Noch keine Demokratie in Striesen!

Jetzt sanieren die seit einigen Wochen die Schandauer Straße. Einfach so! Aber darf man das? Muss man in Dresden vor solchen Aktionen nicht mindestens erst 20 Jahre darüber diskutieren, mehrere Stadtratsbeschlüsse verfassen und wieder verwerfen, Bürgerinitiativen gründen, Demos durchführen, sich ordentlich streiten und Geld für mehrere Studien ausgeben? In anderen Stadtteilen klappt das doch auch! Mir ist das alles ziemlich suspekt und ich kann es mir nur so erklären, dass die Striesener noch nicht verstanden haben, das Demokratie eben auch bedeutet, genau solche Prozesse mit anzukurbeln. Wenn irgendwo bestimmte Reizwörter wie „Stadt“ und „bauen“ auftauchen, dann muss man doch erst einmal dagegen sein!

Mal im Ernst: Ich bin froh darüber, dass die Schandauer Straße nicht mit irgendeinem kleinen Ausläufer an die Neustadt grenzt. Denn sonst gäbe es hier auch noch lange keine Baustellen.

2013-05-02_schandauer


Ein paar ernsthaftere Details zu den Baumaßnahmen: DNN, 23.05.13

9 Kommentare:

  1. Nun ja, als Satire nett. Aber nicht vergleichbar mit der Königsbrücker.

  2. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass CDU und FDP es über all die Jahre versäumt haben, 4 überbreite Autospuren und ein separates Gleisbett zu fordern.

  3. Was man aber auch nicht vergessen darf: Die Brücke wird bald eröffnet. Und auf der »Schandauer« ist mehr Platz.

  4. Ich weiß, dass man das mit der Königsbrücker nicht ganz vergleichen kann – aber so ungefähr war mein erster spontaner Gedanke, als die Arbeiten hier kürzlich begannen: Ein Glück, dass diese Straße nicht an die Neustadt grenzt 😉

  5. Vermutlich wohnt an der Schandauer kein FDPler. So hat man gar nicht gemerkt, dass die Straße wieder eine Straßenbahn bekommt und damit die DVB mitmischt. Am Ende wollen die sogar wieder Haltestellen einrichten und mit diesen großen Dingern langfahren! Wären da die Bürger vorher ordentlich informiert worden, hätte man das sicher verhindern können.

  6. > Ein Glück, dass diese Straße nicht an die Neustadt grenzt.
    Ich glaube, die Neustadt ist weniger das Problem der Königsbrücker sondern eher umgekehrt. Die vielen Jahre hat man sich weniger wegen Bäumen und Fröschen gestritten, sondern ob breit, breiter, überbreit oder am breitesten. Bei überbreit waren sogar mal alle bis auf eine kleine Splitterpartei dafür. Vielleicht hat die Schandauer Straße wirklich nur Glück, dass sie nicht in irgendeine Dresdner Hochgebirgsortschaft führt oder eine landesherrschaftliche Protokollstrecke zum Flugplatz ist und damit weniger interessant ist.

  7. Vielleicht liegt es daran, dass sich die Striesener mangels DSL nicht im Internet zusammenrotten können. 😉

  8. @Ralf: Das ist eine sehr plausible Theorie 🙂

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