Browser-Kurztest

Firefox 4 ist seit heute offiziell verfügbar. Gibt es nun endlich die Möglichkeit automatischer Updates? Nein, immer noch nicht. Zumindest nicht so, wie man sich das für ein Netzwerk wünscht, dass die Updates also ohne manuelles Eingreifen automatisch im Hintergrund installiert werden. Gibt es das Programm dann wenigstens endlich auch einmal als msi-Paket, so dass man es vom Server aus verteilen lassen kann? Nein auch immer noch nicht. Was selbst für viele einzelne Programmierer bei ihren freeware-Programmen anscheinend kein Problem und längst normal ist, bekommt diese weltweite Entwicklergemeinschaft einfach nicht hin. Dabei geht es ja, denn die Firma FrontMotion erstellt diese Pakete nach jedem offiziellen Update und bietet sie kostenlos an. Sehr nett, aber (verständlicherweise) leider immer erst nach mehreren Tagen, manchmal auch erst nach über einer Woche. So bleiben Sicherheitslücken entsprechend lange weiter vorhanden. Leider haben manche Pakete auch nicht funktioniert, als ich dieses Verfahren einige Monate lang testete.

Also kommt mir dieser Browser nach wie vor nicht auf die Rechner und es bleibt bei Internet Explorer und Chrome. Aber würde mir Firefox wenigstens auf dem Privat-Rechner Vorteile bringen? Letztlich ähneln sich die bekannten Browser rein optisch mittlerweile immer mehr (Firefox 4 sieht auf den ersten Blick sehr wie Opera aus) und funktionieren eigentlich alle. Schnell sind sie auch alle – selbst der Internet-Explorer ist seit Version 9 ganz schön flott geworden. Ich habe aber wenig Lust, nur wegen Kleinigkeiten dauernd die Software zu wechseln, wenn die bisherige eigentlich gut läuft. Da müsste schon eine richtig gute neue Funktion locken …

Aber die fand ich: Die Möglichkeit, Tabs als sogenannte „App-Tabs“ anzupinnen. Das lohnt sich bei Seiten, die man dauernd geöffnet hat, damit diese nicht so viel Platz in der Tab-Leiste wegnehmen. ‚Mal sehen‘, dachte ich, ‚wann Google bei Chrome diese Funktion mit nachrüstet‘. Dann kam ich auf die Idee, dort einfach mal nachzusehen: Ist längst vorhanden! Nennt sich hier schlicht „Tab anheften“. Wieder etwas gelernt. Bei Opera gibt es das übrigens auch, bei Safari und beim IE nicht.

Fazit: Ich bleibe Google treu.

 

7 Kommentare:

  1. Schnell sind sie auch alle – selbst der Internet-Explorer ist seit Version 9 ganz schön flott geworden. Ich habe aber wenig Lust, nur wegen Kleinigkeiten dauernd die Software zu wechseln, wenn die bisherige eigentlich gut läuft.

    Sehe ich auch so. Und ich habe auch keine Lust, mit mehreren Browsern zu arbeiten.
    Den IE9 habe ich wieder entfernt. Konnte mich nicht an Folgendes gewöhnen
    – Platzierung der Favoriten plötzlich rechts
    – Ebenso der Werkzeuge
    – Fehlende Zoom-Anzeige.
    Mit dem Letzteren, den Zoom, habe ich so meine Probleme. Ich bevorzuge 125…130%, aber wenn ich eine Webseite aufschlage, habe ich immer 100%.
    Ich habe dazu schon Experten befragt, aber die Antworten brachten nichts.
    Haben Sie einen Tipp?

    Fazit: Ich bleibe Google treu.

    Ich dem IE8.

  2. Also, zumindest die Zoom-Anzeige ist unten rechts zu sehen. Der Rest – naja: Gewöhnung. Vielleicht lässt sich das über IEPro alles nachbessern – dieses höchst nützliche Tool habe ich früher immer genutzt.

  3. Was meinst du damit, dass es kein „automatisches Update“ gäbe? Man kann doch schon lange den Firefox aktualisieren ohne ihn neu installieren zu müssen…oder habe ich dich da falsch verstanden?

    Generell ist es für Otto-Normalsurfer natürlich wenig sinnvoll, mehrere Browser zu nutzen. Das gilt übrigens auch für die meisten anderen Programme aus anderen Bereichen.

    Ich persönlich bin sehr froh darüber, dass sich in den letzten Jahren so viel im Browser-Geschäft getan hat – was letzten endes darauf zurückzuführen ist, dass die Konkurrenz das Geschäft belebt…wir würden vermutlich noch mit der Technik des IE6 (selbst Microsoft hat erkannt, dass dies kein sonderlich großer Wurf war und warnt mittlerweile ausrücklich davor) surfen, wenn es die anderen Anbieter nicht gäbe.

  4. Das mit dem automatischen Update bezieht sich auf den Einsatz von FF in Firmennetzen, wo Anwender üblicherweise ohne Admin-Rechte arbeiten. Dort müsste sich ein Techniker bei jedem neuen Update an jedem PC als Admin anmelden und das Update manuell installieren, was einfach nicht machbar ist.

    Bei Heimanwendern ist FF völlig okay, wobei man hier noch kritisieren könnte:

    1. Unter XP verführte solche (aller paar Wochen upzudatende) Software zum dauerhaften Arbeiten mit Admin-Rechten, was jeglichen Grundlagen der Computersicherheit widerspricht.

    2. Die Verfahrensweise, für jede gefundene Sicherheitslücke ein eigenes Patch herauszugeben, würde auch den verständnisvollsten User dazu bewegen, Update-Hinweise bald ganz auszuschalten (wodurch Sicherheitslücken erst recht bestehen blieben). Deshalb werden bei FF (aber auch bei Safari und Opera) immer mehrere Patches in einem Update zusammengefasst, um Anwender nur gelegentlich mit Updates zu nerven. Allerdings ist damit die älteste zu schließende Sicherheitslücke schon mehrere Wochen alt. Da der Browser open source ist, ist diese Lücke allen Interessierten bekannt und kann so lange ausgenutzt werden. Microsoft (MS) und Google können dagegen über die automatischen Update-Methoden für jede gefundene Lücke ein Patch schreiben und installieren lassen. Bei MS bemerkt man nur bei verlangten Neustarts etwas davon, bei Google nie. Insofern könnten IE und Chrome meinetwegen pro Woche 10 neue Sicherheitslücken haben – sofern alle schnell geschlossen werden, ist das immer noch sicherer als eine einzige bei FF (oder Opera oder Safari), die aber schon mehrere Wochen ungepatcht, also ausnutzbar ist. Bei MS könnten je nach Einstellung der automatischen Updates einige Stunden bis zum IE-Update vergehen, bei Chrome wird bei jeden Programmstart mit überprüft, ob Updates vorliegen. Wenn ja, werden diese anschließend installiert. Bei MS können Anwender die automatischen Updates ganz ausschalten, bei Chrome nicht. Insofern ist Chrome ganz klar der sicherste Browser – egal, ob da zusätzlich von mittlerweile wohl allen Browsern noch irgendwelche Sandboxes herum aktiv sind oder das Programm mit zusätzlich verringerten Rechten läuft.

  5. Ach so, Nachtrag: Ich finde es durchaus auch für Otto Normalverbraucher sinnvoll, mindestens zwei Browser zu benutzen. Das empfehle ich allen. Falls mal irgend etwas nicht funktioniert (was zugegebenermaßen immer seltener wird), kann man die betreffende Seite in einem anderen Browser testen. Und dass die Konkurrenz uns immer bessere Software beschert, sehe ich auch so.

    Bei mir zu Hause herrscht in dieser unüberwindlichen Glaubensfrage nach dem besten Browser übrigens sozusagen „Ökumene“: Ich nehme Chrome, der Nachwuchs FF und die beste Frau von allen* nahm lange Zeit den IE. Allerdings startet sie neuerdings auch immer öfter die Software dieses Datenkraken Google 😉

    (* Nein, es ist nicht von Mutter die Rede)

  6. Huch – wo ist denn mein Kommentar von gestern abgeblieben?

    Ganz unmöglich ist die Installation des Firefox (bei gleichzeitiger Entlastung des zuständigen Admins bei Updates) nicht – es gibt schon einige Möglichkeiten die zugegebenermaßen allerdings eher „Krücken“ sind:

    http://bastardadmin.wordpress.com/2009/01/28/firefox-im-netzwerk/

    Ich persönlich finde, dass das komplett automatisierte Update des Browsers gerade in einem Firmennetzwerk ein zweischneidiges Schwert ist. Oft laufen dort spezielle browserbasierte Anwendungen die dann plötzlich nicht mehr zuverlässig funktionieren…hat man das betreffende Update dann auch gleich noch überall verteilt, ist das Geschrei groß. Dieses Argument klingt heutzutage vielleicht etwas veraltet – habe ich aber eben erst mit dem FF4 erleben dürfen. 😉 Sogesehen ist man dank der stiefmütterlichen Behandlung der Netzwerkinstallationen sogar eher auf der sichereren Seite…;-)

    Dass Microsoft erst mit Windows 7 eine halbwegs brauchbare Rechteverwaltung zu Stande gebracht hat, ist nicht von der Hand zu weisen. Jedoch gibt es auch unter Windows XP das magische „Ausführen als…“, was die Aktualisierung etwas erleichtert…eine Ausrede dafür, sich als Admin durch das Web zu bewegen, ist das nicht.

  7. es gibt schon einige Möglichkeiten die zugegebenermaßen allerdings eher „Krücken“ sind

    Ja, klar – wer die Zeit für solche Bastelarbeiten hat … habe ich einfach nicht. Beziehungsweise: Das ist mir den Aufwand nicht wert.

    Das mit den browserbasierten Anwendungen ist tatsächlich ein anderer Aspekt – das erlebe ich selbst bei einem eigentlich harmlosen html-Dokument, was nach jeden Browser-Update anders gedruckt wird …

    Das mit dem „Ausführen als“ bei XP ist auch richtig. Aber erkläre das mal einem normalen Nutzer! Die meisten normalen Anwender waren mit dieser Thematik „Admin oder Benutzer“ doch völlig überfordert.

Schreibe einen Kommentar

Name und E-Mail-Adresse erforderlich (E-Mail-Adr. wird nicht veröffentlicht).
Siehe auch Kommentar-Regeln, Spamschutz und Hinweise zu Textformatierung