber gestern gab es wieder ein absolutes Highlight, welches nichts mehr mit tendenzieller Berichterstattung zu tun hatte, nein es war billigste Propaganda. Ich als „gelernter DDR-Bürger“ dachte 1989, so etwas nie mehr sehen zu müssen. Wie man sich doch täuschen kann.

Um 21:15 kam am 7.9.2015 im ZDF heute journal ein Beitrag zu Syriens Zukunft unter Assad. Darin wurde unter anderem gesagt:

Neben der Bedrohung durch den IS ist (…) Assad die Fluchtursache Nummer eins im Syrienkonflikt. Assad lässt dem IS freie Hand (…) Dabei verlässt Assad sich auf seine Schutzmacht Russland. Putin liefert Kriegsgerät an Syrien …

Anschließend wird Putin gezeigt, er sagt:

(Schnitt) „Wir unterstützen Syrien mit Ausrüstung, der Ausbildung von Soldaten und Waffen. Wir machen viele Geschäfte dort.“ (Schnitt)

Was bleibt bis hier beim normalen Zuschauer hängen, der anschließend nicht noch einmal jedes gesagte Wort und jeden Schnitt analysiert? Er hat erfahren: Assad lässt dem IS freie Hand, unterstützt ihn also. Und dabei wird er von Putin unterstützt, weil Russland dort offensichtlich weiterhin so gute Geschäfte machen will. Also ist Putin am Erfolg des IS in Syrien mit schuldig.

Aber stimmt das alles? Lässt Assad dem IS wirklich freie Hand? Nein, eigentlich nicht. Das Problem ist, dass die Syrische Armee Personalmangel hat und deshalb nicht alle Gebiete im Land verteidigen kann. Das bedeutet noch lange nicht, dass sie dem IS „freie Hand lässt“:

Die syrische Armee gibt demnach wegen fehlender Soldaten Gebiete im Land zugunsten von strategisch wichtigeren Positionen auf. „Manchmal, unter bestimmten Umständen, müssen wir Gebiete aufgeben, um unsere Kräfte auf die Regionen zu konzentrieren, die wir halten wollen“, sagte Staatschef Assad in der Fernsehansprache am Sonntag. (…) Allerdings handelt es sich bei den Gebieten, in denen die Miliz dominiert, zu großen Teilen um Wüste. Den restlichen Teil Syriens, also vor allem den dicht besiedelten Westen, halten die Assad-Truppen und IS-feindliche Rebellengruppen. (Quelle: Spiegel online)

Die Syrische Armee, also Assad, kämpft in ihrem Zweifrontenkrieg durchaus gegen den IS und steht keineswegs auf dessen Seite. Und was ist so falsch daran, wenn Russland die syrische Regierung in diesem Kampf mit Ausrüstung, der Ausbildung von Soldaten und Waffen unterstützt? Haben wir das in Afghanistan im Kampf gegen die Taliban nicht genauso getan?

US-Außenminister Kerry wird im Video anschließend erwähnt: Er warnt Russland vor einem militärischen Eingreifen im syrischen Bürgerkrieg. Das wird vom ZDF nicht weiter hinterfragt. Aber das wäre schon angebracht. Denn wieso darf Russland nicht eingreifen, während die USA das bereits tun? Dass die USA das macht, ist auch in Ordnung. Aber ist es vernünftig, dass sie dabei parteiisch die Seite der Rebellen militärisch unterstützt und dies auch weiterhin vor hat? Auch wenn Vergleiche oft hinken: Eigentlich drängt sich da ein Vergleich mit der Ukraine auf … Aber natürlich nicht den Journalisten des ZDF.

Dinge zu hinterfragen oder eine andere Sichtweise zu zeigen ist beim ZDF offensichtlich nicht angesagt. Stattdessen verweist man neben Putin auf einen anderen Vertreter der „Achse des Bösen“ – den Iran. Denn der „Iran unterstützt Assad ebenfalls“. Der Iranische Außenminister darf dazu nur sagen:

(Schnitt) „Diejenigen, die einen Sturz des syrischen Präsidenten in den letzten Jahren unterstützt haben, sind für das Blutvergießen in Syrien maßgeblich verantwortlich.“ (Schnitt)

Ja und? Stimmt das etwa nicht? Wäre es nicht auch überlegenswert, die Rolle der syrischen Rebellen zu hinterfragen? Man muss Assad nicht mögen, aber sehr viel sympathischer wirkten große Teile der Aufständigen auch nicht.

Das wird vom ZDF nicht hinterfragt, stattdessen erfahren wir weiter:

„Russland und Iran geben also vor, den IS bekämpfen zu wollen, doch das Ziel ist ein anderes“

Dazu wird Kristin Helberg (Einblendung „Syrien-Expertin“) zitiert, die das bisherige immerhin zunächst relativiert:

…. wollen Russland und Iran eine internationale Allianz gegen den IS schmieden und sie wollen Baschar al-Assad gerne einbinden in diese Allianz.

Also ist es – entgegen der vorherigen ZDF-Aussage – durchaus das Ziel von Russland und dem Iran, den IS mit anderen zusammen bekämpfen zu wollen. Und wäre ein solches Bündnis nicht genau richtig? Was ist so falsch daran, eine solche Allianz zu schmieden? Eigentlich kämpfen doch alle gegen den IS: Die Amerikaner, Assads Syrische Armee, die syrischen Rebellen (also die „Freie Syrische Armee“) , der Irak, der Iran, die Kurden … die EU hat Probleme mit IS-Sympathisanten, Russland hat ähnliche Probleme in Tschetschenien. Wieso arbeitet man da nicht zusammen? Ist es nicht völlig nebensächlich, wenn ein Vorschlag dazu von der Inkarnation des Bösen, also von Putin kommt? Und wieso verdreht das ZDF einen vernünftigen Ansatz zu etwas negativem?

Nach Kristin Helbergs Meinung ist eine solche Allianz allerdings

„nicht so richtig zielführend, denn mit Baschar al-Assad lässt sich der IS schwer bekämpfen, er ist der Ursprung dieser Gewalt in Syrien, er nährt mit seinen Verbrechen den Radikalismus und den Terror. Deshalb brauchen wir eigentlich einen politischen Übergang, eine Alternative zu Assad.“

Ich kann nicht beurteilen, ob das so stimmt. Vielleicht hat sie Recht. Aber ist nur Assad der Ursprung der Gewalt in Syrien? Haben nicht auch die Aufständigen zumindest ihren Anteil daran? Dürfen die in einer Allianz gegen den IS trotzdem vertreten sein? Und wieso ist der IS dann auch im Irak erfolgreich, wo Assad doch gar keinen Einfluss hat? Wieso breitet sich der IS in Libyen aus? Ist es nicht denkbar, dass er sich immer dort auszubreiten versucht, wo gerade die staatliche Ordnung zusammengebrochen oder instabil ist?

Was bleibt nach dieser Sendung hängen? Assad muss weg. Das scheint die Lösung der Probleme zu sein. Diese Strategie hat schon im Irak und in Libyen zu großen „Erfolgen“ geführt. Und Putin ist natürlich irgendwie schuld. Aber das ist ja eigentlich bekannt.

30 Kommentare:

  1. Eine Auslassung, Äpfel + Birnen oder Putin in der Opferrolle

    Frank :
    Um 21:15 kam am 7.9.2015 im ZDF heute journal ein Beitrag zu Syriens Zukunft unter Assad. Darin wurde unter anderem gesagt:

    Neben der Bedrohung durch den IS ist (…) Assad die Fluchtursache Nummer eins im Syrienkonflikt. Assad lässt dem IS freie Hand (…) Dabei verlässt Assad sich auf seine Schutzmacht Russland. Putin liefert Kriegsgerät an Syrien …

    Anschließend wird Putin gezeigt, er sagt:

    (Schnitt) „Wir unterstützen Syrien mit Ausrüstung, der Ausbildung von Soldaten und Waffen. Wir machen viele Geschäfte dort.“ (Schnitt)

    Was bleibt bis hier beim normalen Zuschauer hängen, der anschließend nicht noch einmal jedes gesagte Wort und jeden Schnitt analysiert? Er hat erfahren: Assad lässt dem IS freie Hand, unterstützt ihn also. Und dabei wird er von Putin unterstützt, weil Russland dort offensichtlich weiterhin so gute Geschäfte machen will. Also ist Putin am Erfolg des IS in Syrien mit schuldig.

    Zu diesem Schluß kann man kommen, wenn man beim ZDF nicht genau hinhört oder Ihren Zitaten vertraut.
    Ich habe mir erlaubt „jedes gesagte Wort und jeden Schnitt“ an der entscheidenden Stelle zu analysieren und diese einzufetten. Sie lautet:

    ZDF :
    Er lässt einerseits der Terrormiliz IS freie Hand, andererseits töten Assads Bomben sieben mal mehr Zivilisten als der IS. Dabei verlässt Assad sich auf seine Schutzmacht Russland. Putin liefert Kriegsgerät an Syrien und unterhält einen wichtigen Marinestützpunk im Hafen von Tartus.

    Um Letzteren geht es wohl u.a. den Russen.
    Natürlich ist die Aussage des ZDF. „Er (Assad) lässt … der Terrormiliz IS freie Hand …“ totaler Blödsinn – aber Sie jonglieren mit Ihrer Auslassung und Interpretation des Restes Putin in die Rolle der verfolgten Unschuld.
    Wofür Assad das von den Russen geliefert Gerät benutzt wurde ja vom ZDF dann noch gesagt.

    Frank :
    US-Außenminister Kerry wird im Video anschließend erwähnt: Er warnt Russland vor einem militärischen Eingreifen im syrischen Bürgerkrieg. Das wird vom ZDF nicht weiter hinterfragt. Aber das wäre schon angebracht. Denn wieso darf Russland nicht eingreifen, während die USA das bereits tun? Dass die USA das macht, ist auch in Ordnung. Aber ist es vernünftig, dass sie dabei parteiisch die Seite der Rebellen militärisch unterstützt und dies auch weiterhin vor hat? Auch wenn Vergleiche oft hinken: Eigentlich drängt sich da ein Vergleich mit der Ukraine auf.

    Nach Ihren Quellen unterstützen die USA explizit nur ausgewählte Rebellen im Kampf gegen den IS. Daß diese Leute auch gegen Assad kämpfen werden die USA schwerlich verhindern können – aber das ist ihr Dilemma.

    Zu Ihrem Vergleich mit der Ukraine :
    Dort hat sich Putin innerhalb von 3 Wochen die Krim unter den Nagel gerissen und unterstützt die Separatisten in der Ostukraine, von denen Nova Rossija genannt. Ziel ist auch hier Landnahme durch Rußland.
    M.W. haben die USA das letzte Mal nach dem Krieg gegen Mexiko mit dem Friedensvertrag von 1848 fremdes Land in Besitz genommen, Panama sei mal ausgeklammert.
    Ich bin der Meinung daß man alles Mögliche miteinander vergleichen kann wenn man sich einen Erkenntnisgewinn verspricht, auch die berühmten Äpfel + Birnen. Am Ende wird man gleiche Eigenschaften und Unterschiede feststellen.
    Insofern hinkt ein Vergleich nicht sondern höchstens eine Gleichsetzung.

    Frank :
    Und wäre ein solches Bündnis nicht genau richtig? Was ist so falsch daran, eine solche Allianz zu schmieden? Eigentlich kämpfen doch alle gegen den IS: Die Amerikaner, Assads Syrische Armee, die syrischen Rebellen (also die „Freie Syrische Armee“) , der Irak, der Iran, die Kurden … die EU hat Probleme mit IS-Sympathisanten, Russland hat ähnliche Probleme in Tschetschenien. Wieso arbeitet man da nicht zusammen? Ist es nicht völlig nebensächlich, wenn ein Vorschlag dazu von der Inkarnation des Bösen, also von Putin kommt? Und wieso verdreht das ZDF einen vernünftigen Ansatz zu etwas negativem?

    Dieser „vernünftige Ansatz“ der Russen kommt zu einem Zeitpunkt bei dem Assad das Wasser bis zum Halse steht. Er hat vor allem das Ziel Assad wieder hoffähig zu machen und ihn aus der Schusslinie der Rebellen zu nehmen, mit dem Trick ihn in ein Boot „Kampf dem IS“ zu holen. Bis dato waren den Russen die Gräuel des IS in Syrien usw. und deren Folgen ziemlich egal.
    Abgesehen davon erzeugt der Vorschlag bei einigen Europäern eine positive Resonanz.

    Frank :
    Und wieso ist der IS dann auch im Irak erfolgreich, wo Assad doch gar keinen Einfluss hat? Wieso breitet sich der IS in Libyen aus? Ist es nicht denkbar, dass er sich immer dort auszubreiten versucht, wo gerade die staatliche Ordnung zusammengebrochen oder instabil ist?

    Was bleibt nach dieser Sendung hängen? Assad muss weg. Das scheint die Lösung der Probleme zu sein. Diese Strategie hat schon im Irak und in Libyen zu großen „Erfolgen“ geführt.

    An diesen Überlegungen ist was dran. Bloß wie will man mit solch einer Allianz den IS z.B. in Lybien bekämpfen?
    Ansonst teile ich Ihre Einschätzung zu gewissen ZDF-Sendungen : Statt Information zu bekommen erfährt man die Meinung von Journalisten; siehe Anja Reschke, welche offene Türen einrennt.

    Frank :
    Und Putin ist natürlich irgendwie schuld. …

    Aber sicher !

  2. @ Michael_DD:

    Zu diesem Schluß kann man kommen, wenn man beim ZDF nicht genau hinhört oder Ihren Zitaten vertraut.
    Ich habe mir erlaubt „jedes gesagte Wort und jeden Schnitt“ an der entscheidenden Stelle zu analysieren und diese einzufetten.

    Ja, das macht aber kein normaler Fernsehzuschauer. So funktionieren Medien nicht. Zumindest nicht Radio und Fernsehen. Die funktionieren so: Es kommt eine Nachrichtensendung, erste Nachricht, zweite Nachricht, irgendwo steckt vielleicht eine unterschwellige verdrehte Aussage, man hört/sieht mehr oder weniger aufmerksam zu, Schnitt nächste Nachricht. Spätestens beim anschließenden nächsten Krimi hat man das vergessen und nur die unterschwellige Information bleibt hängen. Fast niemand kommt auf die Idee, da später in der Mediathek noch einmal genauer nachzuhaken.

    Ja, nach den auffindbaren Quellen unterstützen die USA explizit nur die Seite der Rebellen. Dass diese Leute auch gegen Assad kämpfen, ist kein „Dilemma“, nein – das weiß man in den USA ganz genau. Was für ein glücklicher Zufall. Und der Vergleich mit der Ukraine drängt sich schon auf, denn dort kämpfen Aufständische gegen die offizielle Regierung. Bereits die Vermutung, Russland könnte da eventuell Unterstützung leisten, wurde sofort (zu Recht) schwer kritisiert. In Syrien machen die USA dasselbe aber ganz offiziell – sie unterstützen Aufständische, die gegen ihre Regierung kämpfen. Russland darf aber auf keinen Fall der Regierung helfen. Seltsam.

    Auch wenn man, zugegeben, hier Äpfel mit Birnen vergleicht, denn in der Ukraine gibt es nicht zusätzlich die Bedrohung durch den IS oder etwas vergleichbares, ist das doch zumindest beachtenswert. Übrigens weiß ich nicht, ob Assad das Wasser wirklich bis zum Hals steht. Auf der Seite der Rebellen war das auch schon zu beobachten. Dass die Russen politische Interessen in Syrien haben ist auch klar – aber: Na und? Hat die USA das in der Gesamtregion dort etwa nicht? Ich finde, es wäre schlauer, sich zunächst gemeinsam gegen den aktuell schlimmsten Feind, gegen diese faschistoide Bedrohung namens IS zu stellen. Interne Streitereien sind dumm.

    Übrigens habe ich eine interessante Zeitung/website entdeckt, wo man detaillierte Berichte über Themen in arabischen Ländern findet, auch über Syrien bzw. Assad. Ich habe bisher nur die ersten Artikel gelesen (nein, nicht pro Assad, eher neutral): http://www.zenithonline.de

  3. @ Michael_DD: Nachtrag zum Thema

    Bis dato waren den Russen die Gräuel des IS in Syrien usw. und deren Folgen ziemlich egal.

    Erstens bezweifle ich, dass den den Russen das Thema IS egal ist, denn durch Tschetschenien ist islamischer Terror durchaus ein Problem für Russland. Aber abgesehen davon, wenn wir feststellen, dass den Russen die Gräuel des IS in Syrien bisher egal waren: Der restlichen Welt kann man das auch unterstellen. Ich wurde nur gerade daran erinnert durch einen Artikel von Antje Sievers, in dem abschließend der Satz fiel

    Die ganze Welt sieht seit Jahren beinahe tatenlos dabei zu, wie eine Horde islamischer Faschisten im zwanzigsten Jahrhundert Massenhinrichtungen inszeniert, foltert, köpft, kreuzigt und Frauen und Mädchen als Sexsklavinnen verkauft.

  4. Schluß mit Merkel

    Frank :
    Ja, das macht aber kein normaler Fernsehzuschauer. So funktionieren Medien nicht. Zumindest nicht Radio und Fernsehen…, irgendwo steckt vielleicht eine unterschwellige verdrehte Aussage, …

    Ja, da reicht manchmal schon ein Adjektiv – aus einer Info wird so eine Meinung. Und die ist in unserem Zwangsbezahlfernsehen meist RotGrün.
    Abgesehen davon haben Sie im diskutierten Fall mit Ihrer Auslassung dem ZDF etwas unterstellt.

    Frank :
    Ja, nach den auffindbaren Quellen unterstützen die USA explizit nur die Seite der Rebellen. Dass diese Leute auch gegen Assad kämpfen, ist kein Dilemma, nein das weiß man in den USA ganz genau. Was für ein glücklicher Zufall.

    Dilemma trifft es nicht richtig, aber ebenso wenig „glücklicher Zufall“. Jedenfalls ist die Strategie der USA, die IS zu bekämpfen und sich aus dem syrischen Bürgerkrieg herauszuhalten, bisher nicht aufgegangen. Die Haltung der USA ist ansonst klar Anti-Assad.

    Frank :
    Und der Vergleich mit der Ukraine drängt sich schon auf, denn dort kämpfen Aufständische gegen die offizielle Regierung. Bereits die Vermutung, Russland könnte da eventuell Unterstützung leisten, wurde sofort (zu Recht) schwer kritisiert. In Syrien machen die USA dasselbe aber ganz offiziell sie unterstützen Aufständische, die gegen ihre Regierung kämpfen. Russland darf aber auf keinen Fall der Regierung helfen. Seltsam.

    Das von mir Hervorgehobene verstehe wer will.
    Die russische Unterstützung steht doch außer Frage. Und Kritik an solchen „Vermutungen“ äußern nur Lars Märholz & Co. sowie die Knalltüten von der Dresdner Wahnmache wie Lothar Häupel.
    Und was Ihren Vergleich betrifft:
    Von Faßbomben und Giftgas hat man in der Ukraine noch nichts gehört. Und das ist der Unterschied.

    Frank :
    Übrigens weiß ich nicht, ob Assad das Wasser wirklich bis zum Hals steht.

    Und warum starten die Russen dann gerade jetzt diese Unterstützung?! Übrigens hat Assad vor kurzem sein letztes Ölfeld an den IS verloren.

    Frank :
    Übrigens habe ich eine interessante Zeitung/website entdeckt, wo man detaillierte Berichte über Themen in arabischen Ländern findet, auch über Syrien bzw. Assad. Ich habe bisher nur die ersten Artikel gelesen (nein, nicht pro Assad, eher neutral): http://www.zenithonline.de

    Ja interessant. Mal sehen was draus wird.

    Frank :

    Michael_DD :
    Bis dato waren den Russen die Gräuel des IS in Syrien usw. und deren Folgen ziemlich egal.

    Erstens bezweifle ich, dass den Russen das Thema IS egal ist, denn durch Tschetschenien ist islamischer Terror durchaus ein Problem für Russland.

    Die Russen hätten auch die Finger von Tschetschenien lassen können – siehe Ihre Theorie resp. Fakt vom Entstehen des IS in instabilen Regionen.

    Frank :
    Aber abgesehen davon, wenn wir feststellen, dass den Russen die Gräuel des IS in Syrien bisher egal waren: Der restlichen Welt kann man das auch unterstellen. Ich wurde nur gerade daran erinnert durch einen Artikel von Antje Sievers, in dem abschließend der Satz fiel

    Die ganze Welt sieht seit Jahren beinahe tatenlos dabei zu, wie eine Horde islamischer Faschisten im zwanzigsten Jahrhundert Massenhinrichtungen inszeniert, foltert, köpft, kreuzigt und Frauen und Mädchen als Sexsklavinnen verkauft.

    Ja, der Artikel enthält eine Menge unangenehmer Wahrheiten.
    Aber um mit Lenin zu sprechen : Was tun?
    Wenn es um Wirtschaftsflüchtlinge, speziell aus Afrika, geht verlangen Gutmenschen immer man müsste die Ursachen in den Herkunftsländern bekämpfen.
    Im Falle Syriens handelt es sich um ein Kriegsgebiet, da richtet man nur mit Soldaten was aus. Im Falle Syriens hat Obama gesagt „No boots on ground“.
    Zwischen den USA und Syrien liegt Europa!
    Heute lese ich in der Zeitung :

    Merkel :
    Für das Grundrecht auf Asyl gibt es keine Obergrenze.

    Ist die Frau noch zu retten !?

  5. Nachtrag zu : Assad steht das Wasser bis zum Halse.

    Die FASZ analysiert heute so : Am 28.9.2015 will Putin zum ersten Mal seit 10Jahren wieder vor der UN reden. Sein Sprecher hat die Themen Syrien und IS angekündigt. Die gegenwärtigen verstärkten Rüstungen sollen die Position Putins stärken : Er will eine Anti-IS-Koalition mit Assads Teilnahme vorschlagen.

  6. Damit wir uns hier thematisch nicht verzetteln – zum Thema „Aber um mit Lenin zu sprechen: Was tun?“: Ich halte die Idee, zunächst einmal gemeinsam gegen den IS vorzugehen, für eine vernünftige Sache. Anschließend kann man immer noch überlegen, wie es mit Assad weitergehen soll. Er ist mit Sicherheit das geringere Problem.

    Allerdings halte ich die Frage „wie es mit Assad weitergehen soll“ auch für sehr diskussionswürdig. Dürfen wir Außenstehenden uns Entscheidungen anmaßen, wer in einem fremden Land regieren darf? Ich weiß nicht mehr, ob es Peter Scholl-Latour war, jedenfalls wies schon beim Thema Irak/Hussein jemand darauf hin, dass praktisch alle arabischen Staaten von Diktatoren oder zumindest „von harter Hand“ regiert werden und dass diese Methode dort – realistisch betrachtet – am besten funktioniert. Ich kann nicht beurteilen, ob das stimmt, aber zumindest bekommt man diesen Eindruck. Die Diktatoren Hussein und Gaddafi sind bestimmt keine sympathischen Menschen gewesen, aber verglichen mit den Zuständen in Libyen und Irak nach ihrem Tod waren diese Staaten vorher ziemlich stabil und man konnte als normaler Mensch anscheinend ein halbwegs ruhiges Leben führen. Ja, schon klar – wenn man nicht zu einer unbeliebten Minderheit gehörte.

    Von Syrien hat man bisher ähnliches gehört, insofern bin ich skeptisch, ob Assad wirklich weg muss. Christen in Syrien sagen zum Beispiel: „Mit Assad leben wir besser“. Übrigens bin ich auch etwas skeptisch, was diese Fassbomben betrifft. Mir ist bekannt, dass es inzwischen zwei Studien gibt, in denen davon berichtet wird. Aber befragt werden konnten dafür sicher nur Menschen in Assad-feindlichen Regionen Syriens, also könnte hier Skepsis angebracht sein, wie weit man diesen Aussagen trauen kann. Warum sollte die syrische Armee, die immerhin moderne Waffensysteme besitzt, solche billigen Selbstbau-Bomben einsetzen? Eine Fassbombe kann man kaum steuern, man kann sie nur aus niedriger Höhe abwerfen. Dafür muss man mit einem Helikopter dicht über Feindgebiet fliegen, womit man seine eigenen Helikopter gefährden würde, abgeschossen zu werden. Warum nicht besser eine gut aus der Ferne steuerbare Rakete einsetzen? Und warum sollte selbst der diabolischste Diktator eine Fassbombe ausgerechnet über Marktplätzen voller Zivilisten zünden? Noch dümmer könnte man ja kaum sein, denn so würde der Rückhalt in der Bevölkerung komplett vernichtet. Assad werden solche Abwürfe immerhin unterstellt. Fassbomben und ähnliche selbstgebastelten Billigwaffen sind üblicherweise nie die Ausrüstung der staatlichen Armeen, sondern werden eher von Aufständischen eingesetzt.

    Kann sein, dass ich hier zu naiv bin, aber seit den angeblichen Massenvernichtungswaffen im Irak bin ich bei solchen Themen immer sehr skeptisch.

    Was Angela Merkel betrifft: Ja, solche Sachen habe ich mich auch gefragt.

  7. Zu der Diskussion um die russischen Interessen in Syrien ist noch hinzuzufügen, dass Russland in Tartus eine Marinebasis betreibt – die einzige im ganzen Mittelmeer. Wenn man das Ganze einmal geostrategisch betrachtet, ist das nicht ohne Belang. Trotz seiner enormen geographischen Ausdehnung hat Russland einen problematischen militärischen Zugang zum Meer. Was vom Schwarzen Meer aus operiert, kann durch eine Abriegelung des Bosporus (immerhin NATO-Territorium) ganz schnell wirkungslos gemacht werden. Die Nordflotte hat nur wenige im Winter eisfreie Häfen. Die Ostsee ist für große U-Boote zu flach, relativ leicht zu überwachen und verfügt auch nur über einen „Flaschenhals“ als Ausgang. Bliebe nur noch Fernost, was aber aufgrund der Entfernungen für ein schnelles Verlegen in Richtung Europa/Atlantik auch nicht geeignet ist. Daher also das Mittelmeer mit den Ausgängen Gibraltar und Suezkanal.

    Zumindestens in der Vergangenheit hat man recht gut mit Ägypten gestanden. Eine russische Stationierung in Syrien würde sicherstellen, dass man zumindestens diese Passage offenhalten kann und eventuell auch den Zu-/Ausgang des Schwarzen Meers absichert.

  8. Was will Putin und Gedanken zur Waffenwahl Assads

    Frank :
    Damit wir uns hier thematisch nicht verzetteln – zum Thema „Aber um mit Lenin zu sprechen: Was tun?“: Ich halte die Idee, zunächst einmal gemeinsam gegen den IS vorzugehen, für eine vernünftige Sache. Anschließend kann man immer noch überlegen, wie es mit Assad weitergehen soll. Er ist mit Sicherheit das geringere Problem.

    Wieso verzetteln ? Die Äußerungen des ZDF und Ihre Schlussfolgerung dazu waren doch abgehandelt.
    Der Bürgerkrieg in Syrien und der IS sind das Übel in Nahost.
    Assad das geringere Problem zu nennen ist sehr gewagt : Wenn die Einschätzung des ZDF stimmt hat Assad 7mal mehr Zivilisten auf dem Gewissen als der IS und aus Syrien stammen die meisten Flüchtlinge.
    Das macht den IS keinen Deut besser – beide müssen weg!
    Ich bringe hier mal eine Einschätzung der ZEIT, welche ich teile:

    ZEIT ONLINE :
    Assad ist – IS-Terror hin oder her – der Hauptverursacher des syrischen Krieges. Er hat das syrische Volk mit Artilleriebeschuss, Fassbomben, Flächenbombardement und Giftgas so terrorisiert, dass jetzt Millionen Syrer auf der Flucht sind. Er hat durch den jahrelangen Krieg gegen sein Volk die IS-Dschihadisten überhaupt erst ins Land geholt. Wer meint, man könne mit Assad den IS langfristig effektiv bekämpfen, der hat entweder keinen Schimmer von Syrien – oder eben andere Motive.
    Für Wladimir Putin ist Syrien ein ideales strategisches Manövrierfeld, auf dem er mehrere Ziele erreichen kann. Er kann sich dort als Gleichgesinnter der Iraner zeigen, damit Teheran nach dem Atom-Deal nicht gen Westen abdriftet. Er kann auf der Weltbühne als der Ideengeber einer neuen Anti-Terror-Allianz auftreten. Er kann die russische strategische Bedeutung steigern, inklusive einer permanenten militärischen Präsenz aller drei Teilstreitkräfte am Mittelmeer. Er kann, wenn nötig, mithelfen, den syrischen Krieg noch viele Jahre am Brennen zu halten. Die Folgen – in Form von Flüchtlingen und Destabilisierung – hat derzeit nicht Russland zu tragen, sondern der Nahe Osten und Europa.
    Und dass die EU sich künftig mehr auf Millionen von Flüchtlingen konzentriert als auf die Ukraine, ist vielleicht für Putin ein nicht unwillkommener Nebeneffekt.

    I.Ü. sind Putin die Flüchtlinge völlig egal – er nimmt keine auf.
    Was die Fassbomben betrifft : Es gibt im w³ Videos von Abwürfen und Fotos von Blindgängern. Warum Saddat das macht ? Um den Rückhalt in der Bevölkerung macht sich Assad sicher schon lange keine Gedanken mehr.
    Und „Warum nicht besser eine gut aus der Ferne steuerbare Rakete einsetzen?“ Das Ist vielleicht eine Frage des Vorrates und/oder des Preises. Ansonst sind Überlegungen zur Waffenwahl Assads ziemlich makaber – die Ergebnisse kann man auf Fotos von Aleppo sehen. Ob Fassbombe oder Rakete – nur ein Experte könnte es sagen.
    I.Ü. hat in der Dynastie Assad die Bombardierung der eigenen Bevölkerung Tradition.

  9. @ Sven Borner: Genau so ist es, man könnte also sagen, die Russen haben in Syrien geostrategische Ziele. So war es ja auch auf der Krim. Das klingt negativ, aber da unterscheiden sie sich kaum von unseren amerikanischen Freunden. Allerdings ist der Grund für das russische Engagement wenigstens klar erkennbar und letztlich dürfte die Existenz dieser russischen Marinebasis auch vergleichsweise harmlos für Syrien und den Rest der Welt sein. Die Gründe der US-Amerikaner dagegen sind oft schwer durchschaubar. Was z.B. das im Irak nun wirklich sollte, ist bis heute nie ganz klar geworden. Insofern komme ich mit Russlands Einsatz wegen seiner Marinebasis ganz gut klar.

  10. @ Michael_DD: Dieser zitierte Abschnitt aus ZEIT ONLINE … den kann ich nicht sehr ernst nehmen:

    Assad ist – IS-Terror hin oder her – der Hauptverursacher des syrischen Krieges. Er hat das syrische Volk mit Artilleriebeschuss, Fassbomben, Flächenbombardement und Giftgas so terrorisiert, dass jetzt Millionen Syrer auf der Flucht sind. Er hat durch den jahrelangen Krieg gegen sein Volk die IS-Dschihadisten überhaupt erst ins Land geholt.

    Das liest sich, als hätte Assad einfach mal so ohne jegliche Ursache sein Volk angegriffen. Hier wird die Kleinigkeit unterschlagen, dass in Syrien zunächst Frieden herrschte und dass die Kämpfe erst begannen, als es bewaffnete Aufstände gab. Ich zitiere mal aus Kommentaren zu diesem Artikel:

    Erst durch die massive Ausrüstung der freien syrischen Armee und islamistischen Rebellen, konnte der Bürgerkrieg so eskalieren und viele Jahre andauern.

    Dazu gibt es in den anderen Kommentaren kaum Gegenmeinungen, sondern hauptsächlich Zustimmung. Okay, das muss nichts zu sagen haben – nur weil viele Leute etwas nachplappern, muss es nicht wahrer werden. Aber trotzdem fehlt dieser Fakt in der ZEIT online-Darstellung völlig. Außerdem enthält der Artikel eine ziemlich unverschämte Unterstellung:

    Er (Putin) kann, wenn nötig, mithelfen, den syrischen Krieg noch viele Jahre am Brennen zu halten.

    Das klingt, als wolle Putin den Krieg dort aufrecht erhalten, um Europa durch Flüchtlingsströme zu destabilisieren. Ich räume zwar ein, dass eine solche Sache zumindest denkbar ist. Und man sollte über alle denkbaren Sachen auch nachdenken dürfen. Aber gibt es Beweise? Nein, woher auch. Was soll dann eine solche Unterstellung? Das ist absolut nicht lösungsorientiert und genau das sollte jetzt aber Vorrang haben. Außerdem: Jetzt stellen wir uns für einen Moment vor, jemand würde ähnliches über die USA behaupten … die hätten die Kriege auf dem Balkan (gegen Serbien und Bosnien), im Irak, in Afghanistan usw. nur ausgelöst, um Europa mit Flüchtlingen zu überschwemmen und so zu destabilisieren … würden wir da nicht sofort „Antiamerikanismus!“ und „Verschwörungstheorie“ rufen? Von einem meiner Facebook-Freunde (aus dem libertären Lager) erhielt ich zufälligerweise in den letzten Tagen zwei mal genau solche Links. Der eine ist dieser, den anderen finde ich nicht mehr (Facebook ist schlimm, was Durchsuchbarkeit betrifft). Ich habe beides als Verschwörungs-Unsinn eingestuft. Insofern ist es nun aber witzig, dass dieselbe Behauptung, nur gegenüber Russland, in einer „seriösen“ Zeitschrift kommt.

    I.Ü. sind Putin die Flüchtlinge völlig egal – er nimmt keine auf.

    Ja, kann sein. Allerdings kann man dasselbe auch Polen, den Tschechen, den Slowaken und anderen Ländern nachsagen. Offensichtlich wollen aber auch nur wenige Flüchtlinge dahin oder nach Russland.

    Was die Fassbomben betrifft : Es gibt im w³ Videos von Abwürfen und Fotos von Blindgängern.

    Ja, habe ich gesehen. Und mich gefragt: Waren das wirklich Hubschrauber Assads? Waren das wirklich „Fassbomben“? Eigentlich sahen sie wie normale Bomben aus (auch wenn das für die Getöteten keinen Unterschied macht)? Haben sie wirklich Wohngebiete oder Marktplätze getroffen? Wenn ja: waren diese noch bevölkert? Wie weit kann man diesen Videos der Assad-gegner trauen? Videos und Fotos von angeblich von Zivilisten getroffenen Wohngebieten werden immerhin auch immer wieder von der Hamas in Gaza herausgegeben. Aber meist fallen dort wichtige Nebeninformationen unter den Tisch. Insofern halte ich etwas Skepsis für sehr angebracht.

  11. Na sowas: Westen soll 2012 russischen Syrien-Friendsplan ohne Assad ignoriert haben

    „Dem ehemaligen finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari zufolge ignorierte der Westen vor drei Jahren einen russischen Friedensplan für Syrien, der einen Rücktritt des syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad vorsah.“

  12. Diese finnische Enthüllung ist offensichtlich genauso ein Witz wie der über den Lawrow in 2012 so lachte.

  13. Na gut, scheint wohl tatsächlich nicht zu stimmen: Kreml: Keine Geheimpläne für Assads Rücktritt

  14. Henne oder Ei und die Fassbombenfrage

    Frank :
    Das liest sich, als hätte Assad einfach mal so ohne jegliche Ursache sein Volk angegriffen. Hier wird die Kleinigkeit unterschlagen, dass in Syrien zunächst Frieden herrschte und dass die Kämpfe erst begannen, als es bewaffnete Aufstände gab.
    … fehlt dieser Fakt in der ZEIT online-Darstellung völlig.

    Da wir´s mit Vergleichen hatten : Hier muß ich an das Henne-Ei-Problem denken.
    Irgendwann fängt jede Darstellung an. Man könnte fragen was waren die Ursachen für die Aufstände und wer hat die Aufständischen ausgerüstet. Dann landet man ganz schnell bei den sunnitischen Saudis welche sich gegen das Vormachtstreben des schiitischen Iran stellen. Danach ergibt sich die Frage nach dem Konflikt zwischen den beiden Glaubensrichtungen und landet bei Mohameds Erben.

    Frank :
    Das klingt, als wolle Putin den Krieg dort aufrecht erhalten, um Europa durch Flüchtlingsströme zu destabilisieren. Ich räume zwar ein, dass eine solche Sache zumindest denkbar ist. Und man sollte über alle denkbaren Sachen auch nachdenken dürfen. Aber gibt es Beweise?

    Zumindest gibt es analoge Fälle wo Putin permanent destabilisiert, siehe Moldawien und Georgien.

    Frank :
    Jetzt stellen wir uns für einen Moment vor, jemand würde ähnliches über die USA behaupten … die hätten die Kriege auf dem Balkan (gegen Serbien und Bosnien), im Irak, in Afghanistan usw. nur ausgelöst, um Europa mit Flüchtlingen zu überschwemmen und so zu destabilisieren … würden wir da nicht sofort „Antiamerikanismus!“ und „Verschwörungstheorie“ rufen?

    Nee, ich würde den Betreffenden schlicht für bekloppt erklären wenn´s ein Deutscher wäre. Nicht aber diesen Starikow in dem von Ihnen verlinkten Video – Rußland´s führenden Geopolitik-Experten.

    Frank :
    Ja, habe ich gesehen. Und mich gefragt: Waren das wirklich Hubschrauber Assads? Waren das wirklich „Fassbomben“? Eigentlich sahen sie wie normale Bomben aus (auch wenn das für die Getöteten keinen Unterschied macht)? Haben sie wirklich Wohngebiete oder Marktplätze getroffen? Wenn ja: waren diese noch bevölkert?

    Ja Frank, man kann alles hinterfragen. Nur eins ist sicher : Die Wohngebiete und Marktplätze waren mal bevölkert, bevor sie durch Raketen und/oder Granaten und/oder Fassbomben zerstört wurden.

  15. Zum Thema Henne-Ei-Problem: Natürlich kann man den Konflikt auch in diesem geradezu absurd nebensächlichen* Streit zwischen Sunniten und Schiiten sehen. Der spielt ja, wie so oft, auch in Syrien eine Rolle. Aber die Behauptung, allein Assad sei am aktuellen Zustand in Syrien schuld, bleibt trotzdem eine etwas zu sehr vereinfachte Aussage.

    (* aus meiner Sicht als Ungläubiger)

    Thema bevölkerte oder unbevölkerte Marktplätze: Ja sicher waren die vorher bevölkert, bevor die Aufständischen sich dort niederließen. Aber es ist schon relevant, ob sie während der Bombardierung noch bevölkert waren und wenn ja, wie stark. Im übrigen hat auch die USA in Syrien bereits Stadtgebiete bombardiert. Und da gab es nachweislich zivile Opfer. Muss Obama deshalb jetzt auch weg?

  16. Das liebe ich an Deutschland und seiner linken Journaille :
    Die Politik lässt anderen die Drecksarbeit machen und wenn was schief geht erheben die Letzteren anklagend den Zeigefinger !

  17. Nochmal ZEIT ONLINE und die Syrien-Flüchtlinge

    Frank :

    ZEIT ONLINE :
    Assad ist – IS-Terror hin oder her – der Hauptverursacher des syrischen Krieges. Er hat das syrische Volk mit Artilleriebeschuss, Fassbomben, Flächenbombardement und Giftgas so terrorisiert, dass jetzt Millionen Syrer auf der Flucht sind. Er hat durch den jahrelangen Krieg gegen sein Volk die IS-Dschihadisten überhaupt erst ins Land geholt.

    Das liest sich, als hätte Assad einfach mal so ohne jegliche Ursache sein Volk angegriffen. Hier wird die Kleinigkeit unterschlagen, dass in Syrien zunächst Frieden herrschte und dass die Kämpfe erst begannen, als es bewaffnete Aufstände gab. Ich zitiere mal aus Kommentaren zu diesem Artikel:

    ZEIT ONLINE :
    Erst durch die massive Ausrüstung der freien syrischen Armee und islamistischen Rebellen, konnte der Bürgerkrieg so eskalieren und viele Jahre andauern.

    Dazu gibt es in den anderen Kommentaren kaum Gegenmeinungen, sondern hauptsächlich Zustimmung.

    Nun, die
    ersten Proteste gegen Assad in 2011verliefen friedlich
    und wie kompliziert die Gemengelage in Syrien ist kann man bei Wikipedia nachlesen. Sogar Nordkorea soll seine Finger im Spiel haben.

    Frank :
    Außerdem enthält der Artikel eine ziemlich unverschämte Unterstellung:

    ZEIT ONLINE : Er (Putin) kann die russische strategische Bedeutung steigern, inklusive einer permanenten militärischen Präsenz aller drei Teilstreitkräfte am Mittelmeer. Er kann, wenn nötig, mithelfen, den syrischen Krieg noch viele Jahre am Brennen zu halten. Die Folgen – in Form von Flüchtlingen und Destabilisierung – hat derzeit nicht Russland zu tragen, sondern der Nahe Osten und Europa.

    Das klingt, als wolle Putin den Krieg dort aufrecht erhalten, um Europa durch Flüchtlingsströme zu destabilisieren. Ich räume zwar ein, dass eine solche Sache zumindest denkbar ist. Und man sollte über alle denkbaren Sachen auch nachdenken dürfen. Aber gibt es Beweise?

    Ich habe das von Ihnen kommentierte ZEIT-Zitat mal erweitert.
    Beweise gibt es natürlich nicht. Doch dürften die Flüchtlinge und die Folgen für Westeuropa für Putin einen nützlichen Nebeneffekt darstellen.
    Ich war längere Zeit offline. Davor war Deutschland beseelt von der Willkommenskultur, die Krawalle in Heidenau ausgenommen. Drei Wochen später sind die Flüchtlingsströme so angeschwollen und Deutschland ist weitgehend am Anschlag mit den Aufnahmekapazitäten.
    Jetzt will wohl Gabriel mit Putin reden.

    Michael_DD :
    I.Ü. sind Putin die Flüchtlinge völlig egal – er nimmt keine auf.

    Das war wohl zu kurz gedacht – das Thema wird uns noch beschäftigen.

  18. Seehofer hatte auch schon gesagt, dass man besser wieder mit Putin zusammen arbeiten sollte (wie ich gerade sehe, ist das nun bereits einen Monat her)

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article146337605/Seehofer-will-mit-Putin-zusammenarbeiten.html

  19. Das läuft beim ZDF unter Nachrichten
    oder
    Was Kipping glaubt und was Merkel ahnt

    Frank :
    Deutschen Medien, und dabei vor allem dem öffentlich rechtlichen Fernsehen wird gern unterstellt, sie wären einseitig, würden als „Staatsfunk“ Propaganda veröffentlichen oder hätten eine linksgrüne Ausrichtung. …
    Vor allem das ZDF hat sich in der Hinsicht mit seinen Nachrichtensendungen erstaunlich negativ entwickelt. …

    Wie wahr.
    Nun hatten wir das Problem ZDF-Nachrichten vor allem anhand der Stichpunkte Putin + Assad abgearbeitet, aber man kann fast jede dieser Sendungen diesbezüglich kritisch betrachten.
    Als jüngstes Beispiel stach mir dieses heute – in deutschland in die Nase. Nach einer Meldung über eine beschlossene Verschärfung des Asylrechts darf Katja Kipping sagen was sie dazu „glaubt“. Einen Bericht über Versuche zur Kernfusion darf eine Tante vom BUND wie folgt kommentieren :

    Corrina Cwielag :
    Wir müssen sagen daß dieses Fusionsprojekt kein Beitrag zur Energiewende ist. Es kostet im Moment sehr viel Geld. Es wird Jahre Jahrzehnte daran geforscht und mit einer Anwendung ist nicht vor 2060 zu rechnen.

    Nun war die Kernfusion angedacht als Folge-Technologie für die Kernspaltung, für eine sichere und saubere Energieversorgung und nicht als Hilfsmittel für die später angeschobene Energiewende per EEG. Und wenn die Anwendung 2060 beginnt – bis dahin hätten unsere KKWe und unsere Kohle locker gereicht für eine sichere und saubere Energieversorgung. Und unserer Landschaft wäre die Verschandelung durch Windenergieanlagen erspart geblieben.
    Am Nachmittag des 3.2.2016 startete die Kanzlerin symbolisch das Experiment in Greifswald. ZDF – heute hat davon Bilder übernommen.
    Katja Kipping darf vorher immer noch sagen was sie zum Asylrecht glaubt. Merkels Klettertour am Reaktor wird wie so kommentiert :

    ZDF – heute :
    Frühestens 2060 serienreif und viel zu teuer sagen Kritiker. Auch die Kanzlerin scheint zögerlich. Die Physikerin ahnt wohl : Ihrer Energiewende hier + jetzt hilft das alles nichts.

    Unterm Strich : Aus der BUND-Tante werden Kritiker und man unterstellt der Kanzlerin was sie denkt.
    Dieses Untermischen von Meinungen und Vermutungen in einer Nachrichtensendung ist übel.
    Siehe auch hier.

  20. Dieses Untermischen von Meinungen und Vermutungen in einer Nachrichtensendung ist übel.

    Genauso ist es. Das hat in einer seriösen Nachrichtensendung nichts zu tun. Dass die Grünen bzw, in dem Fall Leute vom BUND negative Dinge in die gelungenen ersten Ansätze zur Kernfusion hinein dichten würden, war leider absehbar. Ich weiß nicht mehr, ob ich das hier irgendwo schon erwähnt hatte, aber kürzlich ging das Ergebnis einer Umfrage durchs Netz, die zeigte, dass Journalisten überwiegend Die Grünen wählen würden. „Das erklärt alles“, meinten daraufhin viele. Das erklärt jedenfalls, warum zu Kernfusion-Versuchen solche Krampf-Kritiker gezeigt werden, aber keine bejahenden Physiker.

    Und die Vermutungen von Politikerin K. sind genau so viel wert wie Vermutungen über die Gehäusefarbe des nächsten iPhones. In Nachrichtensendungen gehört beides nicht. Theoretisch.

  21. PischtieHufnagel

    „Es kostet im Moment sehr viel Geld.“

    Ist doch wahr. Man sollte sich lieber alternativ aufstellen.
    Wind weht sowieso. Und die Sonne schickt keine Rechnung.

  22. @ PischtieHufnagel: Das hat jetzt zwar nicht mehr viel mit dem Thema zu tun aber: Welche Alternative denn? Wind weht nicht „sowieso“ sondern nur selten. Und wenn, dann nicht unbedingt dann, wenn man ihn braucht. Und die Sonne schickt zwar im Gegensatz zu den Herstellern der Solarmodule keine Rechnung, aber auch sie weht scheint nicht ständig. Im Winter praktisch gar nicht.

    Hier noch alle anderen Artikel von mir, die sich mit unserer nicht funktionierenden Energiewende beschäftigen.

  23. PischtieHufnagel

    Heute sehe ich, dass die Ironie nicht zu erkennen war (schwache Leistung meinerseits).

    Außer bei Frankshalbwissen (die muss ich mir noch reinziehen) gibt es zum Alternativenergieschwindel auch auf der Achse des Guten regelmäßig brauchbare Zusammenfassungen, speziell gefallen mir die von Kulke, Maxeiner (Miersch haben die im Zuge der konzertierten Aktion vor einem Jahr lahmgelegt) und Keil.
    Zur Sonne, die keine Rechnung schickt, ein Beitrag des letztgenannten:

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/dreizehn_energiewende_maerchen_teil_2/

  24. Ein Pisser beim ZDF

    In den Zeiten der Narrenfreiheit legt das zwangsfinanzierte ZDF noch eine Schippe drauf.
    Bei der Fassenachts-Sitzung in Mainz trat der eng mit dem ZDF verbandelte Kabarettist Lars Reichow als Sprecher des „Fastnachtsjournals“ auf (ab 129.min).
    Gleich zu Beginn gab er folgendes Statement ab:

    Lars Reichow :
    Wir feiern unsere Freiheit … denn wir lassen uns nicht von den US- und IS-Zombies vorschreiben wie wir zu leben haben.

    Er benutzt nicht nur solch plumpe bzw. bösartige Gleichsetzung, er beherrscht auch die lustige Verquirlung von Ereignissen:

    Lars Reichow :
    Das Dschungelcamp ist vorbei. Schluß mit den Schlamm-Meisterschaften. Man muß auch nicht die ganze Zeit Scheiße reden um berühmt zu werden. Nur drei Sätze brauchte die Siegerin von Australien und sie war ein Star – Angelique Kerber.

    Das Publikum amüsiert sich wie Bolle.
    Zur Wahl der PiS in Polen fiel im u.a. ein

    Lars Reichow :
    Die Abgeordneten nennen sich vermutlich Pisser.

    Victor Òrban nennt er „Walzerkönig“:

    Lars Reichow :
    Er hat soviel Angst, daß ihm die Leute in seine Demokratie reingucken, daß er einen Zaun gebaut hat um das ganze Land. Jetzt will er ein Netz aufhängen damit auch die Zugvögel nicht mehr in den Luftraum eindringen können.

    Zur Ehrenrettung des Publikums sei geschrieben – bei diesen Plumpheiten reagierte es mehr als verhalten und Reichow hastete zum nächsten seiner Gags.
    Treffend ist m.E. dieser Leserkommentar zum o.a. Achse-Artikel:

    Josef Kneip :
    Die „politisch-literarische“ Fassenacht in Mainz hat mit Narrenfreiheit nichts mehr zu tun. Das Privileg der Narren lag immer darin, der Obrigkeit kritisch den Marsch zu blasen. Davon war in der jüngsten Sitzung „Mainz wie es singt und lacht“ aber auch gar nichts zu hören und zu sehen. Im Gegenteil. Dafür wurde auf ausgesuchte, der Obrigkeit lästige Subjekte und Parteien teilweise unfair eingedroschen. Von Regierungskritik keine Spur.

    Lars Reichow macht kein Kabarett – er pinkelt anderen an´s Bein.

  25. @ Michael_DD: Die zitierten „Witze“ sind natürlich dumm und schlecht. Da sind wir uns einig. Aber: Wir wollen doch hier nicht ernsthaft Karnevalssendungen analysieren? Den Artikel auf dAdG über Josef Kneip hatte ich auch gelesen. Und dabei war ich ziemlich verwundert darüber, dass jemand den Blödsinn aus einer Karnevalsübertragung nicht nur freiwillig angesehen hat, sondern ihn sogar noch erwähnenswert fand. Ich habe in den vergangenen Jahren immer einmal wieder aus kurzen Anflügen von Interesse an fremdländischen Gebräuchen 😉 … naja, vielleicht auch nur aus Anfällen von Masochismus in solche Sendungen hinein geschaltet. Meist habe ich es immer nur wenige Minuten ausgehalten. Dort kommt doch grundsätzlich nur furchtbar dummes Zeug drittklassiger Witzeerzähler – insofern sind obige Gagversuche doch das normale Niveau. Ich möchte besser nicht wissen, was da in den letzten Jahren noch für andere Dummheiten erzählt wurden. Traurig ist, dass darüber tatsächlich gelacht wird (das kann aber auch am Alkohol liegen).

    Bisher sagten mir weder der Name Lars Reichow noch Josef Kneip etwas. Das war wohl auch besser so. Ich würde es auch gern weiter so halten.

    Das Problem ist doch eher, dass für solche Veranstaltungen zur Zeit wieder so viel öffentlich rechtliche Sendezeit vergeudet wird, und das meist auch gleichzeitig auf mehreren Sendern. Ich gebe zu, dass man sich angesichts dessen natürlich auch kritisch mit dem Inhalt befassen darf oder meinetwegen sogar sollte. Aber mir persönlich fehlt dazu doch irgendwie die Begeisterung. Dann lieber einmal wieder Kritik an einer „richtigen“ Kabarett-Sendung. „Die Anstalt“ hätte es z.B. verdient und bei Priol, den ich lange gut fand, war ich zum Schluss auch froh, als er aufhörte.

  26. Frank :
    Die zitierten Witze sind natürlich dumm und schlecht. Da sind wir uns einig. Aber: Wir wollen doch hier nicht ernsthaft Karnevalssendungen analysieren?

    Nee Frank, will ich nicht und habe ich auch nicht.
    Nur ganz kurz unten eine Anmerkung dazu, aus gegebenen Anlaß.
    Es ging mir um den Beitrag des ZDF-Mannes Lars Reichow,

    Frank :
    … dass jemand den Blödsinn aus einer Karnevalsübertragung nicht nur freiwillig angesehen hat, sondern ihn sogar noch erwähnenswert fand.

    der nicht einfach nur Blödsinn erzählte sondern unter dem Schutz der Narrenfreiheit in übelster Weise die USA mit dem IS gleichsetzte und polnische Wähler und Gewählte, darunter einen Toten, beleidigte.
    Wie schnell es im anderen Falle mit der Narrenfreiheit vorbei ist kann man hier nachlesen.

    Frank :
    Das Problem ist doch eher, dass für solche Veranstaltungen zur Zeit wieder so viel öffentlich rechtliche Sendezeit vergeudet wird, …
    Dort kommt doch grundsätzlich nur furchtbar dummes Zeug drittklassiger Witzeerzähler …

    (Ich habe mir erlaubt, die Reihenfolge Ihrer Sätze zu ändern.)
    Sie sind offensichtlich kein Fan des Karneval. Aber der geht doch vorbei.
    Ich sehe z.B. 1x im Jahr ganz gern die erwähnte Mainzer Sitzung. Da gibt es u.a. auch gutes Laienballett und die Mainzer Hofsänger.

    Frank :
    Dann lieber einmal wieder Kritik an einer richtigen Kabarett-Sendung. „Die Anstalt“ hätte es z.B. verdient

    Da kann ich nicht mitreden. So was und die heute-show tue ich mir nicht an.

  27. Wir wollten hier keine Karnevalsanalyse. Ich hatte den Karneval reingebracht weil das ZDF nun eben dazu auch sendet.
    Wer trotzdem eine gute Kritik zum Karneval und vor allem den Sendungen dazu lesen möchte : Hier.

  28. Der Putin ist ein ganz schlimmer Finger.
    Zuerst war er am Erfolg des islamischen Staats schuldig.

    Dann hat er die Amis dazu gebracht, seine Marionette Trump zu wählen.

    Jetzt plant er einen hybriden Großangriff zur Bundestagswahl.
    Die erste Maßnahme war der Sexmob zu Silvester.
    Nun fälscht er die FakeNews, damit wir Martin Schulz wählen.

    Mehr Details über die teuflischen Pläne des Teufels Putin hier:
    http://www.bild.de/politik/inland/wladimir-putin/propaganda-putin2sexmobs-49205588.bild.html

  29. Soweit sind wir gekommen: Ausgerechnet die BILD prangert Desinformation und Sex an 😉

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