Dresdner Partei lädt gezielt Blogger zu Veranstaltung ein

Egal, was ich von Die LINKE in Dresden halte – aus meiner Sicht war das eine sinnvolle Idee. Allerdings etwas kurzfristig. Am letzten Freitag erhielten ich und anscheinend noch weitere Dresdner Blogger folgende E-Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachfolgend möchte ich Sie recht herzlich zum Stadparteitag der Dresdner LINKEN einladen. Über Teilnahme und Berichterstattung würde ich mich sehr freuen.

(…)

Auf einem Stadtparteitag am 14.12. wird die Dresdner LINKE turnusmäßig einen neuen Stadtvorstand wählen. Gleichzeitig wird die Partei über die Vorhaben und Ziele zur Aufstellung eines Kommunalwahlprogramms debattieren. Zu den bislang 159 Vorhaben und Zielen liegen bislang über 70 Ergänzungsanträge vor. Nach dem Parteitag sollen diese Vorhaben und Ziele öffentlich für alle Bürger_innen im Internet bewertet werden können, wofür dort eine spezielle Plattform eingerichtet wird.

Der Parteitag findet im Hörsaal der Evangelischen Hochschule Dresden, Dürerstraße 25 statt und beginnt 10.00 Uhr. Dazu laden wir Sie recht herzlich ein.

Mit freundlichen Grüßen – Annekatrin Klepsch & Tilo Kießling, Stadtvorsitzende

Das war freilich sehr kurzfristig, auf eine offensichtlich ganztägige Veranstaltung hinzuweisen, die schon am Folgetag stattfinden sollte. Es ist hier auch uninteressant, ob ich überhaupt hingegangen wäre. Ich möchte nur auf diesem Wege loswerden, dass ich diese Informations-Methode spontan als ziemlich sinnvoll und gut einstufte.

Oder zumindest für durchaus akzeptabel halte. Sollte die LINKE das ausbauen bzw. sollten das vielleicht sogar alle Dresdner Parteien so machen und Blogger gezielt informieren, die sich gelegentlich mit Stadtpolitik befassen? Oder würden wir das dann doch schnell als Belästigung einstufen?

Man könnte einwenden, dass es ohnehin schon nervt, wenn man immer einmal wieder von unterschiedlichsten Leuten gebeten wird, über ihre Themen zu schreiben. Das passiert ja gelegentlich (und meistens gehe ich nicht darauf ein). Man könnte auch einwenden, dass sich Blogbetreiber über ihre Interessensgebiete selbst informieren können, und wenn sich ein Autor für Stadtpolitik und die Partei X interessiert, dann könne er sich deren Termine auch selbst heraus suchen.

Aber manchmal findet man die nicht oder zu spät und da wäre man vielleicht über eine Information im Vorfeld dankbar gewesen. Kürzlich war z.B. Andrea Nahles bei der Dresdner SPD – das hätte mich zum Beispiel interessiert. Es war aber nichts über Termin und Ort zu finden.

Insofern meine Position dazu: Meinetwegen können das Dresdner Parteien gern machen, solange es nicht zu einer täglichen Nachrichtenflut ausartet.

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