Unentdecktes Liedgut Sachsens: Die Hymne zur Waldschlösschenbrücke

Da unser Streitthema Nr.1 allmählich in die Endphase übergeht, möchte ich die Gelegenheit nutzen um auf dazu passende Kulturgüter aufmerksam zu machen, welche – möglicherweise berechtigt – unentdeckt in den Weiten des Internets verborgen liegen. Ich weiß nicht mehr, durch welchen Zufall ich ursprünglich auf die Internetseite von Herrn Arnold geriet, auf dem ich folgendes Video entdeckte, jedenfalls war es ein unvergessliches Erlebnis…

Warnung! Der Refrain hat extremen Ohrwurm-Charakter und kann noch nach Tagen zu Genervtheitsanfällen führen, weil man es nicht mehr aus dem Kopf bekommt. So wie damals bei „Schnappi“.

Das Video (Nachtrag 2013: nicht mehr online)

Es könnte sein, dass es inzwischen einigen der dort zu Sehenden peinlich ist, damals begeistert „Ja ! Ja! Ja!“ mitgesungen zu haben, aber solange das Video nicht bei Youtube, Clipfish oder MyVideo auftaucht, werden die Enkel der gezeigten Senioren nichts davon bemerken.

Viel besser ist allerdings das zweite Lied zum Thema. „Hymne“ ist fast ein zu schwacher Begriff für solche Werke, aber ich lasse es mal gelten. Hätten die Brückengegner das Lied eher gehört, wären sie andächtig auf die Knie gesunken und hätten die Angelikabuche anschließend freiwillig selbst abgesägt. Ihnen wäre klar geworden, wie großartig das Leben in Dresden mit Brücke werden könnte – zum Beispiel gäbe es nie mehr Stau. Den Text kann man zwar auch lesen, aber erst vertont entfaltet er seine ganze Wirkung.

Ich habe in den letzten Jahren zwar gern die Argumente der Brückengegner kritisiert, wenn sie zu sehr an den Haaren herbei gezogen waren, aber bei den Befürwortern sieht es auch nicht unbedingt besser aus. Herr Arnold scheint kein Einzelfall zu sein mit der Meinung, die Brücke wäre gut gegen Staus. Wir werden ja bald erleben, wie wenig sich diesbezüglich etwas ändern wird. Solange die Leute der Meinung sind, jeden Meter mit dem Auto fahren zu müssen, wird es auch mit noch so vielen neuen Brücken und Straßen weiterhin Staus geben. Weniger Auto zu fahren – darin liegt der Ansatz der Staubekämpfung! Ja, klar: Menschheit und Logik – das passt schlecht zusammen. Aber es wäre ja trotzdem einen Versuch wert, wenn unsere Stadtoberen der Bevölkerung dieses Stauvermeidungskonzept etwas besser vermitteln könnten. Insofern kann ich nur Herrn Arnold zitieren:

Wenn im Rathaus doch nur Profis und Meister und Könner säßen,
dann wär alles heut schon Wirklichkeit!

Ein Kommentar:

  1. Frank Schrader

    Schöner und wahrer Text, danke für das Video.

    Hier gibt es noch eine Dresden-Hymne von mabi.
    http://www.youtube.com/watch?v=bC019gFbzjU

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