Die Bürgerfraktion und die Königsbrücker Straße

Wie konnte die CDU eine Mehrheit für den am 29. September 2011 im Dresdner Stadtrat beschlossenen 4-spurigen Ausbau der Königsbrücker Straße erhalten? Was man nicht weiter untersuchen muss sind die diesbezüglichen Haltungen von FDP und NPD. Dass die FDP die CDU-Positionen mit unterstützt – notfalls gegen ihren eigenen amtierenden OB – ist einfach Tradition bei uns. Dass die NPD mit dafür war, hat den simplen Hintergrund, dass sie den ungeliebten Linken in der Neustadt so eins auswischen wollten. Aber wieso entschied sich die Dresdner Bürgerfraktion unvermittelt für diese Variante, obwohl sie doch noch Ende August 2011 die Position vertrat, die Straße solle lieber „weitestgehend im Bestand saniert“ werden mit nur leichten Verbreiterungen „der Straße an bestimmten Stellen“.

Ganz einfach: Die Bürgerfraktion hat sich kaufen lassen mit der beschlossenen Rückbenennung der Proschhübel- in Fabricestraße. Bei der Bürgerfraktion ist man ernsthaft der Meinung, solche Rückbenennungen wären ein seit langem bestehender „Wunsch von Dresdner Bürgerinnen und Bürgern“. Das ist es natürlich nicht, aber zumindest das Fraktionsmitglied Christoph Hille denkt so. Bei der CDU hat man wohl gedacht: Wer kennt schon die abgelegene Proschhübelstraße? Und wer weiß schon, dass Alfred von Fabrice einmal sächsischer Kriegsminister war? Sollen die von der Bürgerfraktion doch ihr belangloses Erfolgserlebnis haben, solange sie dafür unsere Variante der Königsbrücker unterstützen.

Kann man sich wirklich mit solchen Nichtigkeiten bestechen lassen? Anscheinend schon. Funktioniert so die Politik? Offensichtlich ja.

Übrigens fand auch die NPD, dass die Bürgerfraktion da einen „äußerst sinnvollen Antrag“ eingereicht hätte, weshalb sie logischerweise mit dafür stimmte. Die NPD begründete das mit der „fragwürdigen Tatsache, daß in Dresden auch mehr als 20 Jahre nach der Wende noch Straßen nach Personen wie Karl Marx, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht benannt sind, die dem Kommunismus und damit der brutalen Unterdrückung ganzer Völker den Weg bereitet haben.“

Dass Proschhübel aber gar kein Kommunist war, sondern nur der politisch völlig unbedenkliche Name für eine geologische natürliche Erhebung ist … naja, lassen wir das mal.

——————————————–

Nachtrag: Wieso komme ich plötzlich mit dem Thema „Königsbrücker“, obwohl mir dieses Thema doch immer ziemlich egal war? Ich musste letzten Donnerstag dienstlich mit einem Kleintransporter durch Dresden fahren, wobei ich auch mehrfach die Königsbrücker entlang kam. Dabei denkt man natürlich automatisch an die letzten Entscheidungen des Stadtrates. Und mir fiel ein, dass ich die Angelegenheit kürzlich schon einmal in einem Dresdner Blogtext gelesen hatte. Allerdings hatte der Autor, Herr Hellmich, derart viele Einzelthemen in seinen langen Artikel mit eingebaut, dass ich beim Lesen absolut nicht herausfand, worauf er eigentlich hinaus wollte und um welches Thema es überhaupt ging? Hier möchte ich nur gegenüberstellen, dass man auch halbwegs kurz und schlüssig ein Kernthema vorstellen kann. Würde ich die NPD-Passage zum Schluss wieder streichen, wäre es mir sogar gelungen. Aber die bleibt drin.

22 Kommentare:

  1. Lies doch mal meinen Beidrak bei die „Piradenpardei Dresden“ zum Dhema „Die Köniksbrücker muß leben“.
    (Mine Dasdadur isd defekd,daher die komische Schrfd)

    MfKruß Lars Michel

  2. Ich dachte jetzt schon: Nanu? Ein Pirat mit defekter Tastatur? Sachen gibt’s … Aber Du bist ja gar nicht der Autor des Artikels, denn Du meinst sicher diesen Kommentar? Den Artikel hatte ich sogar schon gesehen, aber nicht als sehr hilfreich empfunden – zu viele Phrasen! Beispielsweise ist es ein wenig blauäugig, zu behaupten, motorisierter Individualverkehr sei ein Auslaufmodell. Deshalb habe ich dann auch die Kommentare nicht weiter beachtet.

    Du möchtest also ernsthaft einen „Auto-Tunnel für den Durchgangsverkehr von Albertplatz bis Olbrichtplatz“? Ich war mir an der Stelle nicht sicher, ob Dein Text als Witz gemeint war? Aber Dresden erwartet ja immerhin 25,1 Millionen Euro mehr Steuereinnahmen, als geplant. Da hätten wir wenigstens gleich etwas, wofür wir das Geld ausgeben könnten. Wird nur nicht ganz reichen. Da bei uns seit Jahren auch eine Brücke mit Tunnelanbindung fertiggestellt wird, hat man als Dresdner noch so ein paar Summen im Gedächtnis, was den Bau von Tunneln betrifft. Solch ein Tunnel dürfte insofern wahrscheinlich mehrere 100 Mio kosten. So ganz nebenbei wäre auch zu klären, wo entlang man während der mehrjährigen Bauzeit den Verkehr umleitet und welche Versicherung die zu erwartenden Schäden an der Bausubstanz der umliegenden Häuser übernehmen wird.

    Insofern also: Hübsche Idee, aber nicht sehr sinnvoll, geschweige denn realistisch. Und sauberere Luft würde so auch nicht entstehen, denn die Abgase würden im Tunnel ganz genauso entstehen. An den Austrittsöffnungen hätte man dann eine noch höhere Schadstoffbelastung. Aber Deine Kommentare scheinen wohl doch Spaß zu sein, denn bei der Passage, dass man „den Tunnel (…) beim Bau der Königsbrücker Strasse vor über hundert Jahren einfach nur vergessen“ hätte, musste ich schon ein wenig kichern. Und bei der Stelle „als Alternative könnte ich noch anbieten eine Hochstrasse“ wurde es schallendes Gelächter. Gefällt mir!

  3. @ Lars
    „Piradenpardei Dresden“ … ich sehe keinen RS-Fehler – du bist doch bei der „Piraden Sachsen“, oder? 😉

    @ Frank
    Martin Schulte-Wissermann ist beim Ortsbeirat, oder?
    Vermutlich ist das eine reine Hierarchie-Sache, Stadtrat über Ortsbeirat … und …

    @ „Verschwörungstheorie“
    …. und ein Deal „KöBrü für Fabricestraße“ zwischen CDU und BF scheint in der Tat nicht unwahrscheinlich.

    „Kann man sich wirklich mit solchen Nichtigkeiten bestechen lassen? Anscheinend schon. Funktioniert so die Politik? Offensichtlich ja.“
    Beide Male, könnte man deine Fragen mit „Warum denn nicht?“ quasi „beantworten“ 🙂
    Ich glaube, das ist wieder mal so ein Punkt, wo man vielleicht eine Bestätigung für Vorahnungen bekommt …
    Die Bürgerfraktion ist für mich sowieso häufig ein Erfüllungsgehilfe der CDU … sie stehen der CDU und der FDP geistig auch näher als bspw. LINKEN und (B-)Grünen und gelegentlich auch SPD, würde ich meinen. Die Bürgerfraktion steht für mich zwischen SPD und CDU, ungefahr dort, wo die FDP auch steht.

    @ Bürgerfraktion
    Vermutlich stehen die christlichen Mitglieder der BF, Fischer und Hille, der CDU auch schon deshalb näher.
    Andererseits ist mir ein Ansatz wie bei der BF im Grunde lieber … man stelle sich mal einen Stadtrat mit 50% Parteilosen vor, wo es Bürgerfraktion, Freie Bürger, Unabhängige Fraktion usw. geben würde. Das wäre viel spannender 😉

    @ KöBrü
    Bis die Bauarbeiten wirklich losgehen, hat sich in Europa vielleicht schon wieder etwas getan … und das Geld ist plötzlich knapp 🙂
    Okay, bei der Waldschlössschenbrücke ging diese Strategie in meinem Kopf nicht auf 😉

  4. Martin Schulte-Wissermann ist beim Ortsbeirat, oder?

    Nun, laut seiner website ist er nur im „Ortsbeira“, aber wir wollen mal nicht so pingelig sein. Also: ja.

    Aus der Bürgerfraktion bin ich noch nie schlau geworden – die hatten bei verschiedenen Themen schon sehr unterschiedliche Positionen. Einerseits darf (und sollte) man zwar meiner Meinung nach auch innerhalb einer Fraktion verschiedene (eigene) Meinungen vertreten dürfen, aber wenn dann bei einer Partei/Fraktion absolut nicht mehr erkennbar wird, welche ungefähre Grundrichtung sie überhaupt noch vertritt, dann frage ich mich schon, warum man eine solche Partei eigentlich wählen sollte?

    Aber na gut: Eine ungefähre Grundrichtung sieht man ja bei CDU und SPD auch immer weniger. Die Bürgerfraktion hat einfach nur von Anfang an kommende Trends vorweg genommen 😉

    Ich hätte z.B. gern mal Jan Kaboth gefragt, was ihn bewogen hat, seine Fraktion diese Parkplatzbauerei in Loschwitz mit beschließen zu lassen. Leider habe ich ihn schon seit Monaten nicht mehr getroffen (er kam in seltenen Fällen mit Volleyball spielen).

  5. Hmm, bestenfalls e-Mail an Jan Kaboth schreiben – mach ich gelegentlich auch. Und Anita Köhler von der BF schrieb am selben Tag, gegen 23 Uhr zurück 😉 … das ist Kundenservice.

    Inhaltlich waren andere wortintensiver – insofern ist das kein reines Lob, sondern eher ein „Teillob“. Doch ich erwarte auch nicht, dass ein Stadtrat alles weiß – zumindest Weiterleiten wäre nett.

    Als du das mit der „ungefähren Grundrichtung“ schriebst, hatte ich das im Kopf, was du dann im nächsten Abschnitt schriebst;) … ich habe absolut nichts gegen „Abweichler“, nur würde mir eine Begründung für eine Entscheidung gefallen.
    Für mich ist Fraktionsdisziplin nicht anderes als Herdentrieb, Abweichler werden dadurch in gewisser Weise „gebrandmarkt“. Parteiendemokratie hat für mich etwas sehr rückständiges, etwas, das mit dem freien Willen wenig bis nichts zu tun hat.

    Andererseits ist es schwer zwischen Querdenker und Querulant zu unterscheiden 😉 … allerdings wären mir mehr Querdenker – auch wenn’s Querulanten sein sollten – lieber, denn dadurch wird Politik erst wieder interessant.

    Zum Parkplatz … der DNN-Artikel schreibt indirekt über die Gründe für CDU, FDP und BF. Ich würd’s mal so deuten … CDU-FDP-BF haben überwiegend Autofahrer-(Wähler)-Klientel und daran machen sie ihre politischen Entscheidungen fest. Eine Ansage wie „Nutzen Sie doch den ÖPNV zum Körnerplatz“ würde als „Verrat“ gewertet werden 😉
    Hinzukommen sicher mitunter gewisse „Deals“ … eine Hand wäscht die andere.

    Ich weiß nicht, doch mich langweilt die Dresdner Stadtpolitik immer wieder aufs Neue – es ist irgendwie alles so „von vornherein festgelegt“.

  6. Ja, Mails an Abgeordnete habe ich bei konkreten Anlässen auch schon geschrieben, zum Beispiel eben bei dieser Loschwitzer Parkplatzangelegenheit – ich sehe gerade, dass ich dort mal noch ein paar Updates einfügen sollte. Wer damals nicht antwortete, waren die Vertreter von CDU und FDP (allerdings erhielt ich von den Grünen auch erst über einen Umweg eine Info) – am besten funktionierten dagegen Anfragen bei Behörden. Die antworteten akzeptabel schnell und inhaltlich sinnvoll.

    Parteiendemokratie hat für mich etwas sehr rückständiges, etwas, das mit dem freien Willen wenig bis nichts zu tun hat.

    1989 waren wir in der End-DDR sogar der Meinung, für eine echte Demokratie müsse es zwingend möglich sein, dass man auch innerhalb einer Partei verschiedene Meinungen vertreten darf. Ich müsste glatt noch einmal über die Beweisführung nachdenken.

    Andererseits ist es schwer zwischen Querdenker und Querulant zu unterscheiden

    Finde ich nicht. Bei einem Querdenker steckt immerhin das Wort „Denken“ mit drin. Jemand, der sich nur wichtig machen will – also ein Querulant – hat keine echten Ideen, die hinter seinem Auftreten stecken. Insofern müsste sich das schon (nach etwas Denkaufwand 🙂 ) ermitteln lassen, ob man einen Querdenker oder –ulanten vor sich hat. (Wir sind jedenfalls Querdenker 😉 )

    Ich weiß nicht, doch mich langweilt die Dresdner Stadtpolitik immer wieder aufs Neue – es ist irgendwie alles so „von vornherein festgelegt“.

    Fällt mir jetzt schwer, das Gegenteil nachweisen zu können …

  7. „1989 waren wir in der End-DDR sogar der Meinung, für eine echte Demokratie müsse es zwingend möglich sein, dass man auch innerhalb einer Partei verschiedene Meinungen vertreten darf. Ich müsste glatt noch einmal über die Beweisführung nachdenken.“
    Hmm, gibt’s so etwas wie „negative Beweisführung“? 🙂
    Bzw. eine Recherche nach „best practise“ bzw. Ausnahmen …

    Hmm, Querdenker & Querulant …
    Sagen wir’s so, es kommt auf die Stimmung an … die Selbst- und Fremdwahrnehmung sind nicht immer dieselben. Meiner Erfahrung nach haben es Querulanten mitunter sogar leichter als Querdenker 😉 … bitte verlange jetzt keine exakte Beweisführung, Frank, okay? 😉

  8. Micha(el) Winkler

    Kurze Ergänzung zu CDU & BF, weil gerade gefunden … interessante Verknüpfung – die Pressemitteilung der CDU Dresden zu ihrem neuen Geschäftsführer 😉

    (Nachtrag 2013: Artikel nicht mehr online, Anm. Frank)

  9. Vielleicht ist die Bezahlung dort besser? Oder die politische Grundausrichtung klarer, was für ihn den Arbeitstag weniger verwirrend gestaltet 🙂 ?

  10. Hallo Frank ! Natürlich meinte ich,daß die Dresdener Neustadt einen zweispurigen Autotunnel braucht von Albert–bis Olbrichtplatz.Der sollte „Erich-Kästner-Tunnel“heißen.Aber das kriegen die wahrscheinlich nicht gebacken in Dresden,allen voran der Autobahn-Admiral Zastrow.Der will lieber einen teuren Ausbau der Königsbrücker Strasse,damit die in Zukunft noch mehr Verkehr die Strasse verstopft,inklusive ihm selber versteht sich.Ich habe noch nicht rausgefunden,gegen welchen Hydranten der gelaufen ist,aber das kommt noch raus. Grüzzi Lars

  11. @ Frank
    Bezahlung oder mehr Klarheit etc.?
    Hmm, vermutlich beides 😉 … zudem ist es ne feste Stelle mit Prestige – vermute ich.

    @ Lars Michel
    Zastrow und „sein“ Hydrant … wenn er gegen einen Hydranten gelaufen sein sollte, dann war’s vermutlich derselbe wie bei dir – nur von der anderen Seite. Vermutlich bist du auch kurz vor ihm dagegen gelaufen, sonst hättest du ihn entweder liegen oder sich wieder aufrappeln gesehen 🙂

    Etwas ernster, ich begrüße es ja, dass FDP und Piraten sich ab und an, um dieselben Hydranten kümmern … in Berlin funktioniert das offenbar ganz gut.

    Wenn du allerdings wirklich bei den Piraten Dresden oder Sachsen sein solltest (was ich mittelstark anzweifle) und deine Meinungen und Ansichten derart durchdacht, präzise und sprachlich ausgewogen durchs Internet sendest, dann kann ich in Zukunft wieder mit der FDP über Piraten-Witze lachen 😉

    Übrigens, „Erich-Kästner-Tunnel“ klingt ja ganz nett, doch er würde sicher diese Ehre ablehnen, wenn er könnte. Okay, so’n Tunnel für gefühlte 500 Mio. Euro würde schon was hermachen … doch warum hinterfragst du nicht den Sinn einer Nord-Süd-„Stadtautobahn“ an sich? Warum setzt du dich nicht für einen kostenfreien ÖPNV ein? Im belgischen Hasselt geht das auch – selbst wenn man eine Stadt mit 70.000.EW nicht 1:1 mit Dresden vergleichen kann. Doch zumindest andere Alternativen im Kopf haben, wäre ein Anfang … ansonsten sind die Freigeister bei den Piraten gegenüber den „Piraten frei von Geist“ bald in der Unterzahl 😉

    Viel Erfolg … Micha (2009 unabhängiger, parteiloser LTW-Kandidat für die Piraten)

  12. Na aber, Micha:

    … wenn er gegen einen Hydranten gelaufen sein sollte, dann war’s vermutlich derselbe wie bei dir – nur von der anderen Seite.

    Nicht nett! Aber gut auf den Punkt gebracht 🙂 ! Was soll man auch sonst dazu sagen, wenn jemand den Bau einer Straße zu teuer, den Bau derselben Strecke als Tunnel aber irgendwie bezahlbar findet!

  13. Ja, nett geht anders, Frank – das stimmt.
    Doch muss man immer nett sein? 🙂
    Ich bin auch kein Zastrow- oder FDP-Fan, doch man kann Kritik auch anders formulieren. Und humorlose Menschen reizen mich einfach dazu, manchmal eben nicht nur nett zu sein 😉
    Ich habe mir ja auch Mühe gegeben, wieder sachlich auf’s Thema zu kommen – da bin ich dann wieder ein Netter 😉

  14. Okay.Dann eben Lars-Michel Dunnel.Und oben viele Hydanden.

  15. Micha(el) Winkler

    Lars, du bist definitiv kein Pirat oder definitiv einem gewissen Teil der „Piraden-Partei“ Sachsen zugehörig 😉 … jener, der dafür sorgt, dass die Piraten in Sachsen nie mehr als 2% erreichen werden

    Mach doch die Königsbrücker zu einer Wasserstraße 😉 … meinetwegen kannst du dafür die Hydranten (um)nutzen – klär‘ das bitte mit dem Piratenvorstand, dann mit der Stadtverwaltung Dresden – viel Erfolg.

  16. Hallo Micha ! Ich war schon Pirat,da wurden noch gar keine Schiffe gebaut! Aber die Idee mit der Wasserstrasse ist auch nicht schlecht.Bedeutet dies doch,daß es jetzt außer der Tunnel-und Hochstrassenidee meinerseits auch noch deine dritte Wasserstrassenvariante als Alternative zu der vom Autobahnlobbyisten-Admiral Zahstrow gibt,der ja bekanntlich die Königsbrücker Strasse in Dresden „durchgängig“zu einem vierspurigen“United States Highway“gestalten will mit Fastfood Restaurants links und rechts der Strasse,wo die Autofahrerinnen und Autofahrer gleich ihre Einkäufe vom Auto aus fahrend tätigen können,während zeitgleich dessen die Anwohner sich hinter tresorartig gestalteten Schallschutz-Fenstern vor der chorartig aufkommenden Autoakustik verbarrikadieren müssen mit übergezogenen Atemschutzmasken,die mühsam den massigen Feinstaub zurückzuhalten versuchen.Diese geschilderte Szenerie erinnert irgendwie etwas an 1945 und auch an British-Belfast im Ausnahmezustand.Nur kommt die Gefahr diesmal nicht aus der Luft von oben,sondern rollt in für die Gesundheit der Anwohner schädigender Weise und Menge in Endloswagenkolonnen den ganze Tag munter rund um die Uhr stinkend und von der Wirkung her gleich wie Castor-Transporte mit Radionukliden,die Königsbrücker Strasse trennend wie die Berliner Mauer in der Bernauer Strasse,stadtein-und auswärts.Und mittendrin dann irgendwann auch der Autobahnlobbyisten-Admiral Zasthrow mit seiner Entourage von Freien in Fahrzeugen ihm hinterher.Alle natürlich grinsend wie immer.

  17. Hallo Lars, wie wäre es denn, wenn Du einen eigenen Blog startest: „Texte aus Dresden, bei denen der Leser grübelt, ob das Satire oder Ernst ist“ oder „Artikel, in denen ich alles wahllos unterbringe, was mir spontan einfällt“ oder „Leerzeichen hinter dem Punkt – nein Danke“?

  18. Respekt, Lars … so klare Aussagen vermisst die Welt 😉
    (Ich hoffe, du verstehst Ironie, oder?)

  19. Na Frank und Micha ! Wie siehts nun aus mit dem Erich-Kästner Tunnel unter der Neustadt hindurch zur absoluten Entlastung der Dauerbaustelle oder eher Holperpiste Königsbrücker Strasse ? Ich könnte mir gut vorstellen,das der Erich Kästner;würde er heute leben,für so ein Projekt wäre.Denn das was sich da jeden Tag auf dieser Strasse an Verkehr stauen muß,ist ja nicht mehr zeitgemäß und strassentauglich.Was habt Ihr denn an Alternativ-Ideen ?
    Der Nachteil von so einem Tunnel wäre aber,würde er gebaut,das die Königsbrücker Strasse dann sehr ruhig würde.Es gäbe echt nur noch Anwohnerverkehr,sozusagen einen Boullevard Königsbrücker,wo man hauptsächlich nur noch Fußgängern und Radfahrern begenen würde.Leider könnte man dann auch mehr Bäume und Blumenbeete pflanzen und sogar die Gastronemen könnten da draußen vor dem Geschäft Tische und Stühle aufstellen um die Passanten bei einem Aperitif verweilen lassen zu können ohne störenden Autolärm bei den Unterhaltungen.Der Tunnel würde nur halt soviel kosten,wie er kosten würde eben.Daher mache ich mir über die Finanzierung auch keine Gedanken.Denn Dresden und der Freistaat Sachsen hat die nötigen finanziellen Mittel zur Realisierung von dem Tunne.Und Ihr hättet ein zusätzliches Thema für den Blog hier.
    PS.:So eine Idee mit dem Tunnel müsste sich aber erst mal im Stadtrat herumsprechen.Das aber dauert seine Zeit.Und davon haben die ja genug.

    Gruß,freundlichst Lars

  20. Tja Lars, ich habe heute zu Hause auch schon gesagt: Lass uns mal noch einen Lamborghini kaufen – gut, der wird halt Geld kosten. Aber nur so viel, wie er eben kosten wird. Das Geld wird schon irgendwoher kommen, darüber mache ich mir keine Gedanken, und wenn nicht, habe ich wenigstens mal wieder ein Blog-Thema.

    Soll ich jetzt ernsthaft erklären, warum die Idee von einem Tunnel unter der Königsbrücker statt Ausbau derselben etwas, ähm … (kennt jemand ein netteres Synonym für „Schwachsinn“?)

    Und wieso soll ich mir eine Alternative zum Ausbau der Königsbrücker ausdenken? Ich habe doch im Artikel erwähnt, dass mir das Thema ziemlich egal ist. Im Stadtrat stand es gestern auf der Tagesordnung: TOP 22 „Stadtratsbegehren zur Durchführung eines Bürgerentscheids zur Sanierung der Königsbrücker Straße“:

    Der Stadtrat beschließt ein Stadtratsbegehren gemäß §15 der Bürgerbeteiligungssatzung Landeshauptstadt Dresden vom 8.6.2006 sowie gemäß § 24 Abs. 1 SächsGemO mit dem Ziel der Durchführung eines Bürgerentscheids zum Ausbau der Königsbrücker Straße.

    Inhalt des Bürgerentscheids ist die Frage:

    „Sind Sie für die Aufhebung des am 29.09.2011 gefassten Stadtratsbeschlusses (V1152-SR32-11), der den vierspurigen Ausbau der Königsbrücker Straße zwischen Stauffenbergallee und Albertplatz vorsieht?“

    Wurde aber abgelehnt – also ist der weitere Fahrplan doch klar?

  21. Wie auch immer.Klar der Tunnel ist teuer aber eine echte Alternative zum Ausbau mit 4 Spuren.Zudem könnte der Tunnel gebaut werden und !gleichzeitig! die Königsbrücker Strasse weiterhin während der Bauphase als Durchgangsstraße fungieren und zudem auch Stück für Stück saniert werden,während unten der Tunnel entsteht.Aus meiner Sicht ist ein Tunnel das Mittel der ersten Wahl,da er wirklich dauerhaft eine wirkliche Lärm-und Verkehrssentlastung brächte.Verbunden mit mehr Lebensqualität für die Anwohner.Beeinträchtigungen an Gebäuden während der Bauphase schließe ich fast aus,da das Gebiet auf gewachsenem Boden sich befindet und daher nicht mit Setzungen zu rechnen ist.Ausserdem arbeiten diese Tunnelbohrer hochpräzise(siehe Tunnelbau in Leipzig).Dort waren gleiche Gegebenheiten vorhanden wie in der Neustadt und es hat geklappt.Dresden entgegen Leipzig kommt noch zu gute,das unter der Neustadt anders als unter Leipzig keine Braunkohleflöze sind und demnach der Tunnelbau hier viel günstiger und zeitlich schneller zu realisieren wäre.Alles also eine Frage der Betrachtung.
    Jedenfalls rechne ich nicht damit,das durch die 4-spurige Strasse dann mehr Lebensqualität und Ruhe für die Neustädter und Anwohner/-innen einkehrt,sondern das grasse Gegenteil.Sollte der Bau beginnen,dann suche ich mir woanders in Dresden eine Wohnung.Wo es ruhiger ist und nicht so eine Autobahn gibt wie die 4-spurige Königsbrücker Strasse.Außerdem komme ich dann natürlich auch nicht umhin,mich bei diesem Autobahn-Admiral Zastrow und seiner FDP auch noch bedanken zu wollen durch Ankreuzung der für mich richtigen Partei bei der nächsten Wahl und weiteren..Andere Gleichgesinnte sollten es mir gleichmachen.Ich kenne ja wirklich keine bürgerfeindlichere Partei bezogen auf Dresden wie die FDP.Wie die den Titel“Freiheit und Demokratie“ für sich in Anspruch nehmen können,ist mir ein Rätsel.Aber damit haben die mir auch eine Idee vorgegeben.Denn wenn jeder Kasper ernsthaft hier in die Politik gehen kann ,dann kann ich das auch.Suche deshalb noch andere Kasper/innen zur Bildung einer Bürger/-innenpartei.Wer Lust hat,kann sich ja mal melden bei mir.Wohne ja noch in der Neustadt,da die Autobahn noch nicht begonnen hat.! Frauen ! sind ausserordentlich erwünscht.Hauptthema ist Dresden und wie es weitergeht.Bürgerfreundlich.Die nächste Wahl vielleicht mit uns.

  22. Frank! Nicht einen Lamborghini kaufen,sondern zwei.Da ist ja auch die Partnerin !!

Schreibe einen Kommentar

Name und E-Mail-Adresse erforderlich (E-Mail-Adr. wird nicht veröffentlicht).
Siehe auch Kommentar-Regeln, Spamschutz und Hinweise zu Textformatierung