Deutschlands Chef-Verschwörungstheoretiker von Aliens entführt!

Okay, Beweise habe ich keine. Aber nun sind schon vier Tage vergangen, seit in London der Mord an dem Soldaten stattfand. Und noch immer hat Gerhard Wisnewski keine Verschwörungstheorie veröffentlicht, warum hinter diesem Attentat in Wahrheit ganz eindeutig irgendein Geheimdienst oder eine sonstige sehr geheime Organisation steckt. Normalerweise schüttelt Wisnewski so etwas locker aus dem Ärmel, denn er ist Deutschlands Chef-Verschwörungstheoretiker. Bei jedem Vorfall hat er schnell die passende Erklärung, warum die offizielle Darstellung gelogen ist. Manchmal stelle ich mir seinen Job echt anstrengend vor – selbst in ziemlich eindeutige Vorgänge immer geheime Verschwörungen hinein deuten zu können, ohne sich von Logik irritieren zu lassen … aber was will man machen, wenn man eine Marktlücke zu bedienen hat, von der man gut lebt. Wenn die Fans nach neuem Material gieren, muss man auch liefern.

Begeistert war ich von seiner kürzlichen Glanzleistung: Das Attentat auf den Boston Marathon war inszeniert! Die angeblichen Verletzten: Nur Schauspieler. Das viele Blut: Alles Kunstblut. Das macht mich schon neidisch wenn es jemand schafft, seine Texte so stringent um jeden aufkommenden Zweifel herum zu  schreiben. Jeder andere würde sich fragen: Wie sollte man das mit so vielen Eingeweihten umsetzen können, ohne dass sich vorher oder nachher jemand verplappert? Wie will man verhindern, dass später einer der Eingeweihten Geld mit seinen Insiderkenntnissen erpressen will oder zum Fernsehen geht? Egal … letztlich kann man gerade daran erkennen, dass eine gewaltige geheime Organisation hinter allem stecken muss. Denn wer so viel Macht hat, die vielen Mitwisser dauerhaft kontrollieren zu können – da haben wir doch den besten Beweis für den Einfluss und die Existenz dieser mächtigen und sehr geheimen Organisation!

Und nun dieses publizistische Schweigen Wisnewskis zu London  … eine Entführung durch Aliens halte ich für die plausibelste Erklärung.


Nachtrag 09.06.: Na also – geht doch! Kann doch nicht sein, dass irgendetwas auf der Welt ohne das Zutun geheimer Mächte geschieht … allerdings hat Herr Wisnewski diesmal ziemlich lange gebraucht!

4 Kommentare:

  1. Na also – geht doch! Kann doch nicht sein, dass irgendetwas auf der Welt ohne das Zutun geheimer Mächte geschieht … allerdings hat Herr Wisnewski diesmal ziemlich lange gebraucht!

  2. Lieber Frank,

    meinst Du wirklich, dass auf der Welt keine anderen Anschläge passieren, als die, über die Hr. Wisnewski schreibt? Klar greift er sich nur diejenigen heraus, bei denen es belastbare Ungereimtheiten gibt – warum sollte er berichten, wo es nichts zu berichten gibt?!

    Zumindest über seine hochexplosiven Jahrbücher kann ich sagen, dass Hr. Wisnewski so ziemlich JEDEN Gedankenschritt mit Fakten in Form von nachprüfbaren Zitaten inkl. Namens-, Quellen- und Datumsangaben belegt. Du hingegen machst in Deinem Blogeintrag genau das, was Du ihm vorwirfst: Faktenfrei jemanden schlecht machen!

    Welche Belege in seinen Artikeln bzw. Jahrbüchern stimmen nicht?

    Hast Du Hr. Wisnewski Deine Fragen vorab zugeschickt?
    Einige Antworten findest Du in seinen Artikeln und Jahrbüchern:

    – Ja, es gibt als Training tatsächlich Anschlags-Übungen mit Krisendarstellern inkl. Kunstblut, „abgerissenen“ Gliedmaßen, etc.

    – Ja, es verplappern sich tatsächlich Beteiligte oder verhalten sich bei Interviews offensichtlich wie Laiendarsteller

    – Nein, bei den meisten dieser „geplanten Ereignisse“ muss es keine Eingeweihten geben

    – Ja, dort wo es sie gibt, gehen sie vereinzelt tatsächlich zum Fernsehen oder wehren sich vor Gericht, werden aber in der Öffentlichkeit ebenfalls als Verschwörungstheoretiker hingestellt bzw. wird hierzulande einfach nicht darüber berichtet; Oft äußern sich die Attentäter selbst (und die wissen es manchmal am besten), aber WER glaubt denen bitte?! Meistens werden sie aber totgeschossen, bevor sie sich äußern können

    – Nein, die Geheimdienste bestreiten nicht, dass sie Geheimdienste sind (BND, CIA, …) und auch was sie tun erfährt man z.B. in einer eidesstattlichen Erklärung eines BND-Agentensohnes, die er vor einem Notar abgegeben hat (Seiten 3 und 4):
    http://www.tageblatt.lu/lup/eidesstattliche%20Erklaerung.pdf

    Die Belege für meine restlichen Punkte findest Du in den genannten Jahrbüchern (diese sind mittlerweile für sehr wenig Geld auf Amazon verfügbar).

    Ich würde mich freuen, wenn Du in Deiner möglichen Antwort auf meine Punkte eingehst.
    Recht herzlichen Dank im Voraus dafür!

    Liebe Grüße,

    Michael Doma

  3. Na aber sicher: Herr Wisnewski hat in seinen „hochexplosiven Jahrbüchern jeden Gedankenschritt mit Fakten in Form von nachprüfbaren Zitaten inkl. Namens-, Quellen- und Datumsangaben belegt“. Als ehemaliger „Zweitausendeins“-Kunde fiel ich leider tatsächlich auf deren Werbung herein und gab einige Jahre Geld für diese Bücher aus. Meine Anmerkungen dazu:

    Buchempfehlung (oder vielleicht auch nicht): Gerhard Wisnewskis aktueller Jahresrückblick
    Enthüllt: Frauen für Führungspositionen zu dumm!
    Deutschland schafft sich ab – ein Buch von G. Wisnewski

    Dieser Artikel hat zwar nichts mit seinen Büchern zu tun, ist aber ein schönes Beispiel, wie er angeblich alles mit Fakten belegt usw.:
    Gerhard Wisnewskis neueste Verschwörungstheorien

    Warum sollte ich ihm Fragen zuschicken? Und wieso vorab? Vor seinen Buchveröffentlichungen? Da weiß ich doch noch gar nicht, was drin stehen wird, also kann ich seine Themen also auch noch nicht hinterfragen.

  4. Damals gab es noch kein Internet. Es ging auch ohne, auf mirakulöse Weise haben sich die Informationen (Neudeutsch: Fake-News) in Echtzeit verbreitet.

    Damals gab es auch eine Opposition. Hat man durch den Nebel erfahren.
    Damals war das so ähnlich wie heute. Was aus dem Oppositionsnebel durchschimmerte, das war nichts, gar nichts.
    Wenn das die Alternative ist, na dann gute Nacht.

    Zum Ende hin habe ich das immer weniger verstanden. Die DDR hat Angriffsflächen geboten groß wie ein Scheunentor. Wie kommt es, dass die sog. „Opposition“ zuverlässig vorbeischießt?

    In den 90ern gingen die Archive auf und der Nebel hat sich gelichtet. Und siehe, der größte Teil der „Opposition“ stand auf der Payroll des Inlandsgeheimdienstes.
    Clever gemacht. Nicht widersprechen, sondern sich an die Spitze der Bewegung stellen, die Herde ins Niemandsland führen, wo sich das Ganze kontrolliert leerläuft.

    Déjà vu.
    Bei der NPD ist der Fall sowieso klar.
    Bei der ganzen „Rechten Szene“ auch. Seit rausgekommen ist, dass die zeitgenössische Stasi den Thomas Richter (V-Mann Corelli) mit 300.000€ gesponsort hat (u.a. für die IT-Infrastruktur, irgendwie muss die „rechte Hetze“ ins Netz), muss man sich über dieses Segment keine Gedanken machen.

    Bei Irrlichtern wie Wisnewski, Jebsen, Ganser &. Co. fragt man sich auch.
    Laut, schrill, aggressiv – schießen die zuverlässig am Scheunentor vorbei.
    Nichts neues unter der Sonne.

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