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Salamanderbilder

Nichts besonderes, nur das Ergebnis meines heutigen kurzen Waldrundganges (in Dresden am Elbhang). Alle Salamander, die am oder im Wasser sitzen, dürften Weibchen sein, die dort gerade ihre Jungen (Larven) gebären.

Klick führt zum Album (ja, man wird irgendwann faul)

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5 Comments

  1. Es sind beeindruckende Fotos, die Dir am Wochenende gelungen sind. Vielleicht werden wir auch bald, von Dir, mit Fotos von kleinen Salamander verwöhnt. Wünsche Dir dafür viel Erfolg!

  2. Danke! Die Kleinen würden übrigens etwa so aussehen:

    3 Feuersalamanderlarven

    Hier noch eine einzelne Larve (die waren kurz vor der Metamorphose, also dem Wechsel zum Landleben) inmitten von Futter:

  3. Traumhaft schöne Bilder. Ich hätte da gleich eine Fachfrage an Sie als Amphibienexperten: Ich habe vor ein paar Jahren mit meinen Azubis im Hotelgarten ein Biotop angelegt, das ein Jahr später -wodurch auch immer- von zahlreichen Kröten als Paarungs- und Eiablagestätte entdeckt wurde und seitdem von Jahr zu Jahr stärker frequentiert wird. Nach einigen Wochen ist das Biotop wieder krötenfrei, bis zum nächsten Frühling, in dem wieder hunderte von Kröten versuchen, es zu erreichen und dabei auf der Straße und dem Hotelparkplatz überfahren werden. Das stört mich als Tierfreund gewaltig. Ich habe dieses Jahr den gesamten Laich abschöpfen und in meinem heimischen Biotop in Schönfeld auswildern lassen, wo die geschlüpften Kaulquappen höchstens von Fischen gefressen werden könnten, Kröten aber das Grundstück weitgehend gefahrlos verlassen und im Folgejahr aufsuchen können. Der Laich hängt jetzt gut 2 Wochen im Wasser, aber es ist noch keine Kaulquappe in Sicht. Kann es sein, dass diese gewaltsame Habitatveränderung die Brut womöglich irritiert und ihre Schlüpfbereitschaft gehemmt hat?

  4. Das kann schon eine Weile dauern mit dem Schlupf – die Dauer hängt hauptsächlich von der Wassertemperatur ab, allerdings sollte dann nach spätestens 3 Wochen langsam mal etwas passieren. Die „Brut“ kann durch eine Ortsveränderung nicht irritiert werden, die Eier entwickeln sich einfach oder auch nicht. Letzteres könnte dadurch schief gegangen sein, weil der Laich aus irgendwelchen Gründen abgestorben ist, aber dann wäre er nun längst verfault.

    Laich einfach umsetzen darf man theoretisch nicht – da gibt es Leute, die das etwas sehr verbissen sehen („Faunenverfälschung“) und gleich mit Klagen drohen. Ich sehe das nicht so verbissen, denn im Schönfelder Hochland gibt es jede Menge Erdkröten. Da wird nichts verfälscht. Ich hatte aber selbst im letzten Jahr überlegt, ob ich hier in einem Artikel erwähne, dass ich von einer anderen Krötenart Laich umgesetzt habe, um ihn vor dem Austrocknen zu bewahren (ich habe es dann gelassen).

    Das Problem bei Ihrem Teich im Hotelgarten: Den werden erwachsene Kröten immer wieder aufsuchen, denn die leben relativ lange. Die können durchaus 10 Jahre leben oder auch länger. Und wenn das im Frühjahr jeweils von einigen Männchen entdeckt wird, locken die mit ihren Rufen weitere Tiere an. Den Laich abschöpfen und in einen anderen Teich bringen, wo Fische mit leben, beschert den dort lebenden Fischen nur leckeres Futter. Da können Sie auch gleich im Hotelgarten-Teich einige Goldfische oder andere Fische mit aussetzen – übrigens wäre das aus meiner Sicht durchaus ein „Lösungsansatz“. Man hat ja als Begründer des Teiches durchaus das Recht, Fische in seinem eigenen Teich auszusetzen. Immerhin hält man die Krötenpopulation so vielleicht in Grenzen. Allerdings ist es aus Sicht des Krötennachwuchses auch wieder egal, ob er nun gefressen oder später überfahren wird – möglicherweise ist „Tod durch Fisch“ sogar das, was unangenehmer ist, weil es länger dauert.

    Es ist immer problematisch, einen Biotop (in dem Fall einen Teich) anzulegen, der in der Nähe eines anderen Biotops (bei Ihnen die Heide) liegt und von wo aus er später von dort vorkommenden Tieren aufgesucht wird. Also, problematisch ist es, wenn da Straßen dazwischen liegen. Für die Kröten wäre es besser, wenn der Teich gar nicht da wäre, aber andererseits kann man ja niemandem verbieten, sich einen Gartenteich anzulegen. Ein Teich ist nichts schlechtes, denn dort siedeln sich auch andere Tiere an (Libellen, Wasserkäfer …), außerdem kann man auch sagen: Doch, so ein Teich ist auch für die Kröten gut, denn einige überleben ja und jedes Kleingewässer ist wichtig.

    Darüber kann man sich lange streiten.

  5. Uups, da bin ich als recht unwissender „Ökoliberaler“ nach der winterlichen Fledermausstörung von Ihnen auf den zweiten Gesetzesübertritt hingewiesen worden ;-). Im Hotelteich haben wir seit seinem Bau 2006 Kois, die inzwischen recht stattliche Ausmaße angenommen haben. Und ich beobachte seit Jahren die Kröten, die ihn aufsuchen und dort tagelang aufeinanderhängen und die Unmengen von Laich. Ich habe aber noch nie Kaulquappen im Teich gesichtet, was wohl darauf hinweist, dass der Laich vor dem Schlüpfen offenbar von den Fischen weggefressen wird. Der in Schönfeld ausgewilderte Laich wirft an der Oberfläche inzwischen Blasen, was evtl. auf das von Ihnen erwähnte Verfaulen hindeutet. Wieder etwas dazugelernt 😉
    Zwischen Cunnersdorf und Schönfeld wurden dieses Jahr endlich auch Krötenschutzzäune aufgebaut, was meinen abendlichen Heimweg enorm verkürzt, da ich zu den Leuten gehöre, da ich zu dem 0,5% Autofahrer gehöre, die bei Krötenbefall anhalten, Fernlicht einschalten und die noch lebenden Kröten auf die andere -hoffentlich richtige- Straßenseite tragen.

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