Wie der MDR an seine Experten gerät

Gestern erreichte uns auf Arbeit ein Anruf des MDR. In Chemnitz war ein Mann beim Geocaching vom Dach gestürzt. Für „Dabei ab zwei“* sollte ein Beitrag zu diesem Thema produziert werden. Da es immer gut kommt, wenn darin auch ein Experte zu Wort kommt, muss jemand „geocaching dresden“ bei Google eingetippt haben – warum Dresden, ist mir eigentlich nicht ganz klar, aber egal –  jedenfalls landet man dabei auf der website meines Kollegen Micha. Zumindest, wenn man nur den obersten Treffer auswertet. Aber mehr ist in dieser schnelllebigen Zeit wahrscheinlich einfach nicht mehr drin. Micha sollte also etwas zu dem Unfall sagen. „Was soll ich denn dazu erzählen“, meinte er ratlos, „letztlich kann ich nur sagen, dass man eben auch beim Geocachen aufpassen muss, wo man hintritt …“. Aber er wäre schön blöd gewesen, die Chance nicht zu nutzen – ein wenig kostenlose Werbemöglichkeit hätte ich auch sofort genutzt. Er sah dann auch sehr fachmännisch aus.

(* Nicht zu verwechseln mit „Hier ab vier“ – das ist eine völlig andere Sendung. Habe ich mir sagen lassen.)

Selbstverständlich will ich hier nichts gegen Micha sagen – der MDR hätte keine bessere Wahl treffen können. Aber falls mal andere Beiträge kommen und dort Experten etwas sagen, weiß ich jetzt, wie diese gefunden wurden. Das wird bei anderen Sendern sicher nicht viel anders laufen.

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