Never ending story – Verlängerung!

Ich finde es gut, wie sich die GRÜNE LIGA heute wieder dafür einsetzte, dass eine berühmte Dresdner never ending story hoffentlich noch etwas weiter verzögert werden kann. Ich habe immer Angst vor dem Tag, an dem sie beendet ist. Gähnende Langeweile wird sich in Dresden ausbreiten. Worüber sollen wir uns dann noch künstlich aufregen? Eine Dresdner U-Bahn wäre ein gutes Thema gewesen, allerdings wurde dieser Vorstoß in seltener Übereinstimmung von GRÜNEN und FDP gemeinsam abgelehnt. Schade eigentlich.

Hier mal ein kleiner Rückgriff auf einen alten Text* von mir zum Thema, wie sich die Gründe über die Jahre hinweg wandelten, aus denen man gegen unsere berühmteste (und teuerste) Brücke war: klick!

(* Ich habe ihn vor kurzem allerdings etwas überarbeitet)

Nachtrag: 

In diesem Dokument des OVG Bautzen kann man nachlesen, warum die hier erwähnte Eil-Klage scheiterte.

11 Kommentare:

  1. Klasse Arbeit! Es war für mich sehr interessant nochmal die ganzen Begründungen durchzulesen. Im Nachinein eine Story die selbst die Besten Drehbuchauthoren sich sich hätten ausdenken können. Und es zeigt wie sich die Gegner immer lächerlicher machen.
    Das Fernsehen sollte daraus einen Mehrteiler machen. „CSI Waldschlösschen- dem Unsinn auf der Spur“

    Gruss

  2. Der Stil erinnert ein wenig an ehemalige Raucher, die später mit Rauch konfrontiert werden. Die haben dann auch machmal die Tendenz, die empfindlichsten Nichtraucher zu sein. Insofern ist der Artikel ist eine ziemlich verzerrte Darstellung dessen, was abgelaufen ist, aber nicht überraschend.
    Bis auf eines, wo kommt diese Äußerung her:

    Dass man mit dieser unausgegorenen Tunnelidee in Wahrheit eine Komplettverhinderung wolle, räumten Brückengegner nun mit dem verblüffenden Argument aus dem Weg: Alle seien sich einig, dass dieser Verkehrszug dringend gebraucht würde!

    Die ist mir bisher noch nicht über den Weg gelaufen.

  3. Konkret kann ich mich an eine Sendung „ZDF Umwelt“ erinnern, in der u.a. unser berühmter Brückengegner Prof. Marg interviewt wurde (auch so ein schlimmer Konvertit). Allerdings räume ich ein, dass dies nicht Marg persönlich sagte, wie ich bisher dachte (ich schaute es mir soeben noch einmal an), sondern nur die Kommentatorin, die zugegebenermaßen nicht besonders gut informiert wirkte. Sie sagt das kurz vor dem Marg-Interview (ca. 8:50) und da sie anscheinend mit einigen Gegnern geredet hatte, muss sie diesen Gedanken ja von jemandem aufgeschnappt haben (was allerdings als einzige Quelle etwas dürftig ist, wie ich zugeben muss):

    http://de.sevenload.com/videos/xrzjNJp-Zdf-umwelt-dresden

    Mir ist das nur im Gedächtnis geblieben, weil das damals wieder mal eine neue, für mich erstaunliche Wendung in der Argumentation war, die auch von der Gegner-Seite nie widerrufen wurde. Ich bin mir sicher, dass das dann gelegentlich noch zu hören war. Konkrete Quellen kann ich allerdings nicht angeben – man speichert sich ja nicht permanent jede Kleinigkeit ab.

  4. Mir ist das nur im Gedächtnis geblieben, weil das damals wieder mal eine neue, für mich erstaunliche Wendung in der Argumentation war, die auch von der Gegner-Seite nie widerrufen wurde.

    Aha, die Gegner haben es nie widerrufen, daher muss es war sein. Wahrscheinlich ist die Akzeptanz des Bürgerentscheides und des Wunsches der Mehrheit bei diesem Entscheid nach einer Querung an der Stelle so absurd, dass eine andere Erklärung her muss.

  5. 1. Der erste Einwand war übrigens berechtigt – ich habe es mir nochmal durchgelesen. Es klingt etwas zu pauschal. Ich habe einen Kommentar dahintergesetzt. Abgesehen davon steht aber ausdrücklich über dem gesamten Text Chronologie … aus meiner persönlichen Erfahrung. Hier ging es nicht um eine korrigierte Wikipediafassung vom Dresdner Brückenstreit, sondern darum, wie ich persönlich es wahrgenommen habe. Und ich bin mir sicher, in den letzten Jahren gelegentlich gehört (oder besser: gelesen) zu haben, dass auch ehemalige Gegner plötzlich sagten, ja – der Verkehrszug an sich wird schon benötigt.

    2. Ich rätsel aber nun etwas über den letzten Kommentar: Wieso soll die „Akzeptanz eines Bürgerentscheides“ absurd sein? Es ist möglich, dessen Ergebnis a) toll zu finden, b) gleichgültig bis zähneknirschend zu akzeptieren oder c) nicht darüber hinweg zu kommen. Aber absurd ist keine dieser Varianten. Und warum soll ein „Wunsch der Mehrheit … nach einer Querung an der Stelle“ absurd sein? Dahinter standen simple verkehrstechnische Aspekte.

  6. 2. Ich rätsel aber nun etwas über den letzten Kommentar: Wieso soll die „Akzeptanz eines Bürgerentscheides“ absurd sein? Es ist möglich, dessen Ergebnis a) toll zu finden, b) gleichgültig bis zähneknirschend zu akzeptieren oder c) nicht darüber hinweg zu kommen. Aber absurd ist keine dieser Varianten. Und warum soll ein „Wunsch der Mehrheit … nach einer Querung an der Stelle“ absurd sein? Dahinter standen simple verkehrstechnische Aspekte.

    Es war die Akzeptanz des „Bürgerentscheides und Wunsches der Mehrheit bei diesem Entscheid nach einer Querung an der Stelle“, die anscheinend so absurd sein mußte, dass Sie lieber einer anderen Erklärung Glauben schenkten.
    Natürlich ist das nicht absurd, daher ja auch meine Verwunderung über Ihre andere Erklärung der Akzeptanz eines Tunnels statt einer Brücke. Und es war auch die meist gehörte Begründung für die Akzeptanz eines Tunnels an der Stelle. Wenn man schon die Querung nicht verhindern kann, dann wenigstens in einer Form, die keiner sieht.

    Abgesehen davon steht aber ausdrücklich über dem gesamten Text Chronologie … aus meiner persönlichen Erfahrung. Hier ging es nicht um eine korrigierte Wikipediafassung vom Dresdner Brückenstreit, sondern darum, wie ich persönlich es wahrgenommen habe.

    Es tauchen bereits die ersten auf, die Ihre persöhnliche Wahrnehmung zur korrekten Abbildung dessen, was passiert ist, erheben wollen. Und das Chronologie sollte vielleicht auch in Anführungsstriche, da die Argumente nicht in chronologischer Reihenfolge sind und auch kaum in eine solche zu bringen sein werden.

  7. Es war die Akzeptanz des „Bürgerentscheides und Wunsches der Mehrheit bei diesem Entscheid nach einer Querung an der Stelle“, die anscheinend so absurd sein mußte, dass Sie lieber einer anderen Erklärung Glauben schenkten. Natürlich ist das nicht absurd, daher ja auch meine Verwunderung über Ihre andere Erklärung der Akzeptanz eines Tunnels statt einer Brücke. Und es war auch die meist gehörte Begründung für die Akzeptanz eines Tunnels an der Stelle.

    😉 Das sind so diese Textpassagen, die ich bei Ihnen über die Jahre so liebgewonnen habe: Man gerät immer ins Grübeln, worum es nun konkret geht und welche Haare gespalten werden sollen …

    Dass „bereits die ersten auftauchen (…)“, bezieht sich wohl auf Michael? Der schreibt aber nur, mein Text sei eine „gute Übersicht“, was noch lange nichts mit „korrekte Abbildung“ zu tun hat. Darauf erhebe ich auch gar keinen Anspruch – daran beißen sich seit Jahren ganz andere die Zähne aus. Allein die vielen Versionsänderungen und dazugehörigen Diskussionen im entsprechenden Wikipedia-Artikel sprechen in der Hinsicht Bände.

  8. „Wenn man schon die Querung nicht verhindern kann, dann wenigstens in einer Form, die keiner sieht.“

    Toller Satz . Das Prädikat des Hauptsatzes bezieht sich doch auch auf den Nebensatz ? Kann mir mal jemand erklären, wie der Nebensatz lauten würde, wenn man aus im einen eigenständigen Hauptsatz macht ?

  9. Ich einfach mal zu, dass der Satz keine Glanzleistung war und korrigier ihn mal:

    Wenn man schon die Querung nicht verhindern kann, dann sollte sie wenigstens in einer Form errichtet werden, die keiner sieht.

  10. Ich spendiere noch ein „stimme“ ala „Ich stimme einfach mal zu“ und wünsche mir dafür eine Vorschaufunktion 🙂

  11. Ja, eine Vorschaufunktion oder nachträgliche Editierfunktion wäre nicht schlecht, aber das kann ich leider nicht so ohne weiteres anbieten. Dazu müsste ich entweder ein passendes WordPress-Theme finden, bei dem dies integriert ist, oder mich selbst mit CSS beschäftigen, bzw. den Blog auf einen eigenen Server verlegen. Klingt alles nach Aufwand …

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