Organisationsprobleme

Ich verstand überhaupt nicht, was los war. Dabei begann der Tag fast wie jeder andere. Gut, im Keller kam mir ein Mann im Schnappi-Kostüm entgegen. „`n Morgen, Harald!“, sagte ich, worauf ein undeutliches „Hmmhmmhmmmmhm!“ unter dem Kostüm zurück kam. Auch die Biene Maja beim Abwaschen („Hallo Nicole!“) wunderte mich nicht weiter. Dann sahen mich aber immer mehr Praktikanten vorwurfsvoll an. Und als ich in der Dienstberatung zwischen Darth Vader und Tinky-Winky zu sitzen kam, fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Mein Spongebob -Kostüm! Ich hatte völlig vergessen, dass heute Fasching ist!

Man hat aber auch so viel um die Ohren! Die Biotonne musste an die Straße, Heizung ausdrehen, Wasserlinsen im Aquarium abfischen… Ich hatte übrigens erst überlegt, ob Spongebob wirklich zu mir passt. Klein, quirlig, kindisch, nervig… Thaddäus mit seiner ständig schlechten Laune hätte besser zu mir gepasst, auch beim Fahrradfahren wäre der Luftwiderstand nicht so hoch gewesen. Aber einigen meiner Kollegen hätte sicher wieder das kulturelle Hintergrundwissen gefehlt, um mich zu erkennen. So landet man immer wieder im mainstream.

Und die Büttenrede hatte ich vergessen! Die wollte ich direkt aus dem Studio mit 192 kbps ins Netz streamen, aber im Studio und auch in allen anderen Räumen sitzen die Leute von der ANIMA. Die ganze Woche! Das ist alles total schlecht geplant. So kann ich nicht arbeiten!

So, ich habe mir jetzt ein Reportagegerät umgehängt, was aller 10 Min automatisch „Hellau!“ ruft, da falle ich wenigstens nicht ganz so unangenehm auf.

Überall entstehen Trickfilme. Kein Platz für die Bütt.

Überall entstehen Trickfilme. Kein Platz für die Bütt.

2008-02-05_anima2

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