Auftragsblog

„Hähähä, das musste mal in deinem Blog schreiben“, meinte Harald, als wir heute diverse Ereignisse beim Nachmittags-Sekt feierten. Ich kann solche im Suff geforderten Auftragsarbeiten aber eigentlich nicht leiden und wollte schon sagen, nee, ich blogg’s ni’!, aber dann fiel mir gleich wieder ein, dass wir schon als Kinder oft sagten: „Ich blogg’s ni’!“, und dass wir insofern schon damals unserer Zeit gewaltig voraus waren, denn damals gab es noch gar keine Blogs. Und insofern wiederum war die Bemerkung damals auch völlig korrekt, etwas nicht zu tun, was ohnehin nicht noch nicht möglich war. Und noch wiederumer war uns damals bereits klar, dass eine solche Bemerkung damit auch noch völlig überflüssig – oder anders ausgedrückt – idiotisch gewesen wäre. Aber da diese Bemerkung trotzdem auch in der internetlosen Zeit schon aussprechbar war, gebrauchten wir sie wenigstens bereits in einem anderen Zusammenhang. Doch ich schweife ab. Jaja, alte Männer, die von früher zu erzählen beginnen …

Jedenfalls feierten wir verschiedene Sachen, zum Beispiel, dass Nicole heute genau ein Jahr bei uns ist. Da kann ich sie gar nicht mehr „Die Neue“ nennen. Auch wenn sie immer noch eklatante Fehler macht, wie zum Beispiel letztens, als sie beim web-Export der Sendung die falsche Pixelratio anwendete. Doch wir feierten ja auch, dass ich die Betreuung der beiden vierten Klassen überstanden hatte, die ich während des laufenden Serverumzugs noch spontan übernommen hatte (ich sage nur „Flöhe hüten“), ja und letztlich hatte wieder einmal einer unserer BA-Studenten das Diplom geschafft, weshalb Harald ihm ein Not-Book schenkte. Also ein Buch für die Not, wenn mal Stromausfall sein sollte. Und das soll ich also hier erwähnen:

Das Not-Book. Ein Gegenentwurf zum EeePC, der bekanntlich ohne Festplatte auskommt.

Das Not-Book. Ein Gegenentwurf zum EeePC, der bekanntlich ohne Festplatte auskommt.

2008-10-01_notbuch2Ok, da haben wir es nun hinter uns. Was daran so witzig sein soll, begreife ich nicht.

Einen im Suff geforderten Auftragsblog sollte ich übrigens vor kurzem auch schon einmal verfassen, und damit möchte ich noch fix auf ein Experiment zu sprechen kommen, welches ich kürzlich durchführte. Ich hatte Seminargruppentreffen und nahm keinen Fotoapparat mit. Der Grund ist, dass Digitalkameras mittlerweile immer billiger geworden und in immer mehr Geräten eingebaut sind. Und deshalb gehen die ersten Trendsetter nun dazu über, keinen eigenen Fotoapparat mehr mit zu nehmen. Also, nicht mehr selbst zu fotografieren. Denn statistisch gesehen sind immer genügend andere Leute anwesend, die das machen. Und diese Leute sind anschließend immer sehr stolz auf ihre Bilder, so dass sie sie noch am selben Tag ins Netz stellen oder setzen, so dass man alle verfügbaren Bilder sehr schnell bekommt. So schnell ist man manchmal selbst nicht. Und insofern kommt man besser, wenn man das Geknipse gleich ganz lässt. Alle dürfen so freilich nicht handeln.

Ja, und mein Experiment ging schief! Es dauerte mehr als eine Woche, bis die Fotos vom Ersten eintrafen. Der Rest fehlt immer noch. Dabei haben alle wie die Wilden fotografiert.

Falls das hier ein Wilder lesen und sich nun auf den Schlips getreten fühlen sollte: Das ist jetzt nicht irgendwie wildenfeindlich gemeint, sondern nur so im übertragenen Sinn. (Außerdem haben die doch gar keine Schlipse! Soll’n sich mal nicht so haben …)

Naja, jedenfalls könnte ich darüber doch auch etwas schreiben, meinte Uwe damals am Lagerfeuer mit einer Bierflasche in der Hand. Aber was? Irgendwie haben wir an dem Wochenende zwar vieles geklärt, zum Beispiel die Energieproblematik der Menschheit. Allerdings fallen mir die Details nicht mehr ein. Ich glaube, hauptsächlich ging es mehr so um Bier. Ich habe da sehr schöne neue Sätze gelernt, wie „Zähneputzen? Da spül ich doch lieber mit’m Bier durch“, oder „Mittag brauch ich jetzt nicht, das bißchen was ich esse, kann ich auch trinken“, „Schaffen wir’s noch bis zur nächsten Kneipe?“, „Sieben Bier sind auch ein Schnitzel“ und so. Vielleicht kann ich diese Sprüche einmal irgendwo anwenden.

Zumindest kann ich hier aber sagen, dass man in der Ochelbaude in der Sächsischen Schweiz ganz gut übernachten kann. Selbst wenn die Osteuropäischen Vertreter von „Kentucky schreit …“, nee, von „Kentucky fried chicken“ gerade dort ihr Treffen haben. Ich habe die Leute etwas bedauert, die bei diesem Lärm draußen im Zelt schlafen mussten. In unserem 14-Mann-Zimmer hat man kaum etwas gehört. Dort hat nur gelegentlich einer geschnarcht.

Das war übrigens mein Auftraggeber.

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