Videoempfehlung: „Mein neues Leben in Jerusalem – Eine Deutsche unter orthodoxen Juden“

Diese Doku muss kürzlich in 3sat gekommen sein und wird wohl auch noch einmal irgendwo wiederholt. Das kann uns aber egal sein kann, da sie jemand bei Youtube eingestellt hat. Ein schöner Film, der Einblick in die abgeschlossene Welt orthodoxer  Juden in Israel gibt. Er zeigt deren Lebensabläufe völlig wertungsfrei, was nicht verhindert, dass man sich trotzdem seine Gedanken macht. Mir gefallen bei religiösen Fundamentalisten z.B. immer Dinge, bei denen (angebliche) Vorgaben so angepasst werden, dass sie im täglichen Leben keine allzu großen Probleme bereiten: Wenn beispielsweise am Sabbat die Benutzung elektrischen Stromes verboten ist, lässt man ihn einfach vorher eingeschaltet. Beeindruckend fand ich auch, dass Internetzugang schlecht ist, Handys aber okay sind. Andere Sachen konnte ich dagegen gut nachvollziehen, z.B. dass die Thora mit ihren Regeln als konkrete Anleitung für alle Belange des Lebens gilt. So eine Art „Das Leben – Gebrauchsanweisung“* wünsche ich mir gelegentlich auch. Ich will den Film hier aber nicht weiter auswerten, es ist einfach nur eine kleine Empfehlung. Übrigens war ich nach dem Ansehen wieder einmal sehr froh darüber, in einem sozialen Umfeld aufgewachsen zu sein, wo eigene Gedanken erlaubt sind und viel weniger Verhaltensgrenzen existierten.

(* gibt es übrigens tatsächlich als Buch und ich habe es sogar gelesen. Wie zu erwarten, ist der Titel ein wenig irreführend)

Ein Kommentar:

  1. gerlinde teuber krause

    ein wunderbarer Film.—Ob ich es nachmache?—schon jahrzehnte mein Wunsch-es fehlt mir der Mut.Hier in D’schland kann ich mehr für Juden tun,daß ichauch schon über 50 Jahre tue

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