Countdown

„Nimmst Du eigentlich Ohrstöpsel mit?“, wurde ich gerade gefragt. Natürlich nicht! Denn es wäre doch nicht logisch (würde Mr. Spock einwerfen), dass erst Techniker um maximale Lautstärken mit „ordentlich Druck“ kämpfen und sich die (freiwilligen) Hörer dann mit Gegenmaßnahmen bewaffnen. AC/DC muss laut gehört werden. Deshalb läuft auch meine Einstimmungs-DVD „Live in Donington“ soeben auch mit 2 dB mehr als üblich.

Während ich das schreibe, dürften bereits die ersten Fans im Ostragehege stehen. 18 Uhr ist Beginn. Allerdings spielen erst drei Vorbands und AD/DC fangen wohl erst 21 Uhr an. Ich hatte eigentlich wenig Lust, bereits stundenlang vorher da herum zu stehen – nicht nur Kurt Schlämmer hat Rücken und Füße! Im AC/DC-Forum schrieb allerdings „burrycade“, eine der Vorbands sei Volbeat und „die sollte man sich echt ansehn sind der wahnsinn“! Er ist wohl der Drummer bei denen. Andere Forenteilnehmer meinten, auch „Accept“ sei sehr gut bzw. sogar die beste Supportband, die sie jemals gehört hätten. Also gut, dann treffen wir uns als Kompromiss 19 Uhr.

„Live in Donington“ ist schon eine feine DVD. 1991 war das Konzert. Mal sehen, was die fast 20 Jahre bewirkt haben und ob Herr Young auch heute noch so über die Bühne hüpft. In einer kürzlich erhaltenen Mail stand: „Ihr wollt doch nicht etwa zu AC/DC??? Alte Männer angucken??? Or nee!!“  Das ist dummerweise der Effekt bei Konzertbesuchen, dass man immer häufiger alte Männer zu sehen bekommt, wenn man alte Idole live erlebten möchte. Oder alte Frauen. Als ich mich z.B. vor einigen Jahren bei Patti Smith im alten Schlachthof wunderte, dass das Konzert relativ kurz war, wurde ich darauf hin gewiesen, dass die Dame ja auch schon über 60 sei. Das war mir tatsächlich gar nicht so bewusst.

Okay – später vielleicht mehr dazu.

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