Neue Regelung der Bundesregierung: Einkommensteuer bald von der Steuer absetzbar!

Momentan sorgt die Meldung in Deutschland für Verwirrung, dass die geplante Brennelementesteuer von den Stromkonzernen beim Finanzamt als Betriebskosten abgesetzt werden kann (1): “ … Die Brennelementesteuer bringt dem Bund jedoch weniger ein als geplant. Statt mit 2,3 Milliarden Euro pro Jahr kann Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nur mit 1,5 Milliarden Euro rechnen. Hintergrund ist, dass die Stromkonzerne die Kosten für die Brennelementesteuer beim Finanzamt als Betriebskosten absetzen können, wodurch die Nettoeinnahmen für den Staat geringer ausfallen.“ Eine Steuer könne man von der Steuer absetzen?, fragen sich nun Manche ungläubig. Das sei ja mal etwas ganz Neues! Und das würde doch das deutsche Steuerrecht noch weiter verkomplizieren, als es bereits ist!

Aber genau das ist der Hintergrund. Das Steuerrecht soll im Gegenteil radikal vereinfacht werden. Die steuerliche Absetzbarkeit der Brennelementesteuer ist dabei nur das erste bekannt gewordene Detail. Letztlich sollen bis auf wenige Ausnahmen – wie zum Beispiel die dringend benötigte Schaumweinsteuer – alle Steuern steuerlich absetzbar werden.

Damit nicht nur Atomkraftwerksbetreiber in diesen Genuss kommen, soll als nächstes für den Bürger die Möglichkeit folgen, seine Einkommenssteuer beim Finanzamt als Betriebskosten geltend machen zu dürfen.

Quelle:

(1) n-tv.de, 07. 09. 2010: „Mehr Netto vom Brutto – AKW-Betreiber verarmen nicht“

Und abschließend noch im Ernst: Wer gegen die aktuellen Atom-Pläne der Bundesregierung protestieren möchte, kann das u.a. hier tun.

Schreibe einen Kommentar

Name und E-Mail-Adresse erforderlich (E-Mail-Adr. wird nicht veröffentlicht).
Siehe auch Kommentar-Regeln, Spamschutz und Hinweise zu Textformatierung