Kein Reisebericht, Teil 1

So weit ist es schon gekommen mit der Zivilisation – in der Natur wird man neuerdings gewarnt, dass ab hier kein Mobilfunkempfang mehr möglich ist:

Dieses Schild bedeutet wirklich, dass dahinter kein Netz mehr verfügbar ist.

Dieser Überrest eines Gletschers im Hintergrund füllte auf älteren Fotos noch das gesamte Tal aus – etwa bis zu der Mitte des rechten Bildrandes. Dahinein nun aber zu deuten, es gäbe so etwas wie einen Klimawandel – und am Ende noch einen vom Menschen verursachten! – wäre eine geradezu unverantwortliche Panikmache. Würden zumindest verantwortungsvolle Klimaskeptiker sagen. Außerdem haben die Herren Maxeiner oder Miersch auf achgut.de letztes Jahr erst erwähnt, dass in Norwegen ein Gletscher auch wieder 3 Meter länger geworden ist, was die Lüge vom Klimawandel, also diese Klimahysterie, eindeutig widerlegt. Sarkasmus Ende.

Hier wurde speziell für die Touristen ein schönes Fotomotiv angelegt: Da sich die Kleinbildfotografie in den 40er Jahren deutlich verbreitet hatte, wurde 1948 der Reschensee angestaut, um für Reisende ein lohnendes Motiv zu schaffen, was den Tourismus in der Region gehörig ankurbeln sollte. Das alte Dorf Graun wurde dafür überflutet, was die Bewohner als verschmerzbaren Nebeneffekt einstuften. Den alten Kirchturm ließ man stehen, was nun auch wirklich toll aussieht. Leider ging man dabei sehr unüberlegt vor, denn der optimale Lichteinfall – bei dem die Frontseite des Turmes Licht erhält – entsteht erst am Abend, kurz bevor die Sonne hinter den Bergen verschwindet. Und das klappt auch nur im Hochsommer. Der Kirchturm hätte also zunächst noch etwas verdreht werden müssen. Nun ist es leider zu spät (was man auch auf der Kirchturmuhr sieht).

Das knipst jeder Vorbeikommende. Also auch ich.

Worüber ich mich gefreut habe: Ich sah endlich einmal wieder Alpensalamander! Die letzten, die mir in freier Natur begegneten, sah ich vor 15 Jahren im slowenischen Triglav-Gebirge. Jedes Mal, wenn wir in den Alpen waren, war ich bei auf Wanderungen einsetzendem Regen nie verärgert, sondern warf suchende Blicke auf die Umgebung. Nie sah ich einen. Aber diesmal! Weit oben in den Dolomiten setzte plötzlich ein ordentlicher Regen ein, und dann fanden wir zwei Alpensalamander auf dem Weg. Später entdeckte ich noch ein paar mehr:

 

Abschließend noch eine völlig andere Beobachtung: Letztes Jahr verlor Dresden bekanntlich seinen Welterbestatus. In derselben Zeit erhielten die Dolomiten denselben, genauer gesagt wurden sie zum Weltnaturerbe erklärt. Im Unterschied zu Dresden konnte ich in den Dolomiten aber damals schon keinerlei Hinweise darauf sehen. Nirgends Tafeln, Schilder oder Fahnen, so wie ich es aus Dresden kannte. Auch dieses Jahr: Nichts dergleichen! Das wollte ich nur einfach mal so – völlig unbewertet – mit erwähnen.

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